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Earned Media

Was ist Earned Media?

Als Earned Media bezeichnet man alle Veröffentlichungen wie Presseberichte, Erwähnungen in sozialen Netzwerken, Tweets und Retweets, Produkt- oder Unternehmensrezensionen und Blogposts rund um eine Marke oder ein Produkt, die die Unternehmen nicht selbst veröffentlichen und verbreiten.

Für jede Marke ist Reputation alles – und Reputation wird in zunehmendem Maße durch Earned Media ohne Zutun des Unternehmens aufgebaut – und manchmal auch zerstört. Von einem begeisterten Nachrichtenartikel über ein Produkt bis hin zu einer vernichtenden Review in den sozialen Medien erfährt jede Marke und jedes Unternehmen früher oder später die Vorteile und Nachteile der “verdienten Medien”.

Andere Bezeichnungen für Earned Media sind Medienbeziehungen, Mundpropaganda, PR oder Werbung. Sie sind eine unbezahlte Werbung in Form von Nachrichtenartikeln, einem veröffentlichten Interview oder einer Rezession für ein Produkt durch Dritte. Darüber hinaus kann es sich dabei auch um einen Artikel handeln, der von jemandem geschrieben wurde, der mit der Marke in Verbindung steht, aber von einer dritten Partei veröffentlicht wurde.

In der sozial vernetzten Welt nutzen Vermarkter zunehmend Earned Media als eine Taktik für die Kundenbindung und Kundengewinnung. Eine Studie von Nielsen und InPowered hat gezeigt, dass Experteninhalte – glaubwürdige Artikel und Rezensionen von Dritten – die effektivste Informationsquelle sind, die Verbraucher in allen Phasen des Kaufprozesses über Produktkategorien hinweg beeinflusst. Die Studie zeigte auch, dass die kostenlose PR durch Dritte um 88 Prozent effektiver ist als eigene Medieninhalte.

Die Marketingstrategien Earned Media, Owned Media und Paid Media

Earned Media ist eine von drei großen Marketingstrategien. Die beiden anderen sind Owned Media und Paid Media. Bei Owned Media handelt es sich um Inhalte, die von der Marke selbst erstellt und zum Beispiel auf der Unternehmenswebseite oder dem eigenen Blog veröffentlicht und gepflegt werden. Als Paid Media wird jegliche Form von Werbung bezeichnet, die von einer Drittpartei veröffentlicht wird und für die die Marke bezahlt. Viele Marketingstrategen vergleichen Earned Media mit dem Heiligen Gral. Dabei ist deren Erfolg oft eine Folge des Einsatzes der beiden anderen Marketingstrategien. So führen eine bezahlte Werbeaktion oder ein interessanter Blogpost dazu, dass Menschen im Internet über eine Marke, ein Produkt oder ein Unternehmen sprechen. Somit verbreitet sich die Werbebotschaft unentgeltlich.

Vor- und Nachteile von Earned Media

Im Content-Marketing ist die moderne Form der Mundpropaganda eine der günstigsten und einflussreichsten Strategien, die ein Marketer nutzen kann. Social Media und Bewertungsportale sind hierbei wichtige Kanäle. Die Vorteile der Verwendung in einer Content-Marketing-Strategie ergeben sich unter anderem aus der Möglichkeit, Experten-Content zur Steigerung der Marken Reputation, der Glaubwürdigkeit und des Vertrauens zu erhalten. Neue Kunden können leichter gewonnen und bestehende Kundenbeziehungen gestärkt werden. Wenn Glaubwürdigkeit und Vertrauen etabliert sind, führt dies in der Regel zu mehr Conversions. Soziale Signale wie Likes und Shares sind positive Zeichen für Suchmaschinen und die organischen Suchergebnisse können positiv beeinflusst werden. Earned Media benötigt zu dem kein großes Budget.

Nachteilig ist, dass Unternehmen keinen Einfluss auf den Inhalt der durch Dritte verbreiteten Informationen haben. Ein Steuern der Nachrichten ist so gut wie unmöglich. Negative Presseberichte, Kritiken und Kommentare zu einer Marke oder einem Produkt lassen sich nicht verhindern. Darüber hinaus ist es oft kaum möglich, auf negative Äußerung und Rezensionen von Kunden oder Interessenten zeitnah zu reagieren. Dazu wäre eine permanente Kontrolle aller Kanäle erforderlich. Eine Kontrolle, die kaum mit einem vertretbaren Aufwand-Nutzen-Verhältnis realisierbar ist.

Tipp

Earned Media sind für Marken und Unternehmen wertvoll, da sie tendenziell vertrauenswürdiger und glaubwürdiger sind. Das Potenzial für eine stärkere organische Reichweite von Social Media ist ein Grund, warum beispielsweise Influencer eine wichtige Rolle spielen. Der Social-Media-Aspekt integriert Kundenmeinungen in die Marketingstrategie und unterstreicht die Wichtigkeit das Social Media Engagement zu erhöhen. Der Wert von Presseerklärungen und des PR-Teams ist dabei genauso wertvoll wie eh und je.

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