Sana Commerce
Was ist Sana Commerce?
Sana Commerce ist eine E-Commerce-Plattform für Unternehmen, die Microsoft Dynamics oder SAP als ERP-System einsetzen. Die cloudbasierte Software verbindet den Onlineshop direkt mit dem ERP. Dadurch stehen Produktdaten, kundenspezifische Preise, Lagerbestände, Bestellungen und Belege im Shop auf Basis der zentral gepflegten Geschäftsdaten zur Verfügung.
Sana Commerce einfach erklärt
Sana Commerce richtet sich vor allem an Hersteller, Großhändler und andere B2B-Unternehmen mit komplexen Verkaufsprozessen. Die aktuelle Produktgeneration heißt Sana Commerce Cloud und wird als Software as a Service bereitgestellt. Neben geschlossenen Kundenportalen sind auch öffentlich zugängliche Shops und B2C-Funktionen möglich.
Das zentrale Merkmal ist die direkte ERP-Integration. Das Enterprise Resource Planning System, kurz ERP, bleibt die führende Datenquelle für Produkte, Kunden, Preise und Aufträge. Der Shop greift auf diese Informationen zu, anstatt einen separaten Datenbestand mit eigener Geschäftslogik zu führen.
So funktioniert die ERP-Integration
Ein Kunde ruft im Shop beispielsweise ein Produkt auf. Sana Commerce fragt die zugehörigen Informationen aus dem ERP ab und zeigt den verfügbaren Bestand, den individuellen Preis und passende Konditionen an. Wird eine Bestellung abgeschickt, fließen die Auftragsdaten zurück in das ERP und können dort weiterverarbeitet werden.
Die direkte Verbindung reduziert doppelte Datenpflege. Änderungen an Sortimenten, Preisregeln oder Kundenzuordnungen werden an der zentralen Stelle vorgenommen. Wie schnell und vollständig diese Daten im Shop erscheinen, hängt von der jeweiligen Konfiguration, dem ERP-System und dem betroffenen Prozess ab.
Unterstützte ERP-Systeme
Sana Commerce Cloud ist auf ERP-Lösungen von Microsoft und SAP ausgerichtet. Dazu gehören je nach gewähltem Produktplan und technischer Ausprägung unter anderem Microsoft Dynamics 365 Finance and Operations, Dynamics AX, Dynamics 365 Business Central und Dynamics NAV sowie SAP Business One, SAP ECC und SAP S/4HANA.
Die konkrete Kompatibilität muss vor einem Projekt geprüft werden. Maßgeblich sind die eingesetzte ERP-Version, vorhandene Erweiterungen, individuelle Datenmodelle und die benötigten Shopfunktionen. Eine passende Produktbezeichnung allein bestätigt noch nicht, dass alle kundenspezifischen Prozesse ohne Anpassung übernommen werden können.
Funktionen für den B2B-Vertrieb
Die Plattform verbindet klassische Shopfunktionen mit Prozessen, die im Geschäftskundenvertrieb häufig benötigt werden. Der verfügbare Umfang hängt vom gebuchten Plan, installierten Apps und individuellen Erweiterungen ab.
Unterschied zu anderen Shopsystemen
Der Unterschied zwischen Sana Commerce und einem eigenständig arbeitenden Shopsystem liegt in der Position des ERP. Bei Sana bildet das ERP die Grundlage für zentrale Produkt-, Kunden-, Preis- und Auftragsprozesse. Andere Plattformen verwalten diese Logik häufig im Shop und übertragen ausgewählte Daten über Schnittstellen oder eine Middleware.
