404 vs. 410: Wie Google mit beiden Fehlercodes umgeht

Statuscode 404 vs 410

Copyright @ shutterstock/ FlashMovie


Im einem Webmaster Help-Video beantwortet John Müller von Google die Frage, wie die Suchmaschine mit den beiden Fehlercodes 404 und 410 umgeht.

“From our point of view, in the mid term/long term, a 404 is the same as a 410 for us. So in both of these cases, we drop those URLs from our index. We generally reduce crawling a little bit of those URLs so that we don’t spend too much time crawling things that we know don’t exist. The subtle difference here is that a 410 will sometimes fall out a little bit faster than a 404. But usually, we’re talking on the order of a couple days or so. So if you’re just removing content naturally, then that’s perfectly fine to use either one. If you’ve already removed this content long ago, then it’s already not indexed so it doesn’t matter for us if you use a 404 or 410.”

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=kQIyk-2-wRg&feature=youtu.be&t=1721

Zu Beginn zunächst ein kleiner Exkurs in die Welt der Statuscodes: Als Antwort auf die Anforderung (Request) einer Webseite durch einen Webbrowser sendet jeder Server immer einen Antwortcode. Wenn die Kommunikation zwischen Server und Browser glatt läuft, handelt es sich um einen 200-Statuscode – in diesem Fall ist alles “OK“. Ist allerdings eine Seite an einem bestimmten Ort auf dem Webserver nicht mehr aufrufbar (z. B. weil ein Dokument verschoben oder gelöscht wurde) oder man hat sich bei der Eingabe der Internetadresse (URL) vertan, antwortet der Server standardmäßig mit einem HTTP-Statuscode 404. Das bedeutet schlicht und ergreifend: “Dokument nicht gefunden.” Ein stärkeres Signal stellt der Statuscode 410 dar, der eine Seite als für immer “verschwunden” (gone) kennzeichnet. Ein 410er kann unter Umständen das Entfernen einer Seite aus dem Suchindex von Google beschleunigen. Fehlerseiten werden entweder am Server selbst oder in der sogenannten .htaccess-Datei eingerichtet.

Wie Google mit beiden Fehlercodes umgeht, wird von Cutts im Video wie folgt erklärt: Entdeckt der Googlebot im Netz eine Seite, die einen Statuscode 404 zurückgibt, würde die Suchmaschine diese für 24 Stunden “schützen” und als “nicht entfernt” markieren. Bei einem Statuscode 410 würde die Seite sofort als “verschwunden” gekennzeichnet.

Dennoch weiß Google, dass es durch fehlerhafte Konfiguration oder Server-Bugs zu Problemen bei der Fehlerbehandlung kommen kann. Daher schaut der Googlebot oft noch nach Wochen, Monaten und sogar Jahren nach, ob die entsprechenden Seiten unter Umständen nicht doch wieder im Netz auftauchen. Halten Sie daher die Anzahl an 404-Fehlern des eigenen Webauftritts möglichst gering. Denn wenn Google ständig mit dem Crawlen von Fehlerseiten beschäftigt ist, bleibt selbstredend weniger Zeit für die wirklich wichtigen Seiten zur Verfügung. .

Schon von Jahren äußerte sich Matt Cutts von Google ähnlich zu dem Thema:

“If we see a 410, then the crawling system says OK, we assume the webmaster knows what they’re doing, because they went off the beaten path to deliberately say that this page is gone. So they immediately convert that 410 to an error rather than protecting it for 24 hours. Now don’t take this too much the wrong way. We’ll still go back and recheck and make sure are those pages really gone. Or maybe the pages have come back alive again. And I wouldn’t rely on the assumption that that behavior will always be exactly the same. In general, sometimes webmasters get a little too caught up in tiny little details. And so if a page is gone it’s fine to serve a 404. If you know it’s gone for a real, it’s fine to serve a 410. But we’ll design our crawling system to try to be robust. but if your site goes down or if you get hacked or whatever, that we try to make sure that we can still find the good contnt whenever it’s available.”

Hier das Video mit Matt Cutts in voller Länge:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/xp5Nf8ANfOw

Tipp

404- und 410 Fehler sollten laufend geprüft werden, z.B. über die Google Search Console. Mit einem 404 oder 410 Statuscode gehen alle Rankings und Backlinks, welche die Seite hatte, verloren. Wo es möglich ist, sollte daher mit einem 301 Redirect auf eine passende Seite weitergeleitet werden. Die Statuscodes 404 oder 410 sollten nur genutzt werden, wenn man sich endgültig von einer Seite trennen möchte.

Kostenloser SEO-Check der OSG



Weitere Inhalte


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*