Autoresponder

Autoresponder

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Was ist Autoresponder?

Als Autoresponder wird ein Marketinginstrument bezeichnet, das voll automatisch Angebote per Email versendet. Damit ein Autoresponder eingerichtet werden kann, muss eine Liste von Emailadressen eingerichtet werden, die dann ├Ąhnlich wie bei einem Newsletter mit Emails versehen werden.

Hintergr├╝nde und Allgemeines

Es gibt grunds├Ątzlich zwei verschiedene Sorten von Autorespondern. Sie werden unterschieden nach einem Abwesenheitsresponder und einem Follow Up-Responder.

Abwesenheitsresponder┬ákennt sicher jeder aus dem Berufsleben. Diese Art von Responder wird aktiviert, wenn eine Email eingeht. Er antwortet dann mit einer vorher gespeicherten Email vom Typ “Ich bin vom 2. bis 10. Juni im Urlaub und antworte auf Ihre Email gerne nach meiner R├╝ckkehr usw.”.
Die zweite Art von Autorespondern ist im Onlinemarketing von Interesse, denn sie versendet Emails zu einem bestimmten Zeitpunkt an eine bestimmte Gruppe von Personen, ohne dass diese vorher eine Email geschickt haben, auf die eine Antwort erfolgt. Der Nutzer von Autorespondern dieser zweiten Art kann dabei festlegen, welche Gruppe von Personen die jeweilige Email bekommt, wann und wie oft diese verschickt wird und nat├╝rlich, was in der Email drin steht. Diese Art von Autoresponder ist ein Werbetool.

Follow Up Responder

Bei einem Autoresponder muss der Empf├Ąnger der jeweiligen Email selbst aktiv werden. Dies unterscheidet Autorespondertools von Spamtools. Der Empf├Ąnger tr├Ągt sich nicht nur wie bei einer Newsletteranmeldung in eine Liste ein, sondern muss sich ├╝ber ein sogenanntes Opt-In Verfahren f├╝r den Empfang der Emails eintragen. Zudem wird in den meisten F├Ąllen eine Email mit einem Link zur Best├Ątigung dieser Anmeldung versendet, den der Empf├Ąnger anklicken und damit seine Anmeldung r├╝ckbest├Ątigen muss. Diese zus├Ątzliche Email zum Best├Ątigen der Anmeldung bezeichnet man als Double Opt-In. So wird sicher gestellt, dass alle Empf├Ąnger auch tats├Ąchlich am Erhalt der Emails interessiert sind und kein Spam erzeugt wird.

In Deutschland m├╝ssen Betreiber von Webseiten mit Autorespondern kein Double Opt-In-Verfahren einrichten. Es reicht aus, die einfache Eintragung in die Emailliste auf einer Webseite durchzuf├╝hren. Eine zus├Ątzliche Best├Ątigung in Form von Double Opt-In ist zwar nicht vorgeschrieben, wird aber von vielen Anbietern angewendet und wurde sogar in einem Urteil des Bundesgerichtshofes ausdr├╝cklich begr├╝├čt.

Autoresponder basierend auf Tags und auf Listen

Bevor man einen Autoresponder einrichtet, empfiehlt es sich, eine Emailliste anzulegen. Man kann daf├╝r nat├╝rlich eine bestehende Emailliste nehmen, was den Nachteil hat, dass auch Personen, die sich nicht eigens f├╝r diese Mailingliste eingetragen haben, die Nachrichten erhalten. Daher gibt es die M├Âglichkeit, den Responder so einzurichten, dass er auf Tags basiert. Das bedeutet, dass sich in diesem Fall der Responder an festgelegten Parametern orientiert. Emails werden dann nur an diejenigen Adressen in einer Liste verschickt, bei denen festgestellt wurde, dass sie vorherige Emails zu demselben Thema bereits gelesen haben.

So kann mit der Zeit sichergestellt werden, dass nur diejenigen, die auch der Zielgruppe entsprechen, die jeweiligen Emails erhalten. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass sich Empf├Ąnger weniger h├Ąufig vom Erhalt der Emails abmelden, weil die Zielgruppenausrichtung gezielter vorgenommen werden kann und sie zudem kontinuierlich verbessert werden kann.

Autoresponder in deutsch und englisch

Es gibt auf dem Markt zahlreiche englisch, aber auch mehrere deutsche Anbieter f├╝r Autoresponder. Im Grunde k├Ânnen sie alle auch in Deutschland verwendet werden. Mit englischen Anbietern kommt es jedoch manchmal zu gewissen Schwierigkeiten. Die Programme bieten zum Beispiel nicht die Option, Umlaute anzuzeigen oder ein scharfes ├č einzuf├╝gen. Auf den Rechnungen ist die Mehrwertsteuer meist nicht ausgewiesen, was f├╝r die Buchhaltung Probleme darstellen kann. Wer ein Double Opt-In Verfahren einrichten m├Âchte, muss sich f├╝r einen deutschen Anbieter entscheiden, denn die englischen haben diese Funktion meist nicht vorgesehen. Es bleibt au├čerdem zu bedenken, dass viele Kunden oder Interessenten kein englisch sprechen und daher die englischen Emails gerne ├╝bersehen, l├Âschen oder eben den Autoresponder wieder abzubestellen.

Der Support in englischer Sprache stellt nur dann ein Problem dar, wenn man nicht ausreichend englisch spricht. Juristische Auseinandersetzungen sind bei deutschen Anbietern im Falle des Falles deutlich einfacher zu handhaben.

Hosting selbst oder extern?

Ein Autoresponder kann selbst gehostet werden oder bei einem externen Anbieter gehostet werden. Wer ihn selbst hostet, muss sich nat├╝rlich auch selbst um alle technischen Details k├╝mmern. Wer in dieser Richtung nicht viel Erfahrung hat, ist besser mit einem externen Hosting bedient.
Externe Dienstleister bieten meist eine reibungslose Technik, aber weniger M├Âglichkeiten zur Individualisierung der Emails, die ├╝ber den Responder versendet werden sollen. Wer seine Software selbst kauft, hat nur einmalig Kosten, w├Ąhrend bei einem externen Anbieter monatlich Kosten anfallen. Externe Anbieter haben oft sehr unterschiedliche und umfangreiche Features, die sie zu verschiedenen Preisen auf dem Markt anbieten. Es gibt Angebote mit Live-Coaching, mit fertigen Grafikpaketen und zahlreichen Analysetools.

Es ist zudem m├Âglich, unbegrenztes Versandvolumen zu buchen oder auch einen vorgefertigten Anti-SPAM-Test. Ein Vorteil des eigenen Hostens ist, dass man immer Zugriff auf alles hat und selbst aktiv werden kann, w├Ąhrend externe Anbieter nicht immer direkt Zeit haben, um ├änderungen vorzunehmen. Au├čerdem muss man beachten, dass je nach Anbieter nicht sicher ist, dass dieser die Daten beziehungsweise Emailadressen nicht auch f├╝r eigene, andere Zwecke nutzt.

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