RSA
Was ist RSA?
RSA steht für Responsive Search Ads, auf Deutsch responsive Suchanzeigen. Dieses Anzeigenformat in Google Ads kombiniert automatisch bis zu 15 Anzeigentitel und vier Beschreibungen. Google wählt für jede Auktion eine passende Zusammenstellung aus, um die Anzeige an Suchanfrage, Endgerät und erwartete Nutzerreaktion anzupassen.
RSA sind seit 2022 das zentrale Textanzeigenformat für Suchkampagnen in Google Ads. Der Werbetreibende liefert mehrere Textbausteine, sogenannte Assets. Google testet daraus unterschiedliche Anzeigenvarianten und kann pro Ausspielung bis zu drei Anzeigentitel sowie zwei Beschreibungen miteinander kombinieren.
Wie funktionieren RSA?
Eine RSA wird nicht als vollständig festgelegte Anzeige hinterlegt. Stattdessen stellst du einen Pool aus Anzeigentiteln und Beschreibungen bereit. Das Google-Ads-System bewertet bei jeder Anzeigenauktion, welche zulässige Kombination zur Suchanfrage, zum Keyword, zum Gerät und zum bisherigen Nutzerverhalten passen könnte.
Eine responsive Suchanzeige kann folgende Bestandteile enthalten:
Die mathematisch mögliche Zahl der Kombinationen ist größer als die tatsächlich ausgespielte Zahl. Google verwirft unzulässige oder sehr ähnliche Zusammenstellungen und priorisiert Varianten, für die ausreichende Signale vorliegen. Ein großes Asset-Angebot garantiert deshalb weder eine vollständige Prüfung aller Kombinationen noch automatisch bessere Kampagnenergebnisse.
RSA richtig aufbauen
Eine gute RSA deckt mehrere Informationsarten ab, ohne denselben Satz lediglich umzustellen. Jeder Anzeigentitel sollte auch in wechselnden Kombinationen verständlich bleiben. Aussagen wie ‘Jetzt informieren’, ‘Für dein Unternehmen’ oder ‘Mit hoher Qualität’ liefern isoliert zu wenig Kontext und verbrauchen Platz, der für konkrete Leistungen und Vorteile genutzt werden kann.
Ein ausgewogener Asset-Pool enthält typischerweise:
Die RSA muss auch dann inhaltlich stimmen, wenn Google zwei ursprünglich getrennt gedachte Aussagen kombiniert. Prüfe deshalb jeden Anzeigentitel gegen jede Beschreibung. Widersprüche entstehen beispielsweise, wenn ein Titel eine kostenlose Leistung nennt, während die Beschreibung Bedingungen oder Kosten aufführt.
Was bedeutet Pinning bei RSA?
Beim Pinning weist du ein Asset einer festen Anzeigenposition zu. Ein angehefteter Anzeigentitel kann beispielsweise ausschließlich an Position 1 erscheinen. Mehrere Assets dürfen derselben Position zugeordnet werden, sodass Google weiterhin zwischen diesen Varianten wählen kann.
Pinning eignet sich für Aussagen, die aus rechtlichen, markenbezogenen oder inhaltlichen Gründen an einer bestimmten Stelle stehen müssen. Jede Festlegung reduziert jedoch die Zahl möglicher Kombinationen. Wer alle Titel einzeln auf feste Positionen setzt, verwandelt die RSA faktisch in eine starre Textanzeige und begrenzt den automatischen Test.
Anzeigenstärke und Leistung unterscheiden
Die Anzeigenstärke in Google Ads bewertet unter anderem die Anzahl, Vielfalt und Keyword-Relevanz der hinterlegten Assets. Sie ist eine Empfehlung für den Aufbau der Anzeige, aber kein Leistungsnachweis. Eine RSA mit der Anzeigenstärke ‘Hervorragend’ kann wirtschaftlich schwächer abschneiden als eine Anzeige mit einer niedrigeren Einstufung.
Die tatsächliche RSA-Leistung misst du über Kampagnenkennzahlen wie Klickrate, Conversion-Rate, Kosten pro Conversion und Conversion-Wert. Die Klickrate allein reicht nicht aus: Eine aufmerksamkeitsstarke Formulierung kann viele Klicks erzeugen, ohne passende Anfragen oder Käufe zu liefern. Bewerte eine RSA deshalb gegen das Kampagnenziel und vergleiche Anzeigen nur innerhalb ähnlich ausgerichteter Anzeigengruppen.
Messbar ist das zum Beispiel so: Im SEA-Tool der Performance Suite lassen sich Kampagnendaten, Budgets und Ergebnisse zusammenführen. Für die Bewertung bleiben die Daten aus Google Ads maßgeblich. Ergänzende Landingpage-Prüfungen helfen bei der Einordnung, weil eine starke Anzeige ihr Potenzial nur mit einer funktionierenden und inhaltlich passenden Zielseite ausschöpft.
