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SEO Tools: Warum SEO Daten nie stimmen

SEO Tools Warum SEO Daten nie stimmen

Copyright @ Shutterstock/EtiAmmos

Auch bei der Suchmaschinenoptimierung ist es von großer Bedeutung die gesteckten Ziele zu erreichen. Um sicherzustellen, dass diese auch erreicht werden, müssen verschiedene Daten erhoben und analysiert werden. Hierfür stehen verschiedene SEO-Tools zur Verfügung, die neben den aktuellen Daten auch zur Unterstützung bei der Optimierung genutzt werden können.

Ob Sichtbarkeit, Traffic oder Impressionen – die unterschiedlichen Tools liefern für identische Analysen unterschiedliche Resultate. Wenn man die Zahlen der einzelnen SEO-Tools miteinander vergleicht, so wirkt es, als würden SEO Daten nie wirklich stimmen.

1. Suchvolumen und Impressionen

Mit dem Suchvolumen wird die Anzahl der durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen für ein Keyword angegeben, unabhängig davon, wie viele Personen diese Anfrage gestellt haben. Der Wert für das Suchvolumen setzt sich auf Basis des Durchschnitts sämtlicher Suchanfragen der letzten zwölf Monaten zusammen.

In diesem Zusammenhang wird das Suchvolumen auch mit den Daten bezüglich der Impressionen – Google Search Console und SEA – verglichen.

Vergleich des Suchvolumens mit den Impressionen der Search Console und SEA

Copyright © Screenshot: Suchvolumen vs. GSC Impressionen vs. SEA Impressionen

Betrachtet man nun sowohl das Suchvolumen als auch die Impressionen für die Keywords in der Google Search Console (GSC) bzw. die SEA Impressionen, so scheinen die Daten nicht wirklich übereinzustimmen. Bei der Analyse der Daten ist zu beachten, dass das Suchvolumen bekanntlich einem monatlichen Durchschnittswert entspricht und nur zur Orientierung oder zum Einschätzen des Potenzials eines Keywords dient. Zusätzlich spielt bei den Impressionen, die in der Search Console erfasst werden, auch die Position des Suchbegriffs in den Suchergebnissen eine wichtige Rolle. So werden die Impressionen weniger, je schlechter die Position in den Google Suchergebnissen.

Es gibt keine Garantie, dass das Suchvolumen auch tatsächlich erreicht werden kann. Letztendlich handelt es sich beim Suchvolumen um eine Momentaufnahme, die in Form eines monatlichen Durchschnitts der vergangenen zwölf Monaten dargestellt wird.

Tipp

Im SEA haben auch Saisonalität und Impression Share Auswirkungen auf die tatsächlichen Impressionen. Beispielsweise entspricht die SEA Impression für “Werbekugelschreiber” einem Share von etwa 62 %. Demnach sind knapp 38 % der Impressionen nicht erfasst worden. Somit liegt der bereinigte Wert bei 1.437.

Mit Google Trends kann überprüft werden, ob es Schwankungen für ein Keyword gegeben hat. So kann man ableiten, wie genau der Wert für einen Monat überhaupt sein kann.

2. Domain Popularität

Mit der Domain Popularität wird die Anzahl an Backlinks angegeben, die von verschiedenen Domains auf eine Website verweisen. Dies bietet nützliche Informationen, unter anderem zur Bewertung von Links bei der Backlink-Analyse.

MOZ, Majestic, Ahref oder SEOkicks – es gibt eine Vielzahl an Tools zur Analyse von Backlinks. Diese Tools helfen dabei, die Anzahl und Qualität der Backlinks und verlinkenden Domains auszuwerten. Dabei fließen einige Faktoren wie der TrustRank oder die Linkpopularität, aber auch die Qualität der verlinkenden Seite mit in die Bewertung ein.

Analysiert man die verweisenden Links einer Domain mit den Tools Majestic und MOZ, so erhält man unterschiedliche Resultate. Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der Anzahl der verweisenden Domains für die OSG und einige unserer Kunden.

