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Registration Data Access Protocol (RDAP)

Was ist das Registration Data Access Protocol (RDAP)?

Das Registration Data Access Protocol (RDAP) erlaubt es, Informationen zu Internetressourcen zu erhalten. Zu diesen Ressourcen gehören beispielsweise Domains, IP-Adressen, AS-Nummern. Mittels RDAP können so per Anfrage Daten des Domain-Besitzers oder Adressen des Servers herausgefunden werden. Dies kann mehrere berechtigte Gründe haben, die zum Teil im Sinne des Domain-Besitzers selbst sind. So kann der Besitzer mittels eines derartigen Protokolls darauf hingewiesen werden, dass beträchtliche Fehler technischer, inhaltlicher oder rechtlicher Art auf einer entsprechenden Webseite bestehen, bevor weiterer Schaden entsteht. Aber auch für die digitale Forensik sind Protokolle unverzichtbar. Die erste Version des Registration Data Access Protocol (RDAP) erschien am 26. Juli 2016. Die Entwicklung des Protokolls umfasste bis dato vier Jahre und wurde durch die Internet Engineering Task Force (IETF) realisiert.

Zweck des Registration Data Access Protocol (RDAP)

Das Registration Data Access Protocol (RDAP) soll das alte Whois-Protokoll als Abfrage-Service ablösen. Dieses Protokoll ist bereits seit 1982 aktiv, kann den modernen technischen Anforderungen des Internets allerdings nicht mehr entsprechen. Beispielweise funktioniert das Whois-Protokoll nur mit lateinischen Schriften. Außerdem ist der Zugriff auf Domain-Daten beim Whois-Protokoll ungesichert. Somit können Daten von beliebigen Nutzern anonym gesammelt werden.

Im Gegensatz dazu bietet das Registration Data Access Protocol weitaus mehr Sicherheiten und ist nicht auf lateinische Schrift beschränkt. Seine Einsatzmöglichkeiten sind also weitaus vielfältiger. Zu den Neuerungen gegenüber des Whois-Protokoll gehören:

  • Zugriff auf Kontaktdaten mittels gesicherter Verbindung
  • Webbasiert im JavaScript Object Notation Format (JSON), statt textbasiert
  • Möglichkeit der Vergabe unterschiedlicher Zugriffsrechte an verschiedene Gruppen
  • Ausgabedaten werden übersetzt bzw. können problemlos in andere Sprachen übersetzt werden
  • Abfrage- und Antwort-Semantik sind strukturiert
  • Abfragen werden standardisiert weitergeleitet
  • “Bootstrapping”
  • Protokoll ist jederzeit erweiterbar

Das alte Whois-Protokoll gilt dank der Neuerungen durch das Registration Data Access Protocol (RDAP) insofern als veraltet. RDAP ermöglicht vor allem eine insgesamt flexiblere Handhabung, ist durch standardisierte Outputs maschinenlesbar und kann durch die Übersetzbarkeit unmittelbar ohne manuellen Eingriff zwischen Ländern genutzt werden.

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