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WordPress SEO

WordPress SEO

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Einst als einfache Blogger-Applikation gestartet, hat sich WordPress über die Jahre zu einem der wichtigsten Content Management Systeme (CMS) entwickeln können. Der Umstand, dass es sich um Open Source handelt, dürfte das maßgeblich gefördert haben. Weder bei WordPress SEO, dem Design über die WordPress Themes, noch der Funktionalität mithilfe der zahllosen WordPress Plugins bleiben Wünsche offen.

WordPress SEO ist elementar wichtig für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen der Suchmaschinen. Was zu beachten ist, haben wir nachfolgend zusammengestellt. Einschließlich praktischer Tipps, wie WordPress und WordPress Plugins effektiv eingesetzt werden sollten.

1. Grundsätzliches

WordPress ist als System schon von Haus aus sehr SEO-freundlich und vor allem technische Anforderungen werden bereits berücksichtigt. SEO-Standards wie die Permalinks, .htaccess-Einstellungen oder auch die Möglichkeiten im Standard-TinyMCE-Editor ersparen schon aufwändige Optimierungsarbeiten.

WordPress SEO ist somit für jedermann umzusetzen. Natürlich ist es unerlässlich, sich mit der Thematik der Suchmaschinenoptimierung auseinander zu setzen. WordPress Plugins bieten meist nur die Möglichkeit, etwas zu tun, was in der Core-Version von WordPress nicht möglich ist. Die Inhalte wie Meta-Daten, Bild-Meta-Daten, das Hinzufügen von Weiterleitungen und Co. müssen weiterhin manuell vom Webmaster eingepflegt werden.

Google gibt an, dass es über 300 Rankingfaktoren gibt. Diese lassen sich grob in vier Teilbereiche einteilen:

Die Technik und die Usability kann teilweise mit WordPress Plugins beeinflusst werden. Aber vor allem beim Content müssen SEO-Kriterien vom Autor eingehalten werden. Externe Backlinks lassen sich ebenfalls nicht automatisieren und müssen manuell, unter Berücksichtigung der Qualitätskriterien aufgebaut werden. Für ein erfolgreiches WordPress SEO gilt es also einiges zu beachten.

Anforderungen an den Hoster

Die jeweils aktuelle WordPress-Version läuft immer auf den aktuellen Standards. WordPress in der Ursprungsform ist daher kompatibel mit den neusten PHP- und MySQL-Versionen. Umso wichtiger ist es, dass man einen Hosting-Anbieter nutzt, der die aktuellen Standards anbietet. Es ist normal, dass beispielsweise PHP-Versionen nicht sofort, aber in den ersten paar Wochen nach Release angeboten werden. Die Auswahl des richtigen Hosters ist für WordPress allerdings essentiell.

Des Weiteren sollten die Server des Hosters im Zielland stehen, das heißt, dass deine Seite mit deutschsprachiger Zielgruppe auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz stehen sollte. Die Nutzung eines Servers der beispielsweise in Nordamerika steht, bringt unnötige Verzögerungen. Hier spart man definitiv an der falschen Stelle. Seit von Google angekündigt wurde, dass PageSpeed ab Mitte 2018 ein Rankingfaktor wird, ist eine gute Ladezeit für WordPress SEO sehr wichtig.

Tipp

Ein Hosterwechsel sollte man bei Nicht-Erfüllung der wichtigsten Voraussetzungen in Erwägung ziehen! Ein Umzug einer WordPress Seite ist nicht schwer und kann mit speziellen Plugins auch ohne größere technische Vorahnung durchgeführt werden.

In den Server-Einstellungen sollte zudem die Funktion mod_rewrite verfügbar und einstellbar sein. Ohne diese Serverfunktion ist es nicht möglich, dass man die dynamische URL-Struktur in sprechende Permalinks ändern kann. Sprechende URLs sehen nicht nur besser aus, sondern können das Keyword beinhalten, was dem Nutzer zusätzliche Sicherheit zu seiner Suchanfrage bietet und für WordPress SEO einen Vorteil bietet.

Permalinks WordPress SEO

(c) WordPress.

Website-Sicherheit

Auch bei WordPress SEO darf die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Grundsätzlich ist ein Plugin zu empfehlen, welches auch den klassischen Pfad zur WP Admin-Anmeldung verändert, verschiedene Angriffe wie Brute Force etc. abwehrt. Dazu gehört auch Spam. Zunächst natürlich der immer noch massiv verbreitete Kommentar-Spam. Am ehesten lässt sich dieser verhindern, indem eine Anmeldung des Seitenbesuchers mit Captcha erfolgt sein muss. Das schließt schwarze Schafe zwar nicht grundsätzlich aus, aber automatisierter Spam wird so erheblich unterdrückt. Das All in One WP Security & Firewall Plugin hilft hier.

Denn neben den verschiedenen Maßnahmen gegen Spam können auch Besucher nach geografischen Aspekten ausgeschlossen werden. Kommentar-Spam, noch dazu, wenn er veröffentlicht wird, kann die Reputation einer WordPress Seite maßgeblich negativ beeinflussen. Einerseits, weil Spam anscheinend gestattet oder erwünscht ist (aus Sicht vom Suchmaschinen-Algorithmus) die Seite nicht gepflegt wird, also ohnehin nicht aktuell ist oder aufgrund der URLs, die nun verlinken (unseriöse Inhalte).

Es gibt aber noch eine weitere Form von Spam, der vielen Betreibern einer WordPress Seite gar nicht bewusst ist. Es handelt sich um Referrer-Spam, auch als Ghost-Spam bekannt. Automatisiert besucht ein Bot die Seite und trägt als Referenz dafür eine spezielle URL ein. Diese URLs von “besuchenden Websites” werden von den Suchmaschinen ähnlich wie ein Link betrachtet. Abhilfe schaffen Plugins wie das genannte oder eine Stand-alone-Lösung wie WP Referrer Spam Blacklist.

Wichtig ist es zudem, dass der Hoster SSL-Zertifikate anbietet. Unabhängig von der unschönen und nicht vertrauenswürdigen Darstellung von nicht-SSL-zertifizierten Seiten bei Google Chrome, ist auch ein SSL-Zertifikat mittlerweile wichtig für die Bewertung durch Suchmaschinen. Es gibt immer noch Anbieter, die keine SSL-Verschlüsselung anbieten. Kostenlose SSL-Zertfikate für die HTTPS-Auszeichung wie LetsEncrypt werden nicht von allen Hostern unterstützt, weshalb auch dies geprüft werden sollte.

HTTPS-Zertifikat WordPress

HTTPS-Anzeige in Google Chrome.

 

Unsichere WordPress-Website

(c) Google Chrome.

UpdraftPlus

Bevor irgendwas gemacht wird, sollte unbedingt ein Backup-Plugin installiert und konfiguriert werden! Alle WordPress Plugins sind externe Elemente, die in ein sauberes WordPress eingefügt werden. Es kann immer passieren, dass etwas schief geht und man am Ende mit einer kaputten Seite dasteht. Im Worst-Case-Szenario kann man sich nicht mal mehr einloggen oder irgendwas sichern.

UpdraftPlus ist ein einfach zu bediendes Backup-Plugin, dass neben der Datenbank auch alle Dateien im eingestellten Rhythmus sichert. Man kann auswählen, wo diese Dateien gespeichert werden sollen. Dies reicht von einem (externen) FTP-Server bis zu Clouds wie Google Drive oder Dropbox. Für einige Speicherorte ist die UpdraftPlus Premium notwendig. Bei einem unerwarteten Fehler kann somit die gesamte Website inkl. aller Datenbanken von einem externen Medium runtergeladen werden und wiederhergestellt werden. Wenn das Backend in einem solchen Fall noch funktioniert, lassen sich über UpdraftPlus die letzten Versionen wiederherstellen.

Neben der kostenlosen, in der Regel ausreichenden Version gibt es Premium-Versionen ab € 55,- (zwei Seiten) bis € 222,50 (unendlich viele Seiten).

Tipp

Wir empfehlen eine Sicherung vor jedem (!) Update der WordPress Version, der Plugins, des Themes und manuellen Code-Anpassungen.

2. WordPress SEO Plugins

Bei den benötigten WordPress SEO-Plugins muss unterschieden werden. Es gibt zahlreiche Stand-alone-Lösungen sowie kombinierte Plugins. Letztgenannte werden gezielt als WordPress SEO-Plugins präsentiert. Diese WordPress SEO Plugins nehmen einem die eigene Arbeit nicht ab. Sie bieten lediglich die Möglichkeit, Daten, die man standardmäßig in WordPress nicht pflegen kann, technisch möglich zu machen und zu befüllen. Dazu zählen neben den Meta-Daten zum Beispiel die Indexierungsmöglichkeiten einzelner Bereiche.