Vergleich von verweisenden Links in Majestic und MOZ

Copyright © Screenshot: Vergleich – Majestic vs. MOZ

Betrachtet man die Tabelle genauer, fallen sofort die Unterschiede bezüglich der verweisenden Domains der beiden Tools auf. Dies ist auf die verschiedenen Datengrundlagen der jeweiligen Tools zurückzuführen. Sowohl Majestic als auch MOZ haben ihre individuellen Stärken. Die MOZ-Werte sind vor allem dann interessant, wenn mehrere Domains verglichen werden sollen. Dahingegen bietet Majestic eine große Datenbank bereits gecrawlter URLs. Diese werden in einen aktuellen und einen historischen (älter als 3 Monate) Index unterteilt.

Unabhänigig davon, bieten MOZ und Majestic, aber auch die anderen Backlink-Analysetools, nützliche Kennzahlen und Einblicke in die verlinkenden Domains und die Entwicklung der einzelnen Backlinks – so ist es beispielsweise möglich festzustellen, ob es neue Links zu einer Website gibt oder zuvor existieren Links nicht länger vorhanden sind.

Fazit

Die Aufgaben eines Backlink-Tools kommen denen einer Suchmaschine gleich. Daher wurde bei der Entwicklung der Tools ein Kompromiss aus Gründlichkeit und Geschwindigkeit gefunden. Dabei liegt die Schwierigkeit darin, alle Seiten zu crawlen und dies zugleich möglichst gründlich und häufig auszuführen. Die Server-Daten des Backlink-Tools Ahref zeigt, was für ein Ressourceneinsatz zur Durchführung notwendig ist.

Ahref Serverdaten - benötigte Ressourcen von Backlink Tools

Copyright © ahref.com

3. Sichtbarkeit

Mit dem Sichtbarkeitsindex wird angegeben, wie sichtbar eine Domain in den Google Suchergebnissen ist. Je nach Tool – Sistrix, Searchmetrics oder XOVI – werden unterschiedliche Methoden zur Bewertung des Website-Rankings und somit zur Berechnung der Sichtbarkeit verwendet. Diese unterschiedlichen Berechnungsansätze können zu unterschiedlichen Entwicklungen der Sichtbarkeit führen. Daher sollte man sich auch fragen, wie aussagekräftig der Sichtbarkeitsindex wirklich ist.

Vergleich der Sichtbarkeit von Sistrix und XOVI

Copyright © Screenshot/OSG Performance Suite

Die Grafik zeigt deutlich, dass die Sichtbarkeitsentwicklung unterschiedlich verläuft. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sowohl Sistrix als auch XOVI die Sichtbarkeit mit verschiedenen Skalen darstellen und diese auch auf unterschiedlich Weise berechnen.

Betrachtet man die Kennzahlen beider Tools separat, so erkennt man weitere Unterschiede im Verlauf der Sichtbarkeitswerte.

Sichtbarkeitsentwicklung in Sistrix

Copyright © Screenshot/Sistrix

Sichtbarkeit in Xovi

Copyright © Screenshot/XOVI

Die Graphen zeigen, dass der Sichtbarkeitsindex bei Sistrix stärker auf Schwankungen reagiert und volatiler, als dies bei XOVI der Fall ist. Dies liegt vorrangig an den ungleichen Berechnungen der Sichtbarkeitswerte. So berechnet sich die Sichtbarkeit bei Sistrix durch eine Gewichtung der Rankings und des Traffics eines Keywords. Dieser Wert wird dann für alle Keywords summiert und bildet den Sichtbarkeitsindex. Dahingegen berechnet XOVI die Sichtbarkeit auf Basis des quantitativen und qualitativen Rankings der Domain für die einzelnen Keywords.

Die OSG Performance Suite hat einen eigenen Sichtbarkeitswert entwickelt, der sich aus dem Suchvolumen und dem Ranking der einzelnen Keywords zusammensetzt. Dabei werden nur die, für die Website hinterlegten Keywords berücksichtigt, welche für die Domain relevant sind.

Tipp

Es kann durchaus sein, dass die Werte der drei Tools gleich sind und mit dem Traffic korrelieren. Die Abweichungen können aber teilweise extreme Unterschiede aufweisen. Obwohl die Sichtbarkeit ein schwer nachvollziehbare Kennzahl darstellt, hat sie in den letzten Jahren eine gefährlich hohe Priorität im Markt zugesprochen bekommen. Verlässlichere und greifbarere Zahlen bieten dabei einzelne Keywords und Traffic. Diese haben eine geringere Fehlerwahrscheinlichkeit.

