Minimum Viable Product

Minimum Viable Product

Copyright ┬ę Shutterstock/fotogestoeber

Was ist ein Minimum Viable Product?

Ein Minimum Viable Product, abgek├╝rzt MVP, bedeutet auf Deutsch “minimal lebensf├Ąhiges Produkt”. Ein MVP ist ein Produkt mit nur minimalen Funktionen oder Eigenschaften, die ausreichen, um die Aufmerksamkeit von Early Adopters auf sich zu ziehen. Der endg├╝ltige und vollst├Ąndige Funktionsumfang wird unter Ber├╝cksichtigung der R├╝ckmeldungen der ersten Benutzer des Produkts entworfen und entwickelt. Der Begriff des Minimum Viable Product wurde erstmals im Jahr 2001 von Frank Robinson benutzt und in der Folge wurde das Konzept von Eric Ries, einem Berater und Autor f├╝r Startups, popul├Ąr gemacht.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich Early Adopters haben, dann k├Ânnen Sie gerne den jeweiligen Glossar dazu besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren.

Ein Minimum Viable Product ist die minimalistischste Version eines Produkts, die noch ver├Âffentlicht werden kann. Der Hauptmerkmal eines MVP sind ein gen├╝gend hoher Wert, sodass es gekauft und benutzt wird. Es zeigt eine Vision des zuk├╝nftigen Nutzens, sodass die Early Adopters bei der Stange bleiben und es bietet eine R├╝ckkopplungsschleife, um die zuk├╝nftige Entwicklung zu steuern. Einer der wichtigsten Punkte bei dieser Entwicklungstechnik ist, dass die Early Adopters die Vision oder das Versprechen des Endprodukts sehen und das f├╝r die Weiterentwicklung wichtige und wertvolle Feedback liefern k├Ânnen. Dies legt nahe, dass in erster Linie technisch orientierte Produkte, die von technischen Anwendern genutzt werden f├╝r diese Art Entwicklungstechnik am besten geeignet sind.

Was sind die Vorteile des MVP-Prozesses f├╝r die Produktentwicklung?

Durch die Ver├Âffentlichung eines Minimum Viable Product┬ákann die Akzeptanz eines Produktes ohne den Einsatz gro├čer Ressourcen wie bei einer vollst├Ąndigen Entwicklung getestet werden. Der Lernprozess des Entwicklerteams im Bezug auf die Kundenw├╝nsche und -bed├╝rfnisse wird beschleunigt und die Abfolge der einzelnen Entwicklungsschritte wird forciert. Der Aufwand an Personal und finanziellen Mitteln wird durch die Implementierung nur der n├Âtigsten Funktion minimiert. Der Marktzugang wird beschleunigt und dadurch in vielen F├Ąllen ein Wettbewerbsvorteil erzielt.

Ablauf des MVP-Prozesses

Am Anfang steht die Definition des Problems, das gel├Âst werden soll. Es ist leicht, sich in Ideen eines bestimmten Produktes zu verwickeln und das Problem, das es l├Âsen soll zu vergessen. Wichtig ist es, ein Produkt zu entwickeln, dass die Bed├╝rfnisse der Menschen erf├╝llt und Ihnen hilft, ihre Probleme zu l├Âsen. Im Zentrum steht das Problem und nicht eine bestimmte L├Âsung. Es kann sein, dass die urspr├╝nglich ins Auge gefasste L├Âsung nicht der beste Weg ist, um das Problem zu l├Âsen.

Der zweite Schritt ist es herauszufinden, welche die einfachste L├Âsung ist. Viele Entwickler neigen dazu, sich eine ausgefeilte Funktionalit├Ąt und coole neue Funktionen als Probleml├Âsung vorzustellen. Das Problem ist, dass es viel Zeit und Geld kostet all diese Funktionalit├Ąt zu entwickeln. Selbst wenn die Ressourcen f├╝r ein perfektes Produkt vorhanden sind, besteht das gro├če Risiko, dass das Produkt am Ziel vorbei entwickelt und von niemandem gekauft wird. Es k├Ânnte ein Problem l├Âsen, das niemand hat.

Anstatt Ressourcen f├╝r eine fehlgeleitete Produktentwicklung zu verwenden, sollten bei der Planung drei Fragen beantwortet werden. Gibt es das Problem? Ist das Problem wichtig genug? K├Ânnen wir das Problem l├Âsen?

