Double Opt-in

Double Opt-in

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Was bedeutet Double Opt-in?

Der Begriff Double Opt-in bezeichnet ein zweistufiges Verfahren mit Anmeldung und BestĂ€tigung der Anmeldung beim Eintrag einer E-Mail in den Verteiler zum Beispiel fĂŒr einen Newsletter. In Deutschland muss die Einwilligung des E-Mail-Inhabers mit Double Opt-in eingeholt werden, bevor von einem Unternehmen an die E-Mail-Adresse ein Newsletter mit Werbung oder Angeboten verschickt werden darf. Ohne eine BestĂ€tigung vor dem Versenden handelt es sich bei den Mails um unerwĂŒnschte Massen-E-Mail, besser bekannt als Spam. Nur in wenigen Ausnahmen ist der Newsletterversand ohne vorherige, separate BestĂ€tigung gestattet.

Der Begriff Double Opt-in wurde gegen Ende der 1990er Jahre geprÀgt, um das Vorgehen vom Single Opt-in zu unterscheiden. Beim Single Opt-in wird ein Newsletter bereits nach dem einmaligen Eintrag in die Verliererliste an die eingetragene E-Mail versendet. In den USA ist Double Opt-in im Gegensatz zu Deutschland und einigen anderen LÀndern nicht vorgeschrieben.

Funktionsweise des Double Opt-in

Wenn ein Unternehmen auf seiner Webseite ein Newsletter-Abonnement anbietet, muss es sicherstellen, dass die Person den Eintrag fĂŒr das Abo tatsĂ€chlich selbst vorgenommen hat. Die Bezeichnung Opt-in stammt vom englischen “to opt for something“, auf Deutsch “sich fĂŒr etwas entscheiden”.

Wird eine E-Mail Adresse in eine Liste fĂŒr ein Abonnement eingetragen, wird an die E-Mail Adresse umgehend eine E-Mail-Nachricht mit der Bitte um eine BestĂ€tigung fĂŒr den Eintrag gesendet. Um die BestĂ€tigung zu ermöglichen, enthĂ€lt die Nachricht einen sogenannten BestĂ€tigungs-Link. Soll das Abonnement tatsĂ€chlich erfolgen und hat der E-Mail Inhaber den Eintrag selbst vorgenommen, muss er nur auf den Link klicken, um den Eintrag zu bestĂ€tigen. Erst dann wird die Registrierung tatsĂ€chlich wirksam und der Versender kann sicher sein, dass der Newsletter-Empfang gewĂŒnscht wird. Ist die Registrierung missbrĂ€uchlich erfolgt, oder der E-Mail Inhaber hat sich anders entschieden, bedarf es keiner Reaktion auf die sogenannte Checkmail. Die Registrierung bleibt dann unbestĂ€tigt.

Die Verwendung des Double Opt-in, auch als bestĂ€tigtes Opt-in-Verfahren (COI von Confirmed Opt-in) bezeichnet, ermöglicht es Unternehmen sicherzustellen, dass eine E-Mail Adresse nicht versehentlich, zum Beispiel durch einen Tippfehler oder aus Bosheit von einer fremden Person fĂŒr ein Abonnement registriert wurde. Dieses Verfahren wird auch als bestĂ€tigtes Abonnement oder Closed-Loop-Opt-In bezeichnet.

Die Vor- und Nachteile des Double Opt-in Verfahrens

Double-Opt bietet Unternehmen vor allem Rechtssicherheit beim Versand von Newslettern. Es wird jedoch immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass die separate BestÀtigung beim Double Opt-in einen unnötigen Aufwand bedeutet und den Aufbau einer Mailingliste erschwert. Unstrittig ist jedoch, dass das Verfahren die Wahrscheinlichkeit, dass E-Mails von einer anderen Person eingetragen werden, erheblich reduziert und die QualitÀt von Mailinglisten erheblich verbessert.

Als nachteilig fĂŒr die Conversions kann sich manchmal die Zeitspanne zwischen der Registrierung und der AnmeldebestĂ€tigung erweisen. Verbraucher entscheiden sich gelegentlich doch gegen das Abonnement und reagieren nicht auf die Checkmail. Immer wieder kann es zudem vorkommen, dass die BestĂ€tigungsmail von Providern als Spam bewertet wird und im oft unbeachteten Spamordner des EmpfĂ€ngers landet.

Mit einer kleinen Belohnung fĂŒr die Registrierung in Form eines Gutscheins fĂŒr den ersten Einkauf können Unternehmen nicht nur die Zahl der Abonnenten generell, sondern auch die Zahl der bestĂ€tigten Registrierungen erheblich steigern. Wichtig ist dabei, dass der Gutschein erst einlösbar ist, wenn das Abonnement ĂŒber den Link bestĂ€tigt wurde.

Versenden von Newslettern und Werbung nur nach Einwilligung durch Double Opt-in

In Deutschland muss vor dem Versand von E-Mail Werbung und Newslettern das Double Opt-in-Verfahren angewendet werden. Der Endverbraucher muss dem Erhalt von E-Mails von einem Unternehmen ausdrĂŒcklich ein zweites Mal zustimmen. Nur durch Double Opt-in kann sichergestellt werden, dass der zunĂ€chst mit dem Eintrag der E-Mail Adresse erfolgte Single Opt-In auch wirklich vom E-Mail Inhaber vorgenommen wurde und nicht von fremden Personen stammt. Werden E-Mails ohne diese explizite Zustimmung versendet, verhĂ€lt sich das Unternehmen wettbewerbswidrig und kann kostenpflichtig abgemahnt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass eine Abmahnung bereits bei einem einmaligen Versand einer vom EmpfĂ€nger unerwĂŒnschten E-Mail möglich ist (Az.: I ZR 218/07).

Formale Anforderungen an die BestÀtigungsmail bei Double-Opt-in

Bei der fĂŒr die BestĂ€tigung der Newsletter Anmeldung verschickten E-Mail darf es sich in keinem Fall bereits um eine Werbemail handeln. Das bedeutet, dass die BestĂ€tigungsmail weder Angebote noch Werbung enthalten darf. Lediglich die fĂŒr die BestĂ€tigung erforderlichen Angaben, der Link fĂŒr die AnmeldebestĂ€tigung und das Impressum des Anbieters dĂŒrfen mit der Mail verschickt werden.

Tipp

Um den Eintrag in den Verteiler fĂŒr einen Newsletter zu einem spĂ€teren Zeitpunkt eventuell auch vor einem Gericht nachweisen zu können, sollte die E-Mail-Adresse des EmpfĂ€ngers zusammen mit der IP-Adresse, ĂŒber die die Anmeldung erfolgt ist, einschließlich des Eintragungs- beziehungsweise BestĂ€tigungszeitpunktes gespeichert werden.


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