Diese WordPress SEO Plugins erweitern die SEO-freundliche Infrastruktur des CMS ungemein, allerdings ist der Redakteur bzw. Administrator für die korrekte und vollständige Pflege selbst verantwortlich. Die gepflegten Daten werden von den Tools teilweise geprüft und es gibt Analysen der Daten, damit konkrete Verbesserungen umgesetzt werden können. Ein grundsätzliches Verständnis für Suchmaschinenoptimierung ist jedoch notwendig.

Yoast SEO

Besonders bekannt für WordPress SEO ist das Yoast SEO Plugin. Davon abgesehen, dass in der Vergangenheit bekannt wurde, dass das Yoast SEO Plugin eine massive Sicherheitslücke hatte, die erst sehr spät geschlossen wurde, ist es grundsätzlich ein attraktives SEO-Plugin. Gerade für den mit WordPress SEO unerfahrenen Blogbetreiber bietet es quasi den Vorteil “Plug & Play”. Yoast SEO ist kostenlos und auch als Premium-Plugin erhältlich.

In der kostenlosen Variante kann man unter anderem Meta-Daten, Sitemaps, Canonicals und auch Robots-Angaben zur Indexierung der Teilbereiche der WordPress-Seite pflegen.

Indexierungen Yoast SEO

(c) Yoast SEO

Nehmen wir die Keyword-Analyse, für die das Keyword in der URL, in Meta Tags sowie im Text gezählt wird: Nur eine Umformulierung der exakten Phrase und es wird nicht mehr erkannt. Dabei ist SEO und WordPress SEO schon seit Jahren weiter. Die exakte Keyword-Phrase ist längst einer größeren Keyword-Diversität zugunsten einer besseren Lesbarkeit gewichen. Viele Nutzer von diesem WordPress Plugin werden wohl motiviert sein, ihre Keyword-Phrase in den genannten Bereichen exakt anzupassen.

Meta-Daten Yoast SEO

(c) Eingabemöglichkeit der Meta-Daten & des Fokuskeywords bei Yoast SEO.

Doch diese auffällige Häufigkeit einer exakten Phrase kann dazu führen, dass die Filter vom Suchmaschinen-Algorithmus diese ständigen Wiederholungen desselben Begriffs als SEO-Manipulation einordnen und die Seite insgesamt abstrafen. Natürlich ist es viel einfacher, mit nur einem WordPress Plugin alle scheinbar relevanten WordPress-SEO-Einstellungen über ergänzende Felder und Widgets auf der Artikelbearbeitungsseite vornehmen zu können.

Es gibt neben der kostenlosen Version eine Premium-Version für € 79,- pro Seite. Hier gibt es zusätzliche Features wie die Verwaltung von Weiterleitungen, Vorschläge für interne Verlinkungen und weiteres.
Zur Optimierung weiterer Bereiche gibt es noch kostenpflichtige, ergänzende Plugins zu News SEO, Video SEO und Local SEO.

Tipp

Die kostenlose Variante von Yoast SEO reicht für den täglichen Gebrauch für ein erfolgreiches WordPress SEO völlig aus.

All in One SEO Pack

Weitverbreitet und ebenfalls bekannt ist das All in One SEO Pack. Auch hier können diverse SEO-relevante Inhalte gepflegt werden wie die AMP-Steuerung, Meta-Daten, Sitempas und Duplicate-Content-Vermeidung.

Das All in One SEO Pack gibt es in drei Pro-Versionen. Für $ 57,- pro Jahr gibt es die Single-Lizenz (eine Seite), für $ 97,- pro Jahr die Business-Lizenz für bis zu zehn Seiten und eine Agentur-Lizenz für $ 419,- pro Jahr mit unbeschränkter Nutzung.

wpSEO

wpSEO ist mit Yoast SEO und dem All in One SEO Pack nicht gleichzusetzen, da es deutlich weniger Funktionen bietet. Es eignet sich besonders für Einsteiger, da die Einstellungsmöglichkeiten keine größere Expertise voraussetzen.

wpSEO kann zehn Tage kostenlos getestet werden, danach gibt es ebenfalls in drei kostenpflichtige Versionen, allerdings sind die Kosten einmalig und nicht laufend. Die Preise beginnen bei € 24,99 für die Classic-Version bis € 119,99 für die Premium-Version.

Tipp

Die Nutzung eines dieser WordPress SEO Plugins ist mittlerweile fast schon Standard. Welches Plugin genutzt werden sollte, muss jeder selbst entscheiden. Mit Yoast SEO bekommt man ein vollständiges und zuverlässiges Plugin, welches den Ansprüchen selbst von SEO-Profis genutzt wird.

3. Ladezeiten

Ladezeiten von Webseiten sind ein enorm wichtiges Thema auch beim WordPress SEO. In den letzten Jahren wuchsen die Ansprüche der Internetnutzer deutlich. Noch vor wenigen Jahren waren Ladezeiten zwischen drei und fünf Sekunden möglich und wurden von Seitenbesuchern akzeptiert. Inzwischen klicken bereits mehr als 50 Prozent weiter, wenn die Ladezeit an drei Sekunden heranreicht. Je länger die Ladezeiten sind, desto mehr Seitenbesucher gehen verloren, ohne die Seite jemals gesehen zu haben.

Das hat sich in den letzten Jahren auch in den Anforderungen an WordPress SEO niedergeschlagen. Die Absprungrate als User-Signal ist einer der Faktoren, die das Ranking in der Suchmaschine bestimmen. Lange Ladezeiten führen ganz logisch zu einer höheren Absprungrate. Also müssen Maßnahmen getroffen werden, damit die Seite mit dem WordPress CMS schneller wird. Das ist aber in sich ein Widerspruch. Das WordPress CMS und dazugehörige WordPress Plugins lassen sich wie ein Computer vorstellen, auf dem immer mehr Apps installiert werden. Mit zunehmender Anzahl der Erweiterungen wird das System langsamer. Entsprechende Gegenmaßnahmen schaffen Abhilfe.

Tipp

Haltet euch bei der Ladezeiten-Optimierung nicht an der minimalen Verbesserung der PageSpeed-Punktzahl auf, sondern optimiert auch die tatsächliche Ladezeit für den Nutzer.

Bildoptimierung

Das größte Potenzial bei der WordPress SEO Optimierung einer Website insbesondere der Ladezeiten sind die Bilder. Meistens werden Bilder viel zu groß und nicht komprimiert verwendet. Dies macht die Seite langsam. Vor allem wenn man keine LAN- bzw. WLAN-Verbindung hat und im mobilen Netz unterwegs ist, können zu große Bilder schnell zu astronomischen Ladezeiten jenseits der zehn Sekunden führen. Neben den manuellen Möglichkeiten, die Bilder schon vor dem Upload entsprechend an die Website anzupassen, bieten aber auch WordPress Plugins diese Funktionen an.

Bilder und Fotos sollten mit dem Keyword als Dateiname gespeichert werden. Selbst in den Meta-Daten von Fotos können diese so eingetragen werden. Außerdem in der Bildbeschreibung und im Bildtitel bei WordPress. Damit sind Bilder und Fotos ein wichtiger Bestandteil von erfolgsorientiertem WordPress SEO.

Tipp

Seiten mit vielen Bilder wecken Emotionen und machen die Seite interessant für den Nutzer. Damit die Bilder nicht auf einmal geladen werden müssen, empfehlen wir die sogenannte Lazy-Load-Funktion. Dabei werden die Inhalte erst sichtbar geladen, wenn man nach unten scrollt. Dies verringert die Ladezeit des Erstzugriffs extrem. Viele zeitgemäße WordPress Themes bieten Lazy-Load standardmäßig an.

Imagify

Imagify nimmt einem die Komprimierungsarbeit komplett ab. Beim Upload des Bildes in die Mediengalerie werden die Bilder im Hintergrund komprimiert und optimiert. Dabei werden die Bilder auf die gewünschte, vorher einstellbare Größe verkleinert. Des Weiteren werden Thumbnails und Retina-Bilder erstellt, damit jedes Endgerät die richtigen Bildversionen angezeigt bekommt.

