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6 Tipps für den Linkaufbau 2018

Linkaufbau Tipps Titelbild

Was ist Linkaufbau und warum ist er relevant für SEO?

Ein wesentlicher Teil der Offpage-Optimierungen einer Webseite wird durch den Linkaufbau eingenommen, also durch das aktive Bemühen um Gewinnung von Links und Linkpartnern. Nach der Aussage von Andrey Lipattesv, seines Zeichens Search Quality Senior Strategist bei Google, sind qualitativ hochwertiger und einzigartiger Content sowie Links, die auf die eigene Seite verweisen die beiden wichtigsten Rankingfaktoren.

Besonders relevant für Suchmaschinen sind in diesem Rahmen externe Links. Diese verbinden die eigene Webseite mit anderen Seiten, während interne Links von der eigenen Seite auf eine andere URL innerhalb der eigenen Domain führen.

Es kann zwischen eingehenden und ausgehenden externen Links unterschieden werden. Ausgehende Links dienen in erster Linie dazu, dem Leser bei dem Wunsch nach Vertiefung des Themas weiterzuhelfen und ihn dementsprechend auf weiterführenden Webseiten zu verweisen. Es ist also wünschenswert, möglichst viele, qualitativ hochwertige Verweise anderer Webseiten auf die eigene zu generieren. Dadurch werden die Google Ranking Faktoren befriedigt und somit das generische Ranking der eigenen Seite in den SERPs verbessert.

Nach dem im Jahr 2012 sukzessive ausgerollten Google Penguin Update erlitten zahlreiche Webseiten erhebliche Rankingverluste. Durch diese Algorithmus-Änderung erkennt der Crawler des Suchmaschinengiganten unnatürliche, absichtlich manipulierte Links und stuft entsprechende Websites im Ranking herab. Seitdem ist ein natürliches Linkprofil für ein gutes Ranking erforderlich.

Im Folgenden werden die 6 wichtigsten Tipps für den erfolgreichen Linkaufbau 2018 gegeben.

Tipp #1: Langsamer Linkaufbau

Generell ist bei der Suchmaschinenoptimierung ein langer Atem gefragt, und so auch beim Thema Linkaufbau. Google definiert in seinen Richtlinien für Webmaster einige Grundprinzipien, die es zu beachten gilt. Demnach sollen Webseiten für deren tatsächliche Nutzer und nicht für Suchmaschinen erstellt und optimiert werden. Ebenso sollen Tricks, die das Ranking in den SERPs künstlich beeinflussen sollen, vermieden werden.

Einer dieser Tricks wäre es, innerhalb kurzer Zeit eine große Anzahl an Backlinks zu generieren. Somit würde dem Googlebot vorgespielt, dass zahlreiche Webseiten auf die betroffene Seite verlinken möchten, um ihren Lesern dadurch einen tatsächlichen Mehrwert zu bieten. Wenn aber die betroffene Seite aufgrund ihres Rankings überhaupt nicht auffindbar ist, ist das ganze sehr unglaubwürdig. Vor allem bei neu ins Leben gerufenen Seiten, die bis dato überhaupt keine oder sehr wenige Backlinks aufweisen, ist dieses schnelle Vorgehen absolut nicht zu empfehlen.

Klüger ist es also, den Linkaufbau langsam und mit Bedacht anzugehen. Nur so erscheinen die neu generierten Links für Google authentisch und die Rankingfaktoren werden nachhaltig befriedigt. Des Weiteren sollte beim Linkbuilding auf Kontinuität wert gelegt werden.

Tipp #2: Themenrelevanter Linkaufbau

Wie schon erläutert, sehnt sich Google nach Inhalten, die den Nutzern einen Mehrwert bieten. Die thematische Relevanz eines Links, also wo er herkommt und wo er hinführt, ist ein entscheidender Qualitätsfaktor.

  • Es sollten also nur Links gesetzt werden, die dem User beim Wunsch nach Vertiefung des Themas weiterhelfen.
  • Verlinkungen, die nur bedingt oder garnicht zu dem Thema auf der Seite passen, sollten vermieden werden.

Dementsprechend sollte beim Linkaufbau auf die Akquise von Links aus Linkfarmen verzichtet werden. Die sogenannten “Bad Neigbourhoods” werden von Google erkannt und eine Verlinkung zu ihnen, sei es ein- oder ausgehend, kann zu einer Herabstufung des Rankings oder sogar zum Ausschluss aus dem Suchmaschinenindex führen.

