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Kein Content ohne das passende Bild

Kein content ohne Stockphotos

Copyright © Shutterstock/Iam_Anupong

Fotos sind ein Muss im Internet. Noch bevor wir eine Zeile lesen, fällt der Blick auf das Foto. Es stimmt uns auf den Content ein und transportiert im besten Fall bereits einen Teil der Botschaft – ganz ohne Text. Stockphotos lockern den Content auf und machen ihn lesbarer. Zu einer positiven User-Experience gehören ansprechende Bilder einfach dazu.

Passende Stockphotos wählen

Fotos sollen eine Emotion hervorrufen. Diese müssen zur Webseite bzw. zum Content passen und den Besucher positiv stimmen. Ideal sind bei der Bildauswahl eigene und damit sehr individuelle Fotos: Bilder aus der Firma, vom Mitarbeiterteam oder ein Screenshot zum Projekt. Aber auch diese müssen – wie jede Bildauswahl – qualitativ sehr hochwertig und aussagekräftig sein.

Stockphotos, die in Beiträgen gut ankommen, erscheinen bei der Bildauswahl auf den ersten Blick oft langweilig und werden schnell übersehen. Allerdings liegt die Gefahr bei besonders ausgefallenen und spannenden Bildern in ihrer Polarisierung: sie können zu starke oder zu einseitige Emotionen beim Betrachter hervorrufen.

Tipps für die richtige Bildauswahl

 

  • Kein Blick direkt auf den Betrachter (nicht direkt in die Kamera schauen)
  • Authentische Akteure und Situationen zeigen (keine Supermodels und keine attraktiven Füllfotos)
  • Der Fokus des Bildes zeigt die Kernaussage (z. B. Gegenstand, Person oder Situation)
  • Die Bilder passen zur Zielgruppe (trifft den Geschmack der Leser)
  • Sie passen zur Webseite, zum Blogbeitrag (gleiche Personen auf Bilderfolgen des Beitrags, Harmonie der Farbgebung, ähnliche Aufnahmeeinstellungen u. Ä.)
  • Die Fotos (oder auch der Style) werden nicht bei Mitbewerbern verwendet
  • Das Foto muss technisch zum Layout passen (dazu die Layout-Datei nutzen)
  • Eventuell Filter verwenden
  • Die jeweilige Jahreszeit sollte bei der Bildauswahl berücksichtigt werden (z.B. keine sommerlichen Fotos bei Winterthemen verwenden)
  • Das jeweilige Keyword sollte am Anfang der Recherche in der Google Bildersuche eingegeben werden, umso zu sehen welche Bildinhalte am meisten vorkommen und so zu vermeiden sind
  • Es sollte die Bilderwahl der Konkurrenz analysiert werden, deren Wirkung, Trends und No-Gos.

Um herauszufinden, welche Bilder am besten funktionieren und bei der Zielgruppe besonders gut ankommen, sollte ein A/B-Test durchgeführt werden, indem die selbe Werbeanzeige jedoch mit unterschiedlichen Bildern getestet wird. Durch diesen Test kann die Performance der beiden Werbeanzeigen ermittelt werden und die Bildstrategie dementsprechend bearbeitet und angepasst werden. Es sollte jedoch beachtet werden, dass mehrere und kontinuierliche A/B-Tests durchgeführt werden sollten, da ein einziger Test nicht aussagekräftig genug ist.

Bilder-SEO

Der Content lebt von Bildern und Bilder bringen Traffic. Auch Suchmaschinen konzentrieren sich immer mehr auf das Bilder-SEO mit Grafiken und Fotografien. Mit dem richtigen Bilder-SEO lässt sich sowohl der Traffic als auch das Ranking erhöhen. Bei Informationssuchen (jedoch nicht bei Transaktions- oder Navigationssuchen) zeigen Suchmaschinen auch Fotos an. Damit bringt die richtige Bildauswahl über die Suchmaschine den Traffic direkt auf die Seite.

Da Suchmaschinen die Inhalte auf den Fotos (noch) nicht selbst auswerten können, wird die Bildbeschreibung zurate gezogen. Dazu wertet die Suchmaschine den ALT-Text aus den Metadaten der Bilder aus. In den ALT-Text gehören damit idealerweise passende Schlagworte zum Content auf dem Bild und dem umgebenden Text. Das stellt sicher, dass das in den Suchergebnissen angezeigte Bild für den Nutzer tatsächlich relevant ist. Ausgewertet werden von Google auch EXIF-Daten (GEO-Location, Datum, Kamera u. Ä.). Vieldeutige Bilder, auf denen keine klare Aussage erkennbar ist, eignen sich weniger gut für das Bilder-SEO.

