ISDN

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Was bedeutet ISDN?

ISDN (Integrated Services Digital Network) ist ein internationaler digitaler Telekommunikationsstandard, welcher die Telekommunikationsdienste Telefonie (Sprache), Fernschreiben und Teletex (Texte) sowie Datex (Daten) integriert. Der deutsche Begriff lautet Integriertes Sprach- und Datennetz. ISDN l√∂ste in den 90er Jahren den analogen Telefondienst, den sog. POTS (Plain Old Telephone Service), als Standard ab. Durch die Umstellung der Kommunikationsnetze auf die Next Generation Network (NGN)-Technik, bei der alle Dienste √ľber TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) abgewickelt werden, wird ISDN heute Teilnehmer-seitig immer mehr von DSL (Digital Subscriber Line) bzw. VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) verdr√§ngt. Der Leitungsausbau durch die Deutsche Telekom schreitet immer weiter voran. Wobei aktuell die l√§ndlichen Gebiete noch wenig erschlossen sind. Laut aktueller Prognosen werden aber bis 2022 alle ISDN-Anschl√ľsse verschwunden sein.

Das integrierte digitale Netzwerk erm√∂glichte die parallele Verwendung unterschiedlicher Endger√§te, z.B. Telefon, Computer und Faxger√§t, im gleichen Netz. Zuvor benutzte jeder Dienst eigene Netze, welche durch Gateways miteinander verbunden waren. Die Digitalisierung der Vermittlungsstellen verdoppelte die Leistungsf√§higkeit der Teilnehmeranschlussleitungen und erm√∂glicht so die gleichzeitige Nutzung zweier Verbindungen im Basisanschluss (BRI – Basic Rate Interface). Das gleichzeitige Telefonieren und Surfen im Internet war fortan m√∂glich. Beim Prim√§rmultiplexanschluss (PRI – Primary Rate Interface) sind insgesamt 30 Nutzungskan√§le sowie ein Signalisierungs- und ein Synchronisationskanal vorhanden. Durch spezielle Router k√∂nnen mehrere Nutzungskan√§le eines Prim√§rmultiplexanschlusses geb√ľndelt werden und so Daten√ľbertragungsraten von bis zu 1920 kbit/s erzielt werden.
Bis zu zehn Rufnummern (sog. MSN – Multiple Subscriber Number) k√∂nnen vergeben werden, was vor allem f√ľr Unternehmen mit mehreren B√ľros von Vorteil ist.
Die √úbertragungsrate in ISDN-Netzwerken liegt je Kanal bei 64 kbit/s, analoge Modems hatten zwar eine theoretische √úbertragungsrate von 56 kBit/s, kamen aber aufgrund schlechter Leitungsqualit√§t oft nur auf maximal 40 bis 46 kBit/s. Ebenso erfolgt die Einwahl ins Internet in digitalen Netzwerken wesentlich schneller als in analogen. Die Einwahl √ľber ein analoges Modem war fr√ľher von Knirschen, Krachen und einem langen Piepton begleitet, bevor man endlich online war. Auch die Sprachqualit√§t ist gegen√ľber analogen Anschl√ľssen wesentlich besser, da die √úbertragung so gut wie rausch- und verlustfrei ist.
Bei DSL handelt es sich um eine Breitband-Technik auf Basis von Kupferleitungen. DSL-Netzwerke sind wesentlich schneller als ISDN-Netze. Sie besitzen eine Übertragungsrate von bis zu 16 Mbit/s, was 250 mal schneller ist. DSL ist außerdem sicherer als ISDN. Illegalen Einwahlprogrammen, sog. Dealern, wird es deutlich erschwert in Netzwerke einzudringen und die Internetkosten in die Höhe zu treiben.

Hinweis

Wenn Sie noch weitere Informationen bez√ľglich des Themas Gateway ben√∂tigen, k√∂nnen Sie dann gerne den jeweiligen Glossar auf unsere OSG Seite nachlesen.

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Aktuelle Verbreitung von ISDN-Anschl√ľssen

In l√§ndlichen Gebieten ist der Ausbau von DSL bzw. dem glasfaserbasierten VDSL noch nicht so stark vorangeschritten wie in urbanen Gegenden. Wichtig bei den Breitbandverbindungen ist es, dass eine kurze Distanz zwischen der Vermittlungsstelle und dem Endverbraucherger√§t liegt, da die √úbertragungsrate sonst immer weiter zur√ľckgeht. So schaffen es DSL-Anschl√ľsse in D√∂rfern oft nur auf eine √úbertragungsrate von 1 bis 2 Mbit/s. ISDN-Netzwerke sind hier also eine bessere L√∂sung und daher auf dem Land noch stark verbreitet.


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