Bring Your Own Device (BYOD)

Bring Your Own Device

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Unter Bring Your Own Device (BYOD) handelt es sich um eine Richtlinie, die Mitarbeitern erlaubt, persönliche GerĂ€te wie Laptops, Tablets und Smartphones an den Arbeitsplatz zu bringen. Damit können sie auf privilegierte Unternehmens-Informationen und -Anwendungen zugreifen. Diese Richtlinie lĂ€sst sich auch an Schulen, UniversitĂ€ten und anderen Bildungsinstituten finden. Die Richtlinie regelt die Art und Weise, wie diese mobilen und elektrischen GerĂ€te genutzt werden dĂŒrfen.

Die Geschichte von BYOD

Der Begriff wurde ursprĂŒnglich von einem VoIP-Diensteanbieter im Jahr 2004 verwendet. Dieses GeschĂ€ftsmodell ermöglichte es Unternehmen, ihr eigenes GerĂ€t fĂŒr ein offeneres Dienstanbietermodell einzusetzen. Der Begriff Bring Your Own Device (BYOD) fand im Jahr 2009 allgemein Verwendung durch Fimen wie Intel. Diese erkannte, dass Mitarbeiter immer mehr dazu neigen, ihre eigenen GerĂ€te mitzubringen und sich damit im Unternehmensnetzwerk zu integrieren. Es dauerte jedoch noch bis 2011 an, bis der Begriff eine echte Bedeutung erlangte, als nĂ€mlich der IT-Dienstleister Unisys und der Softwareanbieter Citrix Systems begannen, ihre Wahrnehmung dieses aufkommenden Trends zu teilen. BYOD wurde als Merkmal des Verbraucherunternehmens charakterisiert. Dies ist ein Rollentausch, da Unternehmen frĂŒher die treibende Kraft hinter Innovationen und Trends der Verbrauchertechnologie waren.

Neue Trends

Bring Your Own Device gewinnt in der GeschĂ€ftswelt immer mehr an Beliebtheit. Die zunehmende Verbreitung von GerĂ€ten wie Tablets und Smartphones, die heutzutage viele Menschen im Alltag verwenden, hat zu einer Reihe von Unternehmen wie IBM gefĂŒhrt. Die BeschĂ€ftigten nehmen ihre eigenen GerĂ€te aufgrund von ProduktivitĂ€tszuwĂ€chsen mit und sparen dadurch Kosten. Die Idee wurde ursprĂŒnglich aus SicherheitsgrĂŒnden abgelehnt. Aber immer mehr Unternehmen wollen nun die Richtlinien von Bring Your Own Device (BYOD) einfĂŒhren.

Dieser neue Trend verhindert auch, dass die IT stĂ€ndig mit den am Markt verfĂŒgbaren neuen Technologien Schritt halten muss, was in den letzten Jahren zu einer komplexen und stĂ€ndig wachsenden Herausforderung geworden ist.

Alle BYOD-Richtlinien sollten Folgendes umfassen: Wenn ein BeschĂ€ftigter ein persönliches GerĂ€t mit einem Unternehmensnetzwerk verbindet, hat das Unternehmen die Verantwortung fĂŒr dieses GerĂ€t ĂŒbernommen.

Die zwei großen Vorteile auf einen Blick

Einige Berichte weisen auf ProduktivitĂ€tsgewinne der BeschĂ€ftigten hin. Unternehmen wie Workspot Inc. sind der Meinung, dass Bring Your Own Device dazu beitragen kann, dass BeschĂ€ftigte produktiver arbeiten. Andere sagen, es steigert die Moral und den Komfort der BeschĂ€ftigten durch die Verwendung eigener GerĂ€te und lĂ€sst das Unternehmen als einen flexiblen und attraktiven Arbeitgeber erscheinen. Ferner glauben viele, dass BYOD sogar ein Mittel sein kann, um neue Mitarbeiter zu gewinnen, was auf eine Umfrage verweist, die angibt, dass 44 % der Arbeitssuchenden eine Organisation positiver einstufen, wenn sie ihr GerĂ€t unterstĂŒtzt.

Einige Branchen setzen Bring Your Own Device (BYOD) schneller ein als andere. Eine von Cisco-Partnern in BYOD-Praktiken durchgefĂŒhrte Studio zeigte, dass die Bildungsbranche mit 95 % den höchsten Prozentsatz der Menschen hat, die BYOD fĂŒr die Arbeit nutzen.

