Terminal Emulation

Terminal Emulation

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Was ist ein Terminal Emulation?

Ein┬áTerminal Emulation ist eine Terminalanwendung bzw. ein Computerprogramm, das ein Videoterminal innerhalb einer anderen Anzeigearchitektur emuliert. Obwohl es sich normalerweise um ein Shell- oder Text-Terminal handelt, umfasst der Begriff Terminal alle entfernten Terminals, einschlie├člich grafischer Schnittstellen. Ein Terminal Emulation, das in einer grafischen Benutzeroberfl├Ąche integriert ist, wird oft auch als Terminalfenster bezeichnet.

Ziel

Ein Terminal Emulation erm├Âglicht dem Benutzer den Zugriff auf ein Text-Terminal sowie alle seine Anwendungen, wie z.┬áB. Befehlszeilen-Schnittstellen (CLI) und Textbenutzeroberfl├Ąchen-Anwendungen (TUI). Diese k├Ânnen entweder auf demselben Computer oder auf einem anderen Computer ├╝ber Telnet, SSH oder DF├ť laufen. Auf Unix-├Ąhnlichen Betriebssystemen ist es ├╝blich, ein oder mehrere Terminalfenster mit dem lokalen Rechner zu verbinden.
Terminals unterst├╝tzen i. d. R. einen Satz von Escape-Sequenzen zum Steuern der Farbe, der Cursor-Position usw. Beispiele umfassen die Familie von Terminal-Steuersequenz-Standards, die als ECMA-48, ANSI X3.64 oder ISO/IEC 6429, bekannt sind.

Lokales Echo

Terminal Emulation kann eine lokale Echofunktion implementieren, welche f├Ąlschlicherweise als “Halbduplex” oder “Echoplex” (was formal eher ein Fehlererkennungsmechanismus als eine Eingabeanzeigeoption ist) bezeichnet werden kann.

Lokale Bearbeitung (Line-at-Time-Modus)

Ein Terminal Emulation kann eine lokale Bearbeitung implementieren, welche auch als “Zeilen-zu-einem-Zeit-Modus” bezeichnet wird. Auch in diesem Fall wird dieser Vorgang f├Ąlschlicherweise als “Halbduplex” bezeichnet, w├Ąhrend in diesem Modus der Terminal Emulation nur vollst├Ąndige Eingabezeilen an das Host-System sendet. Der Benutzer gibt eine Zeile ein und bearbeitet sie. Diese Zeile wird w├Ąhrend der Bearbeitung im Terminal Emulation gehalten. Eine ├ťbertragung findet erst statt, wenn der Benutzer seine Beendigung meldet. Dies erfolgt i. d. R. mit der Eingabetaste auf der Tastatur oder einer “Senden-Schaltfl├Ąche” in der Benutzeroberfl├Ąche.

Zu diesem Zeitpunkt wird die gesamte Zeile ├╝bertragen. Der Modus “Zeile f├╝r Zeile” impliziert ein lokales Echo, da der Benutzer andernfalls die Zeile nicht sehen kann, w├Ąhrend sie editiert und konstruiert wird. Der “Leitung-zu-einer-Zeit-Modus” ist jedoch unabh├Ąngig von dem Echomodus und erfordert kein lokales Echo. Bei der Eingabe eines Passworts ist z.┬áB. eine Zeileneingabe mit lokaler Bearbeitung m├Âglich, aber das lokale Echo ist ausgeschaltet (andernfalls w├╝rde das Passwort angezeigt werden).

Die Komplexit├Ąt dieses Modus wird durch die Option “Leitung-zu-einer-Zeit-Modus” im Telnet-Protokoll veranschaulicht. Um es korrekt zu implementieren, muss die vom Terminal Emulation-Programm bereitgestellte Implementierung des Network Virtual Terminals in der Lage sein, “Interrupt-” und “Abort-Ereignisse”, die mitten in der lokalen Bearbeitung einer Linie ankommen, zu erkennen und richtig zu behandeln.

Synchrone Terminals

Bei asynchronen Terminals k├Ânnen Daten jederzeit in jede Richtung flie├čen. In synchronen Terminals steuert ein Protokoll, wer wann Daten senden darf. IBM 3270-basierte Terminals, die mit IBM Mainframe-Computern verwendet werden, sind ein Beispiel f├╝r synchrone Terminals. Sie arbeiten in einem im Wesentlichen “Bildschirm-auf-Zeit-Modus” (auch bekannt als Block-Modus). Benutzer k├Ânnen zahlreiche ├änderungen an einer Seite vornehmen, bevor sie den aktualisierten Bildschirm als eine Aktion an den Remote-Computer senden.

Terminal Emulation, der das 3270-Protokoll simuliert, ist f├╝r die meisten Betriebssysteme verf├╝gbar, sowohl f├╝r Systeme, die das z9 verwalten, als auch f├╝r solche, die entsprechende Anwendungen wie CICS verwenden.
Weitere Beispiele f├╝r synchrone Terminals umfassen IBM 5250, ICL 7561, Heneywell Bull VIP7822 und Hewlett-Packard 700/92.

Beispiele

Viele Terminal Emulations wurden f├╝r Terminals wie VT52, VT100, VT220, VT320, IBM 3270/8/9/E, IBM 5250, IBM 3179G, Data General D211, Hewlett Packard HP700/92, Sperry/Unisys 2000-Serie UTS60, entwickelt.
Es wurden zus├Ątzlich Programme entwickelt, um andere Terminal Emulations wie xtern und verschiedene Konsolen-Terminals (z.┬áB. f├╝r Linux) zu emulieren. Schlie├člich beziehen sich einige Emulations einfach auf einen Standard wie ANSI. Solche Programme sind auf vielen Plattformen verf├╝gbar, von DOS und Unix ├╝ber Windows und MacOS, bis hin zu eingebetteten Betriebssystemen, die in Mobiltelefonen und industrieller Hardware zu finden sind.


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