4. Website-Traffic

Es ist wichtig zu wissen, wie viele Besuche eine Website bekommt. Mit den kostenlosen Tools Google Analytics und Google Search Console (GSC) erhält man nützliche Kennzahlen, zum Beispiel bezüglich der Suchanfragen oder der Seitenzugriffe. Anhand verschiedener Berichte ist es so möglich, Einblicke in das Verhalten der Besucher auf der Seite zu bekommen.

Sowohl Analytics als auch die Search Console sammeln Traffic-Daten einer Website. Daher bietet es sich an, die Zugriffszahlen für Websites von ausgewählten Kunden mit den beiden genannten Tools zu vergleichen. Eigentlich sollte man annehmen, dass die erfassten Zugriffe bei beiden Tools identisch sind.

Die folgende Tabelle vergleicht somit die von der GSC erfassten SEO Klicks auf eine Website mit den in Analytics erfassten Sitzungen über eine zuvor definierte Zeitspanne (Februar 2019).

Vergleich Traffic - Analytics vs. Search Console

Copyright © Screenshot: Traffic – Analytics vs. GSC

Aber auch hier zeigen sich Widersprüche in den SEO-Daten. Abweichende Website-Besucherzahlen, die von den beiden Google Tools ausgeben werden, sind deutlich erkennbar. Dabei fällt auf, dass die Traffic-Kennzahlen bei stärker besuchten Seiten einen größeren Unterschied aufweisen. Folglich stimmen die Daten für “kleinere” Kunden eher überein als bei den “großen” Kunden.

Auffällig ist zudem, dass Google Analytics im Vergleich geringere Traffic-Zahlen ausgibt als die Google Search Console. Diese spiegelt sich auch in der prozentualen Abweichung wider.

Fazit

Warum SEO Daten verglichen werden sollten

Für gewöhnlich werden Entscheidungen erst getroffen, nachdem man sich entsprechend informiert hat oder Daten verglichen wurden. Ähnlich ist das auch bei der Suchmaschinenoptimierung. Die SEO-Tools bieten mit ihren Funktionen Orientierungspunkte für die weitere Optimierung von Webseiten. Daher sollten man nicht nur auf ein Tool setzen, sondern Kennzahlen wie Sichtbarkeit, Impressionen oder Traffic mit einem zweiten Analyse-Tool gegenprüfen. Auf diese Weise kann man die Verlässlichkeit der SEO Daten testen und verifizieren. Dies ist übrigens auch für die Technik Analyse zutreffend!

Jedes der SEO Tools legt einen anderen Schwerpunkt oder verfügt über eine differenzierte Ausgangslage im Vergleich zu einem Alternativ-Tool. Bei der Analyse muss man sich dieser Tatsache also bewusst sein und folglich die erhaltenen Daten als eine Art Orientierung verstehen, die bei der weiteren Optimierung unterstützt, indem neue Anhaltspunkte gegeben werden.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von SEO-Tools, die bei der Analyse behilflich sein sollen. Werden jedoch Strategien auf Basis von fehlerhaften Auswertungen entwickelt, kann das fatale Folgen haben. Mit unserer OSG Performance Suite benötigen Sie nur noch ein Tool zur Analyse Ihrer SEO-Daten. Das Konzept hinter der Performance Suite verfolgt, als Datawarehouse-System und Business-Intellegence-System, ein altbekanntes Ziel: Daten werden zentral gesammelt, um diese dann einfacher auswerten und interpretieren zu können. Ein Modell aus der IT, das vor fast einem halben Jahrhundert erstmalig von Barry Devlin verwendet wurde, kommt nun auch in der nächsten Phase des Online Marketings zum Einsatz.

Sie können die OSG Performance Suite auch als App auf Ihren iOS- oder Android-Geräten kostenlos nutzen. Laden Sie diese hierzu aus dem Apple App Store oder dem Google Play Store herunter.

Kostenloser SEO-Check der OSG

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