Imagify lässt sich einfach einstellen und stellt mehrere Varianten der Komprimierung zur Auswahl:

  • Normal: Die Bilder werden so komprimiert, dass die Bildqualität nicht leidet
  • Aggressiv: Die Bilder werden deutlich stärker komprimiert, dabei wird die Qualität drastisch reduziert, was jedoch noch nicht im sichtbaren Bereich liegt
  • Ultra: Die Komprimierung ist noch stärker, die Qualität ist dadurch noch geringer, weshalb man diese auch sehen kann
Imagify WordPress SEO

(c) Einstellungsmöglichkeiten bei Imagify.

Das Plugin ist bis 25 MB pro Monat kostenlos. Das heißt aber auch, dass die Bildgrößenanpassung in der kostenlosen Version bereits lokal durchgeführt werden sollte. Bei einem Upload eines ca. 300 KB großen Bildes, können somit circa 80 Bilder pro Monat hochgeladen und optimiert werden.

Für große Seiten gibt es daher auch mehrere Premium-Lizenzen die von $ 4,99 pro Monat (1 GB) bis $ 69,99 pro Monat für 50 GB reichen. Es gibt auch einmalige Zahlungsmöglichkeiten, um Ressourcen für Imagify zu erhalten. Hier reicht das Spektrum von $ 5,99 für 500 MB bis $ 19,99 für 3 GB.

SEO Optimized Images

Zwar bietet das CMS standardmäßig die Möglichkeit der Pflege der Bild-Meta-Daten (Alt- & Title-Tag, sowie Bildunterschrift & -beschreibung) an, allerdings gibt es auch dafür zusätzliche Plugins.

SEO Optimized Images ergänzt alle Bilder automatisch mit vorher definierten Alt- und Title-Tags. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn man die Pflege der Bild-Meta-Daten bisher vernachlässigt oder gänzlich vergessen bzw. nicht umgesetzt hat. Was sehr gut ist, dass lediglich leere Alt- und Title-Tags nachgepflegt werden. Bereits befüllte Bild-Meta-Daten werden daher nicht überschrieben und bleiben unverändert.

Tipp

Befüllt den Title-Tag immer mit einer konkreten Beschreibung des Bildes. Was ist darauf zu sehen? Die Brand kann ebenfalls verwendet werden. Der Alt-Tag sollte kurz und prägnant gehalten werden.

Caching

Eine weitere Maßnahme ist, nicht bei jedem Seitenbesucher die Seite quasi individuell neu zu laden. Stattdessen wird eine “ältere” Version aus einem Cache ausgeliefert. Abhängig davon, wie oft auf der WP Seite neue Beiträge erscheinen, kann das eine Einstellung von Minuten bis Tage sein. Dadurch werden gerade bei hohem Besucheraufkommen die verlangsamenden Prozesse verringert, die ein Webseitendownload jedes Mal auslöst. Ein WP Cache Plugin kann so eingestellt werden, dass verschiedene Gruppen definiert sind, die entweder eine Live-Seite mit aktuellen Inhalten oder eine gespeicherte Seite sehen.

Caching wird von allen Suchmaschinen empfohlen und stellt eine sehr effektive Möglichkeit dar, die Ladezeiten nachhaltig zu verbessern. Vorsicht ist geboten, wie lange die Caching-Zeit eingestellt ist. So kann es passieren, dass neue Artikel veröffentlicht werden und im Frontend gar nicht angezeigt werden. Dies ist natürlich ein schmaler Grat und eine Empfehlung, wie lange die Caching-Zeit sein sollte, kann nicht gegeben werden. Es kommt auf den Rhythmus der Veröffentlichungen und den Traffic an. Umso häufiger veröffentlicht wird und desto mehr Traffic vorhanden ist, desto häufiger sollte der Cache gelöscht werden.

Tipp

Übertreibt es beim Caching nicht! Die Nutzererfahrung darf keinesfalls darunter leiden. Zwar sind schnelle Ladezeiten sehr wichtig, wenn darunter letztendlich aber der Inhalt leidet und Inhalte nicht mehr aktuell abgerufen werden können, bringt es auch niemandem was.

WP Super Cache

Ein ausgesprochen populäres und weit verbreitetes WordPress Plugin dafür ist WP Super Cache. WP Super Cache verändert im Prinzip die dynamischen Inhalte in statische HTML-Dateien. Damit müssen keine großen PHP-Skripte mehr geladen, verarbeitet und ausgespielt werden. Dabei werden Nutzer die eingeloggt sind, bereits einen Kommentar auf der Website veröffentlicht haben oder einen passwortgeschützten Beitrag gelesen haben ausgelassen.

Es gibt einfache Einstellungen, die empfohlen werden, mit denen man das Caching unter anderem testen kann. In den Experten-Einstellungen lassen sich extrem viele Dinge einstellen, mit denen selbst erfahrene WordPress-Nutzer ohne tieferen technischen Hintergrund nicht sonderlich viel anfangen können. WP Super Cache funktioniert im Einfach-Modus aber genauso gut.

WP Super Cache ist zwar für WordPress SEO absolut empfehlenswert, in der Version vor einem vermeintlichen Update im Rahmen des Inkraftreten der DSGVO am 25. Mai 2018 allerdings nicht ganz sicher.

WP Total Cache

WP Total Cache ist vergleichbar mit dem Experten-Modus von WP Super Cache und vor allem für Laien nicht empfehlenswert. Neben der Integration eines CDN (Content Delivery Network) unterstützt es auch AMP und im Prinzip alle Caching-Möglichkeiten der Inhalte.

Manuelles Caching

Caching funktioniert auch manuell und ab und zu sogar besser als mit den WordPress Plugins. Möglich ist das mittels Servereinstellungen und der .htaccess-Datei. Alternativ geht es auch mit dem Yoast SEO Plugin.

Zuerst wird in den Servereinstellungen des Hosters das Modul expires.c aktiviert, ab und zu auch “mod_expires.c” aktiviert. Sollte diese Einstellungsmöglichkeit nicht vorhanden sein, funktioniert alles Weitere nicht. Danach wird in die .htaccess-Datei folgender Code eingefügt:

&ltIfModule mod_expires.c&gt
ExpiresActive On
ExpiresDefault „access plus 1 week“
ExpiresByType text/css „access plus 1 month“
ExpiresByType application/javascript „access plus 1 month“
ExpiresByType application/x-javascript „access plus 1 month“
ExpiresByType text/javascript „access plus 3 month“
ExpiresByType image/gif „access plus 3 month“
ExpiresByType image/ico „access plus 3 month“
ExpiresByType image/jpeg „access plus 3 month“
ExpiresByType image/jpg „access plus 3 month“
ExpiresByType image/png „access plus 3 month“
&lt/IfModule&gt

Die festgehaltenen Gültigkeiten können je nach Bedarf angepasst werden.

Komprimierungen

Kein wirklich gutes WordPress SEO Plugin für gzip-Komprimierungen ist aktuell auf dem Markt. Daher wird hier die manuelle Maßnahme ebenfalls empfohlen. gzip komprimiert die gesamte Seite so, dass der Browser lediglich die die komprimierte Datei der Seite entpacken muss, bevor er sie darstellt. Dies führt zu drastisch besseren Ladezeiten und sollte eigentlich Standard nicht nur bei WordPress SEO sein. Dennoch sind viele große Seiten weiterhin unkomprimiert und verschenken daher ein sehr großes Potenzial an Ladezeit.

Wie schon beim Caching wird ein Code-Schnipsel in die .htaccess-Datei eingefügt:

AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html
AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/css
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-javascript

Das war’s schon. Nun kann über Checkgzipcompression getestet werden, ob die gzip-Komprimierung tatsächlich funktioniert. Hier wird unter anderem der Grad der Komprimierung in Prozent ausgespielt. Hier sind Einsparungen von über 80 Prozent keine Seltenheit.

4. Content

Tools, die einem den Content automatisiert zur Verfügung stellen, gibt es (noch) nicht – zum Glück! Ob man Content selbst verfasst oder extern erstellen lässt, ist jedem selbst überlassen. Selbst geschriebene Texte sind je nach Branche und Zielgruppe häufig authentischer und besser. Feste externe Redakteure, die sich gut ins Thema, das Wording und Co. eingearbeitet haben, stehen den internen Texter aber in der Regel in nichts nach.

