OSG Blog

Branding im Online Marketing Branding im Online Marketing
Unternehmen, die in der Vergangenheit nur auf das Performance-Marketing-Pferd gesetzt haben und Branding im Online Marketing außer Acht gelassen haben, werden in vielen Bereichen... Branding im Online Marketing

Branding im Online Marketing

Unternehmen, die in der Vergangenheit nur auf das Performance-Marketing-Pferd gesetzt haben und Branding im Online Marketing außer Acht gelassen haben, werden in vielen Bereichen zukünftig Probleme bekommen sich im Internet zu behaupten, da für reine Performance-Optimierer die Luft immer dünner wird. Dies ist begründet durch den über die Jahre gestiegenen Wettbewerbsdruck und das auf breiter Ebene gestiegene Know-How bzw. Ressourcen was Performance-Marketing angeht.

Warum Branding im Online Marketing

Da sich die Anzahl der Webeformen und Kommunikationskanäle ständig erweitert und dadurch eine Fragmentierung der Werbelandschaft erfolgt, ist eine Orientierung für das Branding im Online Marketing unumgänglich.

Ein Blick auf die Kommunikationsdynamik in den Online – Kanälen dokumentiert sehr eindrucksvoll, welche zusätzliche Aufmerksamkeits- und Informationskonkurrenz heute besteht. Innerhalb von 60 Sekunden werden bei Google zwei Millionen Suchanfragen gestellt, bei YouTube 72 Stunden Video-Content geladen, bei Facebook 1,8 Mio. Likes und 41.000 Posts gesetzt, bei Twitter 278.000 Tweets eingestellt, 70 neue Domains registriert usw.

Die große Fragestellung lautet: „Wie kann Aufmerksamkeit in der relevanten Zielgruppe sichergestellt und ggf. sogar eine Beschäftigung mit der eigenen Marke erreicht werden?“
Branding im Online Marketing muss somit als zentrale Herausforderung im Unternehmen angegangen werden. Denn es gilt: Unsere Kunden bilden sich ihre Meinung über eine Marke – unabhängig davon, ob wir eine Branding Strategie haben oder nicht.

5 Ausgestaltungsmöglichkeiten des Branding im Online Marketing

1. Unabhängig von Zeit und Raum

Nutzer können markenbezogene Inhalte zu jedem Zeitpunkt von jedem gewünschten Ort abrufen. Daher ist ein gutes Suchmaschinen-Ranking ein zentraler Eckpfeiler des Brandings. Die Suchmaschinen – Optimierung ist somit die zentrale Voraussetzung für ein erfolgreiches Branding.

Der Trend, dass Nutzer immer häufiger mobil auf das Internet zugreifen, steigt weiter. Dies erfordert von Unternehmen, ihre Inhalte für den mobilen Zugriff vorzubereiten. Allerdings stößt man beim mobilen Surfen hier noch immer auf zu viele Seiten, die kein „responsive Designs“ verwenden. Vor allem für Online-Shops ist diese Darstellungsmöglichkeit unumgänglich, da die Kaufabbruchsrate bei Shops ohne responsive Design deutlich höher ist, als bei Shops mit responsive Design.

2. Interaktion

Digitale Plattformen erlauben in hohem Maß die Interaktion zwischen den Nutzern selbst, wodurch das Branding ihre „soziale“ Komponente erhält. Das Beziehungsmanagement wird folglich zum wichtigsten Bestandteil der digitalen Markenführung.

Innerhalb der sozialen Medien geht es im Kern zunächst um eine Interaktion zwischen Privatpersonen. Erst nachgelagert geht es um den Austausch zwischen Privatperson und Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen den Informationsaustausch auf Augenhöhe der Privatpersonen gestalten.
Zudem bilden sich in den sozialen Medien Meinungsführer-Meinungsfolger-Beziehungen heraus, die sich im gemeinsamen Erstellen, Weiterentwickeln und Distribuieren von Inhalten bspw. über Blogs, Communitys sowie über Twitter konkretisieren.

