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Erstparteien-Audit

Was ist ein Erstparteien-Audit?

Das Erstparteien-Audit (auch bekannt als Interne Revision/Internes Audit) ist eine unabhängige, objektive Prüfungs- und Beratungstätigkeit, die darauf ausgelegt ist, einen Mehrwert zu schaffen und die Abläufe einer Organisation zu verbessern. Es hilft einer Organisation, ihre Ziele zu erreichen, indem es einen systematischen, disziplinierten Ansatz zur Bewertung und Verbesserung der Wirksamkeit von Risikomanagement-, Kontroll- und Governance-Prozessen einsetzt.

Das Erstparteien-Audit ist ein Katalysator für die Verbesserung der Governance, des Risikomanagements und der Managementkontrollen eines Unternehmens, indem Erkenntnisse und Empfehlungen auf der Grundlage von Analysen und Bewertungen von Daten und Geschäftsprozessen bereitgestellt werden. Mit dem Bekenntnis zu Integrität und Rechenschaftspflicht bietet die interne Revision den Führungsgremien und der Geschäftsleitung Wert als objektive Quelle für unabhängige Beratung. Als interner Prüfer bezeichnete Fachleute werden von Organisationen mit der Durchführung der internen Prüfung beauftragt.

Ziel

Der Umfang des Erstparteien-Audits innerhalb einer Organisation ist breit gefächert und kann Themen wie Governance, Risikomanagement und Managementkontrolle umfassen: Effizienz, Effektivität von Vorgängen (einschließlich Sicherung von Vermögenswerten), Zuverlässigkeit der Finanz- und Managementberichterstattung und Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Das Erstparteien-Audit kann auch die Durchführung proaktiver Betrugsprüfungen zur Ermittlung potenziell betrügerischer Handlungen umfassen. Teilnahme an Betrugsermittlungen unter der Leitung von Betrugsermittlern und Durchführung von Betrugsprüfungen nach dem Ermittlungsverfahren, um Kontrollausfälle zu ermitteln und finanzielle Verluste festzustellen.

Eigenschaften

Das Erstparteien-Audit bzw. die Prüfer sind nicht für die Durchführung von Unternehmensaktivitäten verantwortlich. Sie beraten das Management oder den Verwaltungsrat, wie sie ihre Verantwortlichkeiten besser wahrnehmen können. Das Erstparteien-Audit kann aufgrund seines breiten Engagements unterschiedliche Hochschul- und berufliche Hintergründe haben.

Das “Institute of Internal Auditors” (IIA) ist das anerkannte internationale Normungsgremium für das Erstparteien-Audit (auch Interne Revision bezeichnet).

Organisatorische Unabhängigkeit

Interne Prüfer beim Erstparteien-Audit sind zwar nicht unabhängig von den Unternehmen, die sie beschäftigen, aber Unabhängig und Objektivität sind die Eckpfeiler des IIA-Berufsstandards und werden ausführlich in den Standards und den unterstützenden Übungshandbüchern und Übungshinweisen behandelt. Professionelle interne Prüfer sind nach den IIA-Standards verpflichtet, unabhängig von den ihnen geprüften Geschäftsaktivitäten zu sein.

Diese Unabhängigkeit und Objektivität wird durch die organisatorischen Platzierungs- und Berichtslinien des Erstparteien-Audit erreicht. Die erforderliche organisatorische Unabhängigkeit vom Management ermöglicht die uneingeschränkte Bewertung der Managementaktivitäten und des Personals und ermöglicht es internen Prüfern, ihre Aufgaben effektiv wahrzunehmen. Obwohl interne Prüfer Teil der Unternehmensführung sind und vom Unternehmen bezahlt werden, ist der Auftraggeber des Erstparteien-Audits die mit der Überwachung der Aktivitäten des Managements beauftragte Einheit.

Dies ist typischerweise das Audit Committee, ein Unterausschuss des Verwaltungsrates. Organisatorische Unabhängigkeit wird effektiv erreicht, wenn der Chief Audit Executive dem Board funktional Bericht erstattet.

Rolle in der internen Kontrolle

Die Tätigkeit des Erstparteien-Audits ist in erster Linie auf die Bewertung der internen Kontrolle gerichtet. Im Rahmen des DIIR (Deutsches Institut der Internen Revision) wird das Erstparteien-Audit allgemein als ein Prozess definiert, der vom Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und anderen Mitarbeitern eines Unternehmens durchgeführt wird und dazu dient, angemessene Sicherheit hinsichtlich der Erreichung der folgenden Kernziele zu bieten, die alle Unternehmen anstreben:

– Effektivität und Effizienz in allen Aufgabengebieten,
– Zuverlässigkeit des Finanz- und Management-Reportings,
– Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften,
– Sicherung der Vermögenswerte.

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