WiN (Wissenschaftsnetz)

WiN

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Was ist ein WiN (Wissenschaftsnetz)?

Beim WiN (Wissenschaftsnetz) handelt es sich um die technische Plattform des Deutschen Forschungsnetzes. Es verbindet Hochschulen und UniversitĂ€t. DarĂŒber hinaus sind Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit forschungsnahem Schwerpunkt daran angeschlossen.

Betreiber

Betrieben wird dieses Netzwerk vom DFN-Verein, der unter anderem fĂŒr die Weiterentwicklung der Übertragungstechnik und die internationale Zusammenarbeit mit anderen Forschungsnetzen zustĂ€ndig ist. Das WiN (Wissenschaftsnetz) zeichnen eine hohe Ausfallsicherheit und die Bereitstellung einer praktikablen Übertragungsrate zur Förderung des nicht-kommerziellen Wissensaustauschs aus.

Geschwindigkeit und Verbreitung

UrsprĂŒnglich war es ein Teilnetz des DATEX-P-Netzes, welches der Deutschen Bundespost gehört. Bereits Jahre vor dem Siegeszug des Internets und der allgemeinen ZugĂ€nglichkeit von BreitbandanschlĂŒssen konnten Bildungseinrichtungen Geschwindigkeiten von 2 Megabit in der Sekunde erreichen bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Durch steten Ausbau und den Einsatz neuster Technik besteht das WiN aktuell aus knapp 10.000 Kilometern Faserkabel und besitzt 60 Kernnetzstandorte. Dabei handelt es sich in der Regel um die Rechenzentren der angeschlossenen UniversitĂ€ten.

Dank einer Vielzahl von Verbindungen zwischen den einzelnen Standorten kann eine Bandbreite von bis hin zu 100 Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Glaubt man aktuellen SchĂ€tzungen zur durchschnittlichen Internetgeschwindigkeit in Deutschland, dass kann mit dem WiN (Wissenschaftsnetz) im Vergleich dazu die 10.000-fache Datenrate realisiert werden. Neben der reinen Schnelligkeit zĂ€hlt auch die StabilitĂ€t zu den Eckpfeilern des Netzes. Jeweils geschlossene Kreise aus Fasernetzen sind an mehreren Punkten mit weiteren Kreisen zusammengefĂŒgt.

Diese Ringe decken die wichtigsten Punkte innerhalb Deutschlands ab, wÀhrend kleinere Standorte extra angebunden sind. Auf diese Weise sind die Kernstandorte immer auf mindestens zwei Wegen erreichbar, was die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls deutlich reduziert. Alle Eigenschaften zusammen machen das WiN (Wissenschaftsnetz) zu einem der leistungsstÀrksten Forschungsnetze weltweit.

GEANT

Über GEANT2 ist es mit den anderen europĂ€ischen Forschungsnetzwerken und schlussendlich auch weltweit verknĂŒpft. GEANT, was im Französischen “Gigant” bedeutet, verbindet insgesamt 30 verschiedene Netze und wird sowohl von der EuropĂ€ischen Union als auch den jeweiligen nationalen Organisationen betreut. Dass solche Übertragungsnetze wie das WiN (Wissenschaftsnetz) notwendig sind, zeigt zunĂ€chst der Blick auf die Datenmengen allein.

Bereits ein einzelnes Röntgenbild in bester QualitĂ€t, also ohne Komprimierung, liegt bei ungefĂ€hr 100 Megabyte. Eine Serie von Aufnahmen, die zu einer Studie oder einer Messreihe gehören, summieren sich schnell zu vielen Gigabyte. Um solche Datenmengen abseits kommerzieller Interessen schnell zu ĂŒbertragen, bedarf es einer parallelen Struktur, die im Privatsektor kaum Anwendung finden wĂŒrde. So steht das WiN (Wissenschaftsnetz) auch synonym fĂŒr den weltweiten Wissensaustausch und Kooperation.

Tipp

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