Google Shopping

Was ist Google Shopping?

Google Shopping, früher auch als Google Produktsuche und Froogle bezeichnet, ist ein von Craig Nevill-Manning erfundener Google-Dienst, mit dem Nutzer auf Online-Shopping-Websites nach Produkten suchen und Preise zwischen verschiedenen Anbietern vergleichen können.

Der ursprüngliche Name “Froogle” war ein Wortspiel mit dem Begriff “frugal”, zu Deutsch: sparsam”. Der Name wurde aufgrund von Bedenken bezüglich der Internationalisierung fallengelassen; die Leute verstanden das Wortspiel nicht oder worum es sich bei dem Dienst eigentlich handelte. Es gab zudem Bedenken in Bezug auf die Markenverletzungsklage des Unternehmens gegen die konkurrierende Website Froogles. Am 31. Mai 2012 wurde das Produkt in Google Shopping umbenannt. Die URL froogle.com” bleibt als Weiterleitung zur Google Shopping-Website.

Ursprünglich enthielt der Service die von Händlern übermittelten Preise und wurde wie andere Google-Dienste über die AdWords-Werbung monetarisiert. Im Mai 2012 kündigte Google jedoch an, dass der Dienst Ende 2012 in ein kostenpflichtiges Modell umwechseln würde, bei dem die Händler das Unternehmen bezahlen müssten, um ihre Produkte auf dem Dienst zu veröffentlichen. Ab diesem Zeitpunkt fand auch die Umbenennung in “Google Shopping” statt.

Die Entstehungsgeschichte von Google Shopping

Das im Dezember 2002 gestartete Froogle unterschied sich von den meisten anderen Preisvergleichsdiensten darin, dass es den Web-Crawler von Google verwendet hatte, um Produktdaten von den Websites von Anbietern zu indizieren, anstatt bezahlte Einreichungen zu verwenden. Wie bei der Google-Suche wurde Froogle stattdessen mithilfe der Keyword-Werbeplattform von Google monetarisiert. Mit dem Re-Branding als “Google Produktsuche” wurde der Service geändert, um die Integration in die Google-Suche zu fördern. Einträge aus dem Service konnten nun neben den Websuchergebnissen angezeigt werden.

Neben der Ankündigung einer sofortigen Umbenennung in “Google Shopping” am 31. Mai 2012, gab Google auch bekannt, dass es Ende 2012 den Dienst ändern würde, um ein “Pay-to-Play” -Modell zu verwenden, bei dem Händler Google bezahlen müssten, um ihre Produkte in den Service einzutragen, wobei die Ergebnisse sowohl von der Relevanz als auch von den Gebotsbeträgen abhängen, die sie zahlen. Die Änderung erwies jedoch sich als kontrovers. Einige kleine Unternehmen zeigten sich besorgt, dass sie nicht mit größeren Unternehmen konkurrieren könnten, die sich ein größeres Werbebudget leisten könnten.

Verstoßes gegen EU-Kartellvorschriften

Im Juni 2017 hat die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager beschlossen, ein Bußgeld in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google wegen Verstoßes gegen EU-Kartellvorschriften zu verhängen. Google hat seine Marktbeherrschung als Suchmaschine missbraucht, indem es einem Google-Produkt in seinem eigenen Preisvergleichsdienst, illegale Vorteile verschafft hatte.


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