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Top-Level-Domain TLD

Was ist eine Top-Level-Domain (TLD)?

Der Begriff Top-Level-Domain (TLD) bezieht sich auf den letzten Abschnitt einer Domain und stellt die höchste Ebene im internationalen Domain-Name-System (DNS) dar. Wenn der vollständige Domain-Name einer Webpräsenz beispielsweise www.onlinesolutionsgroup.de lautet, dann entspricht das rechte Element hinter dem Punkt der Top-Level-Domain (.de).

TLDs im Kontext des Domain-Name-Systems

Das Domain-Name-System (DNS) ist für die Auflösung und das Referenzieren aller Domain-Namen und damit auch der TLDs zuständig. Das System lässt sich mit einer großen Datenbank vergleichen, in der IP-Adressen eindeutig den entsprechenden Domain-Namen zugeordnet werden. Diese Daten lassen sich in der Regel über eine Whois-Anfrage abfragen.
Für die Verwaltung des Domain-Name-Registers, das auf zentralen Servern und Datenbanken aufbewahrt wird, werden von der ICANN für die jeweiligen Domainendungen separate Dienstleister beauftragt. In Deutschland ist beispielsweise die DENIC für die Verwaltung der .de-Endung verantwortlich. Die jeweiligen Domain-Namen werden schließlich von den länderspezifischen Registraren gespeichert.

Allgemeine bzw. generische Top-Level-Domains

Die sogenannten allgemeinen TLDs werden in der Regel an Organisationen und Unternehmen verteilt. Hier werden noch zwei Untergruppen unterschieden, und zwar:

  • Gesponserte TLDs: Diese Domainendungen werden an unabhängige Organisationen vergeben und werden auch von diesen finanziert. Die Regeln für die Vergabe dieser Domainendungen werden ebenfalls von den jeweiligen Organisationen aufgestellt. Dazu zählt man Domainendungen wie .gov, .edu, .int, .post oder .travel.
  • Nicht-gesponserte TLDs: Die Zuständigkeit für diese TLDs liegt bei der ICANN, von der sie ebenfalls vergeben und kontrolliert werden. Hierzu gehören Domainendungen wie .arpa, .org, .pro, .biz oder .net.

Länderspezifische Top-Level-Domains

Die Kürzel der länderspezifischen TLDs orientieren sich nach ISO-3166. Insgesamt sind mehr als 200 unterschiedliche Endungen verfügbar. Jedes Land besitzt im Rahmen der länderspezifischen Top-Level-Domains einen zweistelligen Ländercode. Des Weiteren ist es möglich, dass einzelne unabhängige Regionen eigene Top-Level-Domains beantragen. Die einzigen zwei Ausnahmen von dieser Regel sind die TLDs .eu für Domains aus der Europäischen Union sowie .uk für Domains, die aus dem Vereinigten Königreich stammen. Die Kriterien für die Vergabe der länderspezifischen Top-Level-Domains werden von jedem Land selbst definiert. Für die meisten TLDs ist es jedoch nötig, dass die entsprechende Webpräsenz von einem in dem betreffenden Land ansässigen Unternehmen oder einer Person betrieben wird.

Erweiterung der TLDs

Im Sommer 2008 beschloss die ICANN, die Kriterien für neue gesponserte Domains zu lockern. Nach einer langen Bewerbungsphase wurde im April 2013 schließlich die Entscheidung gefällt, noch im gleichen Jahr die ersten neuen TLDs einzuführen.

Tipp

Das Interesse an neuen Top-Level-Domains ist so groß, dass bis heute regelmäßig neue Domainendungen eingeführt werden. So wurde beispielsweise in Deutschland die neue TLDs .ruhr und .berlin freigegeben.

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