Audience Flow

Audience Flow

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Was ist der Audience Flow?

Audience Flow bezeichnet einen Messwert und ein Konzept aus der Rundfunk- und Fernsehprogrammgestaltung. 

Als Messwert gibt der┬áAudience Flow┬áan, wie viele Zuschauer bzw. H├Ârer beim Fernsehen bzw. Radio von einer Sendung zur n├Ąchsten ├╝bernommen wurden. Er bezeichnet damit die Wanderbewegung des Publikums bei aufeinander folgenden Sendungen. So l├Ąsst sich die Zuschauerbindung quantifizieren, die ein wichtiges Ziel der Programmplanung ist.

Bei┬áAudience Flow┬áals Konzept versucht der Programmbetreiber, sein Publikum von Sendung zu Sendung auf seinem Kanal zu halten. Ein erprobtes Mittel daf├╝r ist, aufeinander folgende Sendungen auf eine ├Ąhnliche Zielgruppe auszurichten. Eine Homogenisierung der Programme ist die Folge. Ziel ist es, dass sich eine Bindung des Zuschauers zum Sender einstellt und dieser nicht auf einen anderen Sender umschaltet.

Beispiele

Im Fernsehen sind Abfolgen von Talkshows tags├╝ber und Serien am Vorabend. Beim Radio wird das Programm gem├Ą├č dem f├╝r die Tageszeit typischen Verhalten┬ábzw. typischer T├Ątigkeiten der H├Ârerschaft gestaltet, von Fr├╝hst├╝ckssendungen bis zu Late-Night-Shows.

Negativ auf den┬áAudience Flow┬áwirken sich erwiesenerma├čen Werbeunterbrechungen und lange Absp├Ąnne aus. Werbebl├Âcke werden daher bevorzugt innerhalb von Sendungen statt zwischen Sendungen platziert, da aus einer laufenden Sendung heraus seltener umgeschaltet wird als am Ende einer Sendung. Absp├Ąnne werden verkleinert in einem Teil des Bildschirms dargestellt, um w├Ąhrenddessen mit dem Programm fortzufahren.

Historie

Sch├Âpfer des Begriffs war der Kulturwissenschaftler Raymond Williams. Er betonte, der Flow sei “die charakteristische Eigenschaft des Rundfunks, sowohl als Technologie als auch als Kulturform”. Als Flow bezeichnete er ein Ereignis, das aus unterscheidbaren Teilen (die einzelnen Sendungen) besteht, diese aber zu einer Einheit ├╝berspannt, indem der Zuschauer mehrere Sendungen hintereinander sieht.

Seit den 1990er Jahren konkurriert das Flow-Konzept mit neuen Technologien und Programmstrategien, die den Zuschauer von der bisherigen Art des Fernsehens l├Âsen. Speichermedien und Video-on-Demand erlauben den Zuschauern, ihr eigenes Programm zu erstellen. Es besteht nicht l├Ąnger eine Abh├Ąngigkeit von wenigen Sendern wie in den ersten Jahrzehnten des Fernsehens und Sendungen m├╝ssen nicht mehr zu einer vom Sender bestimmten Zeit und in einer vom Sender festgelegten Abfolge gesehen werden.


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