Verwaltungskonto (MCC)

Was ist ein Verwaltungskonto (MCC)?

Ein Verwaltungskonto (MCC) ist ein übergeordnetes Google Ads-Konto, mit dem mehrere einzelne Werbekonten über einen zentralen Zugang verwaltet werden. Es bündelt Kontowechsel, Nutzerrechte, Berichte und administrative Aufgaben. MCC steht für die frühere Bezeichnung My Client Center. Google verwendet heute offiziell den Begriff Google Ads-Verwaltungskonto.

Verwaltungskonto (MCC) 2026: Einordnung

Das Verwaltungskonto (MCC), auch Managerkonto genannt, bildet eine Verwaltungsebene oberhalb einzelner Google Ads-Konten. Unternehmen, Agenturen und größere Marketingabteilungen können damit mehrere Werbekonten aufrufen, ohne sich für jedes Konto separat anzumelden. Kampagnen, Budgets und Conversion-Daten bleiben dabei den jeweiligen Unterkonten zugeordnet.

Die Abkürzung MCC stammt von der früheren Produktbezeichnung „My Client Center“. Der Begriff ist im SEA-Alltag weiterhin gebräuchlich, obwohl Google die Oberfläche heute als Google Ads-Verwaltungskonto bezeichnet. Wenn ein Dienstleister nach der MCC-ID fragt, ist damit die Kundennummer des übergeordneten Verwaltungskontos gemeint.

Wie funktioniert ein Verwaltungskonto (MCC)?

Ein Verwaltungskonto (MCC) wird mit bestehenden Google Ads-Konten über deren zehnstellige Kundennummer verknüpft. Der Verwalter sendet eine Anfrage, die ein Administrator des Zielkontos bestätigen muss. Nach der Annahme kann das verknüpfte Konto entsprechend den eingerichteten Berechtigungen über die zentrale Oberfläche betreut werden.

Neue Google Ads-Konten lassen sich ebenfalls direkt unter einem Verwaltungskonto anlegen. Diese Struktur eignet sich beispielsweise für getrennte Länder, Marken, Geschäftsbereiche oder Kunden. Eine klare Kontotrennung verhindert, dass Budgets, Zielgruppen und Conversion-Ziele unterschiedlicher Geschäftseinheiten vermischt werden.

  • Unternehmen: Mehrere Marken, Standorte oder Länder werden getrennt geführt.
  • Agenturen: Kundenkonten lassen sich über einen zentralen Zugang betreuen.
  • Konzerne: Weitere Verwaltungskonten können hierarchisch eingebunden werden.
  • E-Commerce: Shops können Konten nach Ländern oder eigenständigen Geschäftsmodellen strukturieren.

Beispiel für eine MCC-Struktur

EbeneBeispielAufgabe
VerwaltungskontoUnternehmensgruppeZentrale Zugriffsverwaltung und Gesamtübersicht
Untergeordnetes VerwaltungskontoGeschäftsbereich EuropaVerwaltung mehrerer Länder
Google Ads-KontoDeutschlandKampagnen, Budgets und Conversion-Messung
Google Ads-KontoÖsterreichEigene Anzeigen, Keywords und Abrechnung

Zugriff und Kontoinhaberschaft

Die Verknüpfung mit einem Verwaltungskonto (MCC) verschiebt weder Kampagnen noch Leistungsdaten in ein neues Konto. Anzeigenhistorie, Conversion-Daten und Einstellungen verbleiben im verknüpften Google Ads-Konto. Das ist besonders bei einer Zusammenarbeit mit einer Google Ads-Agentur mit transparenter Kontobetreuung relevant: Das Unternehmen kann seinen eigenen Zugang behalten und die Verwaltungsverknüpfung bei Bedarf wieder aufheben.

Ein Verwaltungskonto kann unterschiedliche Zugriffsebenen für Mitarbeiter oder externe Partner enthalten. Je nach Berechtigung dürfen Nutzer Kampagnen bearbeiten, Berichte ansehen, Abrechnungsinformationen verwalten oder weitere Zugänge einrichten. Administratorrechte sollten nur Personen erhalten, die tatsächlich Nutzer, Verknüpfungen oder sicherheitsrelevante Einstellungen verwalten müssen.

