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IP-Adresse

Was ist eine IP-Adresse?

Die IP Adresse wird einem Gerät zugewiesen, das mit dem Internet verbunden ist. IP ist die Abkürzung für Internet Protocol. Die Adresse ist wichtig, da ein Gerät ansonsten nicht erreichbar ist und den Funktionsumfang im Netz nicht nutzen kann. Die Netzwerkadresse wird für jeden Computer oder ein mobiles Endgerät nur ein einziges Mal vergeben. Somit kann ein Computer eindeutig im Netzwerk identifiziert werden. Das bietet den Komfort der Funktionsnutzung, macht aber auch identifizierbar. Aus Datenschutzgründen möchten dies viele User nicht, was den Wunsch nach Anonymisierung und Surfen mit verschleierter IP Adresse weckt.

Der Aufbau der IP-Adresse

Die Adresse, die umgangssprachlich auch kurz als “IP” bezeichnet wird, besteht aus vier, durch jeweils einen Punkt getrennten Zahlenblöcken. Diese gliedern sich in zwei Teile. Der erste Teil wird als Netzwerkanteil bezeichnet. Er hat die Funktion, für einen Router eine gültige Adresse darzustellen und das Gerät im Netzwerk zuverlässig finden und identifizieren zu können. Der zweite Teil wird als Hostanteil bezeichnet. In jedem Netzwerk können sich eine Menge Hosts befinden. Indem zum Netzwerk auch der Host in der IP angegeben wird, wird der Rechner (oder auch das mobile Endgerät) durch die zusammengesetzte Adresse eindeutig identifizierbar. Der Wert jedes Nummernblocks darf in diesem Zusammenhang eine Zahl von bis zu 255 annehmen.

IPv4 oder IPv6

Die Lesbarkeit der IP-Adressen kommt dadurch zustande, dass sie in technischer Hinsicht als Binärzahlen fungieren. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Die IPv4-Adresse ist auf Basis von 32 Bit zusammengesetzt und gängiger Standard im IP-Bereich. Die IPv6 hat dagegen 128 Bit als Grundlage. Da immer mehr Geräte in den Netzwerken erscheinen werden, ist sie eine konsequente Erweiterung des Angebots an Adressen, für die immer mehr Bedarf durch das gesteigerte Nutzungsverhalten bestehen wird.

Statische und dynamische Variante

Eine IP Adresse kann statischen oder dynamischen Charakter haben. Statisch bedeutet, dass sich eine IP in einem Netzwerk niemals ändert. Das kann beispielsweise ein Drucker in einem LAN-Netzwerk sein, der stationäre Funktionen für die Netzwerkgeräte erfüllt und seinen ständigen Charakter niemals ändert. M2M ist ein weiterer Anwendungsbereich für die statische IP. Machine-to-Machine-Kommunikation ist bei mobilen Endgeräten auf dem Vormarsch und basiert häufig ebenfalls auf statischen IPs. Die statische IP Adresse wird einem Gerät oft manuell zugewiesen.

Eine dynamische IP Adresse kann sich, wie der Name es bereits aussagt, immer wieder ändern. Dies spielt beim Internet-Surfen eine große Rolle. Es ist gängiger Standard, dass ein Gerät bei jedem Einwählen ins Internet eine neue, dynamische Internet Protocol Adresse erhält. Diese Adressierung erfolgt in der Regel automatisch und wird von den Providern realisiert. Der Vorteil für die Provider liegt darin, dass insgesamt weniger IP-Adressen benötigt werden, da nie alle Rechner gleichzeitig im Netz sind.

Kommunikation und Datenaustausch als Funktion

Die IP Adresse hat die Funktion, die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen zwei Geräten zu ermöglichen. Sie fungiert in einem Fall als Versender- und im anderen Fall als Empfänger-Adresse. Die eindeutige Zuordnung ist die Basis dafür, dass die Daten den richtigen Weg gehen und vor dem Zugriff Dritter geschützt werden. Der Empfänger einer Nachricht kann über die IP eindeutig identifiziert werden, was für den entsprechenden Router, der die Datenübermittlung in die Wege leitet, entscheidend ist. Die IP ist dabei ortsunabhängig, das heißt, auch ein mobiles Endgerät kann von überall Daten versenden. Die IP ist also keine Post-, sondern eine virtuelle Adresse.

