Double Opt-in

double opt in

Copyright © Shutterstock / antstang

Was bedeutet Double Opt-in?

Der Begriff Double Opt-in bezeichnet ein zweistufiges Verfahren mit Anmeldung und Best√§tigung der Anmeldung beim Eintrag einer E-Mail in den Verteiler zum Beispiel f√ľr einen Newsletter. In Deutschland muss die Einwilligung des E-Mail-Inhabers mit Double Opt-in eingeholt werden, bevor von einem Unternehmen an die E-Mail-Adresse ein Newsletter mit Werbung oder Angeboten verschickt werden darf. Ohne eine Best√§tigung vor dem Versenden handelt es sich bei den Mails um unerw√ľnschte Massen-E-Mail, besser bekannt als Spam. Nur in wenigen Ausnahmen ist der Newsletterversand ohne vorherige, separate Best√§tigung gestattet.

Der Begriff Double Opt-in wurde gegen Ende der 1990er Jahre geprägt, um das Vorgehen vom Single Opt-in zu unterscheiden. Beim Single Opt-in wird ein Newsletter bereits nach dem einmaligen Eintrag in die Verliererliste an die eingetragene E-Mail versendet. In den USA ist Double Opt-in im Gegensatz zu Deutschland und einigen anderen Ländern nicht vorgeschrieben.

Funktionsweise des Double Opt-in

Wenn ein Unternehmen auf seiner Webseite ein Newsletter-Abonnement anbietet, muss es sicherstellen, dass die Person den Eintrag f√ľr das Abo tats√§chlich selbst vorgenommen hat. Die Bezeichnung Opt-in stammt vom englischen “to opt for something“, auf Deutsch “sich f√ľr etwas entscheiden”.

Wird eine E-Mail Adresse in eine Liste f√ľr ein Abonnement eingetragen, wird an die E-Mail Adresse umgehend eine E-Mail-Nachricht mit der Bitte um eine Best√§tigung f√ľr den Eintrag gesendet. Um die Best√§tigung zu erm√∂glichen, enth√§lt die Nachricht einen sogenannten Best√§tigungs-Link. Soll das Abonnement tats√§chlich erfolgen und hat der E-Mail Inhaber den Eintrag selbst vorgenommen, muss er nur auf den Link klicken, um den Eintrag zu best√§tigen. Erst dann wird die Registrierung tats√§chlich wirksam und der Versender kann sicher sein, dass der Newsletter-Empfang gew√ľnscht wird. Ist die Registrierung missbr√§uchlich erfolgt, oder der E-Mail Inhaber hat sich anders entschieden, bedarf es keiner Reaktion auf die sogenannte Checkmail. Die Registrierung bleibt dann unbest√§tigt.

Die Verwendung des Double Opt-in, auch als best√§tigtes Opt-in-Verfahren (COI von Confirmed Opt-in) bezeichnet, erm√∂glicht es Unternehmen sicherzustellen, dass eine E-Mail Adresse nicht versehentlich, zum Beispiel durch einen Tippfehler oder aus Bosheit von einer fremden Person f√ľr ein Abonnement registriert wurde. Dieses Verfahren wird auch als best√§tigtes Abonnement oder Closed-Loop-Opt-In bezeichnet.

Die Vor- und Nachteile des Double Opt-in Verfahrens

Double-Opt bietet Unternehmen vor allem Rechtssicherheit beim Versand von Newslettern. Es wird jedoch immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass die separate Bestätigung beim Double Opt-in einen unnötigen Aufwand bedeutet und den Aufbau einer Mailingliste erschwert. Unstrittig ist jedoch, dass das Verfahren die Wahrscheinlichkeit, dass E-Mails von einer anderen Person eingetragen werden, erheblich reduziert und die Qualität von Mailinglisten erheblich verbessert.

Als nachteilig f√ľr die Conversions kann sich manchmal die Zeitspanne zwischen der Registrierung und der Anmeldebest√§tigung erweisen. Verbraucher entscheiden sich gelegentlich doch gegen das Abonnement und reagieren nicht auf die Checkmail. Immer wieder kann es zudem vorkommen, dass die Best√§tigungsmail von Providern als Spam bewertet wird und im oft unbeachteten Spamordner des Empf√§ngers landet.

Mit einer kleinen Belohnung f√ľr die Registrierung in Form eines Gutscheins f√ľr den ersten Einkauf k√∂nnen Unternehmen nicht nur die Zahl der Abonnenten generell, sondern auch die Zahl der best√§tigten Registrierungen erheblich steigern. Wichtig ist dabei, dass der Gutschein erst einl√∂sbar ist, wenn das Abonnement √ľber den Link best√§tigt wurde.

Versenden von Newslettern und Werbung nur nach Einwilligung durch Double Opt-in

In Deutschland muss vor dem Versand von E-Mail Werbung und Newslettern das Double Opt-in-Verfahren angewendet werden. Der Endverbraucher muss dem Erhalt von E-Mails von einem Unternehmen ausdr√ľcklich ein zweites Mal zustimmen. Nur durch Double Opt-in kann sichergestellt werden, dass der zun√§chst mit dem Eintrag der E-Mail Adresse erfolgte Single Opt-In auch wirklich vom E-Mail Inhaber vorgenommen wurde und nicht von fremden Personen stammt. Werden E-Mails ohne diese explizite Zustimmung versendet, verh√§lt sich das Unternehmen wettbewerbswidrig und kann kostenpflichtig abgemahnt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass eine Abmahnung bereits bei einem einmaligen Versand einer vom Empf√§nger unerw√ľnschten E-Mail m√∂glich ist (Az.: I ZR 218/07).

Formale Anforderungen an die Bestätigungsmail bei Double-Opt-in

Bei der f√ľr die Best√§tigung der Newsletter Anmeldung verschickten E-Mail darf es sich in keinem Fall bereits um eine Werbemail handeln. Das bedeutet, dass die Best√§tigungsmail weder Angebote noch Werbung enthalten darf. Lediglich die f√ľr die Best√§tigung erforderlichen Angaben, der Link f√ľr die Anmeldebest√§tigung und das Impressum des Anbieters d√ľrfen mit der Mail verschickt werden.

Tipp

Um den Eintrag in den Verteiler f√ľr einen Newsletter zu einem sp√§teren Zeitpunkt eventuell auch vor einem Gericht nachweisen zu k√∂nnen, sollte die E-Mail-Adresse des Empf√§ngers zusammen mit der IP-Adresse, √ľber die die Anmeldung erfolgt ist, einschlie√ülich des Eintragungs- beziehungsweise Best√§tigungszeitpunktes gespeichert werden.


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG


Weitere Inhalte