Der n├Ąchste Schritt betrifft die Priorisierung der Funktionen. Um die kleinste funktionierende Version eines Produktes zu erstellen, m├╝ssen die Kernfunktionen identifiziert werden, auf die nicht verzichtete werden kann. Zudem m├╝ssen die “nice to have” ÔÇô Funktionen bestimmt werden, die bei sp├Ąteren Iterationen hinzugef├╝gt werden k├Ânnen. Die Kernfunktionen sind die Funktionen, die untrennbar mit der Funktionalit├Ąt des Produktes verbunden sind. Sie sind das R├╝ckgrat des Minimum Viable Products. Nice to have bedeutet, diese Merkmale kann oder muss das fertige Produkt haben. Sie sind f├╝r die fr├╝he Iteration jedoch nicht wesentlich.

Die Effizienz ist nebens├Ąchlich. In der fr├╝hen Phase der Entwicklung spielt Effizienz keine Rolle. Effiziente Prozesse k├Ânnen sp├Ąter entwickelt werden. Zun├Ąchst gen├╝gt es, die grundlegenden Annahmen zu testen und das Produkt zu entwickeln, zu testen und zu lernen.

Das Minimum Viable Product ist kein Endziel. Mit den festgelegten Features des MVP kann die Entwicklung beginnen. Die Entwicklung ist nicht das Ende des Weges. Es ist der Beginn einer Feedbackschleife, die hilft ein Produkt in 3 Stufen kontinuierlich zu verbessern: Minimum Viable Product bedeutet entwickeln, testen und lernen.

Je mehr Nutzer das Minimum Viable Product kaufen oder benutzen, desto mehr Daten k├Ânnen gesammelt und m├╝ssen analysiert werden. Die ersten Anwender sind oft Technologie-Enthusiasten, die gerne Prototypenprodukte testen und Feedback geben. Das V in MVP steht f├╝r lebensf├Ąhig. Das hei├čt, Menschen m├╝ssen bereit und in der Lage sein, das Produkt tats├Ąchlich zu nutzen. Bei der Entwicklung einer B2B-Anwendung erstreckt sich die Lebensf├Ąhigkeit ├╝ber eine einzelne Nutzererfahrung hinaus. W├Ąhrend der Testphase ist es wichtig zu sehen, wie das MVP im Kontext einer gr├Â├čeren Organisation eingesetzt wird und ob es den potenziellen K├Ąufern einen Mehrwert bietet.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich B2B-Marketing haben, dann k├Ânnen Sie gerne den jeweiligen Glossar dazu besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren.

Durch die Erstnutzer erh├Ąlt ein Unternehmen wichtige Einblicke und wertvolle Informationen zu fehlenden Funktionen, Fehlern und nicht ben├Âtigten Funktionen. Um herauszufinden was gut funktioniert, ist es wichtig proaktiv zu sein und den Nutzern die Kontaktaufnahme so leicht wie m├Âglich zu machen. Anhand der Kundeninformationen kann ermittelt werden, welche Aspekte des Minimum Viable Products ein voller Erfolg sind und welche noch verbessert werden m├╝ssen.

Diese ├änderungen k├Ânnen in die n├Ąchste Version des Produktes integriert werden. Sobald das Produkt aktualisiert wurde, hei├čt es wieder entwickeln, testen und lernen. Mit jeder Iteration r├╝ckt die Entwicklung n├Ąher an ein vollst├Ąndiges und fertiges Produkt heran. Ein fertiges Produkt, das die Menschen tats├Ąchlich ben├Âtigen. Sollte sich das Minimum Viable Produkt als Fehlschlag herausstellen, dann hat dieser Fehlschlag zumindest nicht so viel gekostet wie ein fertig entwickeltes Produkt, das niemand kaufen will.

Die Minimum Viable Product Strategie ist ein idealer Entwurfsansatz f├╝r Start-up-Unternehmen, obwohl sie auch h├Ąufig in etablierten Unternehmen bei Designs eingesetzt wird, die von Investitions- oder Kapitalstandpunkten aus betrachtet als risikoreich gelten. Die Minimum Viable Product Strategie wurde entwickelt, um ein einfaches Basisprodukt in k├╝rzester Zeit auf den Markt zu bringen und dann die Durchf├╝hrbarkeit des Produkts zu untersuchen und zu bestimmen, welche Merkmale in der n├Ąchsten Iteration hinzugef├╝gt werden sollten. Es ist ein benutzerorientierter Designansatz, der st├Ąndig wertvolles Feedback sammelt, um bei jeder Iteration ein verbessertes Produkt bereitzustellen.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich eines Online Marketing Themas haben, dann k├Ânnen Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG


Weitere Inhalte