Reconsideration Request

Reconsideration Request

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Was ist ein Reconsideration Request?

Wurde eine Website von Google negativ bewertet und im Ranking entsprechend herabgestuft, kann via Reconsideration Request (deutsch: Antrag auf Wiederaufnahme) die erneute Aufnahme in den Suchmaschinenindex erbeten werden. Beim Reconsideration Request handelt es sich um ein Formular, erreichbar über die Google Search Console.

Abstrafungen von Google und deren Konsequenzen

Die vollst├Ąndige Entfernung einer Website aus dem Suchmaschinenindex kann unterschiedliche Gr├╝nde haben. Dazu geh├Âren Abstrafungen (Penaltys), die Verwendung unerlaubter SEO-Techniken oder andere Ursachen, die eine Website auf die Google-Blacklist setzen.

Manuelle Ma├čnahmen von Google sind klar vom Abfallen einer Website in den Suchergebnissen abzugrenzen. F├Ąllt eine Website aufgrund von Algorithmus-├änderungen im Ranking, ist ein┬áReconsideration Request┬áaussichtslos. Diese Index-Ver├Ąnderung werden von Google anhand automatischer Techniken umgesetzt.

Reconsideration Requests machen Sinn, wenn die Abstrafung bzw. das Down-Ranking von Google-Mitarbeitern manuell ausgef├╝hrt wurde. Diese Penaltys k├Ânnen sowohl einzelne und/oder mehrere unterschiedliche Bereiche der Website betreffen oder die gesamte Domain oder Subdomains. Ebenfalls kann ein bestimmtes Keyword-Ranking abgestraft werden, falls damit gegen die Google-Richtlinien versto├čen und eine entsprechend hohe Position in den Rankings erreicht wurde. Die vollst├Ąndige Entfernung der Website aus dem Suchmaschinenindex ist die schlimmste Konsequenz von Seiten Googles.

Unterscheidung der drei Arten von Penaltys:

Die Domain wurde im Google Index ab Platz 31 herabgestuft. Daher ist sie erst ab der dritten Seite in den Suchergebnissen zu finden. Diese Abstrafung bezieht sich in den meisten F├Ąllen auf die gesamte Domain.
L├Ąsst sich die Domain unter TOP 100-Ergebnissen nicht mehr auffinden, spricht man von der “Minus 950 Penalty”. Die Domain ist nicht komplett aus dem Ranking verbannt; betroffen sind meistens einzelne Keywords oder URLs.
Ergibt eine Site-Abfrage, dass die Website unter Google gar nicht mehr auffindbar ist, handelt es sich eindeutig um eine vollst├Ąndige Entfernung aus dem Suchmaschinenindex.

Im Falle einer Minus 30 Penalty besteht das Problem bei der Ermittlung einer Abstrafung in der Unterscheidung darin, ob die Website wegen schwacher Nachfrage im Ranking abgesunken ist, oder ob tats├Ąchlich gegen die Google Webmaster Guidelines versto├čen wurde. Es ist daher in jedem Fall absolut empfehlenswert, die Richtlinien von Google einzuhalten und die Abstrafungen von vornherein zu vermeiden. Der Content sollte dem Besucher der Website unbedingten Mehrwert bieten; die Verwendung unerlaubter SEO-Techniken ist zu unterlassen. Dazu z├Ąhlen unnat├╝rliche Link-Strukturen, Hidden Text, Cloaking, Doorway Pages etc. Auch ├╝berm├Ą├čige SEO-Ma├čnahmen k├Ânnen eine Abstrafung zur Folge haben. Unerlaubte SEO-Techniken wie Keyword Stuffing und Linktausch wurden ├╝ber Algorithmus-Updates wie das Penguin-Update im April 2012 identifiziert und abgestraft.

Vorbereitungen für das Reconsideration Request

Bevor der Antrag auf Wiederaufnahme an Google gesendet wird, muss gekl├Ąrt sein, welche Bereich der Website betroffen sind und um welche Verst├Â├če gegen die Richtlinien es sich exakt handelt. Wird der Antrag gestellt, werden die Google-Mitarbeiter pr├╝fen, ob die beanstandeten Fehler behoben wurden.

Die Google-Richtlinien zeigen zahlreiche Gr├╝nde f├╝r eine Abstrafung auf. Dazu geh├Âren:

  • unnat├╝rliche Linkprofile
  • von Hackern attackierte Websites
  • Content ohne Mehrwert f├╝r die Website-Besucher
  • von Nutzern erstellter Spam oder Spam-Websites
  • Weiterleitungen auf nicht-existente Ziel-URLs (Cloaking)
  • f├╝r Nutzer nicht-sichtbare Texte, die Suchmaschinen jedoch lesen k├Ânnen sowie
  • Hosts, die sich ausschlie├člich ├╝ber Werbung finanzieren und daher kostenlos sind

Vorgehensweise beim Reconsideration Request

Bevor der Website-Betreiber den Antrag stellt, muss er seine Website eingehend analysieren. Die Webmaster-Tools weisen in der Regel jeden Fehler inklusive Ursache und Ziel-URL aus. Vor der Antragstellung sind diese Informationen genau zu pr├╝fen, damit anschlie├čend die richtigen Gegenma├čnahmen eingeleitet werden k├Ânnen.

