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SEO Keyword Analyse – mit perfekten Keywords das Ranking optimieren

Keyword Research

Copyright © Shutterstock/Tashatuvango

Die SEO Keyword Analyse ist unverzichtbar für die Suchmaschinenoptimierung einer Webseite. Das richtige Keyword bildet die Grundlage für die gesamte Content-Optimierung und ist auch für den Linkaufbau von großer Bedeutung. Es muss nicht nur zum Seiteninhalt passen, sondern auch von der jeweiligen Zielgruppe gesucht werden. Da eine SEO Keyword Analyse sehr zeitaufwendig ist und neben weitreichenden Erfahrungen auch viel Fingerspitzengefühl erfordert, ist es ratsam, sich dafür geeigneter Hilfsmittel zu bedienen, beispielsweise dem AdWords Keyword Planner, dem Suchanalyse-Bericht der Google Search Console (GSC) oder Tools wie AnswerThePublic oder HyperSuggest. Ebenfalls nützlich sind Sistrix oder Xovi, über die sich leicht feststellen lässt, mit welchen Keywords die Konkurrenz rankt.

Inhaltsverzeichnis

1. Mit der SEO Keyword Analyse die passenden Keywords finden

Das Ziel der SEO Keyword Analyse besteht darin, die Keywörter zu identifizieren, mit denen die angepeilte Zielgruppe nach dem Angebot der Webseite sucht. Dazu gilt es zunächst herauszufinden, welche Suchbegriffe es rund um das jeweilige Thema gibt und wie oft diese gesucht werden.

1.1 Warum ist die SEO Keyword-Analyse so wichtig?

Aus vielen Richtungen ist derzeit zu hören, dass Keywords vollkommen überbewertet sind und eine SEO Keyword Analyse überflüssig ist. Schließlich wäre Google mittlerweile so intelligent, dass die Optimierung einer Webseite nach bestimmten Suchbegriffen nur eine unnötige Zeitverschwendung darstellt. Erstklassiger Content würde genügen und Google den Rest erledigen. Wer sich von solchen Aussagen beeinflussen lässt, macht jedoch einen großen Fehler.

Natürlich sind Suchmaschinen inzwischen deutlich cleverer als noch vor einigen Jahren. Sie ziehen ausgefeiltere Prozesse und wesentlich mehr Kriterien zur Kategorisierung einer Webseite heran und sind dank fortschrittlicher Algorithmen in der Lage, den Inhalt einer Seite sowie dessen Qualität sehr genau zu bestimmen. Allerdings benötigen sie nach wie vor sprachliche Ausdrücke, anhand derer sie den Content einer Webpräsenz definieren können. Zudem – und das ist noch viel wichtiger – liefern die Suchanfragen der Nutzer eine Vielzahl von Hinweisen auf deren Absichten und Bedürfnisse. Wer die SEO Keyword Analyse unter den Tisch fallen lässt, verschenkt somit ein riesiges Potenzial.

Auch wenn auf einzelne exakte Suchbegriffe optimierte Seiten eine immer kleinere Rolle spielen, ist der klare Zusammenhang zwischen den passenden Keywords und einer guten Position in den Suchmaschinenergebnissen nicht von der Hand zu weisen. Deshalb sollte die Keyword Recherche in jedem Fall ein maßgeblicher Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung bleiben. Solange potenzielle Besucher ihre Suchanfragen verbalisieren müssen, bildet sie sogar die wichtigste Grundlage jeder erfolgreichen Webseite.

1.2 Was genau sind Keywords?

Vor Beginn SEO Keyword Analyse, sollte bekannt sein, was ein Keyword überhaupt ist. Per definitionem handelt es sich hierbei um eine Zeichenkette, die dazu dient, bei einer Suchanfrage übereinstimmende Ergebnisse aus einem Datenbestand zu ermitteln. Bei Suchmaschinen funktioniert das so, dass ein User einen Suchbegriff oder eine Suchphrase in ein Suchformular eingibt, um Webseiten zu finden, die das gesuchte Keyword enthalten.
Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es vor allem darum, über eine SEO Keyword Analyse relevante Schlüsselwörter zu ermitteln und diese oft genug, aber nicht zu häufig an den richtigen Stellen in den Seiteninhalt einzubauen.
Abhängig von der Ausgewogenheit der Keyworddichte und -verteilung sowie der Verwendung der Suchbegriffe in Domain-, Datei- oder Pfadnamen kann das Ranking in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen teilweise recht unterschiedlich ausfallen. Je nachdem, wie attraktiv Keywords in den Suchergebnissen dargestellt werden, beeinflussen sie, ob der Link zur eigenen Seite überhaupt angeklickt wird.

Screenshot aus einem Ranking Analyse-Tool

(c) Screenshot aus der OSG Performance Suite

1.3 Brainstorming als Grundlage der SEO Keyword Analyse

Bevor es an die Keyword-Analyse mit speziellen Programmen und Tools geht, sollte erstmal der eigene Kopf zum Einsatz kommen. In der Brainstormingphase geht es zunächst darum, passende Schlagworte zu ermitteln und zu notieren, welche den Inhalt der Webseite am besten beschreiben. Dann gilt es, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen und zu überlegen, welche Suchwörter und -phrasen diese verwenden würde, um die auf der Seite angebotenen Informationen, Produkten oder Dienstleistungen zu finden.
Bei der SEO Keyword Analyse ist es wichtig, nicht nur an die offensichtlichen Begriffe zu denken, sondern auch an Synonyme und verwandte Themenfelder. Oftmals ist es ratsam, sich vom eigenen Fachwissen zu lösen. In der Regel sind den potenziellen Kunden spezielle Fachbegriffe oder die genauen Bezeichnungen für Produktkategorien, Einzelprodukte oder Dienstleistungen nicht geläufig. Stattdessen suchen sie meist nach ganz allgemeinen Problemlösungen.
Wichtig in dieser Phase der SEO Keyword Analyse sind Fragen wie:

  • Welche Ziele verfolgt die Webseite?
  • Welche Produkte, Dienstleistungen oder Informationen bietet die Seite an?
  • Wofür rankt die Seite bereits?
  • Wofür ranken die Mitbewerber?
  • Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?

