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Schmutziges Online-Marketing: Klickbetrug bei Google AdWords und wie Sie dagegen vorbeugen Schmutziges Online-Marketing: Klickbetrug bei Google AdWords und wie Sie dagegen vorbeugen
  Mit seriösem Online Marketing hat der Klickbetrug nichts zu tun, doch leider kommt er immer wieder vor. Wettbewerber, denen die Argumente ausgehen, greifen... Schmutziges Online-Marketing: Klickbetrug bei Google AdWords und wie Sie dagegen vorbeugen
©iStock.com/kaspiic

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Mit seriösem Online Marketing hat der Klickbetrug nichts zu tun, doch leider kommt er immer wieder vor. Wettbewerber, denen die Argumente ausgehen, greifen damit zu einem schmutzigen Trick. Das Vorgehen ist einfach: Die Konkurrenz versucht, Ihr tägliches Google AdWords Budget auf Null zu reduzieren. Denn sobald das Budget aufgebraucht ist, findet niemand mehr Ihre Anzeige. Aber keine Angst – Sie können sich davor schützen.

 

Google Adwords: Schwäche des Geschäftsmodels …

Das Abrechnungssystem der AdWords Kampagnen ist sehr simpel. Wie lässt sich die Wirksamkeit einer Anzeige tracken? Richtig: Sie bezahlen, wenn jemand Ihre Anzeige anklickt. Dieses Modell, Pay-per-Click (PPC) genannt, garantiert natürlich nicht, dass der Kunde dann auch etwas bestellt.  Doch zumindest hat Ihre Werbung Aufmerksamkeit erzielt – und damit ein zumindest die Chance auf einen Kauf. Soweit ist das Modell fair.

Natürlich kann und darf der Kunde aber jederzeit abspringen, falls er sich zum Beispiel auf der Seite schlecht zurechtfindet.  Oder wenn das Produkt am Ende doch nicht seinen Bedürfnissen oder Vorstellungen entspricht.  Es gibt tausende Gründe dafür, dass dem Klick kein Kauf folgt – die aber nichts mit Googles Dienstleistungen zu tun hat. Deswegen legte Google fest, dass ein Klick alleine für die Vergütung ausreicht.

Hierdurch ergibt sich eine Schwachstelle für Betrüger. Und die nutzen unfaire Wettbewerber aus. Es werden zum Teil sogar Internet-Bots eingesetzt, um das Verfahren zu automatisieren und zu beschleunigen. Dies bleibt in der Gesetzgebung aller Länder immer noch eine graue Zone. Es ist aktuell nicht strafbar.

Doch Google ist nicht untätig. Immerhin könnte diese Schwäche für Google langfristig einen Kundenverlust  zur Folge haben, z.B. durch Abwanderung zu anderen Suchmaschinen. Google bietet die Möglichkeit, um sich gegen Klickbetrug zu wehren – und zwar über die Statistik der ungültigen Zugriffe.

Diese ist aber nicht komplett wasserdicht. Sie müssen sich die Zahlen ansehen und selbst einschätzen, ob Sie Anzeichen für einen Klickbetrug sehen. Haben Sie den Verdacht, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, sollten Sie Ihren Fall für nähere Untersuchung an Google schicken.

 

… und wie Sie sich dagegen wehren

Nicht jeder Zugriff ohne Kauf deutet gleich auch gezielten Klickbetrug hin. Es kann auch vorkommen. dass Internet-Surfer oder User ohne Kaufabsicht aus Spaß auf Ihre Anzeige klicken. Oder es sind tatsächlich Ihre Konkurrenten – aber ohne Absicht, Ihr Budget aufzubrauchen. Womöglich wollen sie sich  z.B. das Design Ihrer Website oder Ihre Inhalte ansehen und sind über eine Google Recherche auf Sie gestoßen.

In diesem Zusammenhang, unterscheidet man zwischen reinem Klickbetrug und einem Nutzerverhalten, das Google als ungültige Zugriffe bezeichnet. Google trackt über Cookies sowie weitere Daten das gesamte Internet-Verhalten eines Users. So lassen sich bestimmte Verhaltensmuster im Sinne von Interessen  erkennen, meist anhand besuchter Webseiten. Und wenn ein Katzenliebhaber die Anzeige eines Hundefutterhändlers anklickt, ohne eine einzige Dose zu bestellen, dann wird das als verdächtig markiert. Diese Klicks stellt Ihnen Google nicht in die Rechnung.

Wiederholte manuelle Klicks werden selbstverständlich noch schneller identifiziert. Dafür gibt es auch bereits einen Algorithmus, der Internetbots und sogenannte Klick-Farms ziemlich zügig fängt.

Desweiteren haben Sie die Möglichkeit, die Anzahl solcher ungültigen Klicks zu erfahren und sich weitere Informationen für analytische Zwecke zu holen. Anbei ist eine kurze Anleitung.

1. Gehen Sie auf die betroffene Kampagne.

2. Wählen Sie „Dimensionen“ aus.

3. Gehen Sie auf „Spalten“ und dann auf „Spalten anpassen“.

 

 

4. Unter „Leistung“ befinden sich die Statistiken ungültiger Zugriffe.

 

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Wer informiert ist, ist geschützt. Und so gehen Sie weiter vor.

 

Analyse der ungültigen Zugriffe

Sobald Sie merken, dass Ihr Budget jeden Tag komplett aufgebraucht wird, während sehr wenige oder sogar überhaupt keine Käufe getätigt oder Bestellungen aufgegeben werden, greifen Sie bitte sofort zu den Statistiken. Ein Zeichnen von dem Klickbetrug ist eine hohe Anzahl an Klicks zu frühen Uhrzeiten, sodass Ihre Anzeige tagsüber nicht von möglichen Kunden gesehen werdenkann.

Verdächtig ist es auch, wenn die Absprungrate sich deutlich erhöht –  obwohl es kürzlich keine besonderen Veränderungen auf der Website gab.

Klickbetrug ist auch ein Problem bei Display-Kampagnen, insbesondere im Google Display-Netzwerk. Da Sie nicht selber mit den Partnerseiten im Kontakt stehen, sondern über das Google Netzwerk von Werbeflächen vermittelt werden, können Sie leider einen Betrüger zum Opfer fallen, der Ihre Anzeige auf eigener Seite stets anklickt.

 

Hilfe bei Google holen

Wie schon erwähnt, versucht Google für jenen User aus seinen Klicks ein Verhaltensmuster abzuleiten. Dazu gehören die Daten über eine IP-Adresse, Uhrzeit des Klicks, Standort, Google Profil, Cookies. Die Angaben werden regelmäßig ausgewertet, und so weiß der Algorithmus, welche Klicks als ungültig markiert werden sollten.

Falls Sie aufgrund Ihrer eigenen Überlegungen einen Klickbetrug vermuten, so können Sie eine Untersuchung von Ihren Klicks über das Informationsportal für Anzeigenzugriffqualität beantragen.

 

Headerbild: ©iStock.com/kaspiic

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Julia Lukashina

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