Ein Plugin kann einem also bei einem der wichtigsten WordPress SEO Kriterien, der Content-Erstellung also nicht helfen. Allerdings gibt es Plugins, die die Texterstellung kontrollieren können und den Autor bei der vernünftigen Text-Erstellung unterstützen. Das bereits vorgestellte Yoast SEO Plugin prüft beispielsweise die SEO-freundlichkeit und die Lesbarkeit des geschriebenen Textes.

Lesbarkeit Yoast SEO.

(c) Lesbarkeitsanalyse bei Yoast SEO.

Viele dieser Funktionen sind jedoch sehr oberflächlich und steif in ihrer Funktionsweise. Sie dienen als Anhaltspunkt sollten aber keinesfalls als wissenschaftliches Ergebnis gewertet werden. Alle Texte werden für Menschen geschrieben. Letztendlich ist ein Mensch die Zielgruppe, nicht die Suchmaschine. Der Nutzer gibt User-Signale an Google, ob er sich auf einer Seite wohl fühlt oder nicht und ob er das gefunden hat, was seiner Suchintention entspricht. Dennoch können auch diese Texte freundlich für WordPress SEO verfasst werden.

Tipp

Streicht Wörter wie SEO-Texte aus eurem Wortschatz! Menschen sollen erreicht werden und Menschen kaufen eure Produkte.

Nur weil man super WordPress SEO Plugins verwendet, stellt sich kein Erfolg im Ranking ein. Vor der Texterstellung muss zwingend eine Keyword-Analyse erfolgen, um die richtigen Keywords für den Text zu finden. Versetzt euch in eure Zielgruppe. Was will der Nutzer finden, wenn er dieses Keyword eingibt? Will er tatsächlich kaufen oder will er eine Information haben?

Beispiel

Beispiel Reiseunternehmen: Ein Nutzer der “Südafrika” bei Google eingibt, will nicht zwingend nach Südafrika reisen. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen. Dennoch ist in diesem Fall eine informative Seite wichtiger und vermutlich erfolgreicher, als eine Seite mit den besten Südafrika-Reisen. Letztere dürfen aber selbstverständlich auf der Seite angezeigt werden, wenn man in dieser Branche tätig ist.

Die richtigen Keywords müssen für ein erfolgreiches WordPress SEO im Vorfeld identifiziert werden. Textlänge, Keyworddichte, Gestaltung etc. ist nicht allgemein gültig. Es kommt konkret auf den direkten Wettbewerb aus. Der Irrglaube, dass der direkte Wettbewerber auf dem Markt, der Wettbewerber für alle Keywords ist, ist weit verbreitet. Letztendlich ist jeder ein Wettbewerber, der im Ranking für das betrachtete Keyword vor einem selbst steht. Dazu zählen auch Wikipedia oder große Brands.

Wobei man schon beim nächsten Punkt ist: Wenn für das analysierte Keyword mehrere große Brands weit vorn im Suchergebnis sind, sollte man sich überlegen, ob das Keyword nicht zu generisch ist und ob man den Fokus nicht auf ein Mid- oder Long-Tail-Keyword legen sollte. Wer für “Schuhe” mit seinem kleinen Schuhladen in der Fußgängerzone gut ranken möchte, der wird es vermutlich nicht schaffen, Zalando, Aboutyou, Mirapodo, Reno, Deichmann und Co. zu verdrängen. Selbst lokal nicht.

Berücksichtigen sollte man

  • Textläng anhand der keywordspezifischen Wettbewerber,
  • Keyworddichte anhand der keywordspezifischen Wettbewerber,
  • Keywordprominenz in H-Überschriften, Fettungen, Dateinamen, Alt- & Title-Tags,
  • Verwendung von Synonymen,
  • Lesbarkeit mit sinnvollen & strukturierten Überschriften, Fettungen & Aufzählungen,
  • Einbindung von Bildern, Videos, Tipps, trennenden, auflockernden Elementen,
  • Einbindung von internen Verlinkungen,
  • Pflege von Meta-Daten und
  • eine sprechende URL-Struktur.

Es bleibt also festzuhalten, dass die Content-Erstellung weiterhin nicht planlos und blind erfolgen darf, wenn man mit diesen Texten bzw. Seiten gut ranken möchte. Hier bedarf es weiterhin einer soliden Analyse und einer realistischen Einschätzung des Autors. Hier kommt man um eine SEO-Fachkenntnis nicht drumherum. Zusätzlich zur menschlichen Content-Erstellung gibt es jedoch Plugins, die Optimierung vor allem im technischen Bereich unterstützen und effektiver gestalten.

Tipp

Guter Content ist und bleibt das A und O für Suchmaschinen und ein gutes Ranking und WordPress SEO. Guter Text mit Mehrwert für den Nutzer und die Berücksichtigung von ein paar SEO- und Usability-Regeln sind sehr effektiv.

Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen sind neben der Führung der Nutzer durch seine Seite ein sehr wichtiges Rankingkriterium und für WordPress SEO unerlässlich. Im Prinzip bewertet der Seitenbetreiber seine Unterseiten selbst damit, dass er sich häufiger oder eben seltener verlinkt. Ein logischer Vorgang, der früher bei den Suchmaschinen sogar auch bei externen Links funktioniert hat. Umso häufiger etwas verlinkt ist, desto relevanter muss es sein.

Mit automatischen SEO-Links-Plugins kann man definieren, welche Begriffe automatisch zu einem Link werden sollen. So lassen sich wiederkehrende Begriffe hinterlegen und mit einer Ziel-URL versehen, damit das Wort, egal wo es vorkommt, immer automatisch den internen Link setzt. Leider gibt es aktuell kein Plugin, dass für WordPress SEO vernünftig funktioniert, weshalb individuelle Programmierarbeit für ein zufriedenstellendes Ergebnis unvermeidlich ist.

Tipp

Interne Verlinkungen sollten immer dann gesetzt werden, wenn sich für den späteren Leser einen Mehrwert ergibt. Verlinkungen von Fremdwörtern in ein Glossar oder ein Link zu einem beschriebenen Produkt machen Sinn. Qualität vor Quantität, allerdings kann man einen Text schon so verfassen, dass verlinkbare Themen behandelt werden.

Markups & Rich Snippets

Markups haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Insbesondere das Google Authorship Markup ist erwähnenswert. Zudem können Rich Snippets erstellt und eingefügt werden. Textinhalte werden dadurch ebenfalls besser durch die Suchmaschinen eingeordnet und sind daher für WordPress SEO absolut wichtig.

So kann eine Klarstellung erfolgen, ob es im Text über die Farbe Weiß oder Herrn Weiß geht. Die Zuordnung eines Autoren ist eine SEO-Maßnahme, die gerade in Verbindung mit Social-Media-Marketing das Ranking in den Suchmaschinen nur dadurch leicht verbessern kann, wenn es sich um einen Autoren handelt, der eine positive Wahrnehmung erfährt. Darüber hinaus eignen sich Rich Snippets hervorragend für Local SEO, da über entsprechende Tags Informationen eingebaut werden können.

Über Google Rich Snippets für die Suchmaschine kann dann auch Google Maps sehr gut integriert werden und Local WordPress SEO unterstützen. Sogar Veranstaltungskalender, die Informationen aufgrund einer kurzzeitigen Aktualität bevorzugen, kann mithilfe der Markups zurückgegriffen werden.

Tipp

Eine korrekte Auszeichnung wird immer wichtiger. Vor allem Google führt immer mehr Features ins Suchergebnis ein, die nur mit korrekten Markups funktionieren. Zudem ergibt sich ein Wettbewerbsvorteil, wenn es andere nicht nutzen.

Schema Pro

Mit dem WordPress Plugin Schema Pro können alle gängigen Markups und Rich-Snippet-Auszeichnungen erstellt werden. Dazu zählen u. a.

  • Bewertungen
  • Lokale Informationen
  • Produkte
  • Veranstaltungen
  • und viele mehr

Wie der Name schon vermuten lässt, ist Schema Pro nicht kostenlos. Die Jahreslizenz kostet $ 59,-, die Lifetime-Lizenz $ 199,-

WP Structuring Markup

WP Structuring Markup ist mit dem Schema Pro zu vergleichen und ist kostenlos verfügbar. Auch hier sind alle geläufigen Schema.org-Auszeichnungen möglich. Laut der Liste in der Beschreibung gibt es folgende Markups:

  • Artikel
  • Blog-Post
  • Breadcrumbs
  • Veranstaltungen
  • Lokale Informationen
  • News-Artikel
  • Organistation
  • Person
  • Seiten-Navigation
  • Video
  • Website

TinyMCE Advanced

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei TinyMCE Advanced um einen erweiterten TinyMCE für die Textpflege im WordPress-Backend. Da der Standard-TinyMCE ziemlich spärlich in Sachen Funktionen daher kommt, kommt man an diesem Plugin selbst ohne Interesse an WordPress SEO nicht drum herum.