Als nützlich kann es sich erweisen, zusätzlich zur SEO Keyword Analyse die eigenen Kunden nach den von ihnen verwendeten Suchbegriffen zu befragen und auch “fachlich falsche” Begriffe mit einzubeziehen, zum Beispiel Glühbirne statt Glühlampe, Zollstock oder Meter anstelle von Gliedermaßstab oder Schraubenzieher statt Schraubendreher. Möchte Otto Normalverbraucher Blumen kaufen, wird er eher nach einem Blumenladen suchen als nach einem Floristen, während Mütter eher Wörter wie Schnuller oder Nuckel verwenden als die offizielle Bezeichnung “Beruhigungssauger”.

1.4 Wofür rankt die Konkurrenz und wie gut ist sie platziert?

Der einfachste Anhaltspunkt für die Stärke der Konkurrenz zu einem bestimmten Keyword ist die Trefferzahl in den Ergebnislisten der Suchmaschinen. Allerdings ist es nicht ratsam, sich allein hierauf zu verlassen. Um sich ein genaueres Bild zu machen, lohnt es sich beispielsweise, folgende Faktoren zu überprüfen:

  • URL, Domain-Metriken und Backlinks,
  • OnPage-Optimierung,
  • Qualität des Contents,
  • Suchergebnisse in Foren, Frage-Antwort-Seiten u. Ä.
Ahrefs Screenshot von Zalando Keyword-Ranking Check

(c) Ahrefs Screenshot von Zalando Keyword-Ranking Check

Das Überprüfen der Metriken funktioniert zum Beispiel über Browserplugins wie die SEO-Toolbar von MOZ (kostenlos) oder die Ahrefs-Toolbar (kostenpflichtig). Wird nach der Installation ein Suchwort bei Google eingegeben, erscheint unter den jeweiligen Suchergebnissen eine kleine Tabelle mit sämtlichen Metriken zur Seite und zur Domain. Wichtig sind hier in erster Linie das URL-Rating, das Domain-Ranking sowie die Backlinks und verlinkende Domains zur gesamten Webseite und den Unterseiten.
Über die OnPage-Analyse lässt sich herausfinden, worauf der Wettbewerber viel Wert legt und was er vielleicht besser macht. Viele nicht optimierte Seiten weisen auf verschenktes Potenzial und eine schwächere Konkurrenz hin, während das Gegenteil anzeigt, dass ein SEO-Experte am Werk war. Relevant sind Informationen wie:

  • Könnten die Meta-Daten noch verbessert werden?
  • Ist eine bessere Keyword-Optimierung möglich?
  • Welche Qualität hat die Überschriftenstruktur?
  • Ist die Seite für mobile Endgeräte optimiert?
  • Hat der Konkurrent soziale Signale gesetzt?
  • Ist die Seite nutzerfreundlich?
  • Wurde die Seite auf Conversions optimiert?

Mithilfe dieses Wissens ist es einfacher, bei der OnPage-Optimierung gegen Mitbewerber zu punkten. Besteht jedoch nur noch wenig Verbesserungspotenzial, wird es schwer, mit der eigenen Webseite an der Konkurrenz vorbeizuziehen.
Prinzipiell ist es möglich, die rivalisierenden Webauftritte per Hand zu analysieren. Aufgrund des großen Zeitaufwandes ist es allerdings besser, spezielle Konkurrenzanalyse-Tools zu nutzen, mit deren Hilfe sich die SEO Keyword Analyse deutlich einfacher und exakter gestaltet. Hierfür gibt es so gut wie keine kostenlosen Alternativen. Einige Anbieter lassen jedoch eine begrenzte Anzahl von Abfragen unentgeltlich zu. Oft hilft auch ein Blick in die Meta-Keywords der Mitbewerber. Viele geben diese ein, weil sie denken, damit die Suchmaschine positiv zu beeinflussen. Im HTML-Code sind daher nicht selten die wichtigsten Schlüsselwörter der Konkurrenz zu finden. Diese werden von Google allerdings nicht bewertet, weshalb wir diese Vorgehensweise nicht empfehlen.
Bislang gibt es noch kein Programm, das die Qualität und die Lesefreundlichkeit des Contents überprüfen kann. Tools wie Seorch, SEOlytics oder Seitenreport können aber dabei helfen, die am häufigsten verwendeten Wörter herauszufiltern.

Screenshot aus Seorch

(c) Screenshot aus Seorch dem Keyword-Tool

1.5 Zielgruppenrelevanz von Keywörtern

Damit die Keywords optimal auf den Leser ausgerichtet sind, empfiehlt es sich, bei der SEO Keyword Analyse nicht nur auf deren Bedürfnisse, sondern auch auf ihre gegenwärtigen Umstände zu achten. Wichtig hierbei sind:

1.5.1 Der zeitliche Bezug

Wann werden welche Keywords hauptsächlich gesucht? Im Sommer kommen meist andere Schlüsselwörter zur Anwendung als während der kalten Jahreszeit. Aktuelle Gegebenheiten sollte bei der Suche nach passenden Begriffen ebenso Berücksichtigung finden wie saisonale Schwankungen.

1.5.1 Ein lokaler Bezug

Ist für das Thema der Webseite Lokalität wichtig? Dann könnten auch lokale Keywörter relevant sein. Das trifft unter anderem für Ladengeschäfte zu, die über ihre Webseite Kunden in ihre Filiale locken möchten.

1.5.1 Tonalität

Verschiedene Zielgruppen verwenden auch unterschiedliche Sprachen. Das fängt schon bei lokalen Ausdrücken wie Schrippe und Semmel oder Schreiner und Tischler an und hört bei synonymen Begriffen wie Grippe und Influenza noch lange nicht auf. Fachbegriffe eignen sich beispielsweise nur als Schlüsselwörter, wenn die Klientel eine gewisse Sachkenntnis mitbringt.

1.9 Das Ranking mit Nischenkeywords verbessern

Nischenkeywords sind Schlüsselwörter, bei denen von einem sehr geringen Suchvolumen auszugehen ist. Sie bieten den Vorteil, dass ein gutes Suchmaschinen-Ranking wahrscheinlicher ist als bei vielgefragten Hauptkeywords. Zudem kommen Nutzer, die mit einem Nischenkeyword suchen, bereits mit einer festgelegten Absicht auf die Webseite.
Per definitionem haben Nischenkeywords und Long-Tail-Keywords eine große Schnittmenge. Manchmal werden beide Begriffe bei der SEO Keyword Analyse auch synonym verwendet. Allerdings handelt es sich nicht bei allen Long-Tail-Keywords automatisch um Nischenkeywords, während Letztere im Grunde immer Long-Tail-Keywords sind.

