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Geotagging

Was bedeutet Geotagging?

Mit Geotagging bezeichnet man die Anreicherung einer Datei mit geografischen Koordinaten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Fotos, die mit GPS-Daten angereichert werden, sodass Aufnahmen von bestimmten Standorten schneller gefunden werden können. Das Geotagging-Verfahren wird heutzutage häufig bei Smartphones eingesetzt, um fotografierte Standorte anderen Usern in sozialen Netzwerken schnell und einfach zugänglich zu machen. Darüber hinaus gibt es sogenannten “GPS-Tagger”, die an einer Kamera befestigt werden und eher für den professionellen Einsatz ausgelegt sind.

Geotagging mit Smartphones

Die Geotagging-Technik baut auf dem bewährten GPS-System auf. Fotografien lassen sich auf diese Weise mit den GPS-Daten des jeweiligen Standortes anreichern. Damit dieses Verfahren einwandfrei funktioniert, ist ein Zusammenspiel zwischen der Kamera, des GPS-Empfängers sowie der erforderlichen Software notwendig. Für das Aufzeichnen der geografischen Koordinaten und die Verknüpfung mit der Kamera sind unterschiedliche Systeme erhältlich.

Die einfachste und günstigste Weise, Fotos mit Geotags anzureichern bieten moderne Smartphones. Viele Smartphones sind mittlerweile mit einem GPS-Empfänger und der nötigen Software ausgestattet, sodass sich Geotagging ohne größere Probleme umsetzen lässt. Im Kontext moderner Smartphones wird diese Funktion in erster Linie genutzt, um Fotos in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, damit die Kontakte sehen können, an welchem Standort das jeweilige Foto aufgenommen wurde.

Externe GPS-Tagger

Für den professionellen Einsatz sind externe GPS-Tagger erhältlich, die an der Kamera angebracht werden. Dabei wird zwischen drei unterschiedlichen Systemen unterschieden. Die neueren GPS-Tagger versehen die Fotos im Moment des Aufzeichnens mit den entsprechenden GPS-Metadaten. Dies bietet den Vorteil, dass im Nachhinein keine Nachbearbeitung nötig ist. Der Nachteil dieser Systeme äußert sich in der Tatsache, dass sie den Kameraakku massiv belasten und relativ teuer in der Anschaffung sind. Andere GPS-Tagger, die ebenfalls an der Kamera befestigt werden, zeichnen die GPS-Daten im Dauerlauf und losgelöst von der Kamera auf. Dadurch entsteht jedoch ein Mehraufwand, da die aufgezeichneten GPS-Daten im Nachhinein mit den Fotos synchronisiert werden müssen.

Bei der Aufzeichnung wird ein jedes Foto mit einem Zeitstempel versehen. Dank des GPS-Taggers werden die entsprechenden geografischen Daten zur Verfügung gestellt, mit denen sich in der Nachbearbeitung die entsprechenden Fotos anreichern lassen. Diese Daten lassen sich im Rahmen der nachträglichen Bearbeitung ergänzen, sodass man ohne großen Aufwand auch Orte oder Straßennamen eintragen kann. Darüber hinaus sind GPS-Tagger erhältlich, die bei der Aufzeichnung der GPS-Koordinaten völlig losgelöst von der Kamera funktionieren. Der wesentliche Vorteil dieser Geräte äußerst sich in der Tatsache, dass sie in der Anschaffung relativ günstig sind und dass sie mit einem eigenen Akku ausgestattet sind, sodass sie die Batterie der Kamera nicht unnötig belasten. Die Daten müssen aber im Anschluss an einem PC mittels spezieller Software synchronisiert werden.

Wozu wird Geotagging eingesetzt?

Wie wir bereits im obigen Absatz erwähnt haben, wird Geotagging in erster Linie eingesetzt, um in sozialen Medien mithilfe der GPS-Koordinaten den Entstehungsort der Fotos anzugeben. Der Entstehungsort könnte selbstverständlich auch in der Beschreibung angegeben werden, doch viele Online-Dienste sind mittlerweile in der Lage die GPS-Metadaten auszulesen und automatisch auf eine Landkarte zu übertragen.

Dadurch können andere Nutzer beispielsweise eine Karte aufrufen und so Fotos zu bestimmten Standorten angezeigt bekommen. Bekannte Beispiele für solche Online-Dienste sind Google Earth und Google Maps. Wenn man in Google Maps einen bestimmten Ort betrachtet, bekommt man im Kontextmenü Fotos, die an diesem Ort entstanden sind, automatisch angezeigt. Es gibt aber auch eine Reihe professioneller Einsatzbereiche, wo Geotagging schon seit Jahren äußerst erfolgreich eingesetzt wird, wie beispielsweise im Bereich des Katastrophenschutzes oder in der Umwelt- und Raumplanung.

Relevanz für die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung in Bezug auf Orte wird lokales SEO bezeichnet. In diesem SEO-Bereich spielt Geotagging eine bedeutende Rolle. Insbesondere für regionale Dienstleister ist es wichtig, im Kontext eines bestimmten Ortes schnell und einfach gefunden zu werden. Ein Computerfachgeschäft, dessen Website mit GPS-Metadaten versehen wird, kann bei einer Google-Suche nach dem Termin “Computerhardware kaufen Ort” an einer prominenten Stelle in den Suchergebnissen angezeigt werden.

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