Klarna

Was ist Klarna?

Klarna ist ein schwedischer Zahlungsdienstleister, der Zahlungen zwischen Onlinehändlern und Käufern abwickelt. Abhängig vom Shop, Land und Ergebnis der Identitäts- oder Bonitätsprüfung können Kunden sofort, auf Rechnung oder in Raten bezahlen. Händler integrieren Klarna als Zahlungsart in ihren Checkout und entrichten dafür vertraglich festgelegte Gebühren.

Klarna gehört zu den bekannten Zahlungsanbietern im E-Commerce. Das Unternehmen übernimmt technische und finanzielle Schritte zwischen dem Kauf im Onlineshop und der Bezahlung durch den Kunden. Dabei kann Klarna je nach gewählter Zahlungsart als Zahlungsabwickler, Rechnungsaussteller oder Kreditgeber auftreten.

Wie funktioniert Klarna?

Wählt ein Kunde Klarna im Checkout aus, übermittelt der Onlineshop die für die Transaktion erforderlichen Bestell- und Kundendaten an den Zahlungsdienstleister. Klarna prüft die Anfrage automatisiert und entscheidet, welche Zahlungsoptionen angeboten werden. Das Ergebnis kann unter anderem vom Einkaufsbetrag, bisherigen Zahlungserfahrungen und einer Bonitätsprüfung abhängen.

Nach erfolgreicher Freigabe erhält der Händler eine Zahlungsbestätigung und kann die Bestellung bearbeiten. Wann und unter welchen Bedingungen der Händler sein Geld erhält, richtet sich nach seinem Vertrag mit Klarna. Die Forderung gegenüber dem Käufer wird bei Rechnungskauf oder Ratenzahlung in der Regel über Klarna abgewickelt.

  • Der Kunde legt Produkte in den Warenkorb und beginnt den Checkout.
  • Er wählt eine verfügbare Klarna-Zahlungsart aus.
  • Klarna prüft die Transaktion und bestätigt oder verweigert die gewählte Option.
  • Der Händler erhält die Zahlungsinformation und bearbeitet die Bestellung.
  • Der Kunde zahlt sofort oder entsprechend dem vereinbarten Zahlungsplan.
Beispiel: Ein Käufer bestellt Ware für 150 Euro und wählt den Rechnungskauf. Der Händler versendet die Bestellung nach der Zahlungsfreigabe. Der Käufer überweist den Rechnungsbetrag anschließend innerhalb der angezeigten Frist an Klarna. Zahlungsziel, Empfänger und Verwendungszweck stehen in der Rechnung oder in der Klarna-App.

Welche Klarna-Zahlungsarten gibt es?

Die verfügbaren Klarna-Zahlungsarten unterscheiden sich nach Land, Händler, Warenkorb und Kunde. Ein Onlineshop kann daher mehrere Optionen integrieren, während dem einzelnen Käufer im Checkout nur ein Teil davon angezeigt wird. Eine bestimmte Zahlungsmethode ist nicht bei jedem Einkauf automatisch verfügbar.

ZahlungsartAblaufTypischer Einsatz
SofortzahlungDer Betrag wird direkt über eine unterstützte Zahlungsmethode beglichen.Käufe, die unmittelbar bezahlt werden sollen.
Kauf auf RechnungDer Kunde erhält die Ware und bezahlt innerhalb der angegebenen Frist.Bestellungen, bei denen der Käufer die Ware vor der Zahlung prüfen möchte.
RatenzahlungDer Gesamtbetrag wird nach einem vereinbarten Plan in Teilbeträgen bezahlt.Höhere Warenkörbe, die über einen längeren Zeitraum finanziert werden.

Bei einer Ratenzahlung können Zinsen oder weitere Kosten anfallen. Maßgeblich sind die Bedingungen, die vor dem Abschluss angezeigt werden. Kunden sollten Gesamtbetrag, Laufzeit, Fälligkeiten und mögliche Zusatzkosten prüfen, bevor sie die Finanzierung bestätigen.