Tipp #3: Qualität der Links

Generell sollte beim Linkaufbau in erster Linie Wert auf Qualität und nicht auf Quantität gelegt werden. Ein qualitativ herausragender Link kann deutlich mehr bringen als viele minderwertige. Es empfielt sich also, neben der Themenrelevanz auch die Sichtbarkeit des potenziellen Linkpartners zu analysieren. Hierzu können Tools wie SISTRIX oder XOVI verwendet werden. Sofern ein solcher Linkpartner eine extrem niedrige Sichtbarkeit aufweist, wird dieser in den SERPs sehr weit unten gelistet. Dementsprechend gering ist der Traffic auf dieser Seite und damit auch die Anzahl an Usern, die dem Link auf die Zielseite folgen.

Wenn nun ein geeigneter Linkpartner gefunden ist, sollte der reziproke, also wechselseitige Linktausch möglichst vermieden werden. Das Prinzip scheint zunächst als eine Art Win-win Situation, allerdings können Suchmaschinen reziproke Links identifizieren. Da diese dann nicht als Empfehlung, sondern als Linktausch gewertet werden, muss mit einer beidseitigen Herabstufung seitens des Suchmaschinenanbieters gerechnet werden.

Verlinkungen können auf verschiedenen Positionen auf einer Seite gesetzt werden. Am besten ist es, wenn ein Link in den tatsächlichen Content gesetzt wird. Dadurch wird der thematische Zusammenhang unterstrichen. Im Gegenteil dazu ist es eher ungeschickt Links in den Header, Sidebar oder Footer zu setzten. Der Google Bot registriert das und reagiert dementsprechend.

Das Alter einer Domain kann ebenfalls eine Rolle für deren Ansehen seitens Google spielen. Dies lässt sich allerdings auf keinen Fall pauschalisieren. Eine Domain, die gut gepflegt wurde und über einen langen Zeitraum stetig gewachsen ist, wird von Google mit Sicherheit besser eingestuft, als eine ganz neue Domain. Gleichzeitig wird eine neue, aktuelle Domain einer alten, ungepflegten Domain wahrscheinlich vorgezogen. Es kommt also auch in diesem Kontext in erster Linie auf die Qualität der Inhalte an.

Anwendungen wie Majestic oder Link Research Tools ermöglichen es ihren Nutzern, das gesamte Backlinkprofil einer Webseite anzuzeigen und zahlreiche Daten und Kennzahlen zu analysieren. Somit können Rückschlüsse auf die Qualität der Links gezogen werden. In regelmäßigen Abständen sollten die Backlinks einer ausführlichen Überprüfung unterzogen werden – hierzu können diese Tools beispielsweise verwendet werden. Um das Ranking der eigenen Seite nicht zu gefährden, können durch diese Backlinkanalyse unbrauchbare oder schädliche Links ausgemistet werden.

Tipp #4: Art der Verlinkung

Um den Lesefluss in einem Text nicht unnötig durch Einfügen einer URL zu unterbrechen und um bestimmte Wörter alternativ zur Fettung hervorzuheben, sind Anchor Texte oft ein geeignetes Mittel. Als Anchor Text bezeichnet man den klickbaren Textbereich eines im Content integrierten Hyperlinks.

Grundsätzlich können Linktexte in vier Arten klassifiziert werden:

  • Brand-Keywords enthalten ein Wort oder ein Phrase, die speziell mit einem Unternehmen assoziiert werden kann (z.B. “Online Solutions Group” oder “OSG”)
  • Money-Keywords sind Keywords mit einem hohen Wettbewerb, für die ein Unternehmen ranken möchte (z.B. “SEO Agentur” oder “Suchmaschinenoptimierung”)
  • Compound Keywords sind eine Mischung aus den beiden oberen Varianten (z.B. “Suchmaschinenoptimierung OSG”)
  • Sonstige Keywords sind alle Keywords, die nicht in die drei oberen Raster fallen (z.B. “hier” oder “zur Preisliste”)

Grundsätzlich gilt, dass bei den Linktexten variiert werden sollte.

