Cost per Install (CPI)
Was ist der Cost per Install?
Cost per Install, abgekürzt CPI, bezeichnet die durchschnittlichen Werbekosten für eine gemessene App-Installation. Die Kennzahl wird berechnet, indem du die Kampagnenkosten durch die Anzahl der zugeordneten Installationen teilst. Sie dient vor allem dazu, die Effizienz bezahlter Kampagnen zur Gewinnung neuer App-Nutzer zu vergleichen.
CPI im App-Marketing
Cost per Install beschreibt ein erfolgsabhängiges Abrechnungsmodell und zugleich eine Leistungskennzahl im mobilen Marketing. Kosten entstehen dabei für Installationen, die einem Werbekontakt oder Anzeigenklick zugeordnet werden. Typische Einsatzfelder sind Kampagnen in Suchmaschinen, App-Stores, sozialen Netzwerken, mobilen Werbenetzwerken und anderen Apps.
Eine Installation gilt je nach Plattform und Messsystem als erfasst, sobald die App erstmals auf einem Gerät geöffnet oder der Installationsvorgang bestätigt wurde. Die genaue Definition muss vor dem Kampagnenstart feststehen, weil unterschiedliche Messpunkte zu abweichenden Ergebnissen führen können.
Der CPI beantwortet zunächst nur die Frage, wie viel Budget durchschnittlich für eine Installation eingesetzt wurde. Ob der gewonnene Nutzer die App aktiv verwendet, ein Konto erstellt oder einen Kauf tätigt, lässt sich erst mit nachgelagerten Kennzahlen beurteilen.
So berechnest du Installationskosten
Für die Berechnung werden alle zurechenbaren Kampagnenkosten durch die Anzahl der gemessenen Installationen geteilt. Die Kosten sollten denselben Zeitraum, dieselben Kanäle und dieselbe Attributionslogik abdecken wie die Installationsdaten.
Ein aussagekräftiger Vergleich setzt identische Rahmenbedingungen voraus. Ein CPI für iOS-Nutzer in Deutschland lässt sich beispielsweise nur eingeschränkt mit einem Wert für Android-Nutzer in mehreren Ländern vergleichen. Zielgruppe, Betriebssystem, Saison, Anzeigenformat und Wettbewerb beeinflussen die Installationskosten.
Bezahlter und gemischter CPI
Der bezahlte CPI berücksichtigt nur Installationen, die einer Werbekampagne zugerechnet werden. Diese Variante eignet sich für die operative Steuerung einzelner Anzeigen, Zielgruppen, Länder oder Werbenetzwerke.
Der gemischte CPI, häufig als Blended CPI bezeichnet, setzt die gesamten Ausgaben für Nutzergewinnung ins Verhältnis zu allen Installationen eines Zeitraums. Dazu können auch organische Installationen aus der App-Store-Suche, der Websuche, Empfehlungen oder Markenbekanntheit gehören.
| Kennzahl | Berechnung | Anwendung |
|---|---|---|
| Bezahlter CPI | Werbekosten geteilt durch bezahlte Installationen | Bewertung einzelner Kampagnen und Kanäle |
| Gemischter CPI | Gesamte Akquisekosten geteilt durch alle Installationen | Bewertung der gesamten Nutzergewinnung |
| Effektiver CPI | Tatsächliche Kosten geteilt durch valide Installationen | Bereinigung um Betrug, Mehrfacherfassungen oder ungültige Nutzer |
Welche Faktoren den CPI verändern
Die Höhe der Installationskosten ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Anzeigenpreis, Klickrate und Installationsrate. Steigt die Klickrate bei unveränderten Kosten oder installieren mehr Besucher nach dem Klick die App, sinkt der durchschnittliche CPI.
Ein niedriger Wert ist nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn die gewonnenen Nutzer zur Zielgruppe passen. Installationen ohne spätere Nutzung können den CPI verbessern, liefern dem Unternehmen aber weder aktive Nutzer noch Umsatz.
CPI richtig bewerten
Der Cost per Install sollte gemeinsam mit Aktivierungsrate, Kundenwert, Kundenbindung und Umsatz betrachtet werden. Eine Kampagne mit höheren Installationskosten kann profitabler sein, wenn ihre Nutzer häufiger kaufen, länger aktiv bleiben oder ein Abonnement abschließen.
Für die Wirtschaftlichkeitsprüfung eignet sich der ROI im Online-Marketing. Bei bezahlten Kampagnen ergänzt der ROAS den CPI, indem er den erzielten Umsatz direkt den Werbekosten gegenüberstellt.
