Apple: iOS 14.5 gegen Datenverfolgung bald ausgerollt

Apple: iOS 14.5 gegen Datenverfolgung bald ausgerollt

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Apples umstrittene neue Popups zur Datenverfolgung, in denen iOS-Benutzer direkt aufgefordert werden, sich für die Verfolgung ihrer Aktivitäten in jeder einzelnen App selber zu entscheiden, werden ab nächster Woche im Rahmen der Einführung von iOS 14.5 wirksam, wie Apple nun bestätigt hat.

Neue Ankündigung von Apple

Apple machte die Ankündigung unter verschiedenen Produktupdates auf seiner “Spring Loaded” -Veranstaltung. Viele Branchenbeobachter hatten damit gerechnet, dass Apple auf der Veranstaltung sein aktualisiertes IDFA-Prozess-Update veröffentlichen würde und haben sich seit einiger Zeit auf die erwarteten Auswirkungen vorbereitet. Zusammenfassend kündigte Apple im Juni letzten Jahres Änderungen an seinen IDFA-Tools zur Verfolgung von Benutzerdaten an, mit denen alle App-Daten nachverfolgt werden sollen. Dies erfolgt über explizite Eingabeaufforderungen, die den Benutzern erklären, welche Daten jede App aufzeichnet.

Laut CNBC wird das ATT-Update voraussichtlich am Dienstag nächster Woche vollständig veröffentlicht.

Das neue System und die Auswirkungen

Apple hat dieses neue System ATT (App Tracking Transparency) genannt. Es wird erwartet, dass die neuen ATT-Prompts und die Art und Weise, wie sie präsentiert werden, dazu führen, dass sich viele Benutzer von der Datenverfolgung abmelden. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Anzeigenausrichtung haben, insbesondere im Hinblick auf das Retargeting basierend auf In-App-Käufen und eine verfeinerte Zielgruppe Fokus, der häufig von Daten bestimmt wird, die durch In-App-Aktivitäten erleichtert werden.

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Was sagen Facebook und China dazu?

Facebook hat wiederholt und öffentlich seine Ablehnung des Updates zum Ausdruck gebracht und erklärt, dass dies zu einer Erhöhung der Werbekosten führen wird, indem die Targeting-Kapazität verringert wird. Des Weiteren wurde Apple auch von den Technologiegiganten in China abgelehnt, die sich geschworen haben, Problemumgehungen zu implementieren, um die Benutzeraktivität weiterzuverfolgen.

Trotz dieser Widersprüche geht Apple nun zur nächsten Phase des Projekts über und erklärte:

“With the upcoming public release of iOS 14.5, iPadOS 14.5, and tvOS 14.5, all apps must use the AppTrackingTransparency framework to request the user’s permission to track them or to access their device’s advertising identifier. Unless you receive permission from the user to enable tracking, the device’s advertising identifier value will be all zeros and you may not track them.”

Schutz vor Datenhackern

Was genau die vollen Auswirkungen sein werden, weiß niemand genau, aber angesichts der Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Frage, wie die digitalen Informationen von Menschen missbraucht werden können, die aufgrund verschiedener, anhaltender Kontroversen immer noch ganz oben auf der Tagesordnung stehen, wird erwartet, dass viele Benutzer dies tun werden und die Datenverfolgung ausschalten werden. Zuletzt waren sowohl Facebook als auch LinkedIn die Quellen für angebliche, groß angelegte Datenhacks, bei denen persönliche Informationen aus Millionen von Benutzerprofilen stammen, die dann im Dark-Web zum Verkauf angeboten wurden. In beiden Fällen wurden die Informationen laut den Plattformen nicht aus neuen Aktivitäten bezogen.

Apple Update: Facebook besonders stark betroffen

Berichte haben darauf hingewiesen, dass insbesondere Facebook von dem Update erheblich betroffen sein könnte. Tatsächlich haben einige Werbetreibende bereits berichtet, dass die CPMs auf Facebook steigen. Dies hängt möglicherweise nicht direkt mit der Änderung zusammen, sondern mit Werbetreibenden, die sich auf ein breites Interessenziel konzentrieren, anstatt auf einen detaillierten Fokus, was zu einer Zunahme des Wettbewerbs führen wird. Viele Werbetreibende haben auch daran gearbeitet, Attributionsdaten zu sammeln, um Durchschnittswerte zu ermitteln. Facebook hat die 28-Tage-Attribution aufgrund des Updates entfernt. Dies bedeutet, dass viel mehr Anzeigenausrichtung auf Schätzungen basiert als auf tatsächlichen Ergebnissen, die zweifellos zumindest eine gewisse Verringerung der Kampagnenleistung zur Folge haben werden.

Wird das System nur negativ betrachtet?

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Apps Flyer hat das Apple Update etwas positiver bewertet. Die Ergebnisse von über 13,2 Millionen Expositionen gegenüber den neuen IDFA-Eingabeaufforderungen haben dazu geführt, dass 41% der Personen sich für die Nachverfolgung entschieden haben. Dies ist eine viel höhere Opt-In-Rate als viele erwartet hätten. Dies könnte bedeuten, dass die Auswirkungen insgesamt nicht so bedeutend sind wie vorhergesagt, und es besteht das allgegenwärtige Gefühl, dass viele Benutzer nicht so besorgt über das App-Tracking sind.

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Wie stehen Sie dem Update von iOS gegenüber? Sehen Sie es wegen des Datenschutzes positiv oder machen Sie sich Sorgen um Ihre Kampagnen? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit!

 

Quelle: SocialMediaToday

 

 

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