Applikation / App

Applikation

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Was ist eine Applikation / App?

App ist eine Abk√ľrzung f√ľr den Fachbegriff Applikation. Eigentlich wird mit dem Begriff Applikation / App Anwendungssoftware f√ľr unterschiedliche Plattformen, wie beispielsweise Computer und smarte Endger√§te bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum hat der Begriff App im Laufe der Jahre jedoch eine etwas modifizierte Bedeutung bekommen, sodass mit Applikation / App in erster Linie Anwendungen f√ľr Smartphones und Tablets bezeichnet werden.

Bei Apps wird zwischen nativen Apps, die nur auf einer bestimmten Plattform genutzt werden können, und plattformunabhängigen hybriden Apps unterschieden. Diese werden in verschiedenen Formen und in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Von einfachen Dienstapplikationen und Spaßanwendungen mit begrenzter Funktionalität bis hin zu leistungsstarken Programmpaketen mit reicher Funktionsvielfalt ist alles erhältlich. So gibt es beispielsweise Spiele, Office-Anwendungen, Fitness- und Ratgeber-Apps und vieles mehr. Durch den Einsatz von mobilen Apps werden zunehmend auch digitale Geräte gesteuert, wie beispielsweise Kameras, Drohnen oder vernetzte Geräte im Rahmen eines Smart Homes. Die meisten Apps sind als kostenloser Download erhältlich, während ein geringer Teil im jeweiligen Applikation / App Store gekauft wird.

Entwicklungsgeschichte

Die ersten Mobiltelefone waren oft mit kleinen Anwendungen wie Taschenrechner, Kalender oder kleinen Spielen versehen. Diese wurden vom Hersteller f√ľr das jeweilige Betriebssystem entwickelt, waren auf dem Ger√§t fest installiert und konnten vom Nutzer nicht gel√∂scht werden. Mit der Ver√∂ffentlichung von Java ME (Java f√ľr Mobiltelefone) bekamen Mobiltelefone die M√∂glichkeit, kleine Anwendungen und Spiele aus dem Internet √ľber WAP herunterladen zu k√∂nnen. Viele dieser auf der Programmiersprache Java basierenden Apps waren plattformunabh√§ngig.

Die Smartphone-Revolution wurde jedoch erst im Jahr 2007 mit dem Marktstart des Apple iPhone und später der Android-Smartphones ins Rollen gebracht. Diese boten erstmals die Möglichkeit Anwendungen aus einem zentralen App-Store schnell und unkompliziert auf das Gerät herunterzuladen und zu installierten. Im Jahr 2016 wurden weltweit rund 90 Milliarden Apps aus dem iOS-App-Store und Google Play-Store heruntergeladen.

Native Applikation / App

Das Hauptmerkmal der sogenannten “Native Apps” spiegelt sich in der Tatsache wider, dass diese an die speziellen Anforderungen der Zielplattform angepasst werden. Eine native Applikation / App ist in der Lage, die Programmierschnittstellen der jeweiligen Zielplattform direkt zu benutzen, weswegen die Bandbreite der Anwendungen sehr hoch ist. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Entwickler auf s√§mtliche plattformspezifischen Software- und Hardware-Features zugreifen, wie beispielsweise Kamera, GPS und Sensordaten. Da iOS und Android auf unterschiedlichen Software-Plattformen basieren, ist es nicht m√∂glich eine iOS-App auf einem Android-Smartphone zu installieren oder umgekehrt. Somit m√ľssen native Anwendungen f√ľr jede Plattform einzeln entwickelt werden. Jede mobile Plattform hat ihr eigenes spezielles Software Development Kit (SDK) und eigene Entwickler-Tools, welche von Entwicklern genutzt werden, um native Apps zu programmieren. Die g√§ngigsten Programmiersprachen f√ľr die gr√∂√üten mobilen Plattformen sind:

  • Die Programmiersprachen Java und Kotlin f√ľr die Android-Plattform
  • Objective-C und Swift f√ľr iOS von Apple
  • C, C++ und C# f√ľr Windows Mobile

Native Apps erm√∂glichen, dass Entwickler unterschiedliche Ger√§tetypen auf einmal bedienen, falls diese auf derselben Plattform basieren. Die Universal Windows Plattform erm√∂glicht, native Windows-Apps auf einmal f√ľr Desktop-PCs, Smartphones, Tablets und die Xbox One zu entwickeln.

Plattformunabhängige Applikation / App

Noch vor einigen Jahren war es in der IT-Branche √ľblich, f√ľr jedes Betriebssystem eine eigene Applikation / App zu entwickeln. Doch durch die rasante Entwicklung neuer Betriebssysteme und smarter Endger√§te wurden die Unternehmen gezwungen, umzudenken und neue Wege bei der Entwicklung von Apps zu gehen. Einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK zufolge nutzen in den USA mehr als 60 Prozent der Vollj√§hrigen t√§glich mindestens zwei unterschiedliche Ger√§te und rund 25 Prozent mindestens drei Ger√§te. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, dass eine Applikation / App auf unterschiedlichen Ger√§ten abrufbar ist und in ihrem vollen Umfang funktioniert. Dies l√§sst sich mit den sogenannten plattformunabh√§ngigen Applikationen erreichen. Plattformunabh√§ngige Apps lassen sich in drei Hauptgruppen unterteilen, und zwar:

Web-Applikationen Diese Apps werden √ľber den Webbrowser des Computers bzw. des mobilen Endger√§ts abgerufen. Sie basieren auf Web-Standards wie HTML, JavaScript oder PHP, damit Sie auf beliebigen Ger√§ten ohne Probleme betrieben werden k√∂nnen. Moderne Webapps verhalten sich im Idealfall genauso wie eine native Applikation / App, sodass sie von Nutzern nicht als eine gew√∂hnliche Webseite wahrgenommen werden.
Hybride Apps Diese Applikationen stellen eine Kombination aus Native- und Web-Apps dar. Sie nutzen die Vorteile unterschiedlicher Technologien, um m√∂glichst viele Plattformen bedienen zu k√∂nnen. Der Quellcode wird in Web-Programmiersprachen wie HTML5, CSS3 und JavaScript geschrieben. Die Apps werden im Kontext des nativen Internet-Browsers der jeweiligen Plattform angezeigt, wobei durch das eingesetzte Framework alle Bedienelemente des Webbrowsers entfernt werden, sodass der Nutzer nichts davon mitbekommt, dass die App eigentlich in einem Webbrowser ausgef√ľhrt wird. F√ľr die Entwicklung solcher Apps stehen unterschiedliche Frameworks zur Verf√ľgung, wie zum Beispiel PhoneGap von Adobe.
Cross-Plattform-Apps Diese Apps k√∂nnen wie Hybrid-Apps unabh√§ngig von der Plattform auf verschiedenen Systemen und Plattformen betrieben werden. Im Gegensatz zu Hybrid-Apps wird das User Interface mit den speziellen APIs der jeweiligen Plattform programmiert und die App wird nicht in einem Webbrowser angezeigt. Mit dieser Vorgehensweise lassen sich bis zu 70 Prozent des Quellcodes zwischen den unterschiedlichen Plattformen recyclen, ohne starke Einbu√üen bei der Performance in Kauf nehmen zu m√ľssen.

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