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E-Marketplace

Was ist ein E-Marketplace?

Der E-Marketplace beschreibt einen elektronischen Marktplatz, der im Internet oder einem anderen übergeordneten Netz den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen ermöglicht. Digitale Marktplätze basieren auf einer IT-Infrastruktur und haben einen festgelegten Mechanismus der Preisbildung. Zu den Vorteilen gehören räumliche und zeitliche Flexibilität. Marktteilnehmer können unabhängig vom Standort miteinander interagieren.

Definition und Überblick

Die Fachliteratur kennt verschiedenartige definitorische Ansätze bezüglich des Begriffs E-Marketplace. Diese finden sich auch unter den Synonymen digitaler Marktplatz, virtueller Marktplatz oder elektronischer Markt. Gemeinsam ist diesen Ansätzen zu entnehmen, dass E-Marketplaces als IT-gestützte Systeme zu betrachten sind. In diesen treten Marktakteure wie Anbieter, Nachfrager und Vermittler miteinander in Kontakt. Auf Basis einer festgelegten Preis-Koordination handeln sie Waren und Dienstleistungen.

Zusammengefasst handelt es sich bei E-Marketplaces um Handelsplattformen, die dem marktmäßigen Austausch im E-Business dienen. Dies betrifft aus Perspektive der Unternehmen zum einen das E-Commerce (den elektronischen Verkauf) und zum anderen das E-Procurement (die elektronische Beschaffung). E-Märkte bedienen sich Informationssystemen, die verschiedene Phasen einer Markttransaktion begleiten, automatisieren oder unterstützen.

Funktion, Eigenschaften und Vorteile elektronischer Marktplätze

Kennzeichnendes Merkmal des E-Marketplaces ist die digitale Unterstützung der Marktmechanismen. Dies reicht von einfachen Unterstützungen der Marktkoordination (darunter die Preisinformation) bis zur vollumfänglich IT-basierten Koordination der Preisbildung.

Marktplätze dienen einer deutlichen Vereinfachung der Beschaffung und Auswertung von Informationen. Auf diese Weise leistet ein E-Marketplace einen Beitrag zur Markttransparenz. Die auf herkömmlichen Märkten übliche Informationsasymmetrie zwischen Marktakteuren wird auf diese Weise reduziert.

Die Nutzung übergeordneter Netzwerke wie dem Internet sorgt für hohe Flexibilität sämtlicher Marktteilnehmer. Eine örtliche und zeitliche Distanz zwischen den Akteuren entfällt. Auf diese Weise sind standortunabhängige und spontane Marktaktivitäten möglich. Gleichermaßen werden Märkte zugänglicher und offener. Jeder Akteur kann von jedem Punkt im Datennetz auf den Marktplatz zugreifen, sodass keine physische Präsenz an einem bestimmten Ort erforderlich ist.

Die Informationstechnologie ermöglicht Betreibern von Marktplätzen mehr Möglichkeiten und eine aktivere Stellung. Über einen E-Marketplace können sie den Marktteilnehmern in jeder Transaktion Unterstützung anbieten.

Arten und Lösungen

Die E-Marketplace-Praxis kennt mehrere Ausführungen, die sich im Wesentlichen hinsichtlich der Art der digitalen Koordination unterscheiden. Grundlegend ist die Differenzierung zwischen horizontalen und vertikalen Marktplätzen. Vertikale Marktplätze fokussieren sich auf bestimmte Kunden und Nutzersegmente. Sie sind oft auf eine bestimmte Branche ausgerichtet, für die sie spezifische Lösungen und Serviceleistungen bietet. Hierbei werden im Idealfall sämtliche Phasen der Wertschöpfungskette elektronisch unterstützt.

Horizontale Marktplätze richten sich hingegen auf bestimmte Produkte und Funktionen aus. Diese können für verschiedenartige Branchen oder Kundengruppen von Bedeutung sein. Horizontale Marktplätze lassen sich von sämtlichen Marktakteuren betreiben. Je nachdem aus welcher Perspektive in den Marktplatz investiert wird, lassen sich Anbietermodelle, Nachfragermodelle und Vermittlermodelle unterscheiden. Anbietermodelle verfolgen das Ziel, die Gewinne für die Anbieter zu maximieren. Nachfrageorientierte Modelle haben dagegen die Maximierung des Nutzens für die Kunden im Fokus. Vermittler- oder Maklermodelle richten sich in erster Linie nach dem Gewinn des Marktplatz-Betreibers oder Handelsvermittlers. Typische Beispiels für Maklermodelle finden sich in Suchportalen wie autoscout24 oder immobilienscout24.

Entwicklungen und Zukunft

Ein entscheidender Entwicklungstrend betrifft die mobile Nutzung elektronischer Marktplätze. Im Sinne des Konzepts sind viele Angebote im Internet primär auf die Nutzung auf mobilen Endgeräten ausgerichtet. Hierbei spielt das responsive Design eine wichtige Rolle, das für eine Anpassung der Inhalte auf den Geräten sorgt. Im Hinblick auf einen E-Marketplace ist der Standortbezug von entscheidender Bedeutung. Anbieter und Kunden werden basierend auf ihren Aufenthaltsorten zusammengeführt. Insbesondere in Branchen wie Hotellerie oder Mobilität ist der Standort entscheidend.

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