AdWords Agentur

Was ist eine AdWords-Agentur?

Eine AdWords-Agentur ist ein spezialisierter Dienstleister für die Planung, Umsetzung und Optimierung bezahlter Werbekampagnen in Google Ads, dem früheren Google AdWords. Sie übernimmt je nach Auftrag Strategie, Kontoeinrichtung, Keyword-Auswahl, Anzeigengestaltung, Gebotssteuerung, Conversion-Tracking, Auswertung und laufende Verbesserung der Kampagnen.

Was macht eine AdWords-Agentur?

Eine AdWords-Agentur unterstützt Unternehmen dabei, Anzeigen über Google Ads auszuspielen und definierte Marketingziele zu erreichen. Der historische Begriff ist weiterhin verbreitet, obwohl die Werbeplattform heute Google Ads heißt. Als Synonyme werden deshalb Google-Ads-Agentur, SEA-Agentur, PPC-Agentur oder Suchmaschinenwerbung-Agentur verwendet.

Der Aufgabenbereich beginnt gewöhnlich mit einer Analyse des Geschäftsmodells, der Zielgruppen, der Wettbewerbssituation und des bestehenden Werbekontos. Daraus entwickelt die Agentur eine Kampagnenstruktur, legt geeignete Zielwerte fest und bestimmt, welche Kampagnentypen, Suchbegriffe, Zielgruppen und Gebotsstrategien zum jeweiligen Vorhaben passen.

  • Strategie: Übersetzung von Umsatz-, Lead- oder Reichweitenzielen in messbare Kampagnenziele.
  • Kontostruktur: Aufbau von Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords, Zielgruppen und Ausschlüssen.
  • Anzeigen: Erstellung und Prüfung von Texten, Elementen, Zielseiten und Handlungsaufforderungen.
  • Tracking: Messung von Käufen, Formularanfragen, Anrufen und weiteren relevanten Aktionen.
  • Optimierung: Anpassung von Budgets, Geboten, Suchbegriffen, Anzeigen und Zielgruppen anhand der Leistungsdaten.

Wie arbeitet eine Google-Ads-Agentur?

Eine Google-Ads-Agentur arbeitet in einem fortlaufenden Regelkreis aus Datenerhebung, Auswertung, Anpassung und erneuter Messung. Kampagnen werden daher nicht nur einmal eingerichtet. Suchverhalten, Wettbewerb, Angebote, Margen und saisonale Nachfrage verändern sich und erfordern regelmäßige Kontrollen.

Analyse und Zieldefinition

Vor dem Kampagnenstart müssen wirtschaftliche Ziele in messbare Kennzahlen übersetzt werden. Für einen Onlineshop kann beispielsweise ein Mindest-ROAS gelten, während ein Dienstleister einen maximalen Preis pro qualifizierter Anfrage benötigt. Ohne solche Vorgaben kann eine AdWords-Agentur zwar Klicks und Conversions erhöhen, aber deren wirtschaftlichen Wert nicht zuverlässig beurteilen.

Kampagnenaufbau und Aussteuerung

Die Agentur ordnet Suchbegriffe, Produkte oder Zielgruppen in nachvollziehbare Kampagnen ein. Eine saubere Struktur erleichtert die Budgetsteuerung, die Auswertung einzelner Leistungen und das Erkennen unrentabler Bereiche. Negative Keywords verhindern zusätzlich, dass Anzeigen bei offensichtlich unpassenden Suchanfragen erscheinen.

Conversion-Tracking und Optimierung

Conversion-Tracking verbindet Werbeklicks mit definierten Ergebnissen. Eine Conversion kann ein Kauf, eine Anfrage, ein Anruf oder eine andere messbare Nutzeraktion sein. Eine AdWords-Agentur prüft dabei nicht nur die Anzahl der Conversions, sondern auch deren Qualität, Umsatzbeitrag und Kosten.

Beispiel: Eine Kampagne erzielt bei 20.000 Impressionen 800 Klicks und 40 Conversions. Die CTR beträgt 800 ÷ 20.000 × 100 = 4 Prozent, die Conversion-Rate 40 ÷ 800 × 100 = 5 Prozent. Bei 1.600 Euro Werbekosten liegt der CPC bei 2 Euro und der CPA bei 40 Euro. Entstehen 8.000 Euro Umsatz, beträgt der ROAS 500 Prozent.

Welche Kennzahlen bewertet eine AdWords-Agentur?

Die Bewertung einer Kampagne hängt vom jeweiligen Geschäftsziel ab. Eine hohe Klickrate allein belegt keinen wirtschaftlichen Erfolg, wenn die Klicks keine qualifizierten Anfragen oder Käufe erzeugen. Eine erfahrene AdWords-Agentur verknüpft deshalb Plattformkennzahlen mit Umsatz-, Lead- und Margendaten.