Beim eigentlichen Reconsideration Request ist folgende Abfolge empfehlenswert:

  • Erster Schritt: Der Webmaster bzw. Administrator meldet sich mit dem eigenen Google-Konto in den Webmaster-Tools an. dies erleichtert der Suchmaschine die leichtere Identifikation von Website und Nutzer. Anschlie├čend kann in den Webmaster-Tools der┬áReconsideration Request┬ágestellt werden.
  • Zweiter Schritt: Die Antragsmaske enth├Ąlt ein Dropdown-Men├╝, aus der die betroffene Website ausgew├Ąhlt werden kann. Anschlie├čend muss begr├╝ndet werden, warum der Wiederaufnahmeantrag gestellt wird. Sinnvoll ist an dieser Stelle die Erl├Ąuterung, warum die Website aus dem Suchmaschinenindex ausgeschlossen wurde und was dazu gef├╝hrt haben k├Ânnte.
  • Dritter Schritt: Es folgt eine ausdr├╝ckliche Erkl├Ąrung, dass s├Ąmtliche Fehler beseitigt wurden und es in Zukunft nicht mehr zu solchen Vorf├Ąllen kommen wird. Per Klick auf einen Button wird der┬áReconsideration Request┬áan Google ├╝bermittelt.

Wichtige Hinweise zum Antrag auf Wiederaufnahme:

Ein┬áReconsideration Request┬áhat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn s├Ąmtliche Verst├Â├če und von Google bem├Ąngelten Fehler beseitigt und die Ma├čnahmen detailliert dokumentiert werden. Google ben├Âtigt eine transparente Erl├Ąuterung, welche Schritte daf├╝r eingeleitet und durchgef├╝hrt wurden. Eine ├╝bersichtliche Tabelle mit Einzelnachweisen – eingereicht beispielsweise via Google Docs – ist f├╝r die Google-Mitarbeiter hilfreich, da sie sich einen schnellen ├ťberblick verschaffen k├Ânnen, welche Links etc. entfernt wurden.

Google kommt es darauf an, dass wirklich alle als unnat├╝rlich eingestuften Links entfernt oder zumindest auf irgendeine Weise bearbeitet werden.

Reconsideration Request┬áeingereicht – so geht es weiter

Die Bearbeitung des Antrags wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und kann die Geduld des Antragstellers auf eine harte Probe stellen. Dennoch bittet Google darum, Mehrfachanfragen zu vermeiden. Den Antrag einmalig zu stellen, reicht v├Âllig aus.

Eine Alternative zum Reconsideration Request gibt es derzeit noch nicht, denn Google ist telefonisch nicht erreichbar.

Tipp

Es ist essenziell, bei der Erstellung des Antrags h├Âchste Sorgfalt walten zu lassen und die Angaben so ausf├╝hrlich darzustellen wie m├Âglich. Wichtig ist au├čerdem eine neutrale, h├Âfliche Ansprache der Google-Mitarbeiter. Werden die pr├╝fenden Mitarbeiter beschimpft, ist es durchaus m├Âglich, dass der Antrag abgelehnt wird.

Google informiert automatisch ├╝ber den Eingang des┬áReconsideration Request. Haben die Mitarbeiter die Website ├╝berpr├╝ft, wird sie bei positiver Beurteilung wieder in den Suchmaschinenindex aufgenommen bzw. h├Âher im Ranking eingestuft. Die Beurteilungen (engl. assessment) sehen in der Regel folgenderma├čen aus:

  • “Your┬áReconsideration Request┬áhas been granted” – dies bedeutet, dass dem Antrag stattgegeben und Abstrafung aufgehoben wurde.
  • “Your┬áReconsideration Request┬áhas been declined” – dem Antrag wurde nicht stattgegeben, die Abstrafung nicht aufgehoben.
  • “Your┬áReconsideration Request┬áhas been processed” – dem Antrag wurde stattgegeben, die Abstrafung noch nicht aufgehoben. In der Regel liegt dies daran, dass nicht alle bem├Ąngelten Fehler behoben wurden.

Der Antrag auf Wiederaufnahme kann den Zeitraum der manuell verh├Ąngten Abstrafung durchaus verk├╝rzen. Eine Garantie auf Erfolg gibt es jedoch nicht, denn die Entscheidung obliegt in jedem Fall der Entscheidung der verantwortlichen Google-Mitarbeiter.

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich eines Online Marketing Themas haben, dann k├Ânnen Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.

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