Die Verwendung von Money-Keywords in den Linktexten birgt einige Gefahren. Sofern ein Anchor Text mit einem Money Keyword versehen ist und dieses auf der Zielseite optimiert wurde, kann Google das als unnatürlichen Linkaufbau empfinden. Die Folge wäre ein Rankingverlust. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, ist die Nutzung von Brand- oder Compound-Keywords anstelle von Money-Keywords in den Linktexten sinnvoll. Die Verwendung von Sonstigen Keywords in den Linktexten ist für die Suchmaschinenoptimierung allerdings oftmals von geringerem Wert.

Wie bereits bei Tipp #3 erwähnt, verdeutlicht ein in den Content eingebundener Link den Zusammenhang zwischen dem Inhalt der verlinkten Seite und dem Content, in den er eingebettet ist.

Tipp #5: Linkzielseite

Es ist allgemein bekannt, dass es viel Spam im Internet gibt. Darum ist es für Nutzer und für Suchmaschinen nicht einfach vertrauensvolle Seiten zu identifizieren. Seiten von Universitäten, Regierungen oder sonstigen staatlichen Organen gelten allerdings als besonders vertrauenswürdig. Verlinkungen von ebendiesen, aber auch von anderen vertrauenswürdigen Seiten können den sogenannten Trust Rank der verlinkten Seite steigern. Der Trust Rank wird also quasi vererbt. Somit kann sich auch das Ranking in den SERPs verbessern. Es empfielt sich also, Links von Seiten mit einem guten Trust Rank zu generieren.

Links können entweder auf die Startseite oder auf eine Unterseite einer anderen Website verweisen. Das Verhältnis zwischen Backlinks, die auf eine Unterseite verweisen (sog. Deeplinks) und Backlinks, die auf die Startseite verweisen bezeichnet man als Deeplink Ratio. Je nachdem, um was für eine Art von Webseite es sich handelt, muss das Deeplink Ratio angepasst werden, um in den Augen des Google Crawlers möglichst natürlich zu wirken. Beispielsweise hat eine Nachrichtenseite oft ein besonders hohes Deeplink Ratio, da hier oft auf einzelne Artikel (Unterseiten) verlinkt wird anstelle auf die Startseite. Im Gegensatz dazu stehen etwa Immobilienportale. Sobald die hier angebotenen Objekte nicht mehr verfügbar sind (verkauft oder vermietet), wird auch nicht mehr auf sie verwiesen.

Je nach Branche kann ein hohes oder ein niedriges Deeplink Ratio erstrebenswert sein. Um das für den einzelnen Fall herauszufinden eignet sich eine Analyse der am besten rankenden Seiten der Konkurrenz.

Tipp #6: Konkurrenzanalyse

Oftmals weisen die Internetauftritte von Wettbewerben ein besseres generisches Ranking auf als der eigene. Um herauszufinden woran das liegt, lohnt es sich in vielen Fällen, eine Wettbewerbsanalyse durchzuführen. Daten wie etwa die Anzahl an Backlinks, häufige Ankertexte oder generelle Unterschiede zum eigenen Backlinkprofil lassen sich mit einigen Tools (z.B. Majestic, Link Research Tools) herausfinden. Sobald klar ist, welche Strategien die Konkurrenz nutzt, kann die eigene Strategie dementsprechend angepasst werden. Somit besteht die realistische Chance, das eigene Ranking zu verbessern und die Konkurrenz in den SERPs zu überholen.

Fazit

Bedenken Sie stets, dass Suchmaschinen ihren Nutzern im Prinzip einfach nur weiterhelfen möchten – agieren Sie also stets so, dass Sie mit Ihrem Internetauftritt diesem Anspruch gerecht werden. Das Thema Linkaufbau spielt bei der Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle. Noch wichtiger ist es allerdings, den Backlinkaufbau korrekt und vor allem den Google Richtlinien konform zu betreiben.

Die aufgeführten Tipps zum Linkaufbau können bei sachgemäßer Umsetzung das Ranking einer Webseite nachhaltig verbessern – es ist in diesem Zusammenhang aber meist schwierig, pauschale Aussagen zu treffen. Somit muss von Fall zu Fall entschieden werden, was die beste Lösung ist.

Des Weiteren darf man andere wichtige Rankingfaktoren wie die Onpage- und Content-Optimierung, die Technik oder auch die Usability nie außer Acht lassen. Das Zusammenspiel aller Bereiche ist für nachhaltiges SEO unabdingbar.