Tipps für das Bilder-SEO

  • ALT- und Title-Texte passen zum Bild und Content der Seite
  • Das Foto ist auf max. 150KB komprimiert
  • Der Dateiname enthält keine Unterstriche
  • Das Bild ist in der robots.txt erlaubt
  • Die Bildauswahl enthält keine pornografischen, gewalttätigen oder andere anstößigen Inhalte.

Stockphotos können auf zahllosen Webseiten erscheinen, die allerdings inhaltlich nicht immer in einem Zusammenhang stehen. Die Suchmaschine kann in so einem Fall den Keyword-Zusammenhang zwischen Foto und Suche unter Umständen nicht mehr herstellen. Welche Verlinkung des Fotos in den Suchergebnissen angezeigt wird, ist nicht vorhersehbar, so dass Chancen und Risiken im Bilder-SEO abzuwägen sind.

Kostenfreie Portale für die (vielleicht) besten Stockphotos

  • Pexels ist eine Sammlung kostenloser Bilder aus dem Internet und Bilder-Datenbanken, die unter der CC0-Lizenz kommerziell verwertet werden können.
  • Unplash enthält hochwertige Bilder von Fotografen, die der CC0-Lizenz unterliegen. Damit können auch sie ohne “Credit”, also ohne Namensnennung auch für kommerzielle genutzt werden.
  • flickr ist ein häufig privat genutztes Fotoportal, in dem sehr genau auf die Lizenzbedingungen der jeweiligen Fotos zu achten ist. Es ist möglich, direkt nach kommerziell freigegebenen Fotos zu suchen.
  • Instagram wurde designed, damit private User sehr individuelle und sehr viele private Fotos veröffentlichen können. Die liegen zudem “getagged” vor, sind also bereits mit passenden Schlagworten versehen, was eine gezielte Suche vereinfacht. Damit ist Instagram eine der besten Fotoquellen im Netz. Allerdings muss für jedes Foto die “Lizenz”, also die Erlaubnis zur Verwendung direkt beim Inhaber des jeweiligen Instagram-Accounts erfragt werden.

Kostenpflichtige Stockphoto-Datenbanken

  • 500px hat sehr hochwertigen Bildcontent im Angebot. Die Preise für Bilder der Profi-Fotografen liegen bei 100 – 250 $ pro Bild.
  • Stocksy bietet professionelle Bilder an, die eben nicht wie Stockphotos aussehen. Für 50 – 150 $ gibt es hier Fotos und auch Videos.
  • gettyimages ist die größte Bilderdatenbank der Welt – und eine der teuersten. Dafür findet man hier Fotos wie aus Hochglanzmagazinen. Allerdings ist die Lizenzierung etwas komplizierter.

Auch rechtlich richtig liegen – die Lizenzen

Das Urheberrecht regelt die Bereitstellung und Nutzung von Stockphotos. Bildmaterial ist entweder lizenzfrei oder lizenzpflichtig.

Lizenzfreie Bilder dürfen im Rahmen der Lizenzvereinbarung in allen Anwendungsbereichen verwendet werden. Zeitlich unbegrenzt und unlimitiert in der Anzahl. Bildersuche.org listet Anbieter von lizenzfreien Bildern auf.

Lizenzpflichtige Bilder unterliegen Bestimmungen. Beispielsweise können Verwendungszweck (privat, kommerziell u. Ä.) sowie Nutzungsdauer eingeschränkt sein. Ist ein Foto als “Lizenzpflichtig” gekennzeichnet, betrifft dies grundsätzlich sowohl die private als auch die kommerzielle Nutzung. Fälschlicherweise wird oft angenommen, eine private Nutzung sei auch ohne Lizenzerwerb zulässig. Mit dem Kauf von lizenzpflichtigem Bildmaterial wird eine Nutzungslizenz erworben. Diese basiert wiederum auf den Lizenzvereinbarungen, die sich auf den jeweiligen Plattformen unterscheiden.