Klarna im E-Commerce 2026

Für Onlineshops erweitert Klarna die Auswahl im Checkout und kann Kunden ansprechen, die Rechnungskauf oder Ratenzahlung bevorzugen. Eine zusätzliche Zahlungsart erhöht jedoch nicht automatisch die Conversion-Rate. Ihre Wirkung lässt sich nur über belastbare Kennzahlen wie Checkout-Abbruchrate, Zahlungsabbrüche, durchschnittlichen Warenkorb und Retourenquote bewerten.

In der Praxis sollte ein Händler die Performance jeder Zahlungsart getrennt analysieren. Eine hohe Auswahlquote zeigt zunächst nur, dass Kunden das Verfahren nutzen. Für die wirtschaftliche Bewertung zählen zusätzlich Transaktionsgebühren, Rückerstattungen, Supportaufwand, Retouren und der tatsächlich erzielte Deckungsbeitrag.

  • Conversion-Rate: Anteil der Besucher, die eine Bestellung abschließen.
  • Checkout-Abbruchrate: Anteil der begonnenen Kaufprozesse ohne abgeschlossene Bestellung.
  • Autorisierungsquote: Anteil der von Klarna freigegebenen Zahlungsanfragen.
  • Durchschnittlicher Warenkorb: Durchschnittlicher Bestellwert bei einer bestimmten Zahlungsart.
  • Retourenquote: Anteil der Bestellungen, die vollständig oder teilweise zurückgesendet werden.

Eine gute Checkout-Analyse verbindet Zahlungsdaten mit der gesamten Nutzerführung. Verständliche Versandinformationen, sichtbare Gesamtkosten und ein mobil nutzbarer Bestellprozess beeinflussen den Abschluss ebenso wie die angebotene Zahlungsart. Eine professionelle Optimierung von UX und Usability betrachtet deshalb den vollständigen Weg vom Produkt bis zur Bestellbestätigung.

Relevanz für SEO, SEA und GEO

Klarna beeinflusst SEO nicht als direkter Ranking-Faktor. Die Zahlungsart kann jedoch die Nutzererfahrung und Conversion einer über die organische Suche besuchten Shopseite beeinflussen. Für SEO im Onlineshop bleiben vor allem hilfreiche Produktinformationen, technische Qualität, Ladezeit, interne Verlinkung und eine klare Nutzerführung maßgeblich.

Im SEA sollte Klarna nur dann in Anzeigen oder Anzeigenerweiterungen genannt werden, wenn die Zahlungsart auf der beworbenen Zielseite tatsächlich verfügbar ist. Die Aussage muss außerdem zu den konkreten Bedingungen passen. Eine ungenaue Kommunikation kann zwar Klicks erzeugen, führt im Checkout aber zu Enttäuschungen und unnötigen Werbekosten.

Für GEO, also Generative Engine Optimization, sind eindeutige und aktuell gehaltene Zahlungsinformationen relevant. KI-Systeme können Angaben aus Versand-, Zahlungs- und FAQ-Seiten aufgreifen, wenn sie Fragen zu einem Onlineshop beantworten. Händler sollten deshalb klar erklären, welche Klarna-Optionen angeboten werden, von welchen Prüfungen sie abhängen und wie Rückerstattungen bearbeitet werden.

Unterschied zu anderen Zahlungsformen

Der Unterschied zwischen Klarna und einer klassischen Überweisung liegt in der Abwicklung. Bei einer normalen Überweisung zahlt der Kunde direkt auf das Konto des Händlers. Bei einer Klarna-Transaktion ist der Zahlungsdienstleister in den Prozess eingebunden und stellt die jeweilige Zahlungsoption technisch und vertraglich bereit.

Der Unterschied zwischen Klarna und einer Kreditkarte liegt im Zahlungsmittel. Eine Kreditkarte belastet einen Kartenrahmen oder ein zugehöriges Konto. Klarna bietet je nach Transaktion eigene Verfahren für Sofortzahlung, Rechnung oder Finanzierung an, wobei die Freigabe individuell geprüft werden kann.

