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Barcode

Was ist ein Barcode?

Ein Barcode (Strichcode) ist eine Kombination von Strichen in unterschiedlichen Stärken, der auf diversen Produkten angebracht ist. Er dient der exakten Identifizierung der Produkte und ist Grundlage für den Scan für den Bezahlvorgang an der Kasse.

Barcode: Definition

Für die Bezeichnung Barcode gibt es noch einige weitere gängige Bezeichnungen. Diese sind im Wesentlichen der Strichcode, aber auch Balkencode und Streifencode. Diese Namen sind eng mit dem Aussehen des Barcodes verbunden: Es handelt sich um mehrere, parallel zueinander verlaufende Streifen. Diese sind dadurch charakterisiert, dass sie unterschiedliche Stärken und darüber hinaus verschiedenen Helligkeitsstufen haben. Unter dem Barcode selbst findet sich noch eine Nummer, der sogenannte EAN-Code.

Der Balkencode enthält eine Menge von Informationen über das Produkt, auf dem er aufgedruckt ist. Er ist in einer Codiersprache erstellt, die diese Informationen auf vergleichsweise kleinem Raum zusammenfassen. Dieses Komprimieren findet unter Verwendung der sogenannten binären Symbole statt.

 

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(c) Online Solutions Group

Funktionsweise des Barcodes

Der Balkencode ist in seiner Streifenstruktur so aufgebaut, dass er als sogenannte optoelektronisch erfassbare Schrift funktioniert. Das bedeutet nichts anderes, als das die Informationen mit einem klassischen Scanner gelesen werden kann. Dies ersetzt das zeitaufwendige lange Eintippen von Informationen an der Kasse und reduziert dadurch die Wartezeiten der Käufer in der Schlange an der Kasse. Praktisch ist in diesem Zusammenhang, dass Barcodestrukturen über Beginn- und Endzeichen verfügen. Dies ermöglicht das Lesen des Strichcodes von rechts nach links oder links nach rechts. Somit ist es auch egal, wie die Kassiererin den Artikel über den Scanner führt, was den Erfassvorgang noch einmal deutlich erleichtert. Das Produkt muss nämlich nicht in eine bestimmte Richtung gedreht werden.

Voraussetzung für das Erfassen ist, dass der Balkencode unbeschädigt ist. Wenn dies nicht der Fall ist, hat die Kassiererin die Möglichkeit, die unter den Strichen stehende EAN-Nummer einzutippen. Das ist ein im Einzelfall ungleich aufwendigeres Erfassen, liefert für das Kassensystem aber die gleichen Informationen wie der Strichcode selbst.

Verschiedene Barcode-Formen

Die Balkencodes gibt es heute schon in vielen verschiedenen Ausführungen. Oft sind diese mit bestimmten Nummern gekennzeichnet (Beispiel: Code 128) und weisen damit auf eine bestimmte Dichte der Anordnung und eine bestimmte Anzahl von Zeichensätzen hin. Zudem sind manche Codes auf Buchstaben, manche auf Ziffern definiert, manche auf Mischungen aus beiden Bereichen. Es gibt auch Codes, die speziell auf die Anwendung von Groß- und Kleinbuchstaben hin konzipiert sind.

Von der strichgebundenen (parallelen) Darstellung abweichend ist der QR-Code, der dafür verwendet wird, mit dem Handy rasch bestimmte Websites aufzurufen und auf den Smartphone-Bereich hin konzipiert ist. Der quadratisch aufgebaute Code soll in diesem Zusammenhang aber dennoch erwähnt werden, weil er in Erfassung und Nutzung der klassischen Barcodefunktion gleich ist. Größere Datenmengen unterzubringen ist im PDF417-Code möglich. Im Buchbereich verwendet man spezielle Codes. Sie richten sich nach der sogenannten ISBN-Nummer. Die International Standard Book Number ermöglicht die einwandfreie und damit unverwechselbare Identifikation von Büchern, für Zeitschriften gibt es analog die ISSN (International Standard Serial Number).

Handelswaren werden über den klassischen EAN-Code ausgezeichnet, der auch in der Nummer unterhalb der kleinen Balken zu sehen ist, die alternativ bei beschädigter Barcodestruktur eingetippt werden kann. Zudem gibt es spezielle Barcodes für den Bereich von Containern (DUN-14), für den Bereich des Einzelhandels (UPC-A, GTN-12). Hinzu kommt, dass die Industrie generell über spezielle Balkencode-Varianten verfügt, die jeweils sehr spezifisch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse hin ausgerichtet sind. Ein klassischer Balkencode vereint also immer eine einheitliche Erfassung durch einheitlichen Aufbau, ermöglicht aber individuelle, bedarfsgerechte Strukturen.

Sinn von Barcodes für den Unternehmensbereich

Der Wert der Nutzung von Balkencodes geht weit über die klassische Funktion des Scans und die rasche Abwicklung des damit verbundenen Zahlungsvorgangs hinaus. Durch die strukturierte und einheitliche Erfassung von Produkten durch Streifencodes können die betreffenden Informationen via EDV in vielen Unternehmensbereichen genutzt werden. So ist es beispielsweise durch den Scanvorgang an der Kasse möglich, das verkaufte Produkt im Warenwirtschaftssystem vom Bestand abzuziehen. So ist immer der aktuelle Bestand abrufbar, der auch bei einer manuellen Inventur herauskommen müsste. Zudem erhält das Warenwirtschaftssystem Informationen darüber, wann der Meldebestand erreicht ist, bei dem man Waren wieder nachbestellen oder neu produzieren muss, um einen reibungslosen Geschäftsablauf aufrechtzuerhalten. All dies liefert wertvolle Informationen für Lager, Produktion und Bestellsystem.

Der Balkencode kann auch eingesetzt werden, um Auskunft über den Verbleib einen Produkts in einer Logistikkette zu geben. So funktioniert beispielsweise die Sendungsverfolgung bei bestellten Waren auf die Weise, dass das Produkt an unterschiedlichen Stationen, zum Beispiel beim Aufgeben der Sendung oder beim tatsächlichen Ausliefern an den Empfänger, gescannt wird. So wird eine lückenlose Dokumentation des Beförderungsweges in Ort und Zeit möglich. Und das Ganze mithilfe eines kurzen optoelektronischen Scans, der in Sekundenschnelle durchgeführt werden kann.

Zusammenfassung

Der Barcode ist eine wertvolle Unterstützung bei der Erfassung von Produkten über das Lesen optoelektronischer Informationen durch einen Scan. Zum einen ist die Erfassung ungleich schneller möglich als durch das Eintippen von Zahlenreihen oder anderen Informationen in ein System. Zum anderen kann über die strukturierte Erfassung gleichzeitig eine Anbindung an andere Bereiche des Unternehmens wie die Warenwirtschaft oder die Produktion erfolgen.

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