Backdoor

Backdoor

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Was ist eine Backdoor?

Die Backdoor ist in diesem Fall leider keine Hintert├╝r, die man sich sicherheitshalber offen l├Ąsst, sondern ein virtueller Durchgang, welcher Sicherheitseinstellungen umgeht und auch als ein spezieller Typ Malware angesehen werden kann. Somit hat die Backdoor auf dem privaten Rechner h├Ąufig auch nichts zu suchen und kann unter Umst├Ąnden als Schadsoftware eingestuft werden. Was tun Backdoors genau, woher kommen sie und wie geht man mit ihnen am besten um?

Backdoors geben den Weg f├╝r andere Aktionen verschiedenster Arten frei. Die Art, wie die Backdoor letztendlich genutzt wird, h├Ąngt somit davon ab, wer durch sie Zugriff erh├Ąlt. Somit kann sie positiver oder negativer Art sein und auch in Form von Viren und Trojanern vorkommen. Es gibt allerdings auch vorteilhafte Anwendungen f├╝r die Backdoor.

Positive Anwendungen durch Backdoors k├Ânnen unter anderem geheime Sicherheitscodes sein, die einen Zugriff bei Verlust von Passw├Ârtern erlauben. Dies macht vor allem Sinn, wenn die eigenen Zugriffsdaten komplett vergessen wurden oder ein System aufgrund von massiven Problemen nicht mehr benutzbar ist. Beispielsweise bei Sim-Karten von Mobiltelefonen oder den Mobiltelefonen selbst gibt es vom Anbieter h├Ąufig eine weitere Zahlen- oder Zeichenfolge, um erneut Zugriff auf das Ger├Ąt zu erhalten. Eine praktische Anwendung, sofern mit dieser Backdoor diskret umgegangen wird und sie nicht in falsche H├Ąnde ger├Ąt. Besonders durch Social Engineering, eine Form des Hackings, bei dem h├Ąufig Sicherheitsl├╝cken durch gut gemeinte Hilfsbereitschaft verschiedener Mitarbeiter ausgenutzt wird, sind unerlaubte Zugriffe durch Backdoors m├Âglich, was zu deren Risiken f├╝hrt.

Definition

Unter Backdoor wird ein alternativer Zugang zu einer Software oder – Hardwaresystem verstanden. Durch diese Backdoors k├Ânnen die Sicherheitsmechanismen umgegangen werden und der User bekommt Zugriff auf Programme, die gesch├╝tzt waren.

Sicherheitsrisiko Backdoor

Auch in diversen Programmen und Betriebssystemen sind bewusst Backdoors vom Hersteller eingebaut, um eine vereinfachte Wartung des Systems zu erm├Âglichen. Ein Zugang mittels Fernwartung ist auch dank der Backdoor in der Regel erst problemlos m├Âglich und erleichtert den Technikern somit sowohl Updates, als auch das L├Âsen eventueller Probleme.

Das Problem solcher Backdoors ist, dass nicht zwangsweise nur der autorisierte Techniker exklusiv diesen Zugriff beh├Ąlt. H├Ąufig sehen Hacker in der Backdoor ihre Chance, unbegrenzten Zugriff zu einem System zu erlangen, indem sie akribisch nach Sicherheitsl├╝cken suchen und diese ausnutzen. Bis selbige vom entsprechenden Sicherheitstechniker wieder geschlossen wird, genie├čt der Hacker durch die Backdoor eine umfassende Freiheit auf dem System und kann diversen Schaden anrichten oder weitere Software einschleusen. Ohne eine konstante ├ťberwachung durch ein Sicherheitsteam und Updates, welche eventuelle L├╝cken schlie├čen, k├Ânnen Backdoors vom Entwickler nicht guten Gewissens bewusst in einem System integriert werden.

Abseits von diesen geplanten Backdoors, welche einen erw├╝nschten Zweck erf├╝llen, sofern sie nicht geknackt werden, wird aber ebenso nach unentdeckten Backdoors gesucht. Diese wurden bei der Entwicklung nicht explizit ber├╝cksichtigt bzw. installiert, sondern von Hackern aufgesp├╝rt. Bis zur Entdeckung von diesen stellen sie insofern vergleichsweise ein noch gr├Â├čeres Risiko dar, weil der Sicherheitstechniker um so weniger wei├č, wo er mit der Suche beginnen soll.

Die Backdoor schlie├čen

H├Ąufig sind Probleme, die durch unerw├╝nschte Nutzung von Backdoors entstehen, leider nur durch Experten zu schlie├čen, die sich aktiv mit dieser Aufgabe besch├Ąftigen. Mitunter aus diesem Grunde erhalten Betriebssysteme regelm├Ą├čig Updates, welche einen unrechtm├Ą├čigen Zugriff verhindern sollen. Dennoch kann auch der Nutzer entsprechende Ma├čnahmen ergreifen, welche das Risiko minimieren sollen:

Das Betriebssystem und jegliche genutzte Software sollte grunds├Ątzlich auf dem neusten Stand alle Updates installiert haben. Ein Aufschieben von Sicherheitsupdates stellt ein Sicherheitsrisiko dar, welchem im Zweifel nicht beizukommen ist. Eine aktuelle Firewall des Betriebssystems hilft somit und stellt die Grundlage dar.
Erg├Ąnzend hilft ein Virenscanner, um eventuell eingeschleuste Schadsoftware zu erkennen und zu entfernen. Sch├Ąden, die so durch eine offene Backdoor entstehen k├Ânnten, werden im Idealfall insofern nochmals komplett abgewendet. Auch die Virenscanner sollten stets auf dem neusten Stand sein und Updates aufschieben gilt es zu vermeiden
Zus├Ątzlich gilt grunds├Ątzlich ein gesundes Ma├č an Wachsamkeit. Besonders bei Emails und angeh├Ąngten Dateien ist Vorsicht geboten. Unbekannte Dateien, die nicht angefordert worden sind, sollten mit gewissem Misstrauen be├Ąugt werden. Auch sogenanntes Phishing, also gef├Ąlschte, nachgebildete Emails eines scheinbar seri├Âsen Absenders, stellt eine Gefahr dar, der man sich bewusst sein sollte. Im Zweifel immer die Absenderadresse ├╝berpr├╝fen.

Fazit

Ebenso wie viele andere Anwendungen sind Backdoors also keine prinzipiell gute oder schlechte Sache. Letztendlich kommt es auf die Art der Verwendung an und ein bewusster Umgang mit diesem Thema sichert gegen├╝ber den meisten Risiken ab bei gleichzeitiger Nutzung aller Vorz├╝ge von Backdoors.


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