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anonymizeIP

Was bedeutet anonymizeIP?

Die Anonymisierung von Google Analytics mittels anonymizeIP bedeutet, dass die IP-Adresse der Besucher einer Website geändert wird, bevor die Tracking-Daten an Google gesendet werden, damit die Suchmaschine die Tracking-Daten nicht direkt einer genauen IP-Adresse zuordnen können.

Gründe für die Anonymisierung mit anonymizeIP

Google Analytics löst bei deutschen Datenschutzvertretern ernsthafte Bedenken aus. In der Regel wird davon ausgegangen, dass mit Google Analytics zu viele Daten erfasst werden, die aufgrund der Erhebung von IP-Adressen eindeutig jedem Nutzer zugeordnet werden könnten. Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 24. November 2011 (Az. C-70/10), dass IP-Adressen als personenbezogene beziehungsweise personenbeziehbare Daten angesehen werden können. Weil sie Rückschlüsse auf den Nutzer zulassen, ist die Anonymität der IP-Adressen von Nutzern zur Grundvoraussetzung für die rechtskonforme Nutzung des Tracking-Dienstes innerhalb des Einflussbereichs des Europäischen Gerichtshofes geworden. Wenn Webseitenbetreiber die Übermittlung der vollständigen IP-Adresse an Google nicht verhindern, verstoßen sie theoretisch gegen geltendes Recht und können daher gegebenenfalls entsprechende rechtliche Konsequenzen riskieren.

Pflichten des Webseitenbetreibers

Um Google Analytics in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen zu nutzen, müssen die Website-Betreiber eine Reihe von Schritten durchführen:

Vertrag: Die Experten gehen davon aus, dass Nutzer von Google Analytics mit Google einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung gemäß § 11 BDSG abgeschlossen haben. Dieser sollte schriftlich abgeschlossen werden.

Anonymisierung von IP-Adressen: Wenn Webseitenbetreiber Google Analytics anonymisieren möchten, müssen die letzten 8 Bit (das letzte Oktett) der IP-Adressen gelöscht werden. Der Google Analytics Code wird zu diesem Zweck um die Funktion “anonymizeIP” erweitert.

Widerspruchsrechte: Jeder Benutzer hat das Recht, der Verwendung seiner persönlichen Daten zu widersprechen. Zu diesem Zweck sollte der Site-Betreiber einen Link zu einem Deaktivierungs-Add-On bereitstellen, mit dem die Datenerfassung durch Google Analytics verhindert werden kann. Dieser Link in der Datenschutzerklärung sollte auf ein Double-Opt-Out-Cookie gesetzt werden, das den Tracker für diese Benutzersession ausschließt.

Datenschutzerklärung: Google hat zuvor einen Artikel zur Verfügung gestellt, der Sie über die Verwendung von Google Analytics informiert hat und der in die Datenschutzerklärung integriert werden sollte. Obwohl dieser von Google selbst nicht mehr angeboten wird, gilt er immer noch als Standard.

Alte Daten: Bestehende alte Daten wurden ohne Anonymisierung gesammelt und waren daher rechtswidrig. Wenn Webseitenbetreiber auf der sicheren Seite sein wollen, sollten sie grundsätzlich alte Profile löschen und mit den Auswertungen ab dem Zeitpunkt der Anonymisierung neu starten.

Ändern der IP von Besuchern mit anonymizeIP

Damit die IP-Adresse von Besuchern nur in maskierter Form in Analytics gespeichert wird, muss die Funktion _anonymizeIp () angewendet werden. Die vollständige (Standard) Integration des Google Analytics-Tracking-Codes sieht im Falle der Verwendung der neueren Methode ungefähr so aus:

oder bei dem Einsatz des älteren Codes so aus:

_gaq.push ([‘_ setAccount’, ‘UA-XXXXXXX-YY’]);
_gaq.push ([‘_ gat._anonymizeIp’]);
_gaq.push ([‘_ trackPageview’]);

Die in den obigen Beispielen fett dargestellten Zeilen dienen dem Aufruf von anonymizeIP. Die alte Tracking-Methode ermöglicht weiterhin die Verwendung von Google Analytics, ist jedoch begrenzt. Google empfiehlt daher die Implementierung des neueren Codes. Jede Erweiterung mit dem extra anonymize_IP stellt sicher, dass IP-Daten nicht mehr vollständig von Google gespeichert werden. Obwohl sie zum Zweck der Auswertung zunächst unmaskiert an Google Analytics ausgeliefert werden, werden sie direkt vor dem Speichern anonymisiert und dann gespeichert. Die Anonymisierung der IP-Adresse ist auch mit dem Google Tag Manager möglich. Entweder wird ein kompletter Tracking-Code mit der zusätzlichen Anonymisierungs-IP integriert oder es wird eine Variable eingerichtet, die für die Verwendung in jedem verwendeten Tracking-Code geeignet ist.

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