Skip to main content

Emotional Targeting

Beim Emotional Targeting geht es darum, Werbung zu konzipieren, die die Gefühle der Empfänger ansprechen soll. Es wird also nicht darauf gesetzt, in erster Linie sachliche Informationen zu vermitteln. Verbraucher sollen emotional dazu angeregt werden, eine für den Werbetreibenden positive Entscheidung zu treffen.

Die Bedeutung von Emotional Targeting für das Online-Marketing

Das Emotional Targeting verwendet Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung und der Neuropsychologie, um Konsumenten gezielt zu beeinflussen. Dadurch sollen Gefühlszentren im Gehirn angesprochen werden. Die Grundsätze des Emotional Targeting können unkompliziert im Online-Marketing eingesetzt werden. Sie helfen bei der Konzeption von Webseiten und beim Schreiben von Texten.

Die Vorteile des Emotional Targetings

Grundsätzlich ist es auf viele Arten möglich, die Gefühle des Verbrauchers anzusprechen. Gemeinsam haben die Methoden des Emotional Targetings, dass sie nicht über die Verstandesebene, sondern über die Gefühlsebene wirksam werden. Dabei sollen die ausgelösten Gefühle im Idealfall zu dem beworbenen Produkt passen, um den Wunsch nach einem Besitz zu stärken. Interessant am Emotional Targeting ist, dass es sehr schnell überzeugen kann, wenn es funktioniert. Während es sich der Verbraucher bei einer rein rationalen Entscheidung noch einmal überlegen kann, wirken die erzeugten Gefühle in der Regel sehr stark und unmittelbar. Ein weiterer Vorteil dieser Marketing-Technik besteht darin, dass sie in der Lage ist, die emotionale Bindung an die Marke (oder den Online-Shop) zu stärken. Die erzeugten Gefühle werden nicht nur mit dem Produkt an sich, sondern auch mit der hinter ihm stehenden Firma verknüpft.

Emotional Targeting – seine Prinzipien

Im Online-Marketing kann die Ansprache der emotionalen Ebene bei der Gestaltung von Webseiten eingesetzt werden. Hierbei ist es möglich, über das Design der Seite Gefühle zu erzeugen. Es eignen sich außerdem die auf der Seite veröffentlichten Texte sowie Bilder und Videos. Geeignet sind alle Maßnahmen, die die Emotionen ansprechen. Ob eine Maßnahme in diesem Sinne geeignet ist, lässt sich intuitiv beurteilen. Es ist auch möglich, eine Reihe von Testpersonen zu befragen, ob sie sich ausreichend durch die entsprechenden Bilder oder Designs angesprochen fühlen. Genutzt werden außerdem Analyseverfahren wie Eye Tracking oder Webanalyse-Tools, um den Erfolg von Emotional Targeting festzustellen. Im Social Media-Bereich ist es möglich, Likes oder die Anzahl der geteilten Inhalte zu zählen, um festzustellen, ob die emotionale Ansprache auch tatsächlich ankommt.

Die Art der angesprochenen Emotionen

Emotionen können auf verschiedene Arten wirken und zu einer Kaufentscheidung bewegen. Es ist sinnvoll, ein gewünschtes Gefühl auszusuchen und die getroffenen Maßnahmen darauf abzustimmen. Am besten passt die ausgewählte Emotion zum beworbenen Produkt. Es ist auch möglich, genau die gegenteiligen Gefühle anzusprechen – etwa dann, wenn eine Schokolade oder ähnlich kalorienhaltige Nahrung mit einem leichten, unbeschwerten Lebensgefühl verbunden werden soll. Im Emotional Targeting können typische Sehnsüchte angesprochen werden, wie etwa der Wunsch nach Freundschaft, Liebe oder Zusammengehörigkeit. Auch die Verbundenheit innerhalb der Familie ist ein von vielen Werbetreibenden gern benutztes Thema. Es müssen nicht zwangsläufig positive Gefühle sein, die beim Emotional Targeting angesprochen werden. Möglich ist es auch, über Mitleid einen Kaufanreiz zu schaffen. Auch kann das schlechte Gewissen der Verbraucher über Emotional Targeting aktiviert werden. Grundsätzlich sind die Möglichkeiten unbegrenzt.

Die Definition der Zielgruppe

Um diejenigen Maßnahmen zu finden, die besonders gut funktionieren, kann eine Zielgruppenanalyse durchgeführt werden. Wie sieht das durchschnittliche Mitglied der Zielgruppe aus und welche Lebenswünsche und Interessen hat es? Welche Lebensbereiche sind ihm besonders wichtig? Geht es ihm um Liebe und Heirat? Um beruflichen Erfolg? Oder darum, möglichst viel Spaß zu haben? An die daraus gewonnenen Erkenntnisse kann die Marketing-Kampagne angepasst werden.

Emotional Targeting – gängige Methoden

Fotos und Videos können besonders emotional anregen, da sie Informationen in kompakter Form enthalten. Sie wirken innerhalb von Sekunden, während ein Text länger brauchen kann und nicht jeder lange Texte lesen mag. Häufig ist es nützlich, Bilder von Menschen einzusetzen. Über die menschliche Empathie wird das Gefühlszentrum im Gehirn angesprochen. Interessant kann für Online-Marketer auch die Verwendung von Spielen sein. Spiele bieten Aufregung und gleichzeitig Entspannung. Erfolg beim Spielen wirkt als Belohnung und schafft auf diese Weise lustvolle Gefühle. Wenn das Spiel richtig konzipiert ist, werden diese positiven Emotionen mit dem betreffenden Produkt oder dem dahinter stehenden Unternehmen verknüpft. Eine weitere Möglichkeit, Emotional Targeting gezielt einzusetzen, ist die Veranstaltung von Gewinnspielen. Bereits die Teilnahme an einem Gewinnspiel ist spannend – vor allem dann, wenn die zugehörige Landingpage ansprechend konzipiert ist. Die Hoffnung und Vorfreude in Bezug auf einen Gewinn kann sich positiv auf die Unternehmensbindung auswirken – selbst dann, wenn der betreffende Teilnehmer beim Gewinnspiel kein Glück hat. Besonders kunstvoll ist Emotional Targeting dann, wenn bereits wenige Wörter ausreichen müssen – etwa dann, wenn es in der Betreff-Zeile eines Newsletters oder in einer Überschrift eingesetzt werden soll.

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG

Emotional Targeting
1 (20%) 2 votes