Besonders wertvoll sind Funktionen zu den Ausrichtungen, Formatierungen, Tabellen aber auch für den späteren Leser unsichtbare Funktionen, die einem als Autor das Leben jedoch sehr vereinfachen. Zum Beispiel die “Suchen & Ersetzen”-Funktion, Schriftgröße und -farbe.

In den Einstellungen kann die Symbolleiste individuell angepasst werden. So kann man alle Elemente, die man nicht benötigt ausbauen, andere dafür hinzufügen. Es gibt die Möglichkeit vier Zeilen zu füllen.

Gutenberg

Mit dem Release von WordPress 5.0 soll der Gutenberg-Editor WordPress-Standard werden. Was viele von Layout-Tools wie dem Visual Composer und Co. kennen, wird (endlich) standardmäßig bei WordPress eingeführt. Gutenberg soll den aktuellen TinyMCE ersetzen.

Grundsätzlich soll Gutenberg mit sogenannten Blöcken arbeiten, wie man sie bereits aus den genannten Erweiterungen schon kennt. So wird es vor allem für Laien ohne Programmierkenntnisse noch einfacher, ihre Seiten ansprechend zu gestalten. Die Veröffentlichung von Gutenberg soll in drei Schritten erfolgen:

  • Schritt 1 (zum Release von WordPress 5.0):
    Implementierung der Blöcke und Optimierung der inhaltlichen Aspekte.
  • Schritt 2 & 3:
    Nach dem Release der grundlegenden Elemente in Schritt 1, sollen im zweiten und dritten Schritt über die Beitragsansicht hinaus gehen. Hier geht es um Seitenvorlagen und schlussendlich um die vollständige Anpassung der Website.
Frontenberg Gutenberg Beta-Test

(c) Gutenberg Beta-Test bei Frontenberg.

Scheduled Content Actions

Mit dem Schedulded Content Actions WordPress Plugin lassen sich die Veröffentlichung von Artikeln planen. Eine besondere Funktion ist die Wiederveröffentlichung. Das heißt, man kann einstellen, wann ein Beitrag erneut veröffentlicht werden soll. Vor allem bei allgemein gültigen Artikeln, deren Inhalt dauerhaft interessant ist, macht es Sinn, diesen erneut zu veröffentlichen. Möglich ist dies, dass man zukünftige Veröffentlichungszeitpunkte pro Artikel definieren kann. Das Veröffentlichungsdatum wird bei jedem neuen Veröffentlichen neu gesetzt.

Im Sinne von WordPress SEO ist es zudem, dass Artikel aktualisiert werden. Bei jeder neuen Entwicklung einen neuen Artikel zu schreiben, wird aus SEO-Sicht nicht empfohlen. Durch die identische Ausrichtung und denselben Keywordfokus ist es erfahrungsgemäß so, dass der aktuellere Artikel gar nicht oder erst deutlich nach der Veröffentlichung rankt. Zudem stehen sich die Artikel gegenseitig im Weg und verhindern so, dass einer davon sehr gut ranken kann (Stichwort: Keyword-Kannibalisierung).

Editorial Calendar

Ergänzend zum Schedulded Content Actions WordPress Plugin lässt sich mit dem Editorial Calendar ein Redaktionsplan bzw. Redaktionskalender erstellen. Die Veröffentlichung bereits erstellter Artikel im Entwurf-Status kann somit geplant werden. In der Kalenderübersicht sieht man sofort, wenn ein zu langer Zeitraum leer ist. Dadurch kann man reagieren und neuen Content erstellen bzw. die Veröffentlichungsrhythmen anpassen. Durch Drag & Drop funktioniert das spielend einfach.

Tipp

Für WordPress SEO ist es wichtig, dass eine Website regelmäßige Aktivität hat. Der quantitative Faktor spielt eine wichtige Rolle. Wichtiger sind jedoch Regelmäßigkeit und vor allem die Qualität. Wir empfehlen lieber einen Artikel pro Woche, anstatt vier ein einer Woche und dann ein Monat keine Aktivität mehr.

Yuzo Related Posts

Ein weiteres WordPress Plugin zur Verbesserung der Usability und der internen Linkstruktur ist Yuzo Related Posts. Mit diesem Plugin lassen sich ähnliche Artikel unter einem Artikel vorschlagen. Es gibt zwar verschiedene Anbieter von ähnlichen Plugins, Yuzo Related Posts ist jedoch am einfachsten zu handhaben und ist obendrein kostenlos.

Der größte Unterschied zu anderen Plugins ist die Möglichkeit, dass sich nicht diese Releated Posts nicht nur automatisch generieren. Man kann vorgeschlagene Artikel auch manuell zu einem Artikel hinzufügen, damit immer der korrekte Artikel angezeigt wird. Auf die automatisch generierten Vorschläge hat man häufig keinen Einfluss und es kann schon mal vorkommen, dass Vorschläge kommen, mit denen man nicht ganz so glücklich ist. Zudem zählt Yuzo Related Posts die Interaktionen mit den Vorschlägen, was eine schnelle und unkomplizierte Auswertung zulässt.

Contact Form 7

Kontaktformulare haben natürlich keinen direkten Nutzen für WordPress SEO. Allerdings sind Kontaktformulare als interaktiver Bestandteil einer starken Landingpage ein Mittel zur Interaktion des Nutzers mit der Seite und zur Lead-Generierung. Dies erhöht die Usability, was wiederum zu positiven User-Signals für die Suchmaschinen führt.

Contact Form 7 ist eines der bekanntesten, beliebtesten und besten WordPress Plugins für Formulare. In viele Themes ist Contact Form 7 bereits implementiert oder eine Pflichtinstallation zur optimalen Nutzung. Mit Contact Form 7 lassen sich Standardformulare mit den bekannten Feldern Name, E-Mail-Adresse und Co. erstellen. Des Weiteren gibt es eine Upload- und Captcha-Funktion, optische Anpassungsmöglichkeiten und vieles mehr.

Tipp

Je nach Ziel der Seite kann es Sinn machen, auf jeder Landingpage kurze und kompakte Kontaktformulare einzubauen. Das erhöht die Usability und die Conversion-Rate. Dem Nutzer spart es zusätzliche Klicks und die Kontaktaufnahme ist jederzeit möglich.

5. Technik

Was bringt einem die besten Plugins, Texte und Optimierungen, wenn die Seite beispielsweise nicht erreichbar ist oder der Crawler der Suchmaschinen die Inhalte nicht erkennen und auswerten kann, oder schlimmer gar nicht erst findet? Gar nichts! Daher ist eine saubere Technik unabdingbar. 

Viele der bereits vorgestellten WordPress Plugins und Maßnahmen haben einen technischen Hintergrund und könnten auch unter diesem Bereich zusammengefasst werden. Daher dient dieser Bereich der WordPress Plugins, die nicht unter einen der bereits behandelten Bereiche fallen.

XML-Sitemaps

Eine XML-Sitemap sieht für den Betrachter unspektakulär aus und ist dennoch wichtig für WordPress SEO. Layout spielt eine untergeordnete Rolle, denn im Prinzip ist diese Seite speziell für die Bots der Suchmaschinen gedacht. Diese sind quasi auf das maschinelle Lesen optimiert. In der Tat übernehmen Suchmaschinen wie Google Seiteninhalte schneller. Wer bei der Google Search Console angemeldet ist und eine Analyse durchführt, wird beim Fehlen einer solchen sitemap.xml von Google auch darauf hingewiesen. Über ein Stand-alone-Plugin für Google XML Sitemaps können diese Daten dann eingetragen werden.

Mit den bereits vorgestellten Plugins Yoast SEO und All in One SEO Pack ist die automatisierte Erstellung von XML-Sitemaps möglich. Manuelle Anpasungen sind nicht notwendig.

Tipp

XML-Sitemaps werden laut Google erst ab 10.000 zu indexierenden Unterseiten für den Crawler tatsächlich relevant. Ein Fehler ist es dennoch nicht, XML-Sitemaps auch bei kleineren Websites zu nutzen.

