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Hybrid App

Was ist eine Hybrid App?

Bei einer Hybrid App handelt es sich um eine App für Mobilgeräte, die die Nachteile von Web Apps und nativen Apps beseitigen soll. Sie erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das liegt daran, dass es mit ihr möglich ist, verschiedene Plattformen gleichzeitig zu bedienen und dabei häufig auch auf die Hardware des mobilen Gerätes zuzugreifen.

Was zeichnet eine Hybrid App aus?

Hybride Apps benötigen einen Container, auf dem sie basieren (zum Beispiel PhoneGap). Dieser wandelt eine Anwendung, die in den meisten Fällen auf den klassischen Websprachen HTML5, CSS3 und Javascript basiert, zu einer hybriden mobilen Architektur. Die App nutzt den Browser des Smartphones, um die Ansicht der Anwendung zu erzeugen. Dazu werden alle optischen Merkmale des eigentlichen Browsers von der App beseitigt. Dazu zählt zum Beispiel das Menü des Browsers. Da die Hybrid App bei fortgeschrittenen Systemen auf die Hardware der Mobilgeräte zugreifen kann, ist es unter anderem möglich, Apps mit Kamerafunktion zu entwickeln.

Was unterscheidet die Hybrid App von einer nativen App?

Die native App läuft nur auf dem mobilen Betriebssystem, für das sie vorgesehen ist. Eine Android App funktioniert ausschließlich auf den mobilen Geräten von Android. Für Smartphones von Apple müssen Apps für iOS als Betriebssystem geschrieben werden. Bei einer hybriden App gibt es diese Beschränkung nicht. Aus diesem Grund werden Hybrid Apps auch als Cross-Platform-Apps bezeichnet. Die einmal entwickelte App läuft auf allen gängigen Betriebssystemen, wobei sie in einer Programmiersprache entwickelt wurde, die nicht speziell für Mobilgeräte vorgesehen sein muss. JavaScript, die meistgenutzte Programmiersprache für Hybrid Apps, ist eigentlich für Webseiten bestimmt.

Frameworks für die Hybrid App

Es gibt verschiedene Frameworks, mit deren Hilfe der Container für Hybrid Apps hergestellt werden kann. Neben dem bereits erwähnten PhoneGap zählen dazu React Native, Ionic, Xamarin oder Cordova.

Vorteile und Nachteile einer Hybrid App

Die Hybrid App hat bestimmte Vorteile und Nachteile, die für beziehungsweise gegen ihre Nutzung sprechen.

Die Vorteile hybrider Apps

Der wichtigste Vorteil der hybriden Apps besteht darin, dass sie auf allen gängigen Plattformen nutzbar sind. Das zieht vergleichsweise niedrige Kosten für ihre Entwicklung mit sich. Es muss nicht für jede Plattform einzeln eine daran angepasste App völlig neu entwickelt werden. Es reicht aus, einmal mit Hilfe einer geeigneten Programmiersprache eine auf jedem Mobilgerät nutzbare App zu implementieren und diese dann über einen Container für Hybrid Apps für alle Systeme zugänglich zu machen.

Die Verwendbarkeit auf allen gängigen Plattformen bringt es mit sich, dass mit der App zahlreiche Kunden erreicht werden. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Kosten für die Entwicklung rentieren, besonders hoch. Bei bekannten Unternehmen besteht nicht das Risiko, dass sich Kunden mit einem nicht bedienten Betriebssystem benachteiligt fühlen. So stellt die Verwendung einer Hybrid App sicher, dass die Außenwirkung des Unternehmens keinen Schaden nimmt.

Moderne Hybrid Apps sind in der Lage, die Hardware der einzelnen Mobilgeräte zu nutzen. Aus diesem Grund gibt es hier kein Nachteil gegenüber nativen Apps. Es ist möglich, Kamera oder Kalender auf Smartphones oder Tablets in der App zu nutzen – unabhängig von ihrem Betriebssystem.

Wenn Updates erforderlich sind, müssen diese nicht für jedes Betriebssystem einzeln eingespielt werden. Eine einmal vorgenommene Änderung ist aufgrund der Machart der Hybrid Apps für jedes Betriebssystem gleichermaßen zugänglich. Auf diese Weise halten sich die Kosten in Grenzen. Außerdem kann ein Update schnell und ohne Verzögerung für alle Betriebssysteme stattfinden.

Nicht zuletzt ist es möglich, eine Hybrid App im Google Play Store oder im App Store zum Verkauf oder zum Download zur Verfügung zu stellen. Auch in dieser Hinsicht gibt es also keine Nachteile zu einer nativen App.

Die Nachteile hybrider Apps

Neben den vielen Vorteilen gibt es auch Nachteile, die eine Hybrid App mit sich bringt. Ihre fehlende Ausrichtung auf ein spezifisches Betriebssystem hat zur Folge, dass Hybrid Apps viel Arbeitsspeicher benötigen. Aus diesem Grund sind sie vergleichsweise langsam. Das ist bei solchen Anwendungen problematisch, die auf Geschwindigkeit ausgelegt sind. Außerdem kann die Trägheit der Bedienung die Nutzer verärgern. Weiterhin gibt es Probleme, wenn es sich um eine App mit aufwendiger Grafik handelt. Eine solch rechenintensive App ist nicht mit der Struktur der Hybrid App verträglich, die nicht direkt am Betriebssystem liegt, sondern auf den Browser als Vermittler zugreift. Da die Hybrid App plattformunabhängig entwickelt wird, gibt es hier nicht das für das jeweilige Betriebssystem typische Interface. Dies kann auf einige Nutzer unsympathisch wirken. Das gilt insbesondere für diejenigen, die sich mit der Marke und damit dem Betriebssystem ihres Smartphones oder Tablets identifizieren.

Einsatzgebiete für die Hybrid App

Grundsätzlich ist die Hybrid App für solche Anwendungen geeignet, bei denen es nicht auf Rechengeschwindigkeit ankommt und auch das Look-and-Feel der jeweiligen Plattform eine geringere Rolle spielt. Oft genutzt wird sie für Shopsysteme, da hier Updates und Änderungen des Sortiments zeitgleich mit wenig Aufwand auf allen Plattformen veröffentlicht werden können.

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