1.10 Head-Tail-, Mid-Tail- oder Long-Tail-Keyword?

Ein wichtiger Punkt bei der SEO Keyword Analyse ist die Länge der Keywörter. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.
Während ein Short- oder Head-Tail-Keyword meist aus einem einzigen Wort besteht und ein hohes Suchvolumen generiert, setzt sich ein Long-Tail-Keyword aus mehr als vier Worten zusammen und liefert ein geringeres Suchvolumen. Eine Zwischenform ist das Mid-Tail-Keyword, das üblicherweise zwei bis drei Wörter umfasst.
Aufgrund des großen Suchvolumens optimieren die meisten Firmen auf Head-Tail-Keywords, was sich durch einen größeren Konkurrenzkampf bemerkbar macht. Damit ist es nahezu unmöglich, einen Platz auf der ersten Seite von Google und Co. zu ergattern. Die Verwendung von Long-Tail-Keywords kann deshalb gerade bei vielen Mitbewerben durchaus sinnvoll sein. Sie bieten neben der besseren Sichtbarkeit noch weitere Vorteile. So wissen potenzielle Kunden, die nach solchen Begriffen suchen, meist schon genau, was sie wollen und es landen nur Besucher auf der Webseite, die sich tatsächlich für das dort offerierte Informations-, Produkt- oder Dienstleistungsangebot interessieren.

2. Welche SEO Keyword Analyse-Tools gibt es?

Da bei der SEO-Keyword-Analyse häufig umfangreiche Datensätze zu bearbeiten sind, lohnt es sich, spezielle Tools einzusetzen, mit denen sich bestimmte Prozesse automatisieren lassen. Viele dieser Tools sind kostenlos, was jedoch nicht bedeutet, dass sie schlechter sind als kostenpflichtige.
Bei den folgenden SEO Keyword Analyse-Tools handelt es sich lediglich um eine Auswahl. Immer wieder werden neu Tools angeboten, während andere im Laufe der Zeit verschwinden.

2.1 AdWords Keyword Planner

Der AdWords Keyword Planner von Google ist ein kostenfrei nutzbares SEO Keyword-Analyse-Tool, das dabei hilft, neue Keywords zu entdecken, die potenzielle Kunden verwenden, wenn sie nach ähnlichen Webseiten wie der eigenen suchen. Ohne großen Aufwand lassen sich damit relevante Schlagworte für die SEO-Optimierung eines Webauftritts finden. Genauere Ergebnisse erreicht man, wenn man eine kostenpflichtige Kampagne startet.

Screenshot des Google Keyword Planers mit dem Stichwort: SEO

(c) Screenshot des Google Keyword Planers mit dem Stichwort: SEO

Um dieses SEO Keyword Analyse-Tool nutzen zu können, ist lediglich ein aktives AdWords-Konto erforderlich. Dieses ist ebenso kostenlos wie der Gebrauch des Keyword Planners.

Mit dem Google-Keyword-Planner ist es möglich:

  • mithilfe von Wörtern, Wortgruppen, einer Kategorie oder einer Webseite nach neuen Keywords zu suchen,
  • Daten zu Suchvolumina und Trends abzurufen,
  • Keyword-Listen einzugeben oder hochzuladen, um Prognosen abzurufen,
  • Listen mit Keywords zu vervielfachen, um neue Suchbegriffe zu generieren,
  • Prognosen für Keywords oder Kampagnen aus dem Konto abzurufen (Beta).

Als Suchergebnis liefert das SEO Keyword Analyse Tool eine Liste beziehungsweise einen Bericht. Mit diversen Filtern ermöglicht es AdWords außerdem, die Keywordliste nach verschiedenen Kriterien zu durchsuchen, um weitere Information zu möglicherweise ebenfalls geeigneten Keywörtern zu erhalten.

2.2 Keyword Finder

Der Keyword Finder gilt bei vielen Nutzern als beste Alternative zur SEO Keyword Analyse mit dem AdWords Keyword Planner. Das Tool gibt ein genaues durchschnittliches monatliches Suchvolumen an, das dem des Google-Keyword-Planers häufig ähnelt oder sogar gleicht. Darüber hinaus lassen sich zusätzliche Daten zum monatlichen Suchvolumen der letzten zwölf Monate abrufen, wodurch recht schnell ein Trend erkennbar ist.
Mit dem Keyword Finder ist es möglich, Listen von bis zu 50 Schlüsselwörtern zu importieren und deren Suchvolumen abzufragen. Anschließend lässt sich diese Liste als CSV-Datei exportieren. Zudem können die Suchergebnisse mithilfe von Filtern spezifiziert und auf den individuellen Bedarf des Nutzers angepasst werden.
Für die kostenlose Version dieses SEO Keyword Analyse Tools genügt ein einmaliges Registrieren per E-Mail. Aktuell bietet sie:

  • 3 Keyword-Abfragen innerhalb von 24 Stunden,
  • 50 verwandte Suchbegriffe je Keyword-Abfrage,
  • Suchvolumenabfrage für 50 Keywords über Listenimport,
  • 3 SERP-Statistik-Anfragen einschließlich SEO-Difficulty.

Die kostenpflichtige Version, die ab 12 $ pro Monat erhältlich ist, erlaubt pro Tag das Erstellen von 100 Keyword-Abfragen. Dabei werden pro Abfrage 100 verwandte Suchbegriffe ausgegeben. Über Listenimport lässt sich das Suchvolumen von bis zu 100 Keywords ermitteln.

2.3 Sistrix

Sistrix ist ein kostenpflichtiges Tool mit dem überlichweise die Sichtbarkeit einer Webseite gemessen wird. Es bietet auch die Funktion das Ranking von Keywords bestimmter Webseiten anzuzeigen. Dies ist besonders hilfreich, wenn man eine Competitor Analyse durchführt. Man kann also nicht nur seine eigene Webseite Analysieren, sondern alle beliebigen Seiten. Möchte man beispielsweise herausfinden, für welche Keywords mein Konkurrent rankt, gibt man ganz einfach seine Landingpage in Sistrix ein. So kann man schnell und einfach herausfinden um welches Keyword es zum Beispiel wenig Wettbewerb gibt, so kann man sich auf Nischen konzentrieren.

