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Common Gateway Interface

Grafische Veranschauung von Common Gateway Interface

(c) Wikipedia Commons / 39Agung

Was ist CGI?

Bei dem Common Gateway Interface (CGI) handelt es um eine standardisierte Schnittstelle, die in erster Linie zum Datenaustausch zwischen einem Webserver und einer externen Softwareanwendung zum Einsatz kommt. Auf diese Weise lässt sich der Funktionsumfang einer Webseite durch zusätzliche Features und Funktionen wie beispielsweise das Auslesen von Formulareingaben erweitern.

Entwicklungsgeschichte

Das Common Gateway Interface ist eine schon länger bestehende Möglichkeit, um Webseiten mit einer gewissen Dynamik bzw. Interaktivität zu versehen. Die Schnittstelle wurde Anfang der 1990er Jahre entwickelt, um mit den ersten Webservern im World Wide Web eingesetzt zu werden und um einen Datenaustausch zwischen Webserver und externen Anwendungen mittels einer standardisierten Schnittstelle (API) zu ermöglichen. Das Common Gateway Interface gehört zu den ältesten und bekanntesten Bindeglieden zwischen Webservern und externen Applikationen. Das Interessante am CGI ist, dass es an keine bestimmte Programmiersprache gebunden ist, sodass es plattformunabhängig eingesetzt werden kann. Der Standard kann in Kombination mit verschiedenen Programmiersprachen wie beispielsweise Java, Perl oder C++ eingesetzt werden. Des Weiteren ist das Common Gateway Interface kostenlos und frei verwendbar. Letzteres stellt auch den Grund für den häufigen Einsatz des Standards dar.

Funktionsweise

Wenn Nutzer auf einer Webpräsenz Daten hinterlegen können, dann werden diese nicht direkt auf dem jeweiligen Webserver gespeichert, sondern die Daten müssen zunächst bearbeitet werden. Das Common Gateway Interface kümmert sich in diesem Fall darum, dass die gespeicherten Daten durch den Einsatz eines festen Datenaustausch-Standards an eine externe Anwendung übertragen. Dort werden die übertragenen Daten analysiert und wieder an das HTML-Formular übertragen. Auf diese Weise lassen sich auch andere Nutzeraktionen auf einer Webpräsenz wie beispielsweise Klicks auf einen Hyperlink via CGI an die entsprechende externe Anwendung übertragen. Nachdem der Nutzer die Daten bestätigt und abgesandt hat, wird durch den zuständigen Webserver die Ausführung eines CGI-Skripts gestartet. Die Skripte werden auf dem Webserver in einem speziellen Folder für Anwendungen aufbewahrt, sodass es sich häufig anhand der URL erkennen lässt, ob gerade ein CGI-Script ausgeführt wird.

Vor- und Nachteile

HTML-basierte Webseiten lassen sich mit CGI dynamisch generieren, sodass den Besuchern ein gewisser Grad an Interaktivität geboten werden kann. CGI-Anwendungen müssen nicht auf dem Webserver gelagert werden, sondern können auf einem externen Server gespeichert und ausgeführt werden, was sich äußerst positiv auf die Serverlast auswirkt. Ein weiterer Vorteil äußerst sich in der unkomplizierten Konfiguration. Als nachteilig kann jedoch betrachtet werden, dass CGI-Anwendungen häufig als langsam und träge empfunden werden, da die Anwendung jedes Mal neu gestartet werden muss, wenn neue Argumente übergeben werden.

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