404-Fehler

Links auf Seiten, die ins Nirwana führen, können in hoher Zahl extremen Einfluss auf sehr hohe Absprungraten haben. Am schlimmsten ist dies, wenn sich diese Seiten in ihrer Ursprungsform noch im Index einer Suchmaschine befinden. Der Nutzer klickt, aber landet nicht da, wo er möchte. Selbst bei einer gut optimierten 404-Fehlerseite mit Calls-to-Action, verwandten Produkten etc. springen viele Nutzer ab und verlassen die Website. Daher sollten nicht mehr vorhandene (Produkt-)Seiten identifiziert werden.

Im Idealfall werden dauerhaft nicht mehr vorhandene Seiten auf die übergeordnete Kategorie per 301-Redirect weitergeleitet. Immer wieder sieht man, dass solche Seiten automatisch auf die Startseite weitergeleitet werden. Abgesehen davon, dass das für den Nutzer nicht besonders effektiv ist, wird es seitens Google auch nicht empfohlen.

Eine besondere Fehlerquelle sind bereits die internen Verlinkungen. Interne Verlinkungen sollten immer die korrekte End-URL haben. So vermeidet man längere Ladezeiten durch unnötige Weiterleitungen (z. B. von einer URL ohne Trailing Slash auf eine mit Trailing Slash) und gibt den Crawlern die korrekte URL von Anfang an mit auf den Weg.

Broken Link Checker

Um dies zu vermeiden, gibt es den Broken Link Checker. Der Broken Link Checker findet alle Links der Website und prüft deren Ziel. Wenn das Endziel ein 404-Fehler ist, zeigt dieses Plugin diesen Fehler an. Es ist möglich, über das Dashboard des Backends oder auch per E-Mail benachrichtigt zu werden. Mit Weiterleitungsplugins wie Redirection lassen sich die Fehler beheben.

Redirection

Mit Redirection lassen sich einfach 301-Weiterleitungen einrichten und kategorisieren. Wenn sich Permalinks ändern sollten, fügt WordPress leider keine automatischen Weiterleitungen hinzu. Daher würde der alte Permalink einen 404-Fehler hervorrufen, was aus Sicht für WordPress SEO nicht ideal ist. Daher ist es wichtig, diese Weiterleitungen manuell einzurichten.

Natürlich kann man damit nicht nur 404-Fehler weiterleiten, sondern jegliche 301-Weiterleitungen einrichten. Beispielsweise wenn man eine schmale URL in Social-Media-Netzwerken oder auch in Offline-Werbung wie Flyern kommunizieren möchte. Nachdem die Subdomain-Varianten quasi vollständig aus der Werbung verschwunden sind, werden kurze Domains mit einem kurzen Unterverzeichnis verwendet.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wirbt beispielsweise in ihren Fahrzeugen für die eigene Mietrad-Flotte mit der URL “mvg.de/rad”. Weitergeleitet wird diese URL aber auf die eigentliche URL “https://www.mvg.de/services/mobile-services/mvg-rad.html”.

MVG-Weiterleitung

(c) Weiterleitung der MVG von der Kurz-URL mvg.de/rad.

Tipp

Bei Weiterleitungen immer auf den richtigen Statuscode achten! Bei dauerhaften Weiterleitungen sollte der Statuscode 301, bei vorübergehenden 302 verwendet werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass es keine mehrfachen Weiterleitungen, sogenannte Weiterleitungsschleifen gibt. Dies beeinflusst die Ladezeit wiederum negativ.

6. Online-Shops mit WordPress

Auch mit WordPress sind Online-Shops umsetzbar und betreibbar. Das CMS wurden ursprünglich als einfaches System für Blogger entwickelt. Nach und nach haben sich immer mehr WordPress Plugins aufgetan, die deutlich über die traditionelle Nutzung des CMS hinaus gehen. Die Möglichkeit, einen Online-Shop völlig autonom damit zu betreiben, zählt in besonderem Maße dazu.

Grundsätzlich gelten für einen Online-Shop dieselben Anforderungen an WordPress SEO wie bei Blogs und allen anderen Arten von Websites. Daher können alle bereits genannten Maßnahmen und Plugins auch für Online-Shops problemlos und effektiv genutzt werden.

Durch diese Plugins und die bereits angesprochene gute Infrastruktur von WordPress liegt es nahe, dieses System auch für Online-Shops zu nutzen. Vor allem dann, wenn man klein anfängt und wenig Budget zur Verfügung hat, ist ein Shop mit WordPress eine Überlegung wert. Fakt ist aber auch, dass komplexere Sachverhalte für größere Shops in WordPress nicht ohne eigene Programmierung auskommen und WordPress irgendwann auch an seine Grenzen stößt.

WooCommerce

Für E-Commerce Lösungen haben sich die WordPress Plugins von und zu WooCommerce über die Jahre sehr gut etabliert. Jedoch ist anzumerken, dass hier eher der Bedarf von kleinen Shops gedeckt werden kann. Für Konzerne und bei Mittelständlern nach Unternehmensgröße bieten sich andere Lösungen an. Allerdings müssen neben KMU auch Konzerne nicht auf WordPress verzichten. Magento, die wohl unangefochtene Nummer Eins bei professionellen Online Shops auch für hohe Traffic- und Verarbeitungslasten, kann ebenfalls in WordPress integriert werden.

Über WooCommerce ist ja es grundsätzlich möglich Schnittstellen der gängigen Warenwirtschaftssysteme anzuschließen. Aber auch hier sollte man nicht pauschal davon ausgehen, dass es ohne zusätzliche Programmierleistungen fehlerfrei funktioniert. Nicht weil WooCommerce nicht ausgereift ist, sondern weil dies sehr komplexe Abläufe abbilden muss, welche nie fehlerfrei garantiert werden können.

WooCommerce ist kompatibel mit allen gängigen WordPress SEO Plugins. Vor allem Yoast SEO wird problemlos in alle WooCommerce-Seiten eingebunden. So ist es ganz einfach möglich auch für Produkte und Kategorien die Meta-Daten zu pflegen usw.

Tipp

Ein WordPress Shop mit WooCommerce sollte vor der Aufsetzung genau auf Kompatibilität geprüft werden, damit Pflegearbeiten nicht umsonst in einem falschen Plugin gemacht werden.

Germanized

WooCommerce ist in der Grundform ein Shop-System-Plugin, das nicht auf den deutschen bzw. europäischen Markt abgestimmt ist. Das heißt, Germanized erweitert WooCommerce um die rechtlich relevanten Funktionen, die für den Betrieb in Deutschland notwendig sind. Wie immer in rechtlichen Belangen sollte man die Abstimmung bzw. das Einholen von individueller Beratung eines Anwalts nutzen.

Tipp

Alle angebotenen Plugins insbesondere die, die rechtliche Themen konkret implementieren, sollten abgeklärt und abgesichert werden. Vor allem unter Berücksichtung der am 25. Mai 2018 eingeführten neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

7. Social Media Marketing

Social Media, ganz besonders soziale Netzwerke, sind nicht mehr aus der Suchmaschinenwerbung wegzudenken. Zwar stellt Social Media Marketing (SMM) im Grunde einen völlig eigenständigen Bereich im Marketing dar. Allerdings wird das Ranking in den Suchmaschinensuchergebnisseiten doch davon berührt. Die sogenannten Social Signals, also die Vernetzung in mit Social Media ist ein Parameter, der in die Bewertung einer Webseite einfließt. Außerdem wird hier zusätzlich Traffic generiert, der wiederum für Suchmaschinen sichtbar die Popularität einer Seite anhebt. Hier ist zu unterscheiden:

  • Social Media Integration für SEO und gesteigerte Interaktivität zugunsten der Seitenbesucher
  • Social Media Plug-ins zum Automatisieren von Prozessen zugunsten SEO und Traffic

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Beiträge auf der WordPress Seite verbreitet werden. Für SEO und zusätzliche Interaktion für die Seitenbesucher werden Share Buttons auf den im Frontend sichtbaren Seiten platziert. Seitenbesucher können dann diese Beiträge sharen oder liken. Das fördert auch die Beliebtheit, denn Shares und Likes sind längst fester Bestandteil der “Internet-Kultur”.

Viele Beiträge, die verfasst werden, sollen seitens des Betreibers auch auf seinen Social Media Plattformen ausgeliefert werden. Hier alle Social Media Seiten öffnen und Beiträge manuell einzutragen, bedeutet viel Zeit. Daher gibt es für WordPress Plugins, die genau diese Arbeit übernehmen. Da solche Automatisierungen aber auch auf Plattformen wie Facebook umgesetzt werden können, ist unbedingt darauf zu achten, keine Posting-Schleife (einen Loop) zu erzeugen (beispielsweise von Facebook zum Blog und dann wieder zurück; beides automatisiert quasi als Endlosschleife).