Screenshot aus dem Tool Sistrix mit Übersicht über Keywords, Position und URL

(c) Screenshot aus dem Tool Sistrix mit Übersicht über Keywords, Position und URL

2.4 Searchmetrics ResearchCloud

Bei der Searchmetrics ResearchCloud genügt die einmalige Registrierung mit einer E-Mail-Adresse, um Zugriff auf die SEO Keyword Analyse und weitere nützliche Funktionen zu erhalten. Allerdings ist in der kostenlosen Version der Bereich “Keyword Research” eingeschränkt. So ist es nicht möglich, das Suchvolumen für mehrere Keywords parallel abzufragen oder die Schlüsselwörter per Liste zu importieren.
Zudem weicht das monatliche Suchvolumen stark von den Ergebnissen im AdWords Keyword Planner ab und es werden nur drei weitere verwandte Schlagwörter einschließlich Suchvolumen, Universal Search Integration, Cost per Click (CPC) und monatlichem Suchvolumen-Trend angezeigt. Für alles andere ist die kostenpflichtige Version erforderlich.
Anders als beim Keyword Finder gibt es keine Begrenzung bei den Keyword-Abfragen pro Tag. Es ist also möglich, beliebig oft nach einem bestimmten Schlüsselwort zu recherchieren. Bei einer größeren Anzahl von Keywords erweist sich die SEO Keyword Analyse jedoch schnell als unpraktikabel. Für kleinere Keyword-Recherchen eignet sich das Tool aber dennoch gut.

2.5 MOZ Keyword Explorer

Als Teil des kostenpflichtigen MOZ Pro-Services lässt sich der MOZ Keyword Explorer mit einigen Einschränkungen auch kostenlos für die SEO Keyword Analyse nutzen. Allerdings ist die Keyword-Recherche auf maximal zwei Schlüsselwörter pro Tag beschränkt und es gibt keine Möglichkeit des Listen-Imports.
Das monatliche Suchvolumen wird bei diesem Tool statt in einem absoluten Wert in einem Bereich (von … bis …) angegeben. Dieser ist jedoch sehr viel granularer als beim AdWords Keyword Planner und bildet damit eine gute Grundlage für die Einschätzung des Nutzerinteresses am jeweiligen Suchbegriff. Überdies bietet dieses SEO Keyword Analyse Tool mit Schwierigkeit, Möglichkeit und Potenzial noch weitere Metriken, die dabei helfen, die Konkurrenz für ein bestimmtes Schlüsselwort besser abzuschätzen. Zusätzlich sind, wie im Keyword Finder, Daten zum Thema SERP-Analyse sowie verwandte Keywörter verfügbar.
In Verbindung mit dem kostenpflichtigen Pro-Service ist der MOZ Keyword Explorer natürlich deutlich stärker als allein. Einen schnellen Überblick über bis zu zwei Keywords pro Tag bietet aber auch die kostenlose Version. Für eine umfassendere Recherche eignet sich dieses SEO Keyword Analyse-Tool allerdings weniger.

2.6 OSG Performance Suite

Die OSG Performance Suite ist ein eigens entwickeltes Tool der Online Solutions Group. Kunden der Online Solutions Group haben kostenlosen Zugriff auf die OSG Performance Suite. Man hat die Möglichkeit spezielle Zeiträume, eine detaillierte Ansicht zum Rankingverlauf der rankenden URL abzufragen. Diese Daten können dann bequem als CSV, Excel oder PDF-Datei exportiert werden oder im Browser angesehen werden. Außerdem können Sie erkennen wie viele Klicks ein Keyword generiert hat, die Impressionen sowie die Klickrate (CTR) abelesen.

Es bietet unter anderem diese Funktionen:

  • Rankingdurchschnitt ablesen
  • auf- und absteigende Keywords erkennen
  • Rankingverteilung
  • Rankingverlauf
  • die Top 10 Keywords aus der google Search Console
Screenshot aus dem OSG Performance Suite mit der Einbettung der Google Search Console

(c) Screenshot aus der OSG Performance Suite mit der Einbettung der Google Search Console

2.7 Google Search Console

Mit der Google Search Console kann man die Präsenz  der eigenen Webseite in den Google-Suchergebnissen kostenlos überwachen und verwalten. Man kann den Dienst ohne Registrierung in Anspruch nehmen. Empfohlen wird jedoch sich zu registrieren, da mit dem Anreiz geworben wird besser nachvollziehen zu können wie die eigenen Webseite von Google gesehen wird. Dadurch kann die Darstellung der Webseite in den Suchergebnissen optimiert werden.

Google gibt, dieses Tool sei gemacht für Anfänger wie für Spezialisten. Dies geht vom Unternehmensinhaber, über Webseiten-Administrator bis hin zum SEO-Spezialisten. Aber vorallem ist es für Webseiteninhaber gestaltet. Die größten Vorteile sind:

  • Kontrollmöglichkeit ob Google überhaupt auf die auf der Webseite dargestellten Inhalte zugreifen kann, ob der Contet also gecrawlt werden kann
  • Erstellung von visuell ansprechenden Suchergebnissen
  • Überwachung und Lösung von Malware- oder Spamproblemen

Die wichtigsten Tools

  • AdWords Keyword Planner
  • Keyword Finder
  • Searchmetrics Research Cloud
  • MOZ Keyword Explorer
  • OSG Performance Suite

3. Keywords gruppieren – so funktioniert das Keyword-Mapping

Ist die SEO Keyword Analyse abgeschlossen, kommt als nächster Schritt das Keyword Mapping. Hierbei handelt es sich um eine Methode, relevante Schlüsselwörter bestmöglich innerhalb einer Webseiten-Struktur zu verteilen. Der Grundgedanke liegt dabei auf der Optimierung jeder einzelnen Seite auf ein bestimmtes Keyword oder eine Keyword-Phrase. Das erleichtert später sowohl Suchmaschinen als auch Nutzern die Orientierung.
Theoretisch verläuft das Keyword-Mapping in folgenden Schritten:

