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Studie: Das denken die Deutschen über Startups Studie: Das denken die Deutschen über Startups
Der Begriff „Startup“ bezeichnet ein junges Unternehmen, das versucht, sich mit innovativen Ideen am Markt durchzusetzen. Doch die überwiegende Mehrheit in Deutschland kann mit... Studie: Das denken die Deutschen über Startups

Studie zu StartupsDer Begriff „Startup“ bezeichnet ein junges Unternehmen, das versucht, sich mit innovativen Ideen am Markt durchzusetzen. Doch die überwiegende Mehrheit in Deutschland kann mit diesem Begriff nichts anfangen, wie eine Studie des Bundesverbands für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) im letzten Jahr ermittelte. Dazu wurden in Deutschland 2300 Menschen befragt.

Bundesbürger haben von Startups eine gute Meinung

54 Prozent aller Befragten haben den Begriff „Startup“ schon einmal gehört, aber nur 32 Prozent wissen, was sich hinter diesem Ausdruck verbirgt. Nur etwa drei Prozent kennen den Gründer eines solchen Unternehmens persönlich. Der Hightech-Verband Bitkom sieht hier besonders an Schulen dringenden Handlungsbedarf. Nimmt man die Personen, die sich mit diesem Thema auskennen, so sind die meisten vom Wert und Nutzen eines solchen Unternehmens überzeugt. 83 Prozent aller Bundesbürger glauben, dass Startups neue und moderne Arbeitsplätze schaffen, 82 Prozent verbinden den Namen mit Innovationen oder neuen Produkten oder Dienstleistungen. Gut 71 Prozent glauben, dass Startups sehr wichtig für die Zukunft des Standorts Deutschland sind. Allerdings gaben auch 69 Prozent an, dass Startups vor allem von den Medien überschätzt werden, 57 Prozent glauben sogar, dass diese Unternehmen letztlich erfolglos bleiben und pleite gingen.

Im internationalen Vergleich werden von 58 Prozent der Befragten die deutschen Startup-Unternehmen eher im Mittelfeld gesehen, nur 33 Prozent sehen die Bundesrepublik hier unter den Top 10. Nur 2 Prozent glauben, dass Deutschland eine global führende Startup-Nation ist. Etwa 34 Prozent der Deutschen vergeben diesen Titel an die Vereinigten Staaten.

Wir brauchen Startups

Gründer von Startup-Unternehmen gelten bei etwa einem Drittel der Befragten als technik-affine Sonderlinge, die ihre Mitarbeiter ausnutzen. Für die überwiegende Mehrheit von 87 Prozent gelten die Firmengründer jedoch als leistungsorientiert und sehr zielstrebig. 63 Prozent sehen sie sogar als Vorbild für junge Leute. Für etwas mehr als die Hälfte aller Befragten kommt eine Beschäftigung bei einem Startup jedoch nicht infrage. Grund dafür ist die allgemeine Unsicherheit der Arbeitsplätze in der Gründerszene. Ein überraschendes Ergebnis fördert die Studie zur Frage von gescheiterten Startup Unternehmern zutage. So stimmten eine große Mehrheit von 83 Prozent zu, den Gründern im Falles des Scheiterns eine zweite Chance zu geben. Knapp die Hälfte der Befragten meinte, dass diese Personen öffentlich unterstützt werden müssten. Nur 18 Prozent sieht die gescheiterten Gründer als Versager. 68 Prozent können sich vorstellen, dass Gründer an Schulen und Universitäten über ihre Erfahrungen berichten sollten.

Startup = Risiko

Startup-Unternehmen haben ein erhöhtes Risiko zu Scheitern. Trotzdem sieht die Mehrheit ein Scheitern nicht als Makel. Wie Bitkom feststellte, entwickelt sich in Deutschland gerade eine Kultur der zweiten Chance. Den meisten Menschen ist klar, dass es Innovationen nicht ohne Risiko gibt. Deutliche Zustimmung findet deshalb auch die Forderung Startups besser zu unterstützen. So sind etwa 63 Prozent der Befragten dafür, Startups eine öffentliche Anschubfinanzierung zu geben. 62 Prozent meinten Gründer und Investoren sollten außerdem mit steuerlichen Vorteilen belohnt werden. Rund zwei Drittel aller Befragten wünschten sich außerdem, dass über das Thema Startups auch an Schulen und Universitäten informiert würde. Außerdem gilt es, für Investoren ein attraktives Umfeld zu schaffen, damit neben der Wachstumsphase auch das internationale Geschäft finanziert werden kann.

Bild oben: © Coloures-pic – Fotolia.com

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Laura Höß

Laura Höß ist Teamleader im Bereich Media bei der Online Solutions Group GmbH und hat seit 2008 Erfahrung im Bereich Online Marketing. Sie ist neben der Betreuung der Großkunden, vor allem für die übergreifende Leitung des Teams und die Weiterentwicklung der Abteilung zuständig.

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