Big Daddy Update

Was ist das Big Daddy Update?

Das Big Daddy Update ist ein von Google im Jahr 2005 veröffentlichtes Infrastruktur-Update zur Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit und -erfahrung der Suchmaschine.

Google hat im Laufe der Jahre immer wieder Aktualisierungen des Algorithmus eingeführt. Viele Updates bleiben vom Suchmaschinenriesen unbestätigt, obwohl SEO-Profis die Veränderungen nachweisen konnten. Das Big Daddy Update war anders als die meisten Updates jedoch keine Überraschung. Es wurde im Dezember 2005 von Google offen diskutiert und angekündigt.

Das Big Daddy Update wurde schrittweise eingeführt, da es sich um ein Infrastruktur-Update handelte. Zunächst erfolgte das Rollout in zwei neuen Rechenzentren der Suchmaschine. Die IP-Adressen wurden von Google ausgewählten SEOs mitgeteilt. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit eines Feedbacks zum Update eingeräumt. Nach und nach wurde das Update dann in weiteren Rechenzentren übernommen. Erst am 29. März 2006 war das Update vollständig abgeschlossen.

Bei dem Big Daddy Update handelte es sich hauptsächlich um eine neue Crawl-/Indexfunktion, die die Vertrauenswürdigkeit von Links zu einer Webseite und von einer Webseite zu anderen Seiten bewertet, um festzustellen, wie viele Seiten der Webseite im Google Index enthalten sind. Google bewertet dabei nicht nur die Vertrauenswürdigkeit der Links, sondern berücksichtigt auch ihre Anzahl.

Gründe für das Big Daddy Update

Seit der Einführung eines linkbasierten Rankingsystems durch Google, wurden Links in zunehmendem Maße nur für Ranking-Zwecke eingerichtet. Vor dem Big Daddy Update bestimmte sich das Ranking in den Suchergebnissen fast ausschließlich über die Anzahl der auf eine Seite verweisenden Backlinks. Viele SEOs und Webmaster haben Dooring-Sites, Linkfarmen, Textlink-Anzeigen auf PR-Websites, Keyword-Stuffing oder Sub-Domain-Spam inflationär genutzt, um das Ranking von Webseiten zu verbessern und dadurch ausgenutzt, dass sich die Suchmaschine auf die natürliche Verknüpfung des Webs stützt.

Durch den im Laufe der Zeit starken Anstieg dieser Manipulationen hatte sich die Qualität des Google-Index verschlechtert. Das Update wurde vorgenommen, um diese Praktiken zurückzudrängen und die Gesamtqualität der Suchmaschinen-Suchergebnisseiten (SERPs) zu verbessern. Mit dem neuen Update bezog die Suchmaschine erstmals die Qualität der verweisenden Seiten in das Ranking mit ein. Ein großer Teil der Neuerungen durch das Update betraf die bessere Identifizierung kanonischer URLs, 302 und 301 Redirects und das Herausfiltern von Subdomain-Spam. Gleichzeitig wurde der Inurl: Suchoperator eingeführt.

Allerdings blieb der Irrglaube einiger SEOs, mit massiven Linkkäufen ein gutes Ranking zu erzielen, noch einige Zeit erhalten. Erst nach dem Panda- und Penguin-Update wurde diese Taktik weitestgehend aufgegeben. Das 2005er Big Daddy Update ist damit der erste Meilenstein auf dem Weg zu einer nutzerfreundlichen und qualitativ hochwertigen Auswahl der zuerst angezeigten Suchergebnisse.


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