Laut einer Studie von IBM sind 82 % der BeschĂ€ftigten der Meinung, dass Smartphones eine entscheidende Rolle im Business spielen. Die Studie zeigt außerdem, dass die Vorteile von Bring Your Own Device eine gesteigerte ProduktivitĂ€t, Mitarbeiterzufriedenheit und Kosteneinsparung fĂŒr das Unternehmen beinhalten. Die ProduktivitĂ€t ist erhöht, wenn der Benutzer mit seinem persönlichen GerĂ€t vertraut ist. Ein erfahrener Benutzer erleichtert die Navigation auf dem GerĂ€t und steigert somit seine Arbeitsleistung. DarĂŒber hinaus sind persönliche GerĂ€te hĂ€ufig auf dem neuesten Stand, da die Aktualisierung der Firmentechnologie nicht so hĂ€ufig erfolgt.

Die zwei großen Nachteile auf einen Blick

Sicherheitsrisiken

Die Möglichkeit, dass BeschĂ€ftigte jederzeit und von jedem Ort aus auf jedem GerĂ€t arbeiten können, bietet echte GeschĂ€ftsvorteile, birgt jedoch auch erhebliche Risiken. Die Unternehmen mĂŒssen unbedingt Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, damit Informationen nicht in falsche HĂ€nde gelangen. Laut einer IDG-Umfrage berichteten mehr als die HĂ€lfte der 1.600 EntscheidungstrĂ€gern im Bereich IT-Sicherheit und Technologiekauf ĂŒber schwerwiegende Verletzungen der Nutzung mobiler EndgerĂ€te.

Verschiedene Risiken ergeben sich aus Bring Your Own Device (BYOD) und sollten berĂŒcksichtigt werden. Die BYOD-Sicherheit bezieht sich stark auf das Endknotenproblem, bei dem ein GerĂ€t verwendet wird, um auf sensible und risikobehaftete Netzwerke/Dienste zuzugreifen, die risikoaversen Organisationen GerĂ€te speziell fĂŒr die Internetnutzung ausgeben.

Datenschutzrisiken

Bring Your Own Device (BYOD) hat zu Datenschutzverletzungen gefĂŒhrt. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise ein Smartphone fĂŒr den Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk verwendet und dieses Telefon dann verliert, können nicht vertrauenswĂŒrdige Personen ungesicherte Daten auf dem Telefon abrufen. Eine andere Art von Sicherheitsverletzung tritt auf, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlĂ€sst: Er muss das GerĂ€t nicht zurĂŒckgeben, sodass Unternehmensanwendungen und andere Daten möglicherweise immer noch auf dem GerĂ€t vorhanden sind.

Außerdem verkaufen Menschen manchmal ihre GerĂ€te und vergessen gegebenenfalls, vertrauliche Informationen zu löschen, bevor sie das GerĂ€t abgeben oder an ein Familienmitglied weitergeben. Verschiedene Familienmitglieder teilen hĂ€ufig bestimmte GerĂ€te wie Tablets; ein Kind kann auf dem Tablet seiner Eltern spielen und versehentlich vertrauliche Inhalte per E-Mail oder auf andere Weise, wie z.B. Dropbox, austauschen. Auf der anderen Seite mĂŒssen IT-Sicherheitsabteilungen, die die Nutzung persönlicher GerĂ€te ĂŒberwachen möchten, sicherstellen, dass sie nur arbeitsbezogene AktivitĂ€ten oder AktivitĂ€ten ĂŒberwachen, die auf Unternehmensdaten oder -informationen zugreifen.

Weitere Vor- und Nachteile im Überblick:

Pro
  • Mittel zum Gewinn von neuen Mitarbeitern
  • Kosteneinsparung fĂŒr das Unternehmen
  • Steigerung von Arbeitsleistung
Contra
  • vertrauliche Inhalte des Unternehmens ist ungeschĂŒtzt
  • keine Möglichkeit zum Überwachen von AktivitĂ€ten der Mitarbeiter auf den privaten GerĂ€ten.

Fazit

Die BYOD-Richtlinie muss basierend auf den Anforderungen des Unternehmens erstellt werden. BYOD kann fĂŒr alle Organisationen gefĂ€hrlich sein, da mobile GerĂ€te Malware enthalten können. Wenn das GerĂ€t mit Malware implantiert wurde, kann es zu einer Verletzung der Daten kommen, sobald das GerĂ€t eine Verbindung zum Unternehmensnetzwerk hergestellt hat. Wenn ein mobiles GerĂ€t Zugriff auf Unternehmens-Computersysteme hat, sollte der IT-Administrator des Unternehmens die Kontrolle darĂŒber haben. Durch die Erstellung der Richtlinie wird das Risiko von Malware im Netzwerk vermieden, da das Management-Team den gesamten Inhalt des GerĂ€ts ĂŒberwachen und die Daten löschen kann, wenn ein verdĂ€chtiges Ereignis erfasst wird.[/alert]


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