| Merkmal | ERP-integrierter Ansatz | Separates Shopsystem mit Schnittstelle |
|---|---|---|
| Führende Datenquelle | ERP-System | ERP und Shop mit verteilten Zuständigkeiten |
| Preisberechnung | Nach der hinterlegten ERP-Logik | Je nach Architektur im Shop oder ERP |
| Datenpflege | Stammdaten überwiegend zentral | Teilweise in mehreren Systemen |
| Flexibilität | Eng an unterstützte ERP-Prozesse gebunden | Große Auswahl an Plattformen und Erweiterungen |
| Integrationsaufwand | Abhängig von ERP-Version und Anpassungen | Abhängig von Schnittstelle, Middleware und Datenmodell |
Welcher Ansatz besser passt, ergibt sich aus der Systemlandschaft. Unternehmen mit umfangreicher ERP-Logik und kundenspezifischen B2B-Prozessen profitieren häufig von einer engen Integration. Bei einfachen Sortimenten, standardisierten Preisen oder einem starken Fokus auf frei kombinierbare Shop-Erweiterungen kann eine andere Architektur sinnvoll sein.
Sana Commerce und SEO
Sana Commerce stellt technische Grundlagen für Suchmaschinenoptimierung bereit. Dazu zählen bearbeitbare Meta-Titel und Meta-Descriptions, steuerbare Indexierung, XML-Sitemaps, robots.txt-Einstellungen, Canonical URLs sowie 301- und 302-Weiterleitungen. Auch URL-Strukturen und die Behandlung von Produktgruppen lassen sich konfigurieren.
Diese Funktionen erzeugen noch keine SEO-Sichtbarkeit. Für organische Rankings braucht ein Shop eine nachvollziehbare Informationsarchitektur, indexierbare Kategorie- und Produktseiten, eigenständige Inhalte, interne Verlinkungen und eine technisch saubere Auslieferung. Einen umfassenden Rahmen bietet die Suchmaschinenoptimierung für E-Commerce-Projekte.
Produktdaten brauchen Suchintention
ERP-Daten beschreiben Produkte meist aus betrieblicher Sicht. Artikelnummern, Materialangaben und technische Eigenschaften beantworten deshalb nicht automatisch die Suchfragen potenzieller Kunden. Für SEO müssen Produktdaten um verständliche Bezeichnungen, Anwendungsbereiche, Auswahlhilfen und relevante Suchbegriffe ergänzt werden.
Bei großen Sortimenten entstehen häufig tausende Seiten mit ähnlichen oder sehr knappen Informationen. Priorisiert werden sollten zunächst Kategorien und Produkte mit belegbarer Nachfrage, wirtschaftlicher Relevanz und ausreichender Lieferfähigkeit. Hinweise zur inhaltlichen Ausarbeitung liefert der Ratgeber über Produkttexte für Onlineshops.
Filter und URLs kontrollieren
Facettierte Navigation erzeugt Kombinationen aus Kategorien, Eigenschaften, Sortierungen und Parametern. Werden alle Varianten indexiert, können Duplicate Content, unnötige Crawling-Wege und konkurrierende Landingpages entstehen. Deshalb müssen Indexierung, Canonical Tags und interne Links für jede relevante Filterlogik geplant werden.
Relevanz für SEA und GEO
Für SEA müssen Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten zwischen Shop, ERP und Werbesystemen konsistent sein. Abweichungen können zu unpassenden Anzeigen, abgelehnten Produktdaten oder vermeidbaren Kaufabbrüchen führen. Google Analytics 4 und der Google Tag Manager lassen sich für die Messung typischer E-Commerce-Ereignisse wie Produktansicht, Warenkorb und Kauf einrichten.
GEO, also Generative Engine Optimization, verbessert die Auffindbarkeit in Antworten generativer KI-Systeme. Dafür benötigen öffentliche Shopseiten eindeutige Produktinformationen, klar formulierte Vorteile, belastbare Unternehmensangaben und verständliche Antworten auf typische Käuferfragen. Geschlossene Kundenbereiche liefern Suchmaschinen und KI-Crawler dagegen keine öffentlich verwertbare Informationsbasis.
