Datenschutz

Was ist Datenschutz?

Datenschutz beschreibt in erster Linie den Schutz von personenbezogenen Daten vor dem Datenmissbrauch durch Dritte. Er hat zum Ziel den Einzelnen vor einer Beeintr├Ąchtigung des Pers├Ânlichkeitsrechts zu sch├╝tzen.

Pers├Ânliche Daten sch├╝tzen

Der Datenschutz bezieht sich in erster Linie auf personenbezogene Angaben. Er steht in dieser Hinsicht f├╝r das Recht auf Selbstbestimmung und Schutz der Privatsph├Ąre. Schon im Grundgesetz der Bundesrepublik ist es festgeschrieben. Der B├╝rger darf demzufolge selbst bestimmen, ob er seine pers├Ânlichen Daten freigibt und mehr noch: in welchem Umfang jemandem erlaubt wird, sie weiter zu verwenden.

Dieses Recht einzuschr├Ąnken, hat der Gesetzgeber nur im eng beschr├Ąnkten Rahmen gestattet. Unter den Schutz von personengebundenen Angaben fallen in unserem Staat alle nat├╝rlichen Personen. In anderen europ├Ąischen L├Ąndern, wie in ├ľsterreich und der Schweiz, k├Ânnen das auch juristische Personen sein. Personalien, Kontaktdaten, Informationen ├╝ber Verm├Âgen, Kaufverhalten, Eigentum und Kredite, Mitteilungen ├╝ber religi├Âse oder politische Orientierung sowie ethnische Herkunft sind demzufolge f├╝r andere Tabu. Sie sind vor unbefugtem Einblicken und Datenmissbrauch zu sch├╝tzen.

Datensicherheit – Grundlage f├╝r wirksamen Datenschutz

In Erg├Ąnzung zum Datenschutz ist der Begriff Datensicherheit wesentlich weiter gefasst. Er bezieht sich auf alle anfallenden Daten und wie sie vor unbefugtem Zugriff, der Weiterverwendung bzw. dem Missbrauch zu sch├╝tzen sind. Datensicherheit stellt demnach die praktische Grundlage f├╝r einen funktionierenden Datenschutz dar. In erster Linie haben ihn Dienstanbieter sowie Onlinemarketer zu gew├Ąhrleisten.

Auf ihren Webseiten m├╝ssen sie Besucher ├╝ber den Datenschutz informieren, insbesondere, in welchem Umfang sie Informationen speichern, wie sie mit ihnen umgehen und wie lange sie sie aufbewahren. Ebenso m├╝ssen sie vom Nutzer das Einverst├Ąndnis zur Erhebung seiner Daten einholen, ├╝ber sie Ausk├╝nfte erteilen und sie auf Wunsch l├Âschen. Selbstverst├Ąndlich ist es auch am User, etwas f├╝r die Sicherheit zu tun. So kann er zum Beispiel Browsereinstellungen sowie pers├Ânlichen Angaben in sozialen Medien ├╝berpr├╝fen bzw. ver├Ąndern. Er sollte Passw├Ârter sichern oder bei Bedarf anonym surfen.

Gesetzliche Regelung des Datenschutzes

Das Thema Datenschutz steht nicht im rechtsfreien Raum. In Deutschland wird es ├╝ber das Grundgesetz hinaus durch das 2003 in Kraft getretene Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Es legt ├Âffentlichen Einrichtungen und Unternehmen auf, wie sie Daten speichern und sichern m├╝ssen. Da Datenschutz aber l├Ąngst ein grenz├╝berschreitendes Problem darstellt, sollen mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zumindest im EU-Raum einheitliche Regeln gelten.

Ab Mai 2018 ist es f├╝r alle Mitgliedsstaaten verbindlich. Sie haben es Schritt f├╝r Schritt in nationales Recht umzuwandeln. Noch aber herrscht zwischen der EU und den einzelnen Regierungen dar├╝ber kein Konsens, sodass in Zukunft Novellierungen zu erwarten sind. Trotzdem sind all jene, die mit relevanten Daten umgehen, gut beraten, ihre Webseiten gesetzeskonform zu gestalten.


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