Die Auswahl der entsprechenden WP Plugins ist enorm. Hier muss nach den individuellen Anforderungen ausgewählt werden.

Tipp

Social-Media-Sharing-Plugins gibt es wie Sand am Meer. In vielen WordPress Themes sind solche Funktionen schon implementiert. Daher sollte der Einsatz externe Tools genau geprüft werden, damit es zu keinen Kollisionen kommt.

8. Affiliate Marketing

Das Bewerben verschiedener Affiliate Programme (Partnerprogramme) und anderer Dienste wie von Amazon, eBay oder Google AdSense, bietet sich natürlich an für ein WordPress Content Management System an. Es gibt verschiedene Plugins, welche automatisch oder halb automatisch entsprechende Links von Partnerprogrammen in redaktionelle Inhalte migriert. Außerdem gibt es wichtige Erweiterungen, um Manipulationsversuche von Dritten zu verhindern.

So beispielsweise durch ein Click Fraud Plugin für Google AdSense. Wird von einer IP-Adresse zu oft auf Google AdSense Werbung geklickt, kann der betreffende Account wegen Manipulationsversuchen gesperrt werden. AdSense kann ja nicht feststellen, wer hier Klick-Betrug durchführt. Ein entsprechendes Plugin entfernt nach einer definierten Anzahl von erlaubten Klicks auf die Werbung die Anzeige für denjenigen; ebenfalls für einen gewählten Zeitraum.

9. Unnötige WordPress Plugins

Ja, es ist kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich WordPress Plugins, die vornehmlich aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung eingesetzt wurden, die heute keine Gültigkeit mehr haben.

Feedburner

Es handelte sich um einen populären News Feed Service. Google hat diesen Service eingestellt. Das Problem dabei: die Subscriber sind alle extern bei dem Google Dienst aufgelaufen. Mit einer Änderung der Bedingungen wird die Kontrolle zurückgewonnen und die neuen Subscriber über einer selbst definierte URL migriert.

10. Problematik

Wie an der Version zu erkennen ist, wird das WP Content Management System kontinuierlich weiterentwickelt. Meistens funktioniert eine WordPress Seite auch nach einem neuen Release unproblematisch und läuft stabil. Aber mit der Zeit wird dennoch der gesamte Quellcode verändert.

WordPress Plugins

Besonders signifikant war das zuletzt bei der Umstellung von Version 3 auf 4. Viele Plugins konnten nun nicht mehr eingesetzt werden, da selbst die Datenbank-Strukturen verändert wurden. Nun kommen wir aber zu der Besonderheit bei Plugins und Themes. Diese werden von Dritten angeboten und auch programmiert. Mit der eigentlichen WP Anwendung hat das also überhaupt nichts zu tun. Nun gibt es tausende von WordPress Plugins und nicht weniger WordPress Themes.

Je mehr Plugins nun in eine WordPress Anwendung integriert sind, umso größer wird das Risiko, dass Plugins nicht mehr funktionieren. Das gilt besonders, wenn ein neues WP Release eben erst veröffentlicht wurde. Denn die meisten Developer passen ihre Plugins natürlich an. Aber eben oft mit etwas Verzögerung. Dazu kommt ein weiterer Aspekt: über die Jahre werden auch Entwicklungen und Pflege von bis dahin sogar erfolgreichen Plugins aus unterschiedlichen Gründen eingestellt.

Es gibt verschiedene Optionen, wie sich ein Seitenbetreiber mit WordPress CMS nun verhalten kann:

  • die WP Version wird nicht mehr aktualisiert
  • umfassendes Erstellen eines Backups, aktualisieren von WP, dann eventuell beim Testen nicht mehr korrekt arbeitendes WordPress Plugin deinstallieren
  • ein auf WordPress spezialisiertes Unternehmen mit Wartung und Pflege beauftragen

Für kleinere Seiten und Betreiber mit geringer Reichweite ist es durchaus eine ernst zu nehmende Option, die WordPress Version nicht mehr zu aktualisieren. Die Seite wird dadurch nicht schlechter. Sie nimmt nur nicht mehr an weiteren Entwicklungen teil.

Obacht

Nicht mehr aktualisierte Seiten bekommen dadurch auch keine Sicherheitsupdates mehr! Des Weiteren können Plugins unter Umständen nicht mehr aktualisiert werden.

WordPress Plugins: weniger ist mehr

Wie bereits vorab angesprochen, benötigt jedes installierte Plugin Leistungsressourcen. Das CMS kann sich durch den Betrieb bestimmter Plugins maßgeblich verlangsamen. Nicht zu vergessen die ebenfalls bereits vorab erwähnten temporären Sperren, die seitens des Hosters möglich sind, wenn Ressourcen-Limits überschritten werden. Selbst, wenn WordPress dadurch “nur” langsamer wird, ist dies nicht gut für das SEO.

Der Einsatz an WordPress Plugins muss also gut abgewogen werden. Plugins, die ein “nettes” Feature installieren, aber im Prinzip eine Spielerei darstellen, sind völlig entbehrlich. Vor etlichen Jahren kam zum Beispiel die Schlagwort-Cloud auf. Oft eingesetzte Schlagwörter bewegen sich darin ähnlich wie in einem Karussell in wechselnden Größen. Das Plugin ist aus SEO-Sicht und mit Blick auf die Stabilität völlig ungeeignet. Aufgrund des eingesetzten Scripts kann es von Google nicht ausgelesen werden. Es bietet also keinen Mehrwert für SEO, sondern kostet lediglich wertvolle Kapazitäten.

Für Slider ist das ähnlich gelagert. Solange sie für den Seitenbesucher keinen echten Mehrwert darstellen, kann darauf getrost verzichtet werden. Hier können Zielgruppen und Zielregionen sogar noch als wichtiger Faktor hinzukommen. Sollen mit der Webseite weltweit Besucher erreicht werden, muss Berücksichtigung finden, dass das verfügbare Internet nicht überall leistungsfähig ist.

Tipp

Installiert das, was ihr braucht. Testet Plugins und wenn sie keinen spürbaren Nutzen bringen, deinstalliert und vor allem löscht sie komplett.

WordPress Themes

Für WordPress Themes gilt das eingeschränkt, da insbesondere die Themes, die zusätzliche Funktionen wie Slider bereitstellen, diese lediglich über zusätzlich ins Theme integrierte Plugins bewerkstelligen. Der Kostenaufwand liegt bei null und die WP Seite kann langfristig verwendet werden. Alle automatischen Update Funktionen müssen jedoch deaktiviert sein. Auch darf nicht versehentlich der “Update”-Button im Dashboard geklickt werden, da die Aktualisierung unmittelbar ohne verifizierenden Zwischenschritt erfolgt.

Viele WordPress Themes, vor allem kostenpflichtige versprechen, “SEO-ready” zu sein. Diese Aussage ist natürlich relativ. Das kommt natürlich auf den Maßstab an, den man anlegt. In einem umfangreichen Test der am besten bewerteten Themes bei Themeforest waren nur ein ganz geringer Anteil in Bezug auf WordPress SEO tatsächlich zufriedenstellend. Vor allem die Ladezeiten der teilweise völlig überdimensionierten Designs haben Schwierigkeiten gemacht.

Die wenig richtig guten Themes, die auch von dem Erscheinungsbild und der Funktionalität sehr gut waren, hatten SEO-freundliche Funktionen wie Lazy-Load, eine korrekte Überschriften-Struktur und vor allem serverunabhängig gute Ladezeiten bereits ohne Plugin-Unterstützung an Bord. Die “SEO-ready”-Aussage wird nicht nur von WordPress-Theme-Entwicklern gerne falsch verwendet, auch Design-, Werbe- und Online-Agenturen, die Websites “schlüsselfertig” programmieren, treffen hier für Laien verlockende aber letztendlich nicht zutreffende Versprechungen.

Tipp

Vertraut keinen Versprechungen, egal von wem sie kommen. WordPress SEO ist immer individuell und hängt von unzähligen Faktoren ab, die ein Theme oder Plugin gar nicht seitenübergreifend bieten kann. SEO-ready ist Unwort Nr. 2 in diesem Artikel, weil es einfach oft nicht stimmt.

