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Bitcoin

Was sind Bitcoins?

Bitcoin ist die erste und 2018 die bekannteste Kryptowährung. Dieses rein digitale Geldsystem ist zugleich die erste Anwendung der Blockchain, einer verteilten, kryptografisch gesicherten Datenbank. Ihre Verwaltung erfolgt in einem Peer-to-Peer Netzwerk. Es gibt also keine zentrale Instanz, wie eine Noten- oder Zentralbank, die mit der Überwachung der Währung und der Erzeugung von Bitcoins betraut wäre. Stattdessen entstehen sie bei der Verifizierung von Transaktionsblöcken, dem sogenannten Mining, und werden demjenigen als Belohnung für seine Arbeit zugeordnet, der als erster den entsprechenden Block verifiziert hat.

Bitcoin-Mining wird immer schwerer

Der Aufwand für das Mining nimmt mit der Zeit immer mehr zu, da sich einerseits die zu verarbeitende Datenmenge mit jedem neuen Block erhöht. Im Oktober 2017 hatte die Datenbank bereits eine Größe von 136 GB erreicht. Andererseits passt ein eingebauter Mechanismus den Schwierigkeitsgrad des Proof-of-Work, der Rechenaufgabe, die beim Mining gelöst werden muss, regelmäßig an die gesamte Rechenleistung des Bitcoin Peer-to-Peer-Netzwerks an. So bleibt der Zeitabstand, in dem neue Transaktionsblöcke und damit auch Bitcoins erzeugt werden, annähernd konstant bei etwa zehn Minuten.

Mit dem Mining von Bitcoins Geld verdienen?

Zusätzlich zum zunehmenden Aufwand halbiert sich die Belohnung für eine erfolgreiches Mining etwa alle vier Jahre, zuletzt im Juli 2016. Sie wird zu Null, wenn eine Gesamtzahl von knapp 21 Millionen Bitcoins erreicht ist. Danach erhält ein Miner nur noch die optionalen Transaktionsgebühren als Lohn. Zu Beginn des Jahres 2018 waren bereits rund 16 Millionen Bitcoins im Umlauf. Beim Start der Kryptowährung im Jahr 2009 reichte ein einfacher PC für das Mining aus, bereits 2014 hätte ein solches System mehrere Jahre gebraucht, um einen neuen Block zu generieren. Um regelmäßigere Einkünfte aus dem Mining zu erzielen, schließen Miner ihre Computer zu Mining-Pools zusammen, die den Ertrag anteilmäßig verteilen. Darüber hinaus gibt es Bitcoin-Farmen, das sind Anbieter, die Rechenleistung aus speziell für das Mining eingerichteten Rechenzentren verkaufen.

Eine kurze Einführung in die Geschichte der Bitcoins

Die Idee der Kryptowährung wurde zuerst 2008 unter dem Namen Satoshi Nakamoto auf einer Mailingliste veröffentlicht. Im selben Jahr wurde auch die Domain bitcoin.org registriert. Mit dem sogenannten Genesis Block erzeugte Satoshi Nakamoto im Januar 2009 den ersten Bitcoin. Der Name Satoshi Nakamoto ist höchstwahrscheinlich ein Pseudonym, hinter dem sich der Entwickler oder eine Entwicklergruppe verbirgt.

Eine digitale Geldbörse für die digitale Währung

Um Bitcoins einnehmen oder ausgeben zu können, ist eine Bitcoin-Wallet notwendig. Dieser Name ist allerdings etwas irreführend, da die digitale Brieftasche keine Bitcoins speichert, sondern durch ein Public-Key-Verfahren erzeugte, kryptografische Schlüssel. Diese Schlüssel beweisen das Eigentum an Bitcoins und man führt mit ihnen Transaktionen durch. Gespeichert sind alle Bitcoins aber ausschließlich in der Blockchain. Der jeweilige Eigentümer ist in den Bitcoins selbst eingetragen. In dieser Hinsicht ähnelt die Kryptowährung eher einer Namensaktie als gewöhnlichem Geld. Der Eintrag erfolgt jedoch nicht mit dem bürgerlichen Namen, sondern einem Pseudonym, der sogenannten Blockchain-Adresse. Der geheime, in der Wallet gespeicherte Schlüssel generiert diese Adresse im Anschluss.

