Location Based Advertising

Location Based Advertising

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Was ist Location Based Advertising (LBA)?

Location Based Advertising, abgekĂŒrzt LBA ist eine Form der mobilen Werbung, bei der anhand des Standortes von Verbrauchern standortspezifische Werbung fĂŒr die Anzeige auf mobilen GerĂ€ten bereitgestellt wird. Bei LBA werden Informationen fĂŒr die Orte bereitgestellt, an denen der WerbeempfĂ€nger direkten Zugang zum WerbetrĂ€ger hat, zum Beispiel in der NĂ€he eines bestimmten FachgeschĂ€ftes oder Restaurants.

Push und Pull – Die Methoden des Location Based Advertising

Die Push-Methode ist ein Ansatz des Location Based Advertising und gliedert sich in zwei weitere Typen. Ein nicht angeforderter Dienst, als Opt-Out bezeichnet, ist das gebrĂ€uchlichere Verfahren unter diesen beiden AnsĂ€tzen. Hierbei versenden Werbetreibende unaufgefordert Werbung an die Nutzer von Mobiltelefonen, bis das diese durch eine Abwahl des Dienstes zu verstehen geben, dass sie keine Werbung mehr erhalten möchten. Im Gegensatz dazu können die Nutzer mithilfe des Opt-In-Ansatzes – wie bei einem E-Mail Newsletter, selbst bestimmen, welche Art von Werbung oder Werbematerial sie von den Werbetreibenden erhalten können.

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Bei der Push-Methode werden Werbeinhalte basierend auf einer Art von Trigger automatisch an den Endbenutzer geliefert. WĂ€hrend ein mobiler Benutzer beispielsweise eine mobile Website aufruft, wird eine Banneranzeige angezeigt. Ein anderes Beispiel kann ein ortsbezogenes Couponing sein, bei dem der Standort des mobilen Benutzers oder die NĂ€he zu einer Adresse oder einem Orientierungspunkt eine Werbemitteilung oder einen Coupon auslöst, die an das GerĂ€t gesendet werden sollen. Seit Jahren nutzt Starbucks dieses Verfahren, bei dem ein mobiler Nutzer, der in einen Starbucks-Laden geht oder daran vorbeifĂ€hrt, einen Coupon fĂŒr eine Tasse Kaffee erhĂ€lt.

Benutzer können mithilfe der Pull-Methode direkt nach Informationen suchen, indem sie bestimmte SchlĂŒsselwörter eingeben. Zum Beispiel können Nutzer bei einer StĂ€dtetour in Berlin italienische Restaurants suchen, die sich in der NĂ€he ihres Standortes befinden und erhalten eine Liste mit Treffern angezeigt. Nach der Auswahl eines Restaurants wird dann eine Karte mit dem Standort und zusĂ€tzlich tagesaktuellen Angeboten des Restaurants prĂ€sentiert.

Bei Pull-basiertem Location Based Advertising erstellen Werbetreibende ihre Werbeaktionen und Angebote auf LBA Plattformen von spezialisierten Anbietern. Die Werbung kann ĂŒber Webportale oder Apps fĂŒr Smartphones von den Usern abgerufen werden. Beispielsweise, wenn sie nach Möbeln oder Schuhen in StandortnĂ€he suchen. Mit Filterfunktionen ist es fĂŒr die Nutzer möglich, die Empfehlungen an ihre BedĂŒrfnisse und Vorlieben anzupassen.

Vermarkter und Werbetreibende haben verschiedene Möglichkeiten, wenn sie Werbung und Werbeinhalte an mobile GerĂ€te liefern wollen. Aufgrund der Vielzahl von Mobiltelefonen, die verschiedene Funktionen und Betriebsumgebungen unterstĂŒtzen, ist dies jedoch eine komplexe Angelegenheit. Das Verfahren zur Lieferung von mobilem Inhalt, der von einfachen Textnachrichten bis zu Streaming-Medien reichen kann, ist stark von den FĂ€higkeiten der GerĂ€te sowie den Betreibernetzwerken abhĂ€ngig.