Eine belastbare Auswertung segmentiert die Ergebnisse mindestens nach Kanal, Kampagne, Land, Betriebssystem und Nutzergruppe. Durchschnittswerte über alle Maßnahmen können verdecken, dass einzelne Segmente profitable Nutzer liefern und andere nur günstige Installationen erzeugen.
Unterschied zu CPC, CPA und CPM
Der Unterschied zwischen CPI und CPC liegt im gemessenen Ereignis. Beim Cost per Click zahlst oder bewertest du einen Klick, während der CPI eine zugeordnete App-Installation als Zielhandlung verwendet. Ein günstiger Klick führt deshalb nicht automatisch zu günstigen Installationen.
Der Unterschied zwischen CPI und CPA liegt in der Tiefe der Conversion. Cost per Action oder Cost per Acquisition kann eine Registrierung, Bestellung oder einen Vertragsabschluss messen. Der CPI endet dagegen bei der Installation und bildet keine spätere Nutzung ab.
Der CPM misst die Kosten für 1.000 Werbeeinblendungen. Diese Kennzahl bewertet die eingekaufte Reichweite, während der CPI die Kosten einer konkreten Installationshandlung ausdrückt.
Installationskosten gezielt optimieren
Eine wirksame Optimierung beginnt mit sauberem Conversion-Tracking. Werbeplattform, App-Store und Analysesystem sollten dieselben Installationsereignisse verwenden. Abweichende Attributionsfenster, Zeitzonen oder Ereignisdefinitionen machen Kampagnenvergleiche unzuverlässig.
SEA kann gezielt Nachfrage nach einer App abfangen und Installationen erzeugen. Hinweise zur strukturierten Kampagnensteuerung findest du bei den Google-Ads-Angeboten der OSG und in den Google-Ads-Referenzen.
Bezug zu SEO und GEO
SEO beeinflusst vor allem den gemischten CPI, wenn Nutzer eine App über organische Suchergebnisse, redaktionelle Inhalte oder Markenanfragen entdecken. Zusätzliche unbezahlte Installationen verteilen die gesamten Akquisekosten auf eine größere Zahl gewonnener Nutzer.
GEO, also Generative Engine Optimization, kann die Auffindbarkeit einer App oder Marke in Antworten von ChatGPT, Perplexity, Gemini und Grok unterstützen. Installationen aus solchen Kontakten lassen sich jedoch nur dann in die Bewertung einbeziehen, wenn die Customer Journey und die verwendete Attribution diese Berührungspunkte erfassen.
Wenn du Installationskampagnen anhand von CPI, Kundenwert und ROAS bewerten möchtest, kann ein Potenzialcheck die vorhandene Datenbasis und Kampagnenstruktur einordnen.
Häufige Fragen zu Installationskosten
Was ist ein guter CPI?
Ein guter CPI lässt sich nicht pauschal festlegen. Er hängt unter anderem von Zielgruppe, Land, Betriebssystem, Geschäftsmodell und Kundenwert ab. Wirtschaftlich ist der Wert, wenn die gewonnenen Nutzer langfristig mehr Deckungsbeitrag erzeugen, als ihre Akquise kostet.
Wann wird eine App-Installation gezählt?
Der genaue Messpunkt hängt vom verwendeten System ab. Häufig wird eine Installation beim ersten Öffnen der App erfasst, weil der abgeschlossene Download allein noch keine tatsächliche Nutzung bestätigt.
Warum unterscheiden sich CPI-Werte je nach Plattform?
Werbeplattformen erreichen unterschiedliche Zielgruppen und verwenden eigene Auktionssysteme, Datenmodelle und Attributionsregeln. Deshalb können selbst Kampagnen für dieselbe App deutlich voneinander abweichende Installationskosten ausweisen.
Sind organische Installationen im CPI enthalten?
Beim bezahlten CPI werden organische Installationen üblicherweise ausgeschlossen. Beim gemischten CPI fließen dagegen alle Installationen ein, sodass auch App-Store-Suche, Websuche, Empfehlungen und Markenbekanntheit berücksichtigt werden können.
Kann eine Installation mehrfach gezählt werden?
Mehrfachzählungen können auftreten, wenn ein Nutzer die App erneut installiert, mehrere Geräte verwendet oder verschiedene Systeme dieselbe Installation beanspruchen. Eine einheitliche Attributionslogik und die Bereinigung ungültiger Ereignisse reduzieren solche Abweichungen.
Welche Kennzahlen sollten zusätzlich zum CPI gemessen werden?
Wichtige Ergänzungen sind Aktivierungsrate, Kosten pro Registrierung, Kundenbindung, Kundenwert, Umsatz und ROAS. Diese Kennzahlen zeigen, ob aus einer günstigen Installation auch eine wirtschaftlich wertvolle Kundenbeziehung entsteht.
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