Die eigene IP ermitteln

Viele Nutzer kennen die IP Adresse ihres Gerätes nicht und möchten diese gerne ermitteln. Dies ist auf unterschiedlichen Wegen möglich. Windows- und Mac-Rechner bieten die Möglichkeit, durch eine Systemfunktion die eigene IP bequem herauszufinden. Zudem gibt es auch Tools im Internet, die einem Besitzer oder Nutzer verraten, mit welcher IP er mit seinem Rechner oder Smartphone in einem Netzwerk aktiv ist. Die erste Variante dient der Ermittlung der lokalen IP, die zweite Variante der öffentlichen IP. So können sowohl statische als auch dynamische IPs vom Nutzer selbst ermittelt werden.

Eine fremde IP ermitteln

Immer wieder kommt es zu Fällen, in denen ein Nutzer an der Ermittlung einer fremden IP-Adresse Interesse hat. Das ist zum Beispiel bei Straftaten der Fall. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sind Provider in der Regel dazu verpflichtet, die IP eines Rechners, der in einem Strafverfahren relevant ist, herauszugeben. Dies ist wichtig, damit die Polizei den Täter herausfinden kann.

Ortung und Anonymität im Fokus moderner Nutzer

Eine IP Adresse kann den Aufenthaltsort eines Nutzers des Internets herausfinden. Solche Standortinformationen machen sich Unternehmen für Werbeaktionen gezielter Art zunutze. Auch in der Mail kann herausgefunden werden, von welchem Ort aus der Absender diese verschickt hat. Die Ortung hängt in der Präzision davon ab, wie weit ein mobiles Endgerät oder ein stationärer Rechner vom Einwahlknoten ins Internet räumlich entfernt ist. Je weiter die Entfernung, umso ungenauer die Ortung. Dennoch hilft die Ortung der IP zum Beispiel, Rückschlüsse auf den Absender einer anonymen Mail zu erhalten. Die Speicherung von IPs durch den Provider ist immer mehr zum Streitthema geworden und wird im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geregelt.

Viele Benutzer legen Wert darauf, anonym im Internet zu surfen. Daher gibt es am Markt immer mehr Maßnahmen mit denen dies realisiert werden kann. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, Programme zu verwenden, die die Anonymität beim Surfen im Netz in hohem Maß gewährleisten. Ein solches Programm ist beispielsweise “Tor”, das mit dem Browser Mozilla die Verschleierung der IP eines Nutzers weitgehend ermöglicht, indem der Datenaustausch über Stationen auf der ganzen Welt geroutet werden kann. Er ist praktisch nicht mehr nachzuvollziehen. Der Nachteil dieser Programme liegt in der Geschwindigkeit, die auf diese Weise deutlich reduziert wird. Eine weitere Möglichkeit sind VPN-Netzwerke. Sie sind ebenfalls dazu in der Lage, die IP zu verbergen und die Anonymität der Nutzer beim Surfen ins Netz geheim zu halten.

SEO und IP

Die Nutzung der IP Adresse im Werbebereich ist ebenfalls möglich. Wichtiges Stichwort ist in diesem Zusammenhang SEO. Die Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) dient dazu, dass eine Website leicht gefunden wird, indem sie im Ranking von Google & Co. ganz weit vorne platziert werden kann. Die IP Adresse ist hier ein wichtiger Faktor. Relevant wird die im Zusammenhang des Linkbuildings. Jede Seite und Unterseite erhalten hier eine eigene IP Adresse, die sie unverwechselbar auffindbar macht und die SEO-Kritieren für gutes Ranking erfüllt. Für Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen über das Internet bekannt machen oder gar vertreiben, ist dies ein wichtiger Faktor. Angesichts der Konkurrenz im Netz sind Wiedererkennungswert und Auffindbarkeit durch SEO entscheidend, um am Markt gegenüber Wettbewerbern bestehen zu können. Die IP Adresse wird in diesem Zusammenhang zum wichtigen Instrument für die Marketing-Spezialisten in diesen Firmen und wird daher gezielt zur Generierung von Klicks und Kunden eingesetzt.

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