Mögliche Übertragungsarten bei LBA sind:

fĂŒr Textnachrichten an Mobiltelefone, geeignet fĂŒr Werbebotschaften, Coupons und Gewinnspiele
Et justo duo dolores et ea …
Mobile Web-Protokolle zum Entwerfen von mobilen Websites und Landing-Banner-Anzeigen fĂŒr Gutscheine oder gesponserte Links in mobilen Such-Apps
, die sich lokal auf einem GerĂ€t befindet zum Beispiel Android oder Windows. FĂŒr kunden- und markenspezifische Anwendungen, Sponsoring-Werbung in der Anwendung, Gutscheine
Multimedia- und Video-Inhalte, die auf ein Mobiltelefon ĂŒbertragen werden. Pre-Roll-Werbeclips können in Videoinhalte eingefĂŒgt werden
Hierbei handelt es sich um eine softwaregesteuerte Technologie, die so programmiert werden kann, dass sie Sprach- oder Tastatureingaben empfĂ€ngt und automatisierte Dienste fĂŒr den Endbenutzer bereitstellt. Vorab aufgezeichnete Werbung kann wĂ€hrend der Anrufhaltezeiten programmiert und zugestellt werden. Sprach- oder Tastatureingaben können die Lieferung von Inhalten an das Telefon initiieren, zum Beispiel eine SMS mit Coupon.
zum Austausch von Daten ĂŒber kurze Distanzen.

Wie erfolgt die Bezahlung bei Location Based Advertising?

Die gĂ€ngigsten Erlösmodelle fĂŒr LBA sind die gleichen wie fĂŒr das Internet:

  • CPM: Die Anzeigenpreise werden anhand von 1.000 Impressionen berechnet. Der Anzeigenumsatz auf CPM-Basis fĂŒr LBA kann je nach geografischer und demografischer Ausrichtung variieren. CPM fĂŒr Location Based Advertising ist in der Regel deutlich höher als bei Internetwerbung.
  • PPC: Pay-Per-Click basiert auf einer Aktion des Endbenutzers, zum Beispiel durch Klicken auf eine Anzeige oder einen beworbenen Sucheintrag. Der Preis fĂŒr einen Klick in der Werbung ist im Allgemeinen auf einen festen Satz festgelegt. Bei Suchanfragen kann der Preis durch Gebote bestimmt werden.
  • CPA: Cost-Per-Action ist eine Stufe höher als Pay-Per-Click. Der Werbetreibende bezahlt eine GebĂŒhr, wenn der Call-To-Action tatsĂ€chlich zu der gewĂŒnschten Aktion fĂŒhrt.

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FĂŒr die mobile Vermarktung und die Auslieferung von Werbeinhalten hĂ€ngen die Kosten in hohem Maße vom Liefermodus und dem Übertragungsweg des Inhalts ab. Bei SMS-Kampagnen berechnen Unternehmen in der Regel eine monatliche GebĂŒhr fĂŒr einen dedizierten Funktionscode, der der Marketingkampagne zugewiesen werden kann, sowie eine monatliche wiederkehrende GebĂŒhr, die eine bestimmte Menge an Textnachrichten abdeckt. In einigen FĂ€llen ist das GeschĂ€ftsmodell transaktional und die Marketing-GebĂŒhr wird fĂŒr die Anzahl der gesendeten Nachrichten berechnet.

Vorteile des Location Based Advertising fĂŒr Vermarkter

Location Based Advertising ermöglicht es Vermarktern, bestimmte Zielgruppen viel prÀziser zu erreichen, als dies in der Vergangenheit möglich war. Wenn ein Kunde beispielsweise einen James-Bond Film im Kino gesehen hat und das LBA Angebot des Kinos abonniert hat, kann ihm nach dem Kinobesuch eine Nachricht mit Informationen zum Starttermin des neuesten James-Bond Films geschickt werden, wÀhrend er bereits im Taxi nach Hause fÀhrt.

Ein weiterer Vorteil des Location Based Advertising ist eine Verbesserung der Werberelevanz. Dadurch, dass der Nutzer die Kontrolle darĂŒber hat, wann er wo welche Anzeigen erhalten möchte, bietet Location Based Advertising die Möglichkeit fĂŒr den EmpfĂ€nger relevantere Informationen, personalisierte Nachrichten und gezielte Angebote bereitzustellen. Im Gegensatz zum undifferenzierten E-Mail Marketing ohne lokalen Bezug bietet das LBA den Verbrauchern relevante Informationen anstelle von Spam und erhöht somit die Chancen, mehr Antworten zu erhalten.

Anders als andere traditionelle Medien, kann Location Based Advertising nicht nur als Werbung, sondern auch zur Erforschung des Verbraucherverhaltens genutzt werden, um zukĂŒnftige Angebote optimal zu gestalten. Bei der Nutzung des LBA informieren Verbraucher die Werbetreibenden kontinuierlich ĂŒber ihr Verhalten durch die mobilen InternetaktivitĂ€ten. Mit standortbasierten Services können Umfragen in Echtzeit statt zeitversetzt am PC stattfinden.