Auswahlkriterien für 2026
Die Auswahl sollte nicht allein anhand einer Funktionsliste erfolgen. Ein belastbares Anforderungsprofil verbindet Vertrieb, Marketing, ERP-Verantwortliche, IT und Kundenservice. Jeder benötigte Prozess sollte einem führenden System, einer Datenquelle und einer verantwortlichen Stelle zugeordnet werden.
Die Einführungsdauer hängt vom vorhandenen Technik-Stack, den gewünschten Anpassungen und der Datenqualität ab. Ein standardnaher Shop lässt sich meist schneller umsetzen als eine Plattform mit individuellen ERP-Prozessen, mehreren Ländern und zusätzlichen Systemen. Vor einem Relaunch sollte außerdem ein Weiterleitungskonzept erstellt werden, damit bestehende Rankingsignale erhalten bleiben.
Sana Commerce in der Praxis
In E-Commerce-Projekten zeigt sich häufig, dass die technische Schnittstelle nur einen Teil der Aufgabe ausmacht. Klare Zuständigkeiten für Produkttexte, Bilder, Kategorien, Metadaten und Übersetzungen bestimmen, ob der Shop nach dem Start kontinuierlich gepflegt werden kann. Ein sauber angebundenes ERP ersetzt deshalb kein Content-Konzept.
Vor der Optimierung lohnt sich eine Bestandsaufnahme von Technik, Inhalten und externer Autorität. Ein SEO-Audit für komplexe Websites und Shops macht sichtbar, welche Seitentypen indexiert werden, wo Inhalte fehlen und welche technischen Regeln angepasst werden müssen.
Unterstützung für deinen Onlineshop
Wenn du eine Sana-Installation, einen Relaunch oder die laufende SEO-Sichtbarkeit deines Shops prüfen lassen möchtest, kann ein Potenzialcheck die nächsten Schritte priorisieren. Die Analyse sollte Technik, Content, ERP-Daten und Suchnachfrage gemeinsam betrachten.
Häufige Fragen zu Sana Commerce
Was kostet Sana Commerce?
Sana Commerce veröffentlicht für die Plattform keine allgemein gültigen Festpreise. Die Kosten hängen unter anderem vom Produktplan, dem ERP-System, benötigten Storefronts, Apps, Anpassungen und dem Implementierungsaufwand ab. Unternehmen erhalten deshalb ein individuelles Angebot.
Wie lange dauert die Einführung von Sana Commerce?
Die Dauer hängt von der bestehenden Systemlandschaft und dem gewünschten Anpassungsgrad ab. Ein standardnaher Shop ist schneller umsetzbar als ein internationales Projekt mit individuellen ERP-Prozessen, Datenmigrationen und mehreren angebundenen Systemen.
Ist Sana Commerce nur für B2B geeignet?
Sana Commerce ist besonders auf komplexe B2B-Prozesse ausgerichtet, unterstützt aber auch öffentlich zugängliche Shops, Gastbestellungen und B2C-Funktionen. Welche Betriebsform passt, richtet sich nach Zielgruppe, Sortiment und Vertriebsmodell.
Welche ERP-Systeme lassen sich mit Sana Commerce verbinden?
Sana Commerce Cloud unterstützt ausgewählte ERP-Lösungen von Microsoft Dynamics und SAP. Vor der Projektplanung müssen die konkrete ERP-Version, vorhandene Erweiterungen und der benötigte Produktplan geprüft werden.
Braucht ein Sana-Shop zusätzlich ein PIM?
Ein Product Information Management System ist nicht in jedem Projekt erforderlich. Es kann sinnvoll sein, wenn viele Produktattribute, Medien, Übersetzungen oder Ausgabekanäle zentral verwaltet werden müssen und das ERP diese Aufgaben nicht ausreichend abbildet.
Kann ein Sana-Shop bei Google ranken?
Ein Sana-Shop kann organische Rankings erzielen, wenn Technik, Informationsarchitektur, Inhalte und externe Signale fachlich optimiert werden. Das Shopsystem stellt dafür verschiedene SEO-Funktionen bereit, garantiert aber keine Platzierungen.
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