Eine MCC-Verknüpfung ersetzt keine saubere Rechteprüfung. Kontrolliere regelmäßig, welche Verwaltungskonten und Nutzer Zugriff besitzen. Entferne nicht mehr benötigte Zugänge und nutze individuelle Anmeldungen, damit Änderungen einer Person zugeordnet werden können.

MCC und Abrechnung unterscheiden

Ein verbreiteter Denkfehler besteht darin, die zentrale Verwaltung mit einer zentralen Rechnung gleichzusetzen. Ein Verwaltungskonto (MCC) fasst Zugriffe und Kontodaten zusammen, ändert aber nicht automatisch die Zahlungsprofile der verknüpften Werbekonten. Jedes Unterkonto kann weiterhin eine eigene Zahlungsmethode, Rechnungsadresse und Abrechnung besitzen.

Eine konsolidierte Abrechnung muss separat eingerichtet werden und steht nur für entsprechend berechtigte Konten zur Verfügung. Prüfe deshalb vor einer Umstrukturierung, ob die Konten lediglich gemeinsam verwaltet oder auch gemeinsam abgerechnet werden sollen. Diese Unterscheidung verhindert falsche Erwartungen bei Buchhaltung, Controlling und Agenturwechseln.

MCC oder einzelnes Google Ads-Konto?

Der Unterschied zwischen einem Verwaltungskonto (MCC) und einem normalen Google Ads-Konto liegt in der Funktion. Das normale Konto enthält die Kampagnen, Anzeigen, Keywords, Gebote und Conversion-Aktionen. Das Verwaltungskonto stellt die übergeordnete Oberfläche bereit, über die ein oder mehrere normale Konten gesteuert werden.

MerkmalVerwaltungskontoGoogle Ads-Konto
HauptzweckMehrere Konten verwaltenWerbekampagnen ausspielen
Eigene KampagnenNeinJa
Zentrale KontenübersichtJaNur für das eigene Konto
Verknüpfung weiterer KontenJaÜber eine Verwaltungsanfrage
Eigene AbrechnungNicht automatischIn der Regel vorhanden

Wann lohnt sich ein MCC?

Ein Verwaltungskonto (MCC) lohnt sich, sobald mehrere eigenständige Google Ads-Konten dauerhaft betreut werden. Bereits bei zwei Ländern kann die Trennung sinnvoll sein, wenn Budgets, Währungen, Zielseiten oder Verantwortlichkeiten voneinander abweichen. Ein einziges Werbekonto bleibt meist übersichtlicher, wenn nur eine Marke in einem Markt mit derselben Abrechnung beworben wird.

Die Kontostruktur sollte sich an Geschäftslogik und Zuständigkeiten orientieren. Für jedes neue Unterkonto braucht es einen nachvollziehbaren Grund. Eine unnötig kleinteilige Struktur verteilt Daten auf viele Konten und erschwert Auswertungen. Zu wenige Unterkonten vermischen dagegen Budgets und Berechtigungen, die getrennt kontrolliert werden müssten.

  • Getrennte Länder mit eigenen Budgets oder Währungen
  • Mehrere Marken mit unterschiedlichen Verantwortlichen
  • Eigenständige Tochtergesellschaften oder Geschäftsbereiche
  • Agenturzugriff auf mehrere Kundenkonten
  • Separate Abrechnung oder getrennte Conversion-Ziele

Bedeutung für SEA, SEO und GEO

Das Verwaltungskonto (MCC) gehört technisch zum SEA, also zur bezahlten Suchmaschinenwerbung. Für SEO und GEO, die Generative Engine Optimization, verwaltet das MCC keine Rankings oder KI-Erwähnungen. Ein indirekter Zusammenhang entsteht über gemeinsame Keywords, Landingpages und Conversion-Ziele. Der Abgleich von SEO- und SEA-Daten zeigt beispielsweise, bei welchen Suchbegriffen bezahlte und organische Ergebnisse gleichzeitig präsent sind.

