Windows Bluescreen (BSOD)

Windows Bluescreen

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Was ist Windows Bluescreen (BSOD)?

Ein Windows Bluescreen, auch Bluescreen of Death (BSOD) genannt, beschreibt eine Kategorie von Fehlermeldungen. Tritt ein kritischer Systemfehler auf, wird das System gestoppt und ein blauer Bildschirm ersetzt die BedienoberflĂ€che. Dieser zeigt dann die Fehlerinformationen an. In der Regel werden diese Meldungen durch fehlerhafte Treiber oder Hardware ausgelöst. In manchen FĂ€llen kann aber auch ein Fehler in der Systemkonfiguration der Grund fĂŒr den Windows Bluescreen (BSOD) sein.

In welchen FĂ€llen tritt der Windows Bluescreen (BSOD) auf?

GerĂ€te-, sowie Hardwaretreiber werden unter Windows in einem privilegiertem Modus ausgefĂŒhrt. Sie haben direkten Zugriff auf Hardwareschnittstellen und auf den Systemspeicher. Wenn ein fehlerhafter Treiber den Speicherbereich mit Daten beschreibt, der auch noch von anderen Systemkomponenten und anderen Treibern genutzt wird, verletzt dies die SystemintegritĂ€t. Wenn das System weiter lĂ€uft, bestĂŒnde das Risiko der Zerstörung von Daten. Deshalb wird es sofort angehalten und kann vom User nicht mehr bedient werden. Sollte ein Hardwarefehler auftreten, der nicht vom System ignoriert werden kann, wird ebenfalls der Windows Bluescreen (BSOD) angezeigt. Dies können zum Beispiel eine Fehlfunktionen der Festplatte oder des Arbeitsspeichers sein.

In der Regel lÀsst sich das System nach einem Bluescreen wieder hochfahren. Erscheint er nach wenigen Sekunden erneut, kann dies an einer defekten Hardware liegen, welche repariert oder ausgetauscht werden muss. Unter UmstÀnden muss das Betriebssystem auch komplett neu aufgesetzt werden.

Die hĂ€ufigsten Fehlermeldungen, die zu einem Windows Bluescreen (BSOD) fĂŒhren

Defekt des Arbeitsspeichers
Fehlender Treiber
Hohe CPU-Speicher-Auslastung
Hardware-Fehler
Fehlerhaftes Dateisystem
Defekt des Arbeitsspeichers
GerÀtetreiber defekt

Erste Schritte nach einem Windows Bluescreen (BSOD)

Als ersten Schritt sollten Sie versuchen die letzten AktivitĂ€ten am PC zu rekonstruieren. Diese können wichtige Informationen ĂŒber die Ursache des Bluescreens liefern, je nachdem welche Programme geöffnet waren. Außerdem sollte die Temperatur des PCs ĂŒberprĂŒft werden. Wenn er zu heiß wird, kann es zu BeschĂ€digungen der Hardware kommen. In solchen FĂ€llen ist der Bluescreen als prĂ€ventive Maßnahme nicht ungewöhnlich. Außerdem sollte nicht benötigte Hardware entfernt werden. Fehlerhafte GerĂ€te (Peripherie) können auch ein Auslöser fĂŒr einen Bluescreen sein.

Lösungen mit Windows-Eigenen-Funktionen

Wenn der Windows Bluescreen (BSOD) mehrmals hintereinander auftritt ohne das Sie Änderung an den Einstellungen oder an der Konfiguration vornehmen konnten, empfiehlt es sich, Windows im abgesicherten Modus zu starten. Windows wird nun nur noch alle absolut notwendigen Prozesse und Treiber laden, die fĂŒr die StabilitĂ€t des Systems wichtig sind. Hier können schon potenzielle Fehlerquellen ausgeschlossen werden.