  1. Gruppieren der Keywords: Die Liste von Schlüsselwörtern wird in einzelne Themengebiete unterteilt.
  2. Textbriefing und Priorisierung für die einzelnen Keywörter: Zu jedem Schlagwort wird aufgeschrieben, wovon der dafür vorgesehene Text handeln soll. Zudem wird bestimmt, wie wichtig der Suchbegriff und die daraus entstehende Unterseite für die Informationsstruktur ist, ob sie also vor allem als Landingpage für Suchmaschinen-Besucher dient oder auch für Nicht-Suchmaschinen-Besucher von Interesse sein könnte.
  3. Füllen der vorhandenen Struktur: Die Keywords werden in die bestehende Seitenstruktur verteilt. Je nach Informationsstruktur wird hierbei häufig keine passende Seite gefunden. Manchmal ist in diesem Fall ein kompletter Relaunch nötig.
  4. Erweitern der Informationsstruktur der Webseite: Passt ein Suchbegriff auf keine der bereits existierenden Unterseiten, muss eine neue her. Diese wird dort in die Webseitenstruktur eingefügt, wo sich das Keyword oder der Text am besten einfügen.

Im Grunde ist das Mapping damit abgeschlossen. Im weiteren Verlauf der SEO Keyword Analyse geht es daran, die jeweiligen Unterseiten für die zugeordneten Suchbegriffe zu optimieren.

3.1 Keywords nach Themen gruppieren

Früher wurde zu jedem Keyword mit vielversprechendem Suchvolumen eine eigene Unterseite eingerichtet. Dadurch wiesen die einzelnen Seiten aber häufig redundante Inhalte auf. Im Laufe der Jahre hat sich Google jedoch so weit entwickelt, dass die Suchmaschine semantische Zusammenhänge erkennen kann. Daher ist es nicht mehr erforderlich, einzelne Seiten auf je ein Schlüsselwort zu optimieren. Stattdessen empfiehlt es sich, thematisch verwandte Keywords auf einer einzelnen Seite zu Bündeln und neben Synonymen auch Keyword-Varianten im Content unterzubringen.

3.2 Keywords nach Intention aufteilen

Tippt ein Nutzer einen Suchbegriff ein, will er damit ein bestimmtes Ziel erreichen. Er möchte ein Problem lösen und hat schon eine konkrete Vorstellung von den Ergebnisseiten. Das ist die sogenannte Suchintention (searcher`s intent).
Die Suchintention der Zielgruppe sollte einen wesentlichen Entscheidungsfaktor dafür darstellen, welche Inhalte für das jeweilige Suchwort angeboten werden und wie diese gestaltet sind. Grundsätzlich sind hierbei folgende drei Ausrichtungen zu unterscheiden:

  • informationsorientierte Keywords,
  • transaktionsorientierte Keywords und
  • navigationsorientierte Keywords.

Informationsorientierte Keywords

Mit informationsorientierten Keywords sucht der Nutzer nach Informationen, die ihm helfen, ein Problem zu lösen oder eine Frage zu beantworten. Darüber hinaus lassen sich Suchbegriffe in diese Kategorie einordnen, mit denen der User versucht, mehr über eine Dienstleistung oder ein Produkt zu erfahren. Mit einem Anteil von 50 bis 80 Prozent sind entsprechende Schlüsselwörter die meistverwendeten im Internet.
Ein Beispiel für die informationsorientierte Suche ist die Suchphrase: “Komposthaufen anlegen”. Hierbei wird deutlich, dass der Nutzer weder etwas kaufen möchte, noch eine bestimmte Webseite ansteuert. Vielmehr kann eine Vielzahl von Homepages für den Suchenden interessant sein, wenn er möglichst vielschichtige Informationen zusammentragen und auswerten will.

3.3 Transaktionsorientierte Keywords

User, die mit transaktionsorientierten Keywords suchen, haben bereits eine spezielle Transaktion im Sinn. Das können sowohl eine Bestellung oder ein Kauf als auch eine Reservierung oder ein Softwaredownload sein. Mit 10 Prozent haben diese Schlagwörter einen ebenso großen Anteil wie navigationsorientierte Keywords. Erkennbar sind entsprechende Wortgruppen am Vorhandensein von Begriffen wie “kaufen” oder “download”. Ein Beispiel wäre: “Komposter kaufen”.

3.4 Navigationsorientierte Keywords

Bei diesen Schlüsselwörtern weiß der Nutzer bereits genau, was er sucht. Meist handelt es sich um einen Internetauftritt eines renommierten Anbieters, bei dem der User die Startseite überspringen und direkt auf eine spezielle Unterseite gelangen möchte. Oftmals enthalten navigationsorientierte Suchanfragen vollständige URLs oder Teile von diesen. Entsprechende Suchen resultieren häufig aus früheren Besuchen, von denen der User bereits weiß, wo er welche Informationen oder Angebote findet.

Bei der SEO Keyword Analyse ist es ratsam, sich vorab zu überlegen, welche Art von Suchanfragen sich für eine Webseite am ehesten anbietet. Rein für AdSense angelegte Seiten sind meist auf informationelle Anfragen ausgelegt, während für Online-Shops transaktionsorientierte Suchbegriffe die bessere Wahl sind. Allerdings können auch bei diesen informationelle Landingpages das Branding und damit auch die Nutzerbindung verbessern.
Nicht immer lässt sich ein Keyword auf Anhieb genau einer Suchintention zuordnen. Wenn diesbezüglich Unsicherheit besteht, kann es helfen, das Schlüsselwort über Google zu suchen und zu schauen, wie die Suchmaschine es einstuft. Tauchen in der Ergebnisliste nur Onlineshops auf, handelt es sich aller Voraussicht nach um ein transaktionsorientiertes Keyword. Erscheinen hingegen ausschließlich Blogartikel, welche mit dem Thema in Zusammenhang stehen, steht der Informationswert an erster Stelle.
Wird die SEO Keyword Analyse für einen Webshop durchgeführt, müssen zunächst die Suchbegriffe identifiziert werden, hinter denen eine Kaufabsicht steckt. Diese sprechen vor allem die Nutzer an, die bereits wissen, was für ein Produkt sie erwerben wollen. Es gibt allerdings auch Schlüsselwörter mit überwiegend informationsorientiertem Hintergrund, bei denen aber abzusehen ist, dass der Interessent anschließend auch kaufen will. Er möchte sich zunächst über ein oder mehrere Artikel informieren und dann entscheiden, welchen er erwirbt. Solche Suchanfragen lassen sich optimal in einem Ratgeber oder in einem Blog unterbringen.