RSA und ETA im Vergleich
Der Unterschied zwischen RSA und ETA liegt in der Kontrolle über die Textkombination. Bei Expanded Text Ads, kurz ETA, legte der Werbetreibende die Reihenfolge der Anzeigentitel und Beschreibungen vollständig fest. Bei RSA wählt Google die Zusammenstellung aus einem Asset-Pool. Neue ETA können seit 2022 nicht mehr regulär erstellt oder bearbeitet werden.
| Merkmal | RSA | ETA |
|---|---|---|
| Aufbau | Mehrere kombinierbare Assets | Fest definierter Anzeigentext |
| Anzeigentitel | Bis zu 15 hinterlegbar | Drei festgelegte Titel |
| Beschreibungen | Bis zu vier hinterlegbar | Zwei festgelegte Beschreibungen |
| Reihenfolge | Automatische Auswahl oder Pinning | Vollständig festgelegt |
| Neuerstellung | Reguläres Anzeigenformat | Nicht mehr regulär möglich |
Typische Fehler bei RSA
Der häufigste RSA-Fehler ist ein Asset-Pool mit fast identischen Aussagen. Werden lediglich Produktname, Wortstellung oder Handlungsaufforderung ausgetauscht, erhält Google kaum inhaltliche Varianten. Aussagekräftiger sind Titel, die unterschiedliche Fragen beantworten: Was wird angeboten, für wen eignet sich das Angebot und welcher konkrete Vorteil ist relevant?
Weitere typische Fehler sind:
Ein technischer Fehler auf der Zielseite kann die wirtschaftliche Bewertung einer RSA verfälschen. Langsame Ladezeiten, nicht erreichbare URLs oder fehlerhafte Formulare verhindern Conversions, obwohl die Anzeige relevante Besucher erreicht. Die Technik-Checks für Google Ads zeigen, welche Landingpage-Probleme bei laufenden Kampagnen geprüft werden sollten.
RSA im Zusammenspiel mit SEO
RSA gehören zu SEA, also zur bezahlten Suchmaschinenwerbung. SEO optimiert dagegen die unbezahlten Suchergebnisse. Eine Anzeige erzeugt daher kein organisches Ranking. Suchbegriffe und Conversion-Daten aus RSA-Kampagnen können jedoch zeigen, welche Formulierungen Nutzer verwenden und welche Themen wirtschaftlich relevant sind.
Der Transfer funktioniert auch in die andere Richtung: Leistungsstarke Seitentitel, häufig gesuchte Fragen und bewährte Nutzenargumente aus SEO-Inhalten liefern Ideen für neue Anzeigen-Assets. Eine saubere Trennung der Kennzahlen bleibt erforderlich. Der Beitrag zu SEO und SEA im Vergleich erklärt die unterschiedlichen Abrechnungsmodelle und Zielgrößen beider Kanäle.
Häufige Fragen zu RSA
Wofür steht RSA bei Google Ads?
RSA steht für Responsive Search Ads. Google bezeichnet das Format auf Deutsch als responsive Suchanzeigen und kombiniert dafür mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen.
Wie viele Anzeigentitel kann eine RSA enthalten?
Eine RSA kann bis zu 15 Anzeigentitel enthalten. Jeder Anzeigentitel darf höchstens 30 Zeichen umfassen, wobei Google pro Ausspielung bis zu drei Titel auswählen kann.
Wie viele Beschreibungen sind bei RSA möglich?
In einer RSA können bis zu vier Beschreibungen mit jeweils höchstens 90 Zeichen hinterlegt werden. Bei einer Ausspielung können bis zu zwei Beschreibungen erscheinen.
Muss jede RSA 15 Anzeigentitel haben?
Nein, die maximale Anzahl ist keine Pflicht. Zu wenige Assets begrenzen jedoch die Auswahlmöglichkeiten, während viele nahezu identische Titel keinen zusätzlichen Testwert liefern.
Kann man bei RSA eine feste Reihenfolge bestimmen?
Mit Pinning lassen sich Anzeigentitel und Beschreibungen bestimmten Positionen zuordnen. Jede feste Zuordnung reduziert die möglichen Kombinationen und sollte deshalb einen klaren inhaltlichen oder rechtlichen Grund haben.
Wie lange sollte man eine RSA testen?
Eine RSA sollte so lange laufen, bis für das Kampagnenziel genügend Klicks und Conversions vorliegen. Eine starre Anzahl von Tagen ist ungeeignet, weil Suchvolumen, Budget und Conversion-Häufigkeit je Kampagne stark variieren.
Wenn du responsive Suchanzeigen strukturiert aufbauen und gemeinsam mit Keywords, Geboten und Landingpages bewerten lassen möchtest, findest du passende Leistungen in den Google-Ads-Angeboten der OSG. Ein unverbindliches Erstgespräch ordnet ein, welche Optimierungen für dein Konto sinnvoll sind.
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