cURL

Was ist eine cURL?

cURL steht f├╝r Client for URLs oder Curl URL Request Library. Es handelt sich dabei um ein Kommandozeilen-Programm sowie eine Programmbibliothek um Dateien in Rechnernetzwerken zu ├╝bertragen. cURL ist unter einer offenen MIT Lizenz verf├╝gbar und wurde mittlerweile f├╝r eine Vielzahl von Betriebssysteme portiert. Hierzu geh├Âren unter anderem Windows, macOS, Linux, Solaris und Ultrix. Die zu cURL geh├Ârende Programmbibliothek libcurl wird von einer gro├čen Zahl an Programmiersprachen und Programmen verwendet.

Geschichte von cURL

Die Entwicklung begann 1997 durch den Programmierer Daniel Stenberg. Urspr├╝nglich sollten mit dem Programm Daten ├╝ber Wechselkurse zur Verf├╝gung gestellt und ├╝ber Webseiten abgerufen werden k├Ânnen. F├╝r die Programmierung nutzte er das vorhandene Open Source Tool httpget. Nachdem das Programm um weitere Protokolle erweitert wurde, erfolgte am 20. M├Ąrz 1998 die Ver├Âffentlichung als cURL 4.

Funktionsumfang der Programmbibliothek

Wie der Name schon besagt, handelt es sich hier um ein Werkzeug um Dateien ├╝ber eine Internetadresse hochzuladen und herunterzuladen. POST ├ťbertragungen sind damit ebenfalls m├Âglich. Bei der Daten├╝bertragung wird eine Vielzahl von Protokollen unterst├╝tzt. Hierzu geh├Âren unter HTTPS, HTTP, FTPS, FTP sowie LDAP und RTMP. Im Vergleich zum ├Ąlteren wget bietet das Programm den Vorteil, dass auch Dateien hochgeladen werden k├Ânnen.

Beispiele f├╝r Kommandos

Mit dem Programm lassen sich auf einfache Weise der HTML-Code von┬áWebseiten auslesen. Der Befehl curl http://example.com/index.html dient beispielsweise dem Auslesen der Datei index.html. Diese wird anschlie├čend auf der Standardausgabe ausgegeben. Soll die Datei unter dem Namen “examplepage” abgespeichert werden, erfolgt dies mit dem Befehl curl -o examplepage.html http://www.example.com/. Eine weitere M├Âglichkeit ist es, den HTTP-Header einer Webseite auf die Standardausgabe zu schreiben. Soll der Header in die Datei “header.txt” geschrieben werden kann dies zum Beispiel mit Umleitungsoperatoren der Shell erreicht werden. Ohne Unterst├╝tzung der Shell funktioniert dies mit dem Kommando --dump-header headers.txt https://www.google.com/?gws_rd=ssl m├Âglich. Wie bereits erw├Ąhnt kann auch mit FTP Servern kommuniziert werden. Mit dem Kommando ftp://username:password@example.com wird das Programm angewiesen, den Index des Hauptverzeichnisses auszugeben. Dabei werden Benutzername und Kennwort direkt in der URL kodiert. Um das Unterverzeichnis “images” auf dem FTP Server zu listen reicht es aus, dieses an die URL anzuh├Ąngen. Der entsprechende Befehl lautet: ftp://username:password@example.com/images/. Ein Upload auf den Server ist ebenfalls kein Problem. Hierzu wird der Parameter -T gefolgt vom Namen der Datei bzw. dem kompletten Dateipfad angegeben. Mit dem Befehl -T uploadfile.txt -u username:password ftp://example.com/files/myfile.txt wird die Datei uploadfile.txt auf den FTP-Server in das Verzeichnis files unter den Dateinamen myfile.txt geschrieben.


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