Screenshot aus einer Excel taballe über einen Suchanfragen Bericht

(c) Screenshot aus einer Excel taballe über einen Suchanfragen Bericht

3.5 Keywords nach Geschäftswert gruppieren

Diese Form der Gruppierung ähnelt der Aufteilung nach Intention. Allerdings gilt es dieses Mal, herauszufinden, womit sich das beste ROI (Return on Investment) erzielen lässt. Geht es hauptsächlich um Traffic und Markenbekanntheit, bieten sich Suchbegriffe an, die viele Interessenten anziehen, aber nicht zwingend zu Verkäufen oder Leads führen. Soll hingegen der Umsatz angekurbelt werden, sind Keywörter besser, mit denen sich die angebotenen Produkte an den Mann oder die Frau bringen lassen.
Große Unternehmen mit nahezu unbegrenzten Marketingbudgets schöpfen hier gern aus dem Vollen und richten ihre Webauftritte so ein, dass letztendlich alles abgedeckt ist. Kleinere Firmen können sich diesen Luxus allerdings meist nicht leisten. Sie müssen ihre Erwartungen vorher abstecken, geeignete Keywords festlegen und dann eine dazu perfekt passende Seite bauen.

3.6 Keywordgruppen priorisieren

Sind die Keywordgruppen erstellt, werden sie einerseits nach dem Gesamtvolumen, das sie erzeugen, und nach der zu erwartenden Konkurrenz sortiert. Andererseits gilt es, zu überlegen, welche Gruppen die dringendsten Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen. Dabei helfen folgende Fragen:

  • Welcher Content hat für die Webseite Priorität? Welche Inhalte benötigt die Zielgruppe?
  • Wie groß ist die Konkurrenz der Keywordgruppe?
  • Welches Traffic-Potenzial weist die Keywordgruppe auf?
  • Welcher Arbeitsaufwand fällt an, um das gesteckte Ziel zu erreichen?
  • Welchen Nutzen soll die Keywordgruppe erbringen? Wie hoch ist der zu erwartende Gewinn?

SEO Tipp - Kostenlose Tools

Nun wollen wir Ihnen noch zwei sehr praktische und kostenlose Tools vorstellen, die Sie schnell und einfach beim Keyword-Brainstorming unterstützen:

  • Answer The Public: Sie haben eine denkblockade oder glauben bereits alle relevanten Themen für Ihre Keywords gefunden zu haben? Dann ist Answer the Public die Antwort darauf. Die Webseite gibt Ihnen in Form einer Blumenartigen Mindmap Ideen rund um das Thema das Sie interessiert. Wahlweise können Sie sich Präpositionen oder Vergleiche anzeigen lassen.
  • HyperSuggest basiert auf einem ähnlichen Prinzip wie Answer The Public. Die Webseite wurde von einem Deutschen gegründet und finanziert sich über Spenden. Hier können Sie Sprache und Land einstellen, in dem das Keyword benutzt wird. Es gibt Ihnen Keyword-Kombinationen an, wodurch Ihre Arbeit um einiges erleichtert wird.

4. Keyword-Kennzahlen verstehen – das steckt hinter den Begriffen

Für eine erfolgreiche SEO Keyword Analyse ist es nützlich, einige der wichtigsten Fachausdrücke im Bereich der Suchmaschinenoptimierung zu kennen.

4.1 Suchvolumen

Das Suchvolumen steht für die Anzahl der monatlichen Suchanfragen für ein bestimmtes Keyword. Da dieser Wert mit der Zeit schwanken kann, stellte er eher eine gute Schätzung dar als eine exakte Zahl. Im DACH-Raum bezieht sich diese Kennzahl der SEO Keyword Analyse üblicherweise auf Google.
Von entscheidender Bedeutung ist das Suchvolumen für die OnPage-Optimierung, da sich hieraus direkte Rückschlüsse zur Stärke der Konkurrenz und zum zu erwartenden Traffic ziehen lassen.
Zu den gängigsten Tools zur Ermittlung des Suchvolumens zählen der AdWords Keyword Planner und Google Trends, die auch bei der SEO Keyword-Analyse hilfreich sind. Zwar ist Google Trends deutlich ungenauer als AdWords, für Vergleiche und Analysen eignet er sich jedoch trotzdem recht gut.

Screenshot aus dem Keyword Planer für die Monatlichen Suchanfragen

(c) Screenshot aus dem Keyword Planer für die Monatlichen Suchanfragen

4.2 Klicks

Die Anzahl der Klicks gibt an, wie oft Nutzer nach der Suche nach einem Keyword eine bestimmte Webseite anklicken. Sie muss nicht automatisch ein hohes Suchvolumen widerspiegeln.
Bleibt die Klickrate hinter den Erwartungen zurück, kann dies folgende Ursachen haben:

  • Das Ranking ist niedrig. Seiten, die nicht ganz vorn in den Suchmaschinenergebnissen erscheinen, werden zwangsläufig weniger häufig angeklickt.
  • Die Nachfrage nach den angebotenen Informationen, Produkten oder Dienstleistungen ist saisonbedingt gering. Zum Beispiel werden Seiten rund um das Thema Weihnachten im Sommer eher selten aufgerufen, während dasselbe im Winter für Garten- und Campingaktivitäten gilt.
  • Die Ergebnisseite der Suchmaschine liefert bereits die Antwort, nach welcher der Nutzer sucht. Ein Aufrufen der Webseite ist somit unnötig. Dies wird unter anderem “Featured Snippet” genannt.
  • Die Metadate sind nicht ansprechend gestaltet oder nicht vorhanden. Das sind die Textstücke einer Webseite, die in der SERP erscheinen,.