Die PrĂŒfung von Systemdateien

Einige Probleme lassen sich auch mit Windows-Tools beheben. Öffnen Sie dazu die Eingabeaufforderung und geben Sie den Befehl “sfc/?” ein. Daraufhin werden Ihnen einige Optionen fĂŒr die PrĂŒfung der Systemdateien angezeigt. Nach einem Windows Bluescreen (BSOD) sollte hier der Befehl “sfc /scannow” ausgefĂŒhrt werden, welcher das System komplett scannt. Im besten Fall werden dann die fehlerhaften Systemdateien gefunden und repariert. Wenn Sie bereits genauere Informationen ĂŒber die Quelle des Bluescreens haben, zum Beispiel den Dateinamen der beschĂ€digten Systemdatei oder den Dateipfad, ist der Befehl “sfc /scanfile=DATEIPFAD” zu empfehlen. Dadurch sparen Sie Zeit, da nur ein kleiner Bereich des Systems geprĂŒft wird.

Windows mit der letzten funktionierenden Konfiguration starten

Windows in der letzten funktionierenden Konfiguration zu starten kann ebenfalls eine Möglichkeit sein den Windows Bluescreen (BSOD) zu beheben, wenn ein kĂŒrzliches Update der Treiber oder des Systems zu dem Problem gefĂŒhrt hat. Dazu mĂŒssen Sie ihren PC neu starten und wĂ€hrenddessen die Taste F8 drĂŒcken. Im OptionsmenĂŒ finden Sie jetzt den Unterpunkt “Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration”. Mit dieser Version starten Sie jetzt Windows.

Die Systemwiederherstellung

In manchen FĂ€llen ist die einzige Lösung die Neuinstallation von Windows. HierfĂŒr können Sie ebenfalls beim Starten F8 drĂŒcken und wĂ€hlen Sie “Computer reparieren“. Danach erscheint die Option, das System wiederherzustellen. Sollten Sie eine Windows-Installations-CD haben, können Sie das System hiermit ebenfalls starten und neu aufsetzen. Dies sollte jedoch die letzte Möglichkeit darstellen, da hier alle Daten auf der Systemfestplatte gelöscht werden.

PrĂ€ventive Maßnahmen gegen den Windows Bluescreen (BSOD)

Es sei gesagt, dass es nie einen hundertprozentigen Schutz gegen Bluescreens geben kann. In vielen FĂ€llen können die Fehler auch ohne Mitwirkung des Nutzers auftreten. Es gibt allerdings einige Maßnahmen, die einem Datenverlust vorbeugen und die Wahrscheinlichkeit verringern, dass ein Windows Bluescreen (BSOD) auftritt.

Back-Ups von wichtigen Daten und Dokumenten erstellen

Sollte der Bluescreen einem Hardwarefehler zugrunde liegen, wie einer defekten Festplatte wĂŒrden im Zweifelsfall die Daten darauf verloren gehen. Daher sollten Sie regelmĂ€ĂŸig Ihre Daten auf einem externen Medium speichern, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dies funktioniert mit dem Windows-Datensicherungstool. Öffnen Sie die Systemsteuerung und wĂ€hlen Sie “System und Sicherheit”. Im UntermenĂŒ wĂ€hlen Sie “Sicherung des Computers erstellen”. Anschließend können Sie Ihre Daten auf eine externe Festplatte kopieren.

Eine aktuelle Antiviren-Software verwenden

Nutzen Sie immer eine Antiviren-Software mit aktivem Scanner, um sich vor Viren oder Malware zu schĂŒtzen. SchĂ€dliche Programme können kritische Systemfehler erzeugen und zu einem Windows Bluescreen (BSOD) fĂŒhren.

Halten Sie Ihr System aufgerÀumt und sauber

Dies gilt sowohl fĂŒr die Software, als auch fĂŒr die Hardware. Achten Sie vor allem auf die einwandfreie Funktion der SystemlĂŒfter. Deinstallieren Sie unnötige Software und halten Sie die Hintergrundprozesse im Auge. Außerdem sollten auch Downloads immer aus sicheren Quellen bezogen werden. Achten Sie auch auf die regelmĂ€ĂŸige Aktualisierung Ihrer Windows-Version und der Systemtreiber. Ein bewusster Umgang mit Ihrem System kann das Risiko auf einen Windows Bluescreen (BSOD) drastisch reduzieren und verlĂ€ngert die Lebensdauer Ihres PCs.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bezĂŒglich eines Online Marketing Themas haben, dann können Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ĂŒber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


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