Messbar ist die kontoübergreifende SEA-Steuerung zum Beispiel über Ausgaben, Klicks, Conversions und Conversion-Wert je Unterkonto. Das SEA-Tool der Performance Suite ergänzt diese Google Ads-Struktur um zentrale Budgetkontrolle, Landingpage-Prüfungen und kanalübergreifende Auswertungen. Das MCC regelt dabei den Zugriff auf die Werbekonten, während das Auswertungssystem die Daten für operative und strategische Entscheidungen aufbereitet.

Checkliste für die Einrichtung

Vor der Einrichtung eines Verwaltungskontos (MCC) solltest du festlegen, welche Konten verbunden werden und wer welche Rechte benötigt. Dokumentiere außerdem, wem die Unterkonten, Zahlungsprofile und Conversion-Aktionen zugeordnet sind. Diese Informationen erleichtern spätere Wechsel von Mitarbeitern, Dienstleistern oder Abrechnungsmodellen.

  • Geschäftsbereiche, Marken und Länder sinnvoll voneinander abgrenzen
  • Bestehende Kundennummern und Administratoren erfassen
  • Zugriffsrechte nach tatsächlicher Aufgabe vergeben
  • Abrechnung und Kontoverwaltung getrennt prüfen
  • Conversion-Messung für jedes Unterkonto kontrollieren
  • Nicht mehr benötigte Verknüpfungen regelmäßig entfernen

Wenn du deine Kontostruktur prüfen oder mehrere Google Ads-Konten transparent betreuen lassen möchtest, findest du passende Leistungsmodelle unter Google Ads-Angebote der OSG. Eine erste Einschätzung kann klären, ob ein einzelnes Werbekonto ausreicht oder eine MCC-Struktur sinnvoller ist.

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Häufige Fragen zum Verwaltungskonto

Was bedeutet MCC bei Google Ads?

MCC steht für My Client Center, die frühere Bezeichnung des heutigen Google Ads-Verwaltungskontos. Der Ausdruck wird weiterhin verwendet, wenn mehrere Google Ads-Konten zentral verwaltet werden.

Ist ein Google Ads-Verwaltungskonto kostenlos?

Für das Anlegen eines Verwaltungskontos berechnet Google keine separate Gebühr. Kosten entstehen durch die Werbeausgaben in den verknüpften Google Ads-Konten und gegebenenfalls durch externe Betreuung oder zusätzliche Systeme.

Kann ein Google Ads-Konto mit mehreren Verwaltungskonten verbunden sein?

Ein Google Ads-Konto kann im Rahmen der von Google vorgegebenen Kontolimits mit mehreren Verwaltungskonten verknüpft sein. Jede Verknüpfung wird separat angefragt und kann unabhängig verwaltet werden.

Kann eine Agentur mein Google Ads-Konto übernehmen?

Eine Agentur kann über ihr Verwaltungskonto Zugriff auf dein bestehendes Google Ads-Konto erhalten. Die Verknüpfung verschiebt die Kampagnen und historischen Daten nicht automatisch, und dein eigener Zugang kann bestehen bleiben.

Kann ich ein Konto wieder aus dem MCC entfernen?

Eine Verwaltungsverknüpfung kann wieder aufgehoben werden, sofern die erforderlichen Berechtigungen vorhanden sind. Vorher sollte geprüft werden, ob danach weiterhin ein Administratorzugang zum einzelnen Google Ads-Konto besteht.

Wer bezahlt die Anzeigen bei einem Verwaltungskonto?

Die Anzeigenkosten werden grundsätzlich nach den Abrechnungseinstellungen der jeweiligen Google Ads-Konten bezahlt. Das Verwaltungskonto führt nicht automatisch zu einer gemeinsamen Rechnung oder einer einheitlichen Zahlungsmethode.


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