Ist das Zahlen mit Bitcoins nicht anonym?

Diese Behauptung ist ein verbreitetes Missverständnis. Alle Daten einer Transaktion mit Bitcoins sind öffentlich einsehbar und auch nicht verschlüsselt. Eine Analyse der Transaktionen lässt daher auch Rückschlüsse über die jeweiligen Eigentümer zu. Sie lässt sich aber erschweren, indem der Nutzer, beziehungsweise seine Wallet, für jede Transaktion eine neue Adresse generiert. Die Anzahl möglicher Bitcoinadressen ist sehr groß, auch um zu verhindern, dass zufällig verschiedene Schlüssel die gleiche Adresse generieren.

Wie ist die Bitcoindatenbank gesichert, wenn nicht verschlüsselt?

Der Schutz vor Datenmanipulation erfolgt in der Blockchain mit einem, zumindest für Programmierer, einfachen Verfahren. Neue Transaktionen werden zu Blöcken zusammengefasst und dieser mit dem jeweils vorhergehenden verkettet. Das erklärt zunächst den Namen Blockchain. Bei der Verkettung wird mit einer kryptografischen Funktion aus dem jeweils letzten Block in der Kette ein Hashwert berechnet und im neuen Block gespeichert. Bei einer nachträglichen Änderung einer Transaktion müssten daher alle folgenden Blöcke ebenfalls geändert werden, da die gespeicherten Hashwerte ebenfalls in die Berechnung eingehen.

Bitcoins aufbewahren: die verschiedenen Wallets

Eine Bitcoin-Wallet ist zunächst ein Stück Software. Diese lässt sich entweder als Software-Wallet auf einem PC ausführen, oder sie ist in eine spezielle Hardware integriert, ähnlich einem TAN-Generator. Software-Wallets unterscheiden sich zudem in Full-Clients, die eine eigene Kopie der Bitcoin-Blockchain vorhalten, und Lightweight-Clients, die zum Prüfen von Transaktionen einen Full-Client kontaktieren müssen. Weitere Möglichkeiten sind Dienstleister, die eine Online-Wallet als Service anbieten, und Paper-Wallets, die einen dekorierten Ausdruck der Daten darstellen. Nur Full-Clients und Hardware-Wallets setzen kein Vertrauen in einen externen Dienstleister voraus.

Bitcoins und Online-Marketing

Für das Online-Marketing bieten Kryptowährungen mehrere Vorteile. Die Transaktionskosten sind sehr niedrig und sie eignen sich auch für Micropayments. Bitcoins sind aber nicht unbedingt die beste Wahl, denn die zugrunde liegende Blockchain-Technologie bietet weit mehr Möglichkeiten als nur die Realisierung von virtuellen Währungen. Zunächst kann die Datenbank nicht nur Transaktionen, sondern praktisch beliebige Daten vor Manipulation geschützt speichern. Das lässt sich beispielsweise für eine gesicherte Kontrolle der Auslieferung von Online-Anzeigen oder eine sichere Speicherung der Traffic-Daten einer Website nutzen.

Was bieten Bitcoin-Alternativen mehr?

Die weiteren Möglichkeiten der Blockchain hat zuerst das Projekt Ethereum erschlossen, das ein ehemaliger Bitcoin-Entwickler gestartet hat. Es beinhaltet ebenfalls eine Kryptowährung, die ether heißt, darüber hinaus unterstützt es sogenannte Smart Contracts. Dieses bereits 1996 von Nick Szabo vorgestellte Konzept bezeichnet ein System digital erstellter und kontrollierter Verträge. Smart Contracts ermöglichen eine gesicherte Aushandlung und Erfüllung von Verträgen zwischen einander unbekannten Parteien ohne eine externe Kontrollinstanz. Gerade für das Online-Marketing bietet das interessante Anwendungsmöglichkeiten.

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