Digitale Meinungsführer, die als Power-Blogger, Twitterer oder Betreiber von eigenen YouTube Channels auftreten, gilt es für die eigene Marke zu identifizieren und idealerweise kommunikativ „einzubinden“. Die Anzahl derartiger Multiplikatoren sowie die Anzahl deren jeweiliger „Follower“ stellen weitere wichtige Social-Media-KPI´s dar.

Die Glaubwürdigkeit der digitalen Meinungsführer basiert auf ihrer Unabhängigkeit von Unternehmen. Gleichwohl sollen Unternehmen versuchen, diese Personen als Markenbotschafter zu gewinnen und zu betreuen, um diese so in die Kommunikation einzubinden. Beispielsweise können über soziale Netzwerke die Nutzer und Fans auch in die Entwicklung und Tests von Produkten und Dienstleistungen, sowie Slogans oder ganzen Werbekampagnen eingebunden werden.

3. Personalisierung und Individualisierung

Eine Personalisierung sowie eine Individualisierung waren schon im „vordigitalen Zeitalter“ möglich. Die Online-Kanäle jedoch bieten viel mehr Möglichkeiten, mit diesen Konzepten zu arbeiten, um für die Kunden eine höhere Relevanz zu erzielen.

Dies reicht vom Targeting bei Werbebannern uns insb. bei Keyword-Anzeigen über auf Facebook-Daten basierte Angebote bis hin zu personalisierten und individualisierten Landing-Pages, sie bspw. über PURL (Personalized URL) angesteuert werden. Außerdem können unterschiedliche Inhalte auf Websites präsentiert werden, abhängig vor der Herkunfts-Website des Nutzers oder der Nutzung der verschiedenen Angebote auf der eigenen Website.

4. Content – Marketing

Im Kern geht es für Unternehmen um die Bereitstellung von nützlichen Informationen oder von „reiner“ Unterhaltung, um zu einer Beschäftigung mit der eigenen Marke oder dem eigenen Web-Auftritt zu motivieren.

Content Aktivitäten haben zum Ziel, bestimmte Zielgruppen zu gewinnen, zu binden oder zu einer bestimmten Art den Engagements zu motivieren, um auf diese Weise übergeordnete Marketing-Ziele zu erreichen. Ein Beispiel dafür ist der EDEKA-Supergeil-Spot, der 2014 veröffentlich wurde und nach zwei Monate kanpp zehn Millionen Views erzielt hat. (Derzeit über 16 Mio. Views.)

Branding im Online Marketing

5. Cross-mediale Vernetzung

Das Branding lebt von einer cross-medialen Vernetzung, um die Synergien zwischen den verschiedenen Plattformen sowie zwischen Online- und Offline-Plattformen überzeugend zu gestalten.
Um eine kanalübergreifende stimmigen online Auftritt der Marke sicherzustellen ist eine Orientierung an den vier K´s erforderlich.

  • Kontinuität – längerfristige Gültigkeit zentraler Leitideen. Gilt als Orientierungsfunktion von Kunden bzw. Unsern.
  • Konsistenz – schlüssiger Gesamtauftritt der Marke über alle Kommunkationskanäle
  • Konsequenz – konsequente Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen
  • Kompetenz – über alle Kanäle hinweg

Fazit:

Der Aufbau einer Marke folgt einem strategischen nachhaltigen Ansatz mit dem Ziel Kundenloyalität und Reputation zu verbessern, was die nachhaltige Positionierung im Markt fördert. Performance-Marketing hingegen ist oft eher taktisch/operativ und folgt nur selten einer Strategie der Positionierung als Marke.

 

Headerbild: ©iStock/yacobchuk

Beitrag bewerten

Kerstin Kolb

Kerstin Kolb studierte Marketing & Vertrieb an der Fachhochschule der WKW Wien und ist bei der OSG seit Mitte 2016 tätig. Sie betreut Kunden in den Bereichen SEO und Media.

Bisher keine Kommentare.

Sei der Erste der einen Kommentar hinterlässt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *