WordPress

Was ist WordPress?

WordPress ist ein kostenloses, freies CMS, mit dem sich Webseiten und vor allem Blogs erstellen lassen. Dieses Open-Source-Projekt basiert auf der Programmiersprache PHP. Die Entwickler legten viel Wert auf die Benutzerfreundlichkeit und Anpassbarkeit des Systems. Etwa 60 Prozent aller auf CMS basierenden Websites, das bedeutet circa 30 Prozent aller existierenden Websites sind mit WordPress erstellt worden.

Die Geschichte

Vom Blogsystem zum CMS

WordPress wurde von dem zu der Zeit 17-jährigen Studenten Matthew Mullenweg und dem britischen Web-Entwickler Mike Little als Abspaltung des existierenden Systems “b2/cavelog” entwickelt und erschien 2004. Anfangs war es ein reines Blog-System. Erst ab der Version 1.5 wurde es möglich, damit auch statische Seiten zu erstellen.
2005 wurde der Bloghosting-Dienst WordPress.com gestartet, bei dem Blogger kostenlos ihren eigenen Webblog hosten können. Die Plattform wird von der Firma “Automattic” mit Sitz in San Francisco betrieben, die Matt Mullenweg gründete und in der er bis heute CEO ist. “Automattic” finanziert sich mit kostenpflichtigen Zusatzangeboten wie Premium Themes, Premium Plug-ins und Domains sowie mit Werbung. Die Firma beschäftigt über 700 Mitarbeiter.
2006 ließ Matt Mullenweg den Namen “WordPress” schützen. In den kommenden Jahren wurde das CMS stetig erweitert und weiterentwickelt.
2010 gründete Matt Mullenweg die “WordPress Foundation”, die alle Rechte an der Marke besitzt und wordpress.org betreibt.
Im Jahr 2015 entwickelte Automattic “WooCommerce”, ein Plug-in für den unkomplizierten Aufbau eines eigenen Online-Shops.

Das “WordCamp”

Im Jahr 2006 fand in San Francisco das erste “WordCamp” statt, eine Konferenz mit mehreren Hundert Teilnehmern. Seither werden regelmäßig auf der ganzen Welt WordCamps abgehalten, die WordPress-Nutzer in der Regel selbst organisieren, um sich auszutauschen und Ideen zu entwickeln.

Preise

WordPress gewann zweimal den Open Source CMS Award, 2007 in der Kategorie “Best Open Source Social Networking CMS” und 2009 in “Overall Best Open Source CMS”. 2010 folgte der “Hall of Fame CMS category”, 2011 dann der “Bossie Award for Best Open Source Software”. 2015 erhielt WordPress den “CMS Critic Award” in der Kategorie “Best CMS for Personal Websites”.

Funktionen

Einfache “5-Minuten-Installation”

WordPress wirbt selbst damit, dass die Installation des Systems in fünf Minuten machbar ist. Die detaillierte Anleitung macht es auch für unerfahrene Nutzer ohne Programmierkenntnisse möglich, das CMS schnell einzurichten.
Mittlerweile gibt es allerdings auch mehrere Anbieter für “Managed WordPress”, die also dieses CMS-System schon vorinstalliert haben.

Struktur

Statische Seiten und Kategorien können in mehreren Menüs angeordnet werden (z. B. Header-Menü, Footer-Menü, Sidebar etc.). Blogartikel müssen mindestens einer Kategorie angehören, können aber auch mehreren Kategorien zugeordnet sein, um auf der Website zu erscheinen. Das System besitzt eine Kommentarfunktion und eine Mediengalerie, mit der man Bilder, Videos, Tondateien und Textdateien hochladen kann.

Benutzer

Für die Arbeit an einer Website lassen sich verschiedene Benutzerrollen zuordnen, die unterschiedliche Zugriffsrechte haben:

Follower bekommen eine Benachrichtigung, wenn neue Inhalte auf der Website veröffentlicht werden. Sie können keine Inhalte bearbeiten.
Mitarbeiter können eigene Beiträge erstellen und bearbeiten. Vor der Veröffentlichung müssen diese jedoch von einem Administrator geprüft werden. Danach können Mitarbeiter sie nicht mehr editieren. Auch Bilder oder andere Dateien können von Mitarbeitern nicht hochgeladen werden.
Autoren können Beiträge erstellen, editieren und veröffentlichen. Sie dürfen auch Dateien hochladen. Allerdings kann ein Autor keine statischen Seiten bearbeiten, veröffentlichen oder löschen.
Redakteure dürfen Beiträge und Seiten bearbeiten, löschen und veröffentlichen. Außerdem können sie Dateien hochladen, Kategorien, Links und Tags verwalten, und Kommentare moderieren.
Administratoren haben das volle Zugriffsrecht. Sie können die anderen Benutzer und alle Inhalte verwalten, das Theme ändern, die Seitenstruktur bearbeiten und die gesamte Website löschen.

Themes

WordPress kann mit verschiedenen Designs, sogenannten “Themes” verwendet werden. Damit kann man das Aussehen der Website verändern, ohne Programmierkenntnisse zu benötigen. Die Themes lassen sich in einem Browser aussuchen und installieren. Sie bestehen aus HTML-Code, PHP-Funktionen und CMS-Dateien. Nutzer können eigene Themes entwickeln, die wie das ganze CMS selbst unter der GPL lizensiert sind. Kostenlose Themes werden von verifizierten Entwicklern freigeschaltet. Kostenpflichtige Themes mit erweiterten Funktionen werden nur von Drittanbietern angeboten. Die meisten kostenpflichtigen Themes verfügen über eine kostenlose Version im WordPress Repository. Um eine Website zu erstellen, muss ein Theme aktiviert sein, anfangs ist ein vorinstalliertes Theme aktiv, das in der Regel nach dem aktuellen Jahr benannt ist (beispielsweise “Twenty Nineteen”).

Plug-ins

Funktionen, die dieses CMS nicht selbst mitbringt, sind häufig in Plug-ins enthalten, die sich über den Editor installieren lassen. Momentan stehen etwa 45.000 verschiedene Plug-ins zur Verfügung.

Nützliche Erweiterungen sind beispielsweise:

  • Einrichtung einer mehrsprachigen Website
  • ein Online-Shop
  • Newsletter
  • Sicherheits-Plug-ins
  • integrierte SEO-Optimierung
  • Pop-ups
  • ein Wartungsmodus
  • Galerien und Slider
  • Anti-Spam-Filter
  • Statistiken
  • Kontaktformulare

Vorteile und Besonderheiten

Dieses CMS gilt als sehr benutzerfreundlich und flexibel. Individuelle Ideen lassen sich mithilfe von Themes und Plug-ins leicht umsetzen. Das System wird außerdem immer weiterentwickelt. Regelmäßig erscheinen Updates, die die Performance, Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit weiter verbessern. Für die SEO-Suchmaschinenoptimierung ist WordPress gut geeignet, sodass diese sich leicht ohne Programmierkenntnisse umsetzen lässt. Ein großer Bonus ist auch, dass weltweit sehr viele Menschen dieses CMS nutzen und an der Weiterentwicklung des Systems arbeiten. Im Hilfeforum kann man andere Nutzer zu speziellen Themen oder Problemstellungen um Rat fragen.

Nachteile

Dass WordPress weit verbreitet ist, birgt auch einen großen Nachteil: Es ist das CMS, das den meisten Hackerangriffen ausgesetzt ist. Immer wieder tauchen Sicherheitslücken auf, die nur durch regelmäßige Updates des ganzen Systems, der Themes und der Plug-ins behoben werden können.


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