Wird gegen Lizenzbedingungen verstoßen oder liegt eine Urheberrechtsverletzung vor, besteht ein Unterlassungsanspruch seitens der Bildagentur. Es können allerdings zusätzlich Schadenersatzzahlungen auf den Nutzer zukommen. Möglich ist der Abschluss einer Versicherung (z. B. Berufshaftpflicht), die bei Verletzung von Schutz- und Urheberrechten durch eine fehlerhafte Lizenz-/Bildauswahl greift.

Wann handelt es sich um kommerzielle Nutzung?

Bei einer privaten Nutzung wird kein Gewinn erzielt. Die kommerzielle Nutzung von Inhalten ist bei jeder verkaufs- und absatzfördernden Verwendung gegeben und damit bei einer Großzahl von unternehmensrelevanten Anwendungen. Bei Webseiten, Unternehmensblogs, Werbematerial (z. B. Newsletter), Produktverpackungen und Präsentationen liegt regelmäßig die kommerzielle Nutzung vor.

Tipps für die richtige Lizenz


Das Beantworten der folgenden Fragen hilft, die richtige Lizenz auszuwählen:

  • Darf das Stockphoto auf Facebook, Twitter und in den Social Networks genutzt und verbreitet werden?
  • Darf das Stockphoto kommerziell (z. B. in Werbeanzeigen) oder nur privat bzw. im redaktionellen Bereich (Blog, Newsbereich einer Webseite) verwendet werden?
  • Besteht eine Kennzeichnungspflicht? Muss die Quelle (z. B. der Fotograf) zusammen mit dem Bildmaterial genannt oder verlinkt werden?

Zweifellos nervige Stockphotos

Vielleicht lässt sich über die Reihenfolge streiten.

  • Der Handschlag (“The Handshake”)
    Zwei kräftige Männerhände bestätigen den Pakt. Dieses testosterongeladene und viel zu oft genutzte Stockphoto soll Vertrauen symbolisieren.
  • Das “Meeting Foto”
    Beanzugte Mitarbeiter am Konferenztisch. Skyline im Hintergrund. Aussage der Bildauswahl: Wir nehmen uns zu wichtig und zeigen es gerne.
  • Anzugsgang
    Noch ein typisch kommerzielles Businessfoto ist der Chef, in dessen Schlepptau sich die Mitarbeiter in Businesskleidung aufreihen, oft mit verschränkten Armen. Mit denen möchte man sich lieber nicht anlegen. Sehr schön für Anwaltskanzleien, aber leider zu abgedroschen.
  • Der sexy Kundenservice
    Wenig hilfreich, wenn der Kunde schon beim Support-Foto zweifelt, ob bei den Werbeaussagen des Unternehmens alles mit rechten Dingen zugeht.
  • Puzzleteile
    Keine Branche, die ihre Lösungskompetenz nicht mit Puzzlen zu belegen versucht.

Tipps um die 'Gefahren' der Bildauswahl zu umgehen

Das Einsetzten von Stockphotos, welche auf die Schnelle ausgesucht wurden, können in manchen Fällen dem Content und Design schaden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass sich Unternehmen bei der Bildauswahl viel Zeit lassen, um sicher zu gehen, dass dieses einen Mehrwert generiert und nicht bereits überall verwendet wurde.

 

Ob ein Stockphoto woanders bereits benutzt wird, lässt sich mit der “Search-By-Image”-Suche herausfinden – dazu in der Suchleiste auf das Kamera-Symbol klicken. Eine häufige Verwendung des Stockphotos ist im Rahmen des Bilder-SEO grundsätzlich positiv zu bewerten, denn ganz offensichtlich gefällt es den Usern – und das wiederum gefällt den Suchmaschinen. Allerdings können die immer wiederkehrenden Stockphotos schnell langweilig werden und dem eigenen Content Authentizität und Originalität nehmen.

 

Schlussendlich sollte jedem bewusst sein, dass immer eigene Bilder genutzt werden sollten, falls es die vorhandenen Ressourcen zulassen. Denn auch korrekt ausgewählte Stockphotos können keinen professionellen Fotografen ersetzten.

Wichtiger rechtlicher Hinweis: Informieren Sie sich in jedem Fall selbst umfangreich über Bild-Lizenzen. Unser Blogbeitrag stellt keinen Ersatz für eine ordentliche Rechtsberatung dar.

 

Titelbild: Copyright © Shutterstock/Iam_Anupong

Kostenloser SEO-Check der OSG

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