4.3 Traffic-Potenzial

Menschen suchen nach denselben Dingen auf unterschiedlichste Weise. Deshalb hat jede einzelne Unterseite eines Webauftritts das Potenzial, für hunderte oder sogar tausende verwandte Keywords zu ranken. Welche das sind, lässt sich allerdings nicht allein über das Suchvolumen und die Klickrate ermitteln. Viel wichtiger ist es, sich die Top-Ranking-Ergebnisse anzuschauen, um zu sehen, wie viel Such-Traffic die Seite insgesamt bekommt.
Um ein möglichst großes Traffic-Potenzial zu erzielen, ist es sinnvoll, bei der SEO Keyword Analyse auch bedeutungsverwandte Wörter zu berücksichtigen. Mit den recherchierten Synonymen lässt sich zugleich der Content leser- und suchmaschinenfreundlicher gestalten. Passende Begriffe sind über Tools wie OpenThesaurus recht einfach zu finden.
Dank neuer Suchmaschinen-Algorithmen müssen Keywords auch nicht mehr unbedingt stur in der stets gleichen Anordnung im Text auftauchen. Die Entscheidungen von Google und Co. bezüglich der Position in den Ergebnislisten fallen immer seltener auf Basis des exakten Wortlautes. Variationen bringen Abwechslung, verbessern den Lesefluss und erhöhen damit die Verweildauer der Besucher.

 

Ausschnitt aus dem Tool Sistrix

(c) Ausschnitt aus dem Tool Sistrix

4.4 Komplexität des Keywords

Die Keyword-Komplexität steht für die Schwierigkeit, eine Seite für ein bestimmtes Suchwort zu optimieren und damit ganz oben in der Suchergebnisliste zu landen. Wie leicht oder schwer ein Suchbegriff zu ranken ist und wie viel Zeit vergeht, bis man sich in den Top 3 wiederfindet, lässt sich allerdings nicht so genau sagen. Einerseits sind die Suchergebnisse dynamisch und andererseits ruht sich auch die Konkurrenz nicht auf ihren Lorbeeren aus.
Abhängig ist die Keyword-Komplexität unter anderem von:

  • der Webseite selbst,
  • der eigenen Linkautorität und dem Linkwachstum,
  • den Webseiten der Konkurrenz,
  • der Linkautorität der Konkurrenz und deren Linkwachstum,
  • Updates der Suchmaschinen (z. B. Änderung der Gewichtung der Rankingfaktoren).

Natürlich ist es am besten, die optimalen Keywörter über eine manuelle SEO Keyword Analyse der Suchergebnisse und das Zurückgreifen auf die eigene SEO-Erfahrung zu ermitteln, allerdings lässt sich das nicht für Hunderte bis Tausende Schlüsselwörter auf einmal realisieren.
Hilfreich sind in diesem Fall Keyword-Tools, die angeben, wie schwer es ist, mit einem bestimmten Suchwort zu ranken. Zu nennen wären beispielsweise der bereits weiter oben genannte MOZ Keyword Explorer, der Ahrefs Keyword Explorer, SEMrush oder Mangools.

4.5 Cost per Click

Der aus dem Englischen stammende Begriff Cost per Click (CPC) bedeutet so viel wie “Kosten pro Klick”. Es handelt sich hierbei um ein Abrechnungsmodell, das vor allem im Online-Marketing, insbesondere beim Bezahlen von Werbemaßnahmen wie Bannern oder Textlinks, eine Rolle spielt. Für die Suchmaschinenoptimierung ist diese Kennzahl weniger wichtig, allerdings betrachten viele SEO-Experten CPC als Anhaltspunkt für die kommerzielle Absicht von Keywords.
Charakteristisch für Cost per Click ist, dass es wesentlich schnelleren und deutlicheren Schwankungen unterliegt als das Suchvolumen. Während Letzteres monatlich schwankt, kann sich CPC minütlich ändern. Daher sind diese Werte, wenn sie über SEO Keyword Analyse Tools von Drittanbietern eingeholt werden, lediglich eine Momentaufnahme eines bestimmten Zeitrahmens.

 

5. Keywörter priorisieren

Da eine gleichzeitige Optimierung auf eine Vielzahl von Schlagwörtern kaum möglich ist, empfiehlt es sich, zunächst die relevantesten herauszufiltern und sich darauf zu beschränken. Wichtige Begriffe in diesem Zusammenhang sind das Suchvolumen und die Conversionnähe, also die Chance, mit dem Keyword dem eigentlichen Ziel ein Stück näher zu kommen.
Die Priorisierung lässt sich recht einfach mit einer fünfspaltigen Exceltabelle ähnlich dieser erledigen:

Screenshot einer Priorisierung von Keywords in Excel

(c) Screenshot einer Priorisierung von Keywords in Excel

In der linken Spalte steht das Keyword. Anschließend folgen das Suchvolumen, das sich über verschiedene Tools zur SEO Keyword Analyse ermitteln lässt, die Suchvolumenpriorität (SP) und die Conversionpriorität (CP). Die letzte Spalte beinhaltet als Ergebnis die Keywordpriorität (KP).
Die Suchvolumenpriorität ist mithilfe einer ABC-Analyse relativ einfach festzustellen. Dabei enthalten das Segment A die 10 Prozent der Keywords mit dem höchsten Suchvolumen (Priorität 1) und das Segment B die 30 Prozent der Keywords mit dem zweithöchsten Suchvolumen (Priorität 2). Alle andere Schlüsselwörter fallen in das Segment C und erhalten die niedrigste Priorität (3). Ähnlich verläuft es mit dem Wert für die Conversionpriorität, für den sich ebenfalls die Abstufung von 1 bis 3 empfiehlt.
Die Keywordpriorität errechnet sich mit der Formel:

KP = (SP + CP) / 2

Üblicherweise sollten Keywords mit der Priorität 1 der Vorrang gegeben und anschließend auf Schlüsselwörter mit niedrigerer Priorität eingegangen werden. Allerdings ist diese Aussage nicht als absolut anzusehen. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, ein nach dieser Berechnung weniger relevantes Suchwort zu bevorzugen, etwa wenn es auf der Seite ausschließlich um das Kompostieren in einem Komposter geht.
Die Priorisierung stellt nicht den letzten Schritt im SEO Keyword Analyse Prozess dar, sondern sollte parallel zur Recherche verlaufen. Während Webseitenbetreiber Keyword-Ideen entwickeln und Messwerte analysieren und gruppieren, sollten sie sich deshalb gleichzeitig folgende Fragen stellen:

  • Wie groß ist das geschätzte Traffic-Potenzial des Keywords (der Keywordgruppe)?
  • Wie groß ist die Konkurrenz? Welcher Aufwand ist nötig, um dafür zu ranken?
  • Welche Ressourcen sollten für den Aufbau und die Vermarktung einer wettbewerbsfähigen Seite investiert werden?
  • Wie hoch ist das ROI dieses Traffics? Bringt ein Suchbegriff nur Markenbekanntheit oder wird es tatsächlich in Verkäufe und Leads umgesetzt?