 

TitelbildCopyright © Shutterstock/bizvector

Kostenloser SEO-Check der OSG

6 Tipps für den Linkaufbau 2018
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Kommentare


Daniel Spießberger 4. Juli 2018 um 13:26

Super Artikel, danke für die Tipps! Ich denke, das ist vor allem für Laien hilfreich. Könnt ihr mir sagen, wie man als Privatperson die Qualität einer Website beurteilen kann? Ich weiß, dass es Tools dafür gibt, die sind aber recht teuer und daher vermutlich nicht für den Privatgebrauch geeignet.

Antworten

Felix Lötzerich 5. Juli 2018 um 9:17

Hallo Daniel,

vielen Dank für das Feedback.
Generell kannst Du eine Website natürlich auch ohne Tools bewerten, beispielsweise wie viel Werbung Du vorfindest, ob Du dich gut auf der Seite zurechtfindest und mit der Qualität der Inhalte zufrieden bist. Zudem kannst Du einen relevanten Suchbegriff in Google eingeben und prüfen, ob und wo Du die Seite, die Du checken möchten in den SERPs vorfindest.

Sollte eine Seite viele ausgehende Links aufweisen, die thematisch nicht gut zum Thema passen, kannst Du oft davon ausgehen, dass diese Seite massenhaft Links verkauft. Hier solltest Du vorsichtig sein.
Für eine professionelle Beurteilung empfehlen wir dennoch immer Tools zu nutzen, da die Optik einer Webseite nicht immer etwas über die Qualität aussagt.

Unser kostenloser SEO Check sowie unser kostenloser Backlink Checker können Dir hier sicherlich bei der Beurteilung einer Website weiterhelfen.

Weitere kostenlose SEO Tools haben wir hier zusammengefasst.

Bei weiteren Fragen kannst Du dich gerne wieder bei uns melden.

Antworten

Tobias 5. Juli 2018 um 9:56

Interessante Tipps, die ich in dieser Form bereits umgesetzt habe. In einer Dispziplin habe ich jedoch meine Defizite – nämlich in der Bewertung des Erfolgs des Linkaufbaus.

Bei Content Updates kann ich diesen leicht beurteilen, beispielsweise durch neu gewonnene Keywords bzw. eine deutliche Verbesserung in deren Ranking.

Wie macht Ihr das beim Linkaufbau. Leichte Ausschläge nach oben oder unten bei relevanten Keywords bei leicht positivem Trend des Sichtbarkeitsindexes sind sind mir als Erfolgsbewertung zu schwach, da sie auch mit anderen Veränderungen auf der Seite oder dem Nutzerverhalten zusammenhängen können.

Haben Sie da einen Tipp für mich?

Vielen Dnak.

Antworten

Felix Lötzerich 5. Juli 2018 um 15:21

Hi Tobias,

über starke und gute Backlinks kann auch Traffic erzielt werden. Dies siehst du z.B. in Analytics.
Wir prüfen auf Keywordebene den Erfolg der Links.
An der Grafik hier sieht man an den Flags, dass für eine bestimmte Url mit der das Keyword rankt, Backlinks aufgebaut worden sind und wie sich das Ranking dadurch verändert: https://www.onlinesolutionsgroup.de/blog/wp-content/uploads/Flags-bei-Keywords.png

Antworten

Rassmann 5. Juli 2018 um 11:14

Ein paar gute Links für eine Website / Onlineshop können bei der Suchmaschinenoptimierung nicht schaden. Allerdings sollte man heutzutage da keinen Schwerpunkt drauf legen. Viel wichtiger ist es das Kunden mit Ihren Sites mit sehr vielen Kombinationen auf Seite 1 bei Google und Co gelangen. Hier kann sehr vieles automatisiert und beschleuigt werden, sodass kein Kunde mehr so viel Geld für SEO rauswerfen muss.

Antworten

Felix Lötzerich 5. Juli 2018 um 16:57

Hallo Herr Rassmann,

gute Backlinks sind, genau wie Technik, Content, Usability usw. nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Automatisierung finden wir auch extrem wichtig, deshalb verfügt unser eigens entwickeltes Reporting Center über viele automatisierte Funktionen, die die Arbeit erleichtern und bei wichtigen Ereignissen Alerts auslösen. Das ist eine tolle Hilfe, fundierte Erfahrung eines SEO Managers ersetzt aber allerdings noch kein Tool. :-)

Antworten

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