WordPress Plugins & WordPress Themes

Sollen WP-Version und WordPress Plugins regelmäßig Aktualisierungen erfahren, muss ein entsprechender Zeitaufwand in Kauf genommen werden, eventuell nicht mehr stabil und fehlerfrei arbeitende WordPress Plugins zu identifizieren und zu neutralisieren. Professionelle Seitenbetreiber spiegeln solche Seiten daher häufig. Auf der gespiegelten Seite werden dann erst die Änderungen vorgenommen und ausgiebig getestet.

Die Auswahl an Plugins  ist überwältigend. WP selbst gestattet das Veröffentlichen von Plugins, sodass diese direkt über das CMS aufgerufen werden können (Menü “neue Plugins installieren”). Diese angebotenen Plugins müssen die Bedingungen von WP erfüllen. Dazu gehört, dass die Erweiterungen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Jedoch sind es oftmals verschlankte Erweiterungen einer Pro-Version, die dann kostenpflichtig ist. Es kommt auch vor, dass Plugins, die über viele Jahre kostenlos waren, plötzlich kostenpflichtig werden. Solange WP nicht aktualisiert wird, kann das kostenlose Plugin noch genutzt werden. Wird aber das Plugin aktualisiert zur dann kostenpflichtigen neueren Version, ist es umgehend kostenpflichtig. Es lässt sich nicht voraussagen, ob die Entwickler eines Plugins die Erweiterung eines Tages in der nächsten Generation kostenpflichtig gestalten.

Es sollten Plugins stattdessen nach Wahrscheinlichkeiten ausgewählt werden, dass diese grundsätzlich einen langfristigen Support haben könnten. Insbesondere bei Entwicklern, die schon viele Jahre aktiv sind und vielleicht auch mehrere beliebte Plugins vertreiben, besteht die Chance, dass diese auch zukünftig langfristig aktiv sind. Wie lange Plugins bei WordPress bereits verfügbar sind, kann sich an den Bewertungen erkennen lassen. Hier zählt nicht, wie bewertet wurde, sondern wie häufig. Die Zahl der Bewertungen ist hinter den Bewertungssternen zu finden. Auch das Googeln kann Aufschluss bieten, wenn viele Beiträge über ebenso viele Jahre zu einem WordPress Plugin indexiert sind.

Alternativ dazu besteht für mittelgroße Unternehmen und Konzerne die Möglichkeit, dass Entwickler angeheuert werden und diese die Plugins völlig neu gestalten. Diese Developer können auch Pflege und Wartung übernehmen. Genauso kann auch bei WordPress Themes vorgegangen werden.

Tipp

Bei der Auswahl helfen häufig die Bewertungen. Sich die Zeit zu nehmen und diese zu lesen, spart im Endeffekt häufig Zeit und Nerven. Ein eigener Versucht in einer Testumgebung ist aber immer zu empfehlen.

Kostenpflichtige WordPress Themes & Plugins

Das führt uns zu den kostenpflichtigen Angeboten von WordPress Plugins und Themes, die über dritte Anbieterseiten erhältlich sind. Hier sollten ausschließlich Anbieter in Betracht gezogen werden, die über eine entsprechende Reputation verfügen. Auch auf diesen Seiten gibt es häufig kostenlose Varianten von Plugins und Themes. Jedoch mit einem maßgeblichen Unterschied: Teile des Quellcodes sind verschlüsselt, sodass diese Themes und Plugins ohnehin nur eingeschränkt verwendet werden können (auf WordPress dürfen keine Plugins mit verschlüsseltem Quellcode angeboten werden). Natürlich gibt es hier viele seriöse Anbieter. Es sind aber sicherlich auch etliche schwarze Schafe darunter. Bei Plugin und Themes direkt über WordPress wird dieses Risiko deutlich verringert.

Destabilisierung durch WordPress Plugins

WordPress SEO ist wichtig. So wichtig, dass es unmöglich ist, auf Plugins zu verzichten. Zunächst gilt daher die von uns bereits erwähnte oberste Regel: immer erst ein vollständiges Backup (Inhalte, Plugins, Theme und Datenbanken), dann ein Plugin installieren und ausgiebig testen. Die WordPress Plugins, die direkt über WP angeboten werden, bietet hier zusätzlich Sicherheit. Auf den Beschreibungsseiten zu den einzelnen Plugins wird das Plugin mit der CMS-Version abgeglichen (wenn der Login sowie der Download über den Blog direkt erfolgen). Dann erhält der Interessent folgende eingeblendete Info:

  • dass das Plugin geeignet ist.selbstverständlich,
  • dass das Plugin bedingt geeignet ist (noch nicht getestet) und
  • dass dieses Plugin ungeeignet ist in der vorliegenden Version.

Wird nun ein Plugin geladen und aktiviert, kann das selbst bei einer angeblich geeigneten Erweiterung zu verschiedenen Fehlern führen. Bestimmte Bereiche im Back-end und/oder Frontend sind nicht mehr sichtbar, der Upload von Beiträgen funktioniert nicht mehr richtig (es wird statt der Erfolgsmeldung eine leere Seite angezeigt). Der Super-GAU für Seitenbetreiber mit WP ist der Totalausfall.

Der Bildschirm bleibt schwarz, folglich ist kein Login mehr möglich. Jetzt heißt es lediglich Ruhe bewahren. Mit einem einfachen Trick gibt es in den meisten Fällen eine Möglichkeit, die Anwendung schnell wieder zugänglich zu machen. Dazu muss im entsprechenden Verzeichnis auf dem Server die Directory mit den Plugins geöffnet werden. Ist das Plugin bekannt, welches zum vollständigen Ausfall führte, kann dies einfach durch Umbenennung des Plugin-Verzeichnisses deaktiviert werden.

Beispiel

Beispiel: aus “Plugin-Name” wird einfach “Plugin-Name1” oder eine andere Ordnerbezeichnung. Dann kann zumindest wieder Zugriff auf das System erfolgen. Es gibt aber Situationen, in denen Schäden kaum noch zu beheben sind: die meisten Plug-ins erweitern Templates und Datenbaken lediglich. Andere schreiben aber maßgebliche Daten um auf den unterschiedlichsten Seiten. Hier kann ein Blick in die .htaccess oder die wp-config.php helfen. Übrigens können durch einen direkten Zugriff auf die config.php verschiedene Daten zur Datenbank und zum User geändert werden.

11. Fazit

WordPress kann im Prinzip für alle erdenklichen Anwendungen genutzt werden. KMUs und Konzerne, für Online-Marketing ebenso wie für Betriebe in der realen Welt, die über das Internet einen weiteren Vertriebskanal suchen. Mit steigenden Anforderungen ist eine professionelle Vorplanung und eine durchdachte Auswahl bzw. Kombination der benötigten WordPress Plugins unerlässlich. Dann können als WordPress SEO Maßnahmen sehr fein abgestimmt umgesetzt werden. Selbst Neulinge und Programmier-Laien können WordPress schnell bedienen.

WordPress SEO ist einfacher als gedacht und durch das tolle CMS WordPress auch für Laien zumindest teilweise umzusetzen. Es gibt viele gute Plugins, die alle ihre Vorteile und Schwächen haben. Letztendlich muss jeder Plugins individuelle für seine Website testen und entscheiden, mit welchem man gut umgehen kann und welches effektiv funktioniert. Dennoch kann kein Plugin die Arbeit eines Menschen ersetzen. Ohne ein gewisses Wissen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung und die konsequente und korrekte Umsetzung aller SEO-bedingenden Maßnahmen ist erfolgreiches WordPress SEO nicht möglich.

Alle Bilder sind Beispielbilder und wurden am 27. April 2018 erstellt.

Kostenloser SEO-Check der OSG

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Kommentare


WordPress HTTPS-Umstellung – OSG Blog 27. Juli 2018 um 15:54

[…] beliebten Content-Management-System WordPress ist eine Umstellung von http auf HTTPS relativ einfach. Kostenlose Plugins erleichtern einem die […]

Antworten

Danial Wilson 23. August 2018 um 8:19

Hallo……….
Wundervolle Sammlung! Danke, dass Sie diesen tollen Artikel teilen.
Ich möchte ein Plugin für die Umleitung empfehlen, das ist Trash Duplicate und 301 Redirect – WordPress Plugin. Es ist ein kostenloses WordPress-Plugin, das einen Duplikat-Post, Seiten, benutzerdefinierte Beiträge usw. finden und diese Duplikate löschen kann. Es enthält mehrere Funktionen wie Doppelte Inhalte ansehen, Automatische Umleitung, Papierkorb Einzelne Post usw.

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