Facebooks Plan das Metaversum zu kontrollieren

Facebooks Plan das Metaversum zu kontrollieren

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Haben Sie schon von dem Begriff “Metaversum” gehört?

Ähnlich wie der Begriff “Cyberspace” in den Anfängen des Internets verwendet wurde und wie der Begriff “künstliche Intelligenz” in den letzten fünf Jahren selbst für die grundlegendsten Computerfunktionen fälschlicherweise verwendet wurde, kann man jetzt schon sehen, wie der Begriff “Metaversum” an alles angehängt wird, vor allem jetzt, wo die Unternehmen großes Potenzial sehen, daraus Kapital zu schlagen.

Denn niemand will den Anschluss an das Metaversum verpassen.

Wie wird Meta aussehen?

Aber selbst bei all dem Gerede über neue digitale Welten sind die tatsächlichen Details, wie das Metaversum Gestalt annehmen wird, noch nicht klar, da die Plattformspezifika noch festgelegt werden.
Facebook hat im Rahmen seiner “Meta”-Verlagerung wiederholt darauf hingewiesen, dass:

“The metaverse will not be created by one company. It will be built by creators and developers making new experiences and digital items that are interoperable and unlock a massively larger creative economy than the one constrained by today’s platforms and their policies.”

Aber realistischerweise muss es doch irgendwo gehostet werden, oder? Beispiele dafür, wie das Metaversum Gestalt annehmen wird, sind Spiele wie Fortnite und Roblox, wo die Nutzer auswählen können, wie ihre Charakter-Avatare aussehen, und dann eine Reihe von Spielen spielen oder an anderen sozialen Aktivitäten innerhalb der App teilnehmen.

Das ermöglicht eine ganz neue, zweite digitale Welt der Interaktion, und man kann sich vorstellen, wie mehr solcher Erfahrungen in diese digitalen Landschaften eingebaut werden können, um ihre Funktionalität zu erweitern.

Warum ist das Metaverse so attraktiv?

Aber sie alle beginnen mit einer Plattform – Fortnite ermöglicht eine Reihe von Aktivitäten innerhalb von Fortnite, aber man kann seinen Fortnite-Avatar nicht mitnehmen, z. B. in Roblox oder Minecraft. Das ist die nächste Stufe der Interoperabilität, auf die Facebook hinweist. Um dies zu ermöglichen, bedarf es jedoch eines zentralen Hosting-Prozesses und einer Koordinierung zwischen Apps und Tools, damit sich Plattformen in den breiteren Raum einfügen können.

Aus diesem Grund ist Facebook so scharf auf das Metaverse-Konzept, denn es ist derzeit der klare Marktführer im Bereich der VR-Konnektivität. Seine VR-Welten, die früher unter der Marke Oculus liefen, nehmen jetzt Gestalt an und werden zu einem zentraleren Ausgangspunkt, um sich mit Freunden zu treffen und dann in digitale Erfahrungen zu wechseln.

Das Horizon Worlds-Konzept ist dabei von zentraler Bedeutung, da es einen digitalen Raum schafft, in dem man sich mit der virtuellen Umgebung verbinden und engagieren kann.

Wenn man dann noch ein wichtiges Spielelement hinzufügt – z. B. “Grand Theft Auto: San Andreas” (demnächst für VR), eine immersive, fesselnde und allumfassende Spielumgebung –, kann man sehen, wie das Metaversum Gestalt annimmt, wobei Ihre Avatare dann über verschiedene Räume und Anwendungen hinweg übertragbar sind, Teil Ihrer digitalen Identität bilden und neue interaktive Prozesse ermöglichen, die auf diesen virtuellen Welten basieren.

Welche Rolle spielt Facebook?

Facebook wäre in diesem Szenario das zentrale Verbindungsglied und würde beispielsweise mit Roblox oder Fortnite Vereinbarungen treffen, um die Interoperabilität zu erleichtern. Irgendjemand muss diesen Raum beherbergen, und irgendjemand muss den zugrundeliegenden Code und die Anforderungen für die Verbindung zu diesem Raum festlegen und eine breitere Konnektivität zwischen den verschiedenen Anwendungen ermöglichen.

Deshalb ist Facebook für diese Rolle auch gut geeignet, denn es muss für jede Plattform und jede App einen klaren Anreiz geben, die Querverbindung ihrer Tools und Prozesse zu ermöglichen. Dafür muss es einen klaren geschäftlichen Grund geben, und Facebook wird durch seinen Metaverse-Vorstoß mit seinen Tools und Optionen Zugang zu einem möglichst großen Publikum bieten, was diese Verbindung erleichtern wird. Die Plattformen werden sich schließlich zusammentun und Code-übergreifende Integrationen teilen wollen, weil dies einen breiteren Zugang ermöglicht, was zu mehr Nutzern, mehr In-App-Ausgaben usw. führen wird.

Auch wenn Facebook bzw. Meta die zentralisierten Elemente herunterspielen und andeuten möchte, dass es nicht die wichtigste Metaversum-Plattform der Wahl sein wird, ist dies in der Tat das Ziel – und auch wenn Meta ausdrücklich darauf hinweist, dass das Metaverse von Schöpfern und Entwicklern aufgebaut wird, die neue Erfahrungen und digitale Objekte schaffen, die interoperabel sind”, so ist es doch so, dass jemand diese Party veranstalten und die Plattform einrichten muss, die diese Verbindung ermöglicht.

Alle großen Akteure werden versuchen, sich in diesem Bereich durchzusetzen, aber Facebook ist in einer einzigartigen Position, um das verbindende Gerüst für all das zu werden. Die VR-Welten von Facebook, die bereits für Entwickler offen sind, werden wahrscheinlich der “Ready Player One”-ähnliche Aufenthaltsraum sein, der dann die Verbindung zu diesen neuen Bereichen ermöglicht.

Kein anderes Unternehmen ist bisher so nah dran, vor allem angesichts der steigenden Verkaufszahlen von Metas Quest VR-Geräten.

 

Quelle: SocialMediaToday

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