eMule

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Was ist eMule?

Mit rund sechzehn Jahren in Gebrauch und einer Weiterentwicklung der Software √ľber einen Zeitraum von rund dreizehn Jahren ist eMule einer der √§ltesten Peer-to-Peer Clients. Das Programm wird weltweit zum Austausch von Daten und Dateien, legaler und illegaler Art, genutzt und auf Sourceforge √ľber 685 Millionen mal heruntergeladen.

Geschichte und Entwicklung

Urspr√ľnglich ersetzte¬†eMule¬†den Peer-to-Peer Client eDonkey2000. Sein Name, “elektronischer Maulesel”, erinnert daran, dass er das eDonkey (donkey = engl. Esel) mit dem Kad Netzwerk verbindet. Als Hybrid und Bindeglied der beiden Netzwerke, bot¬†eMule¬†zu seinem Erstrelease im Jahr 2002 ungeahnte M√∂glichkeiten des Filesharings. Die Software wurde von Anfang an kostenfrei unter der GNU-Lizenz angeboten und war auf Sourceforge und zahlreichen anderen Websites downloadbar.

In den letzten sechzehn Jahren wurde das Programm in 43 Sprachen √ľbersetzt und durch zahlreiche Mods immer gezielter nutzbar gemacht. Einen echten Release konnte die Software jedoch nie erreichen, zuletzt erschien am 20. M√§rz 2015 die Version 0,50b beta. In dieser Version wurden unter anderem neue Optionen zum besseren Justieren der verwendeten Bandbreite nach modernen Standards eingef√ľhrt.

Nutzen von Peer-to-Peer Systemen

In der Bl√ľtezeit der Peer-to-Peer-Netzwerke wie¬†eMule¬†oder Limewire von rund 2001 bis 2008 lie√üen sich Datenpakete nur schwer plattformunabh√§ngig im Netz versenden. Wer gr√∂√üere Dateien austauschen wollte, um legal Projektdaten zu versenden, oder illegal Filme, Musik und Programme anzubieten, war auf P2P-Technik angewiesen. √úber¬†eMule¬†konnte eine Datei auf dem eigenen Server freigegeben und √ľber einen Code von beliebig vielen IPs aus bereitgestellt und heruntergeladen werden.

Je mehr IPs √ľber einen hohen Upload-Speed verf√ľgten und die Datei anboten, desto schneller funktionierte der Download f√ľr denjenigen, der auf das Datenpaket zugreifen wollte. Einige Clients machten Musik und Videodateien partiell abspielbar, w√§hrend sie sich noch im Download befanden, andere funktionierten am besten mit komprimierten Archiven, beispielsweise √ľber WinRAR.

Heutige Funktion des eMule Clients

Einen echten Nutzen bietet P2P in der veralteten Form heute nicht mehr. Im illegalen Sektor haben Torrent-Clients und Netzwerke wie Gully, die mit Uploads in Clouds¬†arbeiten, den langsamen P2P-Download abgel√∂st. Das Torrent-Containerformat kam 2005 auf und machte viele der Clients praktisch √ľber Nacht unn√∂tig. Im Businessbereich arbeiten dank schneller Internetverbindung und einem gro√üen Angebot an g√ľnstigem Webspace die meisten Menschen mit Cloudl√∂sungen.

Der Unterschied zwischen der Arbeit in der Cloud und dem P2P-System ist vor allem jener, dass √ľber die Filesharingportale¬†ein Zugriff auf Daten auf Server und physische Festplatten stattfand. Ein Nutzer der Dateien anbieten m√∂chte, muss mit¬†eMule¬†den Rechner oder Server auf dem sich die Dateien befinden, im st√§ndigen Betrieb belassen. Eine in der Cloud befindliche Datei dagegen kann jederzeit geteilt werden und muss sich dazu nicht mehr auf einem Nutzer-PC befinden.

Datenschutz, Urheberrecht und eMule

Wer¬†eMule¬†heute noch zum Angebot und Austausch von Daten nutzen m√∂chte, sollte sicherstellen, dass er alle Rechte an den angebotenen Dateien besitzt. Was als Abmahnwelle in den fr√ľhen 2000ern begann, ist heute eine gesamte juristische Branche, die sich fast ausschlie√ülich mit illegal up- und gedownloadeten Medieninhalten und Softwarebundles besch√§ftigt. Die Forderungen f√ľr das einmalige Bereitstellen einer Datei k√∂nnen sich, je nach Anspruch des Rechteinhabers, auf mehrere tausend Euro belaufen.


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