Auch der Rechnungskauf über Klarna unterscheidet sich von einer Händlerrechnung. Bei einer selbst verwalteten Rechnung kontrolliert der Shop Forderung, Zahlungseingang und Mahnwesen. Bei Klarna übernimmt der Zahlungsdienstleister wesentliche Teile dieses Ablaufs gemäß Händlervertrag, während der Käufer die Zahlungsinformationen von Klarna erhält.

Klarna korrekt im Shop einsetzen

Vor der Integration sollten Händler prüfen, welche Zahlungsoptionen zur Zielgruppe, zum Sortiment und zu den durchschnittlichen Warenkörben passen. Ebenso wichtig sind die technische Anbindung, eine korrekte Statusübertragung und klare Prozesse für Stornierungen, Teilretouren und Erstattungen.

Zahlungsinformationen gehören gut sichtbar in den Checkout und auf eine zentrale Informationsseite. Produktseiten sollten nur dann mit Rechnungskauf oder Ratenzahlung werben, wenn die Formulierung mögliche Prüfungen und Bedingungen berücksichtigt. Der Shop darf nicht den Eindruck erwecken, dass jeder Kunde eine bestimmte Option garantiert erhält.

Für eine wirtschaftliche Bewertung sollten Händler Klarna zunächst kontrolliert ausrollen und die Kennzahlen vor und nach der Integration vergleichen. Eine datenbasierte E-Commerce-Optimierung berücksichtigt dabei Akquisekanal, Endgerät, Warenkorbwert und Zahlungsart, statt nur die Gesamtzahl der Bestellungen zu betrachten.

Wenn du Checkout, organische Reichweite und bezahlte Kampagnen gemeinsam bewerten möchtest, liefert ein Potenzialcheck eine strukturierte Ausgangsbasis.

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Häufige Fragen zu Klarna

Ist Klarna für Käufer kostenlos?

Bei Sofortzahlung und Rechnungskauf fallen für Käufer häufig keine zusätzlichen Kosten an, sofern sie fristgerecht bezahlen. Für Ratenzahlungen, Finanzierungen oder verspätete Zahlungen können je nach Vertrag Zinsen oder weitere Kosten entstehen. Maßgeblich sind die Bedingungen, die vor dem Kauf angezeigt werden.

Warum wird meine Klarna-Zahlung abgelehnt?

Eine Ablehnung kann durch die automatisierte Prüfung der Transaktion entstehen. Mögliche Faktoren sind der Bestellwert, die eingegebenen Daten, offene Zahlungen oder die interne Risikobewertung. Eine frühere Freigabe bedeutet nicht, dass jede weitere Bestellung ebenfalls genehmigt wird.

Wann muss eine Klarna-Rechnung bezahlt werden?

Das konkrete Zahlungsziel steht in der Rechnung, in der Bestellübersicht oder in der Klarna-App. Kunden sollten sich an dieses Datum halten und bei einer Retoure prüfen, ob die Rechnung pausiert oder angepasst wurde.

Wie funktioniert eine Rückerstattung bei Klarna?

Der Händler meldet die Stornierung oder Retoure über die technische Anbindung an Klarna. Anschließend wird die offene Rechnung angepasst oder ein bereits gezahlter Betrag zurückerstattet. Die Bearbeitungsdauer hängt vom Händlerprozess und der verwendeten Zahlungsart ab.

Kann jeder Kunde mit Klarna bezahlen?

Nein, eine bestimmte Klarna-Zahlungsart steht nicht automatisch jedem Kunden zur Verfügung. Klarna prüft einzelne Transaktionen und kann je nach Ergebnis andere Zahlungsoptionen anbieten oder die Anfrage ablehnen.

Welche Kosten entstehen Händlern durch Klarna?

Händler zahlen vertraglich vereinbarte Gebühren, deren Höhe von Land, Zahlungsart, Umsatz und individuellem Vertrag abhängen kann. Für die Bewertung sollten Händler neben den Gebühren auch Conversion, Warenkorbwert, Retouren und internen Abwicklungsaufwand berücksichtigen.


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