Hochverf├╝gbarkeit

Was ist Hochverf├╝gbarkeit?

Der Begriff Hochverf├╝gbarkeit bezieht sich auf die Verf├╝gbarkeit von IT-Systemen im Falle eines Ausfalls einzelner Komponenten. Die Hochverf├╝gbarkeit ist daher vor allem f├╝r Unternehmen und Organisationen von h├Âchster Relevanz. Ein reibungsloser Ablauf unternehmensinterner Prozesse ist heutzutage von der st├Ąndigen Verf├╝gbarkeit von Servern und anderen IT-Systemen abh├Ąngig. Unternehmen legen deswegen h├Âchsten Wert darauf, dass diese jederzeit und vollumf├Ąnglich zur Verf├╝gung stehen. Beispiele hierf├╝r sind E-Mail-Server, die der Kommunikation der Mitarbeiter untereinander dienen, die eigene Webseite zur Herstellung neuer Kundenkontakte und Warenwirtschaftssysteme, die der Produktion und dem Verkauf dienen k├Ânnen.

Bei jedem der genannten Beispiele ist es essenziell, dass es hochverf├╝gbar ist und dem t├Ąglichen Gesch├Ąftsbetrieb ohne Ausf├Ąlle zur Verf├╝gung stehen. Schlie├člich hat kein Nutzer ein Interesse daran, dass die Webseite, die m├Âglichst immer und f├╝r jeden erreichbar sein sollte, pl├Âtzlich ausf├Ąllt. Bei einem Server mit Hochverf├╝gbarkeit garantiert der Provider genau das: Ein System, das so gut wie immer zu erreichen ist. Dabei ist es nicht von Belang, ob es zu hardware- oder softwareseitigen Fehlern bzw. ausf├Ąllen kommt. Allerdings ist der Begriff der Hochverf├╝gbarkeit noch nicht einheitlich definiert. Einen Anhaltspunkt liefert das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers).

Klassifizierung von Verf├╝gbarkeit

In der Praxis dr├╝ckt sich eine hohe Verf├╝gbarkeit dadurch aus, dass das System samt der damit verbundenen Ressourcen auch dann noch verf├╝gbar ist, wenn einzelne Komponenten ausfallen. ├ťblicherweise wird die Verf├╝gbarkeit in Prozent angegeben. Ein System wie beispielsweise ein Webserver mit einer Hochverf├╝gbarkeit von 99,5 Prozent, das 24 Stunden am Tag l├Ąuft, kommt in einem Jahr auf mindestens 8716 Betriebsstunden. Die Ausfallzeit betr├Ągt somit 43,8 Stunden. F├╝r die meisten Unternehmen liegen solche Ausfallzeiten aber schon au├čerhalb des Toleranzbereichs. Aus diesem Grund wird auch erst ab 99,9 Prozent von Hochverf├╝gbarkeit gesprochen. Dies entspricht noch einer Ausfallzeit von 8:46 Stunden pro Jahr.

Die Verf├╝gbarkeit l├Ąsst sich durch den Einsatz entsprechend hochwertiger Komponenten noch weiter steigern. Wird die hohe Verf├╝gbarkeit auf 99,99 Prozent erweitert, verbleibt eine Ausfallzeit von nur noch 53 Minuten pro Jahr. Bei 99,999 Prozent reduziert sich die Ausfallzeit auf 5 Minuten, bei 99,9999 Prozent auf 32 Sekunden pro Jahr. Das ist auch die Form, in der Hochverf├╝gbarkeit heute am Markt angeboten wird. Produkte mit der h├Âchsten Verf├╝gbarkeit werden auch zu einem entsprechend hohen Preis angeboten. Da diese Unterschiede nicht gerade unerheblich sind, sollten sich Unternehmen und Organisationen genau ├╝berlegen, wie viel Geld sie f├╝r die Hochverf├╝gbarkeit ihrer Systeme ausgeben wollen.

Availability Environment Classification

Zur besseren Klassifizierung hat die Harvard Research Group (HRG) die Verf├╝gbarkeit in sechs Klassen mit der Bezeichnung Availability Environment Classification (AEC) eingeteilt. AEC-0 steht f├╝r konventionelle Systeme, bei denen die Funktion unterbrochen werden kann und die Datenintegrit├Ąt nicht essenziell ist. AEC-1-Systeme gelten schon als sehr verl├Ąsslich. Hierbei muss die Datenintegrit├Ąt gew├Ąhrleistet bleiben, auch wenn Unterbrechungen auf dieser Ebene erlaubt sind. Bei AEC-2 wird bereits von Hochverf├╝gbarkeit gesprochen, denn hier d├╝rfen Funktionen w├Ąhrend der Hauptbetriebszeit nur minimal unterbrochen werden. Solche Unterbrechungen sind bei Systemen der Klasse AEC-3 schon nicht mehr gestattet. Bei AEC-4 muss die Funktion des Systems dann ununterbrochen gew├Ąhrleistet sein – ├╝ber 24 Stunden an 7 Tagen pro Woche. Das Maximum an Hochverf├╝gbarkeit stellt AEC-5 dar. Die Funktion des Systems muss unter allen Umst├Ąnden und jederzeit gew├Ąhrleistet sein.

Bei Systemen mit hoher Verf├╝gbarkeit ist es ein wichtiges Ziel, sogenannte Single-Point-of-Failure-Risiken zu eliminieren. Dabei handelt es sich um einzelne Komponenten, deren Ausfall zu einem Versagen des gesamten Systems f├╝hren kann. Hersteller von solchen Systemen m├╝ssen deswegen auf eine m├Âglichst hohe Redundanz achten. Kritische Systemkomponenten m├╝ssen mehrfach enthalten und das gesamte System muss zudem robust und fehlertolerant sein.

Tipp

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