Mobile Umfragen können in Marketingkampagne integriert und die Ergebnisse iterativ als Leitfaden fĂŒr die nĂ€chste Kampagne verwendet werden. Zum Beispiel kann ein Restaurant, das in seinem Bereich einem starken Wettbewerb ausgesetzt ist, die mobilen Umfragen derjenigen Kunden nutzen, die Kupons fĂŒr andere Restaurants aus dem Location Based Advertising in seinem geografischen Gebiet verwendet haben. So kann das Restaurant ermitteln, was vorzugsweise nachgefragt wird und das eigene Angebot entsprechend anpassen. Ebenso können die Konsumgewohnheiten der Kunden genutzt werden, um zukĂŒnftige Verhaltensmuster zu prognostizieren und spezielle Angebote an die Zielgruppe am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu senden.

Datenschutzprobleme beim LBA

Auf der einen Seite können Marketingexperten durch LBA unterhalten, informieren, Markenbekanntheit aufbauen, LoyalitĂ€t schaffen und die Kaufentscheidung bei ihren Zielkunden beeinflussen und forcieren. Auf der anderen Seite ist die PrivatsphĂ€re der Verbraucher immer noch ein hohes Gut. Daher ist die Etablierung einer durchdachten Verbraucherschutz- und PrĂ€ferenzpolitik entscheidend fĂŒr den langfristigen Erfolg von Location Based Advertising. Vermarkter sollten ihre Kunden darĂŒber informieren, wie ihre Informationen gespeichert, gesichert und verwendet oder mit anderen Marketingzwecken kombiniert werden.

Wenn LBA Menschen in ihrem tĂ€glichen Leben unterstĂŒtzen kann, werden sie eher bereit sein, ihren aktuellen Aufenthaltsort zu nennen. Um zu gewĂ€hrleisten, dass der Erfolg und die EffektivitĂ€t des Location Based Advertising weiterhin gewĂ€hrleistet bleiben, muss das Verbrauchervertrauen hergestellt und aufrechterhalten werden. LBA muss auf der Erlaubnis der Nutzer beruhen, und Vermarkter mĂŒssen große Anstrengungen unternehmen, um die PrivatsphĂ€re und den Respekt vor den PrĂ€ferenzen jedes einzelnen Verbrauchers zu schĂŒtzen. Studien haben gezeigt, dass die Reaktion auf LBA nicht nur von der Art des Ortes abhĂ€ngt, sondern auch von der Art der AktivitĂ€t, in der sich die Person engagiert. Die meisten Nutzer bevorzugen Location Based Advertising an öffentlichen Orten und in ihrer Freizeit.

Schutz vor Spam beim Location Based Advertising.

Ein weiterer kritischer Punkt bei Location Based Advertising ist Spam. Verbraucher können Location Based Advertising leicht als Spam wahrnehmen, wenn es unangemessen durchgefĂŒhrt wird. Dabei sollten Vermarkter im Hinterkopf behalten, dass jede unerwĂŒnschte Marketing-Nachricht die per E-Mail oder auf ein Mobiltelefon gesendet wird, als Spam angesehen werden kann. Spam ist also jede unerwĂŒnschte Nachricht, die an den Benutzer geliefert wird, obwohl der Benutzer nicht danach gefragt hat. Da der Kunde die Kontrolle hat und alle AktivitĂ€ten freiwillig sind, mĂŒssen die Ziele, Emotionen und WĂŒnsche der Kunden berĂŒcksichtigt werden.

Hinweis

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Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass Nutzer nur 8 bis 10 Sekunden fĂŒr mobile Werbung aufwenden. Daher muss die Interaktion unkompliziert und einfach sein. Werbetreibende mĂŒssen außerdem relevante und ansprechende Werbeinhalte entwickeln, auf die mobile Nutzer am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zugreifen möchten. Noch wichtiger ist, dass Vermarkter sicherstellen, dass ihr Angebot einen realen Wert fĂŒr den Kunden enthĂ€lt und strikte Opt-in-Richtlinien befolgen. Werbetreibende können sich am besten davor schĂŒtzen, als Spamversender in Verruf zu geraten, wenn sie den Nutzern Wahlmöglichkeiten und die Kontrolle ĂŒber die Werbung geben und gleichzeitig sicherstellen, dass sie nur relevante Informationen versenden.


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