Den gewünschten Erfolg bringen nicht unbedingt die Keywords, die leicht zu ranken sind, sondern die mit dem besten ROI.

6. Die häufigsten Fehler bei der SEO Keyword Analyse

Eine SEO Keyword Analyse ist ein komplexer und vielschichtiger Prozess, in den sich leicht Fehler einschleichen können. Wer seine Webseite erfolgreich platzieren möchte, sollte daher Folgendes unbedingt vermeiden:

6.1 Auf die SEO Keyword Analyse verzichten

Die Keyword-Recherche wegzulassen, kann für eine Webseite schnell das Aus bedeuten. Ebenso riskant ist es, nur halbherzig an die Sache heranzugehen. Aus Bequemlichkeit die falschen Suchbegriffe zu verwenden, kann letztendlich mehr Schaden als nützen. Trotz des Zeit- und Arbeitsaufwandes gleich richtig zu analysieren, kann den Unterschied zwischen Sekt oder Selters ausmachen.

6.2 Auf ungeeignete Keywords mit zu großem Suchvolumen setzen

Ein großes Suchvolumen scheint auf den ersten Blick eine tolle Sache zu sein. Es nützt jedoch überhaupt nichts, wenn die Konkurrenz zu übermächtig ist oder das Keyword für das eigene Thema nicht wirklich relevant ist. Im Zweifelsfall ist es besser, auf einen Suchbegriff zu verzichten oder diesen zu einem Long-Tail-Keyword zu erweitern.

6.3 Nur für die Suchmaschinen schreiben

Eine Webseite, die Besucher ansprechen soll, muss auch für diese geschrieben sein. Ausschließlich auf Suchmaschinen zu optimieren, bringt vielleicht zunächst ein gutes Ranking. Allerdings verschwinden Interessenten ebenso schnell, wie sie gekommen sind, wenn sie der Seiteninhalt nicht anspricht.

6.4 Zu jedem Suchbegriff eine Extraseite erstellen

Vor einigen Jahren waren die Suchalgorithmen noch recht einfach gehalten. So konnte man für jedes Schlagwort einzeln ranken, auch wenn die dafür eigens erstellte Unterseite minderwertig oder zusammenkopiert war. Das funktioniert heute nicht mehr. Förderlicher ist es, Keywords, die in thematischem Zusammenhang stehen, auf einer gemeinsamen Seite sinnvoll einzubringen und damit die holistische Wirkung des Textes zu verbessern.

6.5 Die Keyworddichte überbewerten

In den Anfangszeiten moderner Suchmaschinen war die Keyworddichte noch das A und O für ein gutes Ranking. Mittlerweile ignorieren Google und Co. reine Suchwortanhäufungen, da diese Werbetexte forcieren, für die User aber ohne Nutzen sind. Statt auf Keyword-Spam zu setzen, empfiehlt es sich, besseren Content als die Konkurrenz zu schreiben und damit von einer höheren Nutzerzufriedenheit zu profitieren.

6.6 Die Keyword-Diversität außer Acht lassen

Wer seine Webseite mit ansprechendem und zugleich suchmaschinenfreundlichem Content versehen möchte, sollte nicht nur Singular, Plural und Flexionen von Keywörtern zulassen, sondern in die SEO Keyword Analyse auch Umschreibungen, Long-Tails und thematisch passende Begriffe einbeziehen. Dadurch erkennt Google, dass das Thema umfassend behandelt wird und der Nutzer von abwechslungsreichen, informativen Inhalten profitiert.

6.7 Nur ein Tool für die SEO Keyword Analyse verwenden

Die über verschiedenen Tools gewonnenen Daten sind nur selten voll verlässlich. Zudem unterscheiden sie sich zum Teil auch stark voneinander. Deshalb ist es ratsam, mehrere SEO Keyword Analyse Tools parallel zu nutzen.

6.8 Universal Search und Knowledge Graph ignorieren

Was für Internetnutzer praktisch ist, stellt für viele Webseitenbetreiber ein Ärgernis dar. Die Universal Search und der Knowledge Graph von Google drängen sich in den Vordergrund und beantworten immer mehr Suchanfragen direkt auf der Ergebnisseite. Damit die Klicks in den SERPs nicht ausbleiben, empfiehlt es sich, bei der SEO Keyword-Analyse gleich zu überprüfen, ob bereits “universelle Antworten” angeboten werden. Das funktioniert am besten mit Tools wie Searchmetrics, lässt sich aber auch über eine einfache Google-Suche bewerkstelligen.

6.9 Die Wettbewerber prüfen

Eine simple aber häufig in Vergessenheit geratene Methode um sein eigenes Ranking zu verbessern ist es, seine Wetterbewer zu überprüfen. Hierbei liegt der Fokus darauf, für welche Keywords meine Konkurrenz rankt. Diese kann man gegebenenfalls übernehmen oder sich die Nischen suchen, die weniger umkämpft sind.

7. Schlussfolgerung: Die SEO Keyword Analyse ist die Basis für ein gutes Ranking

Eine wohldurchdachte SEO Keyword Analyse legt den Grundstein für eine erfolgreiche Webpräsenz. Wer seine Mitbewerber genau unter die Lupe nimmt und die richtigen Keywords nutzt, wird mit einer guten Position in den Ergebnislisten bei Google und anderen Suchmaschinen belohnt. Das bringt langfristig mehr Traffic und einen höheren ROI.
Zu empfehlen ist die Nutzung von SEO Keyword Analyse-Tools wie dem AdWords Keyword Planner, dem Keyword Finder oder dem MOZ Keyword Explorer, mit denen sich Suchwörter und Suchwort-Kombinationen vervielfältigen und weitere verwandte Schlüsselwörter finden und hinzufügen lassen.
Übrigens: Die SEO Keyword Analyse ist keine einmalige Sache. Um der stetigen Veränderung des Internets, der Märkte und des Wettbewerbs zu genügen, sollte sie regelmäßig wiederholt werden. Nur so bleiben Webseiten stets aktuell und haben eine Chance auf ein dauerhaft gutes Ranking.

(Titelbild: Copyright © Shutterstock/Tashatuvango)

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