  • CTR: Die Klickrate entspricht Klicks geteilt durch Impressionen, multipliziert mit 100.
  • CPC: Der durchschnittliche Klickpreis ergibt sich aus den Werbekosten geteilt durch die Anzahl der Klicks.
  • Conversion-Rate: Der Anteil der Conversions an den Klicks zeigt, wie häufig ein Besuch zum definierten Ergebnis führt.
  • CPA: Die Kosten pro Conversion entsprechen den Werbekosten geteilt durch die Anzahl der Conversions.
  • ROAS: Der Return on Advertising Spend wird als Werbeumsatz geteilt durch Werbekosten, multipliziert mit 100, berechnet.

Welche Zielwerte sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal festlegen. Ein hoher CPC kann bei profitablen Aufträgen wirtschaftlich sein, während ein niedriger CPC ohne relevante Conversions Budget verbraucht. Branchen-Benchmarks dienen daher nur als Orientierung und ersetzen keine Berechnung auf Basis der eigenen Marge und Abschlussquote.

Welche Kampagnentypen betreut eine SEA-Agentur?

Eine SEA-Agentur kann mehrere Anzeigenformate innerhalb von Google Ads verwalten. Die Auswahl richtet sich nach Angebot, Zielgruppe, Datenbasis und Kampagnenziel. Nicht jedes Format eignet sich gleichermaßen für erklärungsbedürftige Dienstleistungen, lokale Angebote oder umfangreiche Produktsortimente.

  • Suchkampagnen zeigen Textanzeigen zu passenden Suchanfragen und eignen sich für Nutzer mit erkennbarem Bedarf.
  • Shopping-Kampagnen präsentieren Produkte mit Angaben wie Bild, Preis und Händler und setzen einen gepflegten Produktdatenfeed voraus.
  • Displaykampagnen erreichen Zielgruppen auf Websites und in Apps innerhalb des Google-Werbenetzwerks.
  • Videokampagnen verbreiten Werbevideos insbesondere über YouTube und können Reichweiten- oder Aktionsziele unterstützen.
  • App-Kampagnen fördern Installationen oder Aktionen innerhalb einer Anwendung.
  • Performance-Max-Kampagnen verteilen Anzeigen automatisiert über mehrere Google-Kanäle und benötigen belastbare Ziele, Inhalte und Conversion-Daten.

Für die Vorbereitung einer Suchkampagne kannst du Suchbegriffe, Themenfelder und Nachfragepotenziale mit dem kostenlosen Keyword-Werkzeug prüfen:

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AdWords-Agentur, Beratung oder In-house-Team?

Der Unterschied zwischen einer AdWords-Agentur und einer reinen SEA-Beratung liegt im Umfang der Umsetzung. Eine Beratung analysiert das Konto und gibt Empfehlungen, während eine Agentur üblicherweise auch Kampagnen erstellt, überwacht und optimiert. Ein In-house-Team übernimmt diese Aufgaben dagegen vollständig innerhalb des Unternehmens.

MerkmalAdWords-AgenturSEA-BeratungIn-house-Team
Operative UmsetzungMeist vollständig oder teilweisePrimär Empfehlungen und AuditsVollständig intern
Verfügbarkeit von FachwissenMehrere spezialisierte Ansprechpartner möglichPunktuell oder projektbezogenAbhängig von Teamgröße und Erfahrung
SteuerungsaufwandRegelmäßige Abstimmung erforderlichInterne Umsetzung muss organisiert werdenVollständig unternehmensintern
Geeignet fürLaufende Betreuung und skalierbare KampagnenKontoprüfungen, Strategien und WissensaufbauUnternehmen mit ausreichenden internen Ressourcen

Hybride Modelle verbinden interne Verantwortung mit externer Fachunterstützung. Dabei kann das Unternehmen Ziele, Angebote und Freigaben steuern, während die AdWords-Agentur Analysen, Kampagnenmanagement oder spezielle Aufgaben übernimmt. Passende Leistungsmodelle lassen sich über die Google-Ads-Angebote der OSG und die Angebote für SEA- und SEO-Beratung einordnen.

Wie findet man eine geeignete AdWords-Agentur?

Eine geeignete AdWords-Agentur sollte ihre Arbeitsweise, Zuständigkeiten und Erfolgsmessung nachvollziehbar erläutern. Garantierte Umsätze oder feste Anzeigenpositionen sind kein belastbares Auswahlkriterium, weil Auktionen, Wettbewerb, Websitequalität, Preise und Nachfrage nicht allein von der Agentur kontrolliert werden.

  • Prüfe, wer dein Konto tatsächlich betreut und wie viel operative Erfahrung dieser Ansprechpartner besitzt.
  • Verlange eine klare Definition von Zielen, Conversions, Berichtsintervallen und Verantwortlichkeiten.
  • Kläre, ob dein Unternehmen Eigentümer des Werbekontos und der darin erhobenen Daten bleibt.
  • Bewerte Referenzen anhand vergleichbarer Geschäftsmodelle, Märkte oder Kampagnenziele.
  • Frage, wie Suchbegriffe, Conversion-Qualität, Zielseiten und Wirtschaftlichkeit kontrolliert werden.
  • Vergleiche Vergütungsmodelle anhand des tatsächlichen Leistungsumfangs und nicht ausschließlich anhand der Agenturgebühr.
Fehlt ein korrekt eingerichtetes Conversion-Tracking, kann eine AdWords-Agentur Kampagnen nur eingeschränkt nach Geschäftsergebnissen optimieren. Klicks, Impressionen und Plattform-Conversions reichen besonders bei telefonischen oder später abgeschlossenen Verkäufen nicht aus, um die tatsächliche Rentabilität zuverlässig zu bewerten.

Wie hängen SEA, SEO und GEO zusammen?

SEA erzeugt bezahlte Sichtbarkeit, während SEO auf organische Suchergebnisse ausgerichtet ist. Ausgaben für Google Ads verbessern organische Rankings nicht direkt. Suchbegriffs-, Anzeigen- und Conversion-Daten können jedoch zeigen, welche Themen und Formulierungen Nachfrage oder Umsatz erzeugen und damit die Priorisierung von SEO-Inhalten unterstützen.

GEO steht für Generative Engine Optimization und bezeichnet die Optimierung der Sichtbarkeit in Antworten generativer KI-Systeme. Eine AdWords-Agentur übernimmt GEO nicht automatisch. Bei einer kanalübergreifenden Search-Strategie können Erkenntnisse aus SEA, SEO und GEO jedoch gemeinsam ausgewertet werden, damit Botschaften, Zielseiten und Themen auf einheitlichen Geschäftszielen beruhen.

Fragen zu deiner SEO-, SEA- oder GEO-Strategie? Die Online Solutions Group GmbH bietet persönliche Betreuung durch Experten mit mindestens 14 Jahren Erfahrung und gehört zu den aktuell acht Agenturen in Deutschland mit BVDW-Zertifizierung für SEO und SEA.

Kostenlose Erstberatung

Häufige Fragen zur Zusammenarbeit mit einer AdWords-Agentur

Wem sollte das Google-Ads-Konto gehören?

Das Werbekonto sollte grundsätzlich dem werbenden Unternehmen gehören. Dadurch bleiben Zugriffsrechte, Kampagnenhistorie und erhobene Daten auch bei einem Agenturwechsel erhalten.

Gibt es ein Mindestbudget für die Zusammenarbeit?

Ein allgemeines Mindestbudget existiert nicht. Ob eine Betreuung wirtschaftlich ist, hängt von Klickpreisen, Kampagnenumfang, Zielmarkt, erwarteten Conversions und Agenturaufwand ab.

Wie häufig sollte eine Agentur Kampagnen kontrollieren?

Die sinnvolle Häufigkeit richtet sich nach Budget, Datenmenge, Saison und Veränderungsdynamik. Kontrollen sollten so regelmäßig erfolgen, dass Fehler, Budgetabweichungen und Leistungsverschiebungen zeitnah erkannt werden.

Kann man eine bestehende AdWords-Agentur wechseln?

Ein Wechsel ist möglich, wenn das Unternehmen Zugriff auf sein Werbekonto, das Tracking und verbundene Systeme besitzt. Vor der Übergabe sollten Zuständigkeiten, offene Änderungen und bisherige Erkenntnisse dokumentiert werden.

Welche Abrechnungsmodelle nutzen SEA-Agenturen?

Üblich sind feste Monatspauschalen, projektbezogene Honorare, zeitbasierte Vergütung oder Gebühren in Abhängigkeit vom betreuten Werbebudget. Das Modell sollte zum Arbeitsumfang passen und transparent vereinbart werden.

Eignet sich eine AdWords-Agentur auch für lokale Unternehmen?

Lokale Unternehmen können Suchkampagnen geografisch eingrenzen und Anrufe, Anfragen oder Ladenbesuche als Ziele berücksichtigen. Voraussetzung sind ein ausreichendes